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копылова (Deutsch in Geologie).doc
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Erste Unterrichtsstufe

Einführendes Lesen

(Sprechaufgaben zum Text 1 auf der Seite 9 )

1. Drei Haupttypen von Bodenschätzen

Man hatte abgeschätzt: Innerhalb der nächsten Jahre würde in Großbritanien der letzte Baum gefällt werden. Nicht gestern, sondern bereits im 17. Jahr-hundert hatte man das festgestellt.

Damals hatten die industrielen Betriebe rasch alle Wälder “aufgefressen”. Das Metall wurde mittels Holzkohle aus dem Erz geschmolzen. Die von den Gelehrten erhaltenen Zahlen waren durchaus begründet. Nur ihre Voraussagen gingen nicht in Erfüllung. Das Holz wurde von einem mineralischen Brennstoff abgelöst. Etwa drei Jahrhunderte sind seitdem vergangen. Nach wie vor gibt es Wälder in Großbritanien, auch Liebhaber für Prophezeiungen finden sich wie ehedem. Im Jahre 1967 fand in Moskau ein internationaler Bergbaukongreß statt. Einer der amerikanischer Vertreter erklärte den sowjetischen Spezialisten : “Sie brauchen mehr Kohle als wir, denn Sie haben wenig Gas.” Was das vergangene Jahrzehnt betraf, so mochte er im allgemeinen recht haben. Aber auch in diesem Fall wurden die Schlußfolgerungen nicht bestätigt, denn in den letzten Jahren entdeckte man in der Sowjetunion riesige Ressourcen des “blauen Brennstoffs” – in Westsibirien, im Orenburger Gebiet und in vielen anderen Bezirken. Mit Erdgas kann die Sowjetunion nicht nur ihren eigenen Bedarf decken, sie kann auch noch eine Reihe europäischer Länder versorgen. Diese Beispiele beweisen, daß man bei der Einschätzung des Vorrates an mineralischem Rohstoff Urteile des Augenblicks vernachlässigen kann. Trotzdem sollte man immer daran denken: Die Mehrzahl der Bodenschätze ist ein kurz befristetes Angebot der Natur. Man kann es nur einmal ausnutzen. “Allzu kategorisch ist diese Behauptung”, könnte ein Kenner der Geologie entgegnen. “Sind doch die Schätze im Erdinnern entstanden, und sie entstehen auch in der Gegendwart.”Natürlich hat er recht. Wir sehen, wie aus abgestorbenen Pflanzen Torfsümpfe entstehen. Unter bestimmten Bedingungen verwadelt sich Torf in Kohle. In sumpfigen Niederungen können auch Eisenerze gebildet werden. Mit welcher Geschwindigkeit aber? Viele, sehr viele Generationen leben und sterben, ehe man rufen kann: “Heureka! Eine neue Lagerstätte!” Jahrmillionen und besonders günstige geologische Bedingungen, das sind zwei Grundfaktoren für Entstehung von Bodenschätzen im Erdinneren.

Unter den mineralischen Bildungen entstehen nur manche verhältnismäßig rasch, z.B. die Salze. Nicht zufällig wird die Kara- Bogas- Gol- Bucht am Kaspischen Meer als natürliches Salzfaß bezeichnet. Auch wenn wir also von einem kurz befristeten Reichtum der Natur sprechen, sind wir immer noch einer Meinung mit den Geologen. Sie haben wirklich recht, wenn sie beim Studium des Bildungsprozesses nutzbarer Bodenschätze drei Haupt-gruppen unterscheiden. Zur ersten Gruppe gehören die prakisch nicht wieder regenerierbaren Mineralreichtümer, das sind vor allem die Erzlagerstätten. Viele von ihnen sind bei der Kristallisation von Materie aus geschmolzenem Magma vor drei bis vier Milliarden Jaren entstanden. Auch einige durch Metamorphose gebildete Lagerstätte gehören dazu, hierunter nichtmetallische fossile Bodenschätze wie Graphit oder Korund. Erdöl und Kohle kann man zur zweiten Gruppe rechnen. In geologischen Zeiträumen sind sie wahrscheinlich regenerierbar. Die dritte Gruppe sind die Salze der heutigen salzigen Flachwasserseen und Buchten. Ihre Vorräte können jährlich ergänzt werden. Da sind auch die Baumaterialien. Sie werden z.B. von Wasserströmen geschaffen und sortiert. Vor nahezu drei Jahrhunderten wurde prophezeit: Die metallurgischen Betriebe werden bald keinen Brennstoff mehr haben. Mit ebenso wenig Recht kann man heute behaupten: Sie werden ohne Erze sein. Die jetzigen Lagerstätten werden von neuen abgelöst werden. Metall kann man doch auch den Sedimentgesteinen entziehen. So viel wissen wir nun: Nach ihren Bildungsbedingungen kann man die nutzbaren Bodenschätze in drei Haupttypen einteilen. Der erste Typ ist an den Magmatismus gebunden, der zweite an die Sedimentationsprozesse und der dritte an die metamorphen Umwandlungen. Wollten wir nun diese Bodenschatztypen entsprechend den Stufen ihrer möglichen Entstehung anordnen, dann müßte man in der Tiefen des Erdinneren beginnen, zu den Flüssen, Meeren, Bergen und Ebenen übergehen und erneut in die Gesteinsschichten hinabsteigen. Versuchen wir die minealischen Schätze danach aufzuteilen, wie sie heute in der Erdkruste lokalisiert sind, dann ergibt sich ein Gemisch. Zu unseren Füßen liegen nicht selten magmatische Bildungen, während sedimentäre Bildungen, die einst an der Obefläche lagen, in großen Tiefen verborgen sind. Man sollte auch nicht vergesen, daß eine Lagerstätte von Bodenschätzen nicht einfach eine Aufbwahrung von Bodenschätzen ist. Nicht selten handelt es sich auch um eine “Wiege”, wo die Bildung wertvoller Minerale andauert.