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Німецька мова Підруч.

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☆

•Nutzung von räumlich entferntem Wissen

•neue Arbeitsplätze schaffen, besonders in struktursch wachen Räumen

•Erfüllung individueller Mitarbeiterwünsche

•Arbeiten nach individuellem Zeitrhythmus

•größere Kundennähe, besserer Service

•bedarfsgerechter Einsatz freier Mitarbeiter

•Flexibilisierung des Arbeitsmarktes

•Sicherung von Arbeitsplätzen Investitionsschub

ARGUMENTE DER GEGNER

•Unerreichbarkeit mit Tätigkeitsfeld des Unternehmens

•rechtliche Probleme

•Telekommunikationskosten

•Hardware Kosten

•technische Umsetzung

•organisatorischer Aufwand

•fehlende Mitarbeiterkontrolle

•soziale Isolation

•ungeschützte Beschäftigungsverhältnisse

•Karriereeinbußen

•fehlende Trennung von Beruf und Privatleben

•Unwirtschaftlichkeit

•mangelnde Datensicherung bzw. Datenschutz

•Reibung mit traditionell unflexiblem Management

•höherer Koordinierungsbedarf

•Abwandern von Arbeitsplätzen ins Ausland

•Landschaftszersiedelung

•Anstieg des Individualverkehrs

MARKTSICHERUNG

Es ist Mode, über den Standort Deutschland zu klagen: Alles sei zu teuer, die Steuern, die Abgaben, die Preise und die Arbeitskosten. Die leidgeprüften Unternehmer, betonen zumin dest ihre Interessenvertreter, hätten keine andere Wahl, als die Flucht ins Ausland anzutreten.

Tatsächlich hat die Globalisierung der deutschen Wirtschaft ein beträchtliches Ausmaß erreicht. Mehr als 7000 deutsche Investoren betreiben nach einer Studie des Hamburger Welt wirtschaftsarchivs (HWWA) 21 000 Auslandsgesellschaften mit über 2,6 Millionen Arbeitsplätzen. Dies entspreche rund 15 Prozent aller Beschäftigten der inländischen Privatwirtschaft (alte Länder). Allein die Auslandstöchter deutscher Indust

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rieunternehmen erreichten zusammen einen Umsatz von fast 500 Milliarden Mark. Mit 1,8 Millionen Auslandsbeschäftigten stieg ihr Anteil sogar auf über 25 Prozent aller Industriear beitsplätze in Deutschland.

Und es werden noch mehr werden: Die jüngste Studie des Deutschen Industrie und Handelstages (DIHT) kommt zu dem Ergebnis, daß bis zum Jahre 1999 noch einmal rund 300 000 Arbeitsplätze im Zuge von Produktionsverlagerungen im Aus land entstehen werden. «Bis zum Jahre 2000 rechnen wir mit über 3 Millionen Arbeitsplätzen deutscher Unternehmer jen seits der Landesgrenzen», prognostizierten die Wirtschaftsfors cher des Verbandes. Den Grund für diesen Exodus der deut schen Wirtschaft hatten die Autoren der Studie schnell hera usgefunden: «Die Arbeitskosten sind für die geplanten Investi tionen im Ausland insgesamt das dominierende Motiv». 62 Prozent der Mitgliederunternehmen – vorwiegend kleinere und mittlere Betriebe – hatten in der Umfrage angegeben, dass sie wegen der hohen Lohnkosten ins Ausland gehen wollen.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute kommen hingegen zu ganz anderen Ergebnissen. Rolf Jungnickel, Volk swirt vom HWWA, hat festgestellt, daß «lohnkostenmotivie rende Produktionsverlagerungen bisher nur den kleinsten Teil des deutschen Engagements im Ausland darstellen». Tatsäch lich gehen nur 10 Prozent der deutschen Auslandsinvestitionen in Niedriglohnländer, das Gros fließt in westliche Industriesta aten, deren Arbeitskosten sich wenig von den hiesigen unter scheiden. Auch in einer kürzlich erschienenen Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft heißt es, ein großer Teil der deut schen Direktinvestitionen dient nicht primär der Produktions verlagerung an kostengünstigere Standorte.

Die Verknüpfung von heimischen Arbeitskosten und steigenden Direktinvestitionen im Ausland eine, wie DGB Vorstand Michael Geuenich es formuliert, «interessenpolitisch motivierte Irreführung?» Vieles spricht dafür, denn selbst erfahrene global player wie Daimler Benz oder Siemens sehen Produktionsverlagerung nur höchst selten kostenpolitisch motiviert. Entscheidend für den Abfluß deutscher Gelder sind eine Reihe anderer Faktoren:

• Nachholbedarf: Vergleicht man die kumulierten Direk tinvestitionen führender Industrienationen zwischen 1985 und 1993, bringt die Bundesrepublik es gerade auf Platz fünf. Auch wenn sich die Investitionen bis zum Jahre 2000 auf 586,5 Milliarden Mark summieren, wie Heinrich Engelke von der Bank Gesellschaft Berlin schätzt, «wird das kaum reichen für bessere Plazierungen». Die «handelsbegleitenden» Investitio nen müssen folglich intensiviert werden.

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•Marktzugang, Marktsicherung: Mit alten Produkten können nur auf neuen Märkten Gewinne erzielt werden. Die zunehmende Mobilität von Produktionsstätten macht es mög lich, daßnicht nur das Produkt, sondern die gesamte Produktion zum Kunden kommt. Das reduziert Kosten und erleichtert das Überwinden von Handelshemmnissen. Nicht umsonst verab schieden sich Unternehmen wie Mercedes von dem Qualitäts siegel «made in Germany». Heute heißt es «made by Mercedes».

•Kundenorientierung: Die Produkte müssen für die neuen Absatzmärkte modifiziert werden. Der US Bürger möchte einen Becherhalter im Mercedes, der Deutsche lieber ein kariertes Sitzpolster. Wer dem Kunden auf das Maul schauen möchte, tut dies am besten vor Ort.

•Staatsaufträge: Vor allem die Investitionsgüterindustrie ist von ihnen abhängig. Konzerne wie Siemens sehen sich bei Großprojekten mit harten Bedingungen von seiten ihrer Auf traggeber konfrontiert. China kauft nicht für Millionenbeträge von ausländischen Unternehmen, wenn dabei nicht ein paar Arbeitsplätze für Chinesen geschaffen werden.

Im Ausland wird investiert, um Märkte zu erschließen, zu erhalten oder um die Exportbasis zu sichern. «Insofern ist der Anpassungsdruck auf den deutschen Arbeitsmarkt kleiner, als es Höhe und Dynamik der deutschen Direktinvestitionen im Ausland erscheinen lassen», schlußfolgern die Autoren der Studie des Kieler Weltwirtschaftsinstitutes. Mit anderen Wor ten: Der Abfluß von 90 Prozent des deutschen Investitions kapitals wäre selbst durch drastisches Senken der heimischen Arbeitskosten nicht zu stoppen.

DieLageamArbeitsmarktbleibtjedenfallsweiterangespannt. Auslandsinvestitionen sichern zwar Arbeitsplätze im Inland, aber sie schaffen keine neuen. Dazu bedarf es vieler Innovatio nen, die neue Produkte für neue Märkte in Deutschland schaffen.

MESSEN BLEIBEN WICHTIGES INSTRUMENT

Im Marketing Mix der Unternehmen liegen die Instrumente vorn, bei denen der persönliche Kontakt im Vordergrund steht. AnderSpitzestehtderpersönlicheVerkaufbzw.derAußendienst. Es folgen nahezu gleichauf der Kundenservice und die Messebe teiligung. Instrumente wie Verkaufsforderung, Werbung in Fachzeitschriften und Direct Mailing nehmen nachgeordnete Plätze ein.

Dies ergab eine Studie zum Thema «Ziele und Nutzen von Messebeteiligungen», die das Institut für Marketing an der Universität Munster im Auftrag des Ausstellungs und Messe Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (Auma) durchführe.

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Die Studie sollte ermitteln, welche Messeziele gegenwärtig und künftig vorrangig verfolgt werden, in welchem Umfang diese Ziele erreicht werden, wie die Erreichung der Ziele gemessen wird und welche Konsequenzen daraus gezogen werden.

Die künftige Position der Messen im Marketing Mix wird als deutlich stabil eingeschätzt mit leicht steigender Tendenz. Unter den Zielen einer Messebeteiligung steht die Kontaktauf nahme mit potentiellen und schon vorhandenen Kunden im Vordergrund. Darüber hinaus haben Ziele wie Verkaufsanbah nung, Präsentation des Leistungsangebots und Kompetenznach weis eine überdurchschnittliche Bedeutung. Direkte Verkauf sabschlüsse spielen nur noch eine durchschnittliche Rolle.

Messeziele mit hoher Priorität werden auch überdurchsch nittlich gut erreicht. Auma Chef Dr. Kresse: «Angesichts der Kritik an der Wirksamkeit mancher klassischer Werbemedien zeigt dies, daß Messen als Teil eines modernen kundenorien tierten Marketings eine sehr hohe Effizienz haben.

Die Aussteller schätzen den Messeerfolg um so höher ein, je homogener das Angebotsspektrum ist, je höher der Fachbe sucheranteil und je höher die Internationalität sind, und zwar auf Aussteller und Besucherseite. Dies ist ein eindeutiges Pladoyer für den in Deutschland vorherrschenden Veranstal tungstyp der internationalen Fachmesse und kennzeichnet die Anziehungskraft unserer internationalen Top Events am Messeplatz Deutschland.

Deutlich verbesserungsfähig sind allerdings die festges tellten geringen Aktivitäten der Aussteller zur Qualifizierung des Standpersonals. Vor allem der weitgehende Verzicht auf die Einbindung externen Sachverstandes zeigt, daß wesentliche Nutzenpotentiale von Messebeteiligungen noch nicht ausges chöpft werden. Auch während der Messe unternehmen die meis ten Aussteller zu wenige Aktivitäten, um sich im Wettbewerb zu profilieren und Besucher anzusprechen, zu denen bisher noch kein Kontakt bestand. Nach der Messe führt nur ein Viertel der Aussteller regelmäßig Untersuchungen zu Zieler reichung durch. Mehr als ein Drittel bewertet das Messeer gebnis überhaupt nicht. Die Gründe dafür liegen offensichtlich vorrangig darin, daß zahlreiche Unternehmen ihre Beteili gungsziele vor der Messe nicht konkretisieren. 30% nehmen überhaupt keine Konkretisierung vor, und nur ein Zehntel legt bei allen Messebeteiligungen das Ausmaß der Zieler reichung fest, z.ß. die Zahl der angestrebten Kontakte.

Eine wichtige Voraussetzung für die Erfolgskontrolle ist damit häufig gar nicht gegeben. Darüber hinaus wird das Messeergebnis oft nur unzureichend innerhalb des Unterneh mens diskutiert, häufig nicht einmal mit dem Standpersonal.

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Messen werden also von der deutschen Wirtschaft zwar intensiv und mit zufriedenstellendem Ergebnis genutzt; die Potentiale des Marketinginstruments Messe werden aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die Untersuchung belegt, daß der Messeerfolg in erheblichem Umfang vom Aussteller selbst abhängt. Dazu der Auma Hauptgeschäftsführer: «Die Messeveranstalter schaffen die positiven Rahmenbedingungen. Um ihre persönlichen Busineßziele zu erreichen, können viele Aussteller aber selbst noch aktiver werden».

FARBWAHL

Produkt und Verpaсkungsfarben können im Marketing über Erfolg und Mißerfolg entscheiden. Doch ob der richtige Ton getroffen wird, stellt sich oft erst am Markt heraus. Mit Farben wird im Marketing oft recht ahnungslos herumgefum melt. Das sagt ein Mann, der als Farbberater von Unternehmen wie Reemtsma, Brinckmann, Oetker, Esso und Shell Millionen verdiente: Professor Max Lüscher, 73. Fast ein halbes Jahr hundert ist es her, seit der Schweizer Psychologe seinen verg leichsweise simplen und seither so umstrittenen wie gefragten Farbtest erfand.

Dieser Test, der wegen der Farbpräferenzen einer Person Rückschlüsse auf deren Persönlichkeisstruktur erlauben soll, wurde für Lüscher zur Basis erfolgeicher Eigenvermarktung. Dabei stieß er in den Marketingabteilungen häufig auf man gelnde Kompetenz und Unwissenheit in Sachen Farbe ein Manko, das er auch heute noch nicht behoben sieht. «Viele Entscheider», so Lüscher, «haben keine Ahnung davon, wie sehr man mit der richtigen Farbe ein Produkt hochjubeln oder durch die falsche Farbe auch wieder vernichten kann». Als Beispiel für die Wirkung seiner Arbeit führt er gern den Fall einer «großen deutschen Zigarettenmarke» an, für die er die Packungsfarben nur leicht veränderte: «Alles andere blieb gleich. Aber vorher verkauften die 450 Millionen Zigaretten im Monat, danach waren es plötzlich fast doppelt so viele».

Bei einer Zigarette werde schließlich nicht der Tabak, son dern das Image geraucht, argumentiert Lüscher: «Dieses Ima ge kann über Farbe und Form immens gesteuert werden. Dabei wirkt die Farbe immer primär, die Form sekundär». Zumindest diese Aussage Lüschers gilt unter Farbexperten als unstrittig. Doch von der Wirksamkeit seiner Methodik, die die Farben mit festen Bedeutungen belegt und den anvisierten Zielgrup pen entsprechend zuordnet, sind längst nicht alle überzeugt.

Erich Küthe etwa, Professor für Produktgestaltung an der Universität Köln, und Farbberater Axel Venn, der von Blieskas

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tel aus Designmanagement betreibt, stellen den farbpsycholo gischen Ansatz des Schweizers grundlegend in Frage.

Der konsequenten Trendbeobachtung gestehen sie weit mehr Erfolgschancen zu als psychologischen Testverfahren. «Die mögen ganz amüsant sein», sagt Praktiker Venn, der vor allem Teppich– und Textilfirmen berät, «aber in der Praxis ist damit nur schwer etwas anzufangen».

Farbentscheidungen, so sein Credo, brauchen immer glei cherrmaßen Gefühl und Verstand, auch wenn harte Fakten unabdingbare Crundlage sind. Dazu zählen Küthe und Venn Kenntnisse über Farbwirkungen, Farbharmonien und Farbpräfe renzen genauso wie Beobachtungen von Trendscouts. «Die Farbbedürfnisse des einzelnen», so Venn, «sind schließlich immer trendabhängig». Wichtigstes Kriterium ist und bleibt deshalb bei jedem Produkt die genaue Kenntnis der Zielgruppe.

Im Gegensatz zu Lüsher («Wenn ein Trend lange da war, wird vermutlich der Gegentrend kommen aber wann, das weiß man nicht») traut Venn sich in bestimmten Fällen schon zu, Farbtrends vorherzusagen: «Der Verbraucher akzeptiert außer im Modebereich nur Farben, mit denen er schon eine Verbin dung hat, da müssen zumindest kurzfristige Reminiszenzen bestehen. Das machen sich Verpacker von Joghurt, Suppen und Damenstrümpfen viel zuwenig zunutze». Als wichtige Trendfarbe heutiger Tage propagiert er Gelb– offenbar mit ersten Erfolgen.

Daß auch Unternehmen, die keine externen Koryphäen zu Rate ziehen, das Thema Farbe nicht geringschätzen, zeigt das Beispiel Volkswagen. Bevor in Wolfsburg neue Modelle vom Band laufen, setzt sich ein komplizierter Mechanismus der Farbfindung in Bewegung. Händler, Importeure und VW Mitarbeiner, die man in der angepeilten Zielgruppe vermutet, kommen dann zu «Klinik Studien» zusammen. Bei dieser aufwendigen Begutachtung der Erlkönige spielt die Farbe eine entscheidende Rolle: Nicht nur der Außeniak, sondern auch die Farbnuancen der Innenaustattung werden unter die Lupe genommen. Das Produktmarketing bringt Statistiken über die Absatzzahlen vergleichbarer Fahrzeuge ein. Auf dieser Basis entscheidet schliеßlich eine vielköpfige «Farbkommission», in der nicht nur die hauseigenen Design , Marketing und Vert riebsprofis, sondern auch Mitglieder der Konzernleitung vertreten sind.

«Es bleibt aber möglich, daß selbst absolute Hauptfarben bis zu drei Monate vor der Markteinführung noch einmal geändert werden», so meint Ralf Laudenbach, Leiter Produkt marketing Kleinwagen.

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Eine ganz andere strategische Dimension hat der Farbvor stoß, mit dem Pepsi im Wettbewerb gegen Coca Cola Boden gutmachen will. 500 Millionen Dollar investierte der Softdrink Gigant in 20 europäischen und asiatischen Ländern in sein «Project Blue», bei dem sämtliche Produktverpackungen und die komplette CI ganz auf Blau eingestellt wurden. Die Um stellung, mit riesigem Werbe Tamtam und einer leuchtend blauen Concorde als PR Vehikel gestartet, entpuppte sich als Flop. Die Umsätze stagnierten, gingen mancherorts sogar zurück. Trotzdem startet Pepsi jetzt auch Tests im Stammland USA.

Farbexperten beäugten das Vorhaben von Anfang an skep tisch. Axel Venn etwa sieht Blau als Trendfarbe schon länger auf dem absterbenden Ast: «Das wurde überstrapaziert, und dann treten beim Verbraucher Ermüdungserscheinungen auf, aus denen heraus Trendwechsel entstehen».

SCHLEIMSTOFFE

Zu den in den Schleimzellen der Pflanzen enthaltenen Schleimstoffen gehören Stärkearten, Gummistoffe und Pektine. Schleimige Drogenzubereitungen wendet man sehr gern bei Katarrhen und anderen Reizzuständen der oberen Luftwege an. Schleimhaltige Drogen dienen auch als geschmacksverbes sernde Mittel.

PILZE

Die Pilze sind niedere blattgrünfreie Pflanzen, die auf Fremdnahrung angewiesen sind.

Die Pilze (Mycophyta) bilden mit über 85000 Arten die zweitgrößte Abteilung des Pflanzenreiches. Es sind Thallop hyten mit echten Zellkernen, die sich heterotrop ernähren, entweder saprophytisch oder parasitisch. Die Vermehrung der Pilze kann geschlechtlich oder ungeschlechtlich durch Sporen erfolgen.

Es sind etwa 100 Pilzarten bekannt, die beim Menschen Krankheiten hervorrufen können. Durch Pilze erregte Kran kheiten nennt man Mykosen. Meistens handelt es sich um eine exogene Infektion, wobei die Pilze bei gegebener Disposi tion des Menschen mit Hilfe von Enzymen die Epidermis durchwachsen. Außer der Haut werden noch häufig Haare und Nägel befallen. Durch Einatmen von Pilzsporen können allergische Erscheinungen, wie Heuschnupfen und Bronchia lasthma, entstehen.

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WAS HEIßT AIDS?

AIDS leitet sich von der englischen Bezeichnung Acquired (erworben) Immune Deficience (Mangel) Syndrome ab und läßt sich am einfachsten als Syndrom des erworbenen Immunde fektes oder einfach erworbene Immunmangelkrankheit übersetzen. Diese Bezeichnung wurde gewählt, als das Virus als Erreger noch nicht entdeckt worden war. Es handelt sich also nicht um einen angeborenen, sondern erworbenen Defekt des Immunsystems.

Unter Syndrom versteht man ein Krankheitsbild, das durch bestimmte Symptome gekennzeichnet ist. Seine Ursache ist meist noch oder nicht vollständig bekannt.

Das AIDS Virus befällt nicht nur das Immunsystem, son dern auch andere Zellen, insbesondere Zellen des Nervensys tems. Vermutlich werden im Laufe der nächsten Jahre noch weitere Symptome beobachtet werden.

AIDS ist eine ansteckende, durch ein Virus verursachte Infektionskrankheit.

Die Infektion mit dem AIDS Virus führt nicht zwangläufig zur Krankheit. Nach der Infektion mit dem Virus ist der Bet roffene zunächst ein sog. Virus Träger oder auch Antikörper Träger (Antikörper = Reaktion des Immunsystems auf das Virus). Nur ein bestimmter Prozentsatz der Infizierten wird auch klinisch krank, und nur das bezeichnet man als AIDS.

Die Infektion mit dem AIDS Virus führt zu einer chronis chen Infektion, die in verschiedenen Stadien verläuft.

Der AIDS Erreger hat heute die internationale Bezeichnung HIV. HIV ist die englische Abkürzung für Human Immuno Deficiency Virus (Menschliches Immun Defekt Virus). Mit dieser Bezeichnung soll zum Ausdruck gebracht werden, daß das Virus nur beim Menschen vorkommt und zur Zerstörung des Immunsystems führt.

Der Erreger von AIDS wurde 1983 zuerst von dem Franzo sen Luc Montagnier entdeckt. Er wählte die Bezeichnung LAV = = Lymph Adenopathei Virus.

Unlängst wurde von der Arbeitsgruppe um Luc Montagnier in Westafrika ein Virus isoliert, das die klinischen Symptome von AIDS verursacht, dem HIV sehr ähnlich ist. Diesem Virus hat man die Bezeichnung HIV II gegeben.

Der AIDS Erreger befällt bevorzugt eine besondere Zelle des Immunsystems, die als T Helferzelle oder T Helferlym phozyt bezeichnet wird. Das Virus vernichtet nach und nach alle T Helferzellen. In der Komplexität des Immunsystems nehmen die T Helferzellen eine zentralle Rolle ein.

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DAS KÖRPEREIGENE ABWEHRSYSTEM

(IMMUNSYSTEMS)

Das AIDS Virus befällt bevorzugt das Immunsystem. Zahlreiche klinische Symptome der Infektion erklären sich aus der durch das AIDS Virus bedingten Zerstörung des Immun systems. Will man die AIDS Virus Infektion verstehen, muß man deshalb einige Grundkenntnisse über Aufbau und Arbeit sweise des Immunsystems haben.

Das Immunsystem besteht aus einer Vielzahl spezialisierter Organe und Zellen. Sie haben die Aufgabe, den Körper gegen das Eindringen von Krankheitserregern zu schützen bzw. ein gedrungene Erreger zu vernichten. Wenn das Immunsystem nicht richtig funktioniert, dann kann es nicht nur zu schweren Infektionen kommen, sondern zahlreiche andere Krankheiten, wie z. B. Allergien, bösartige Tumoren können entstehen.

NIKOTINALARM

Es ist heute nicht allgemein bekannt, daß der Tabakkonsum in seinen Anfängen lange Zeit auf rein medizinische Fälle beschränkt blieb und ausschließlich Heilmittel war. Es wurde vor Jahrhunderten nur äußerlich, als Aufguß oder in Salben form angewendet.

Der Tabak sollte eine heilende Wirkung bei Hauterkran kungen zeigen und wurde von Jean Nicot als erstem rezeptiert und lobend erwähnt.

Dieser Herr war französischer Gesandter am portugiesis chen Hofe und sorgte für die Verbreitung des Tabaks. Erstmalig als Medikament hatte ihn der Leibarzt Philipp II in Europa gebraucht. Da sich Herr Nicot so sehr um die Anwendung des Tabaks als Arzneimittel bei Hauterkrankungen verdient gemacht hatte, wurde nach ihm der wichtigste Wirkstoff im Tabak, das Nicotin, benannt.

Diese vielleicht sogar nützliche Epoche des Tabakkrautes war aber nur kurz. Leider begannen bald die schädlichen Ein flüsse des Tabaks zu überwiegen, als man begann, ihn zu rauchen.

So kam es fast zu einer Umkehrung seiner Wirkungs weise. Während früher gewisse Hautkrankheiten günstig zu beeinflussen waren, wirkt er jetzt eindeutig schädigend auf Haut und Schleimhaut des Menschen.

Während früher der Tabak als Rauchklister in den Darm verabreicht wurde, um Ertrunkene wieder zu beleben, geschieht die Aufnahme der Tabakwirkstoffe heute in Form von Kauen, Rauchen und Schnupfen ausschließlich durch die Mund und Rachenschleimhaut.

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Wie sehr schleimhautreizend der Tabakrauch sein kann, weiß jeder Nichtraucher, der in einer Gesellschaft von Rau chern im geschlossenen Raum von Hustenreiz, Brennen und Tränen der Augenbindehaut geplagt wird.

Auf die Oberhaut selbst hat der Tabakrauch wohl keinen nachweisbaren schädigenden Einfluß, aber als Gefäßgift schädigt den Organismus. Die Blutgefäße der Haut reagieren besonders empfindlich auf Nikotin.

Sie ziehen sich durch dieses Gefäßgift überstark zusammen, kontrahieren sich, und verhindern so die Blutzufuhr. Diese Erscheinung ist auch beim völlig Gesunden immer wieder nachweisbar. Die entsprechenden Gefäßkrankheiten finden sich mit der Zunahme der Raucherinnen immer häufiger auch bei den Frauen. Es ist experimentell nachweisbar, daß durch das Rauchen die Gefäße der Haut nur mangelhaft durchblutet werden. Bis zu 30 Minuten nach dem Rauchen einer Zigarette läßt sich mit Hilfe thermoelektrischer Verfahren das exakt nachweisen. Die Gefäßkrämpfe mit resultierender Mangel durchblutung führen dazu, daß die Finger erstarren, wobei die Endglieder weiß aussehen und gefühllos sind. Zunächst entstehen massive Gehbeschwerden bei längeren Strecken. Die Endstation ist eine Beinamputation.

Das Nikotin regt außerdem eine vermehrte Adrenalinaus schüttung der Nebennieren an. Diese Kontraktionen der Blut gefäße führen zu einem deutlichen Anstieg des Blutdruckes. Die verminderte Blutversorgung verändert außerdem die Hauttemperatur.

Der starke Raucher schadet nicht nur seiner Haut durch starken Rauchkontakt, sondern er fördert auch die Neigung zur Krebsbildung im Bereich der Mund und Rachenschleim haut.

Nikotin führt außerdem zu schweren Hautgefäßverände rungen mit allen nachteiligen Folgen.

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