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Text b warum deutsch lernen
Deutschland – was ist denn das? mögen manche von Ihnen fragen, und woher kommt der Name "Deutschland"? Deutschland, das ist einmal der deutsche Staat, früher als die BRD und die DDR, heute als "Bundesrepublik Deutschland" bezeichnet. Dann gibt es da noch Deutschland als Gebiet, in dem heute oder früher die deutsche Sprache und Kultur Einfluss gewonnen hatten. Dieses erstreckte sich historisch etwa westlich des Rheins bis hinauf ins heutige Litauen, und von Südtirol bis hinauf in die südlichen Teile Dänemarks.
Deutsch gehört zur Großgruppe der indoeuropäischen Sprachen, innerhalb dieser zu den germanischen Sprachen, und ist mit der dänischen, der norwegischen und der schwedischen Sprache, mit dem Niederländischen, Flämischen und Englischen verwandt. Das älteste Deutsch tritt uns seit dem 7. Jahrhundert entgegen. Damals gab es in dem Gebiet des heutigen Deutschlands viele verschiedene Stämme. Wenn sie aber über sich selbst als Gruppe sprachen, so nannten sie sich "deutsch" und ihre Sprache "deutsche Sprache". Der Teil "deut" war ein altes germanisches Wort und bezeichnete das "Volk". Der Begriff "deutsch" entstand dann als Abkürzung des Eigenschaftswortes "deut - isch" und bezeichnete "das, was zum deut(Volk) gehört".
Deutsch war also die Sprache der einfachen Leute. Die gelehrten Leute sprachen dagegen lateinisch. So waren fast alle Bücher in lateinischer Sprache geschrieben, und erst später gab es auch Bücher in deutscher Sprache. Mit der Zeit verlangten immer mehr Leute nach deutschen Büchern, und Deutsch wurde von mehr und mehr Leuten gesprochen. Als Martin Luther 1521 anfing, die Bibel in die deutsche Sprache zu übersetzen, war es sein Anliegen, so zu schreiben, wie die Leute sprachen. Die deutsche Bibel wurde das erste wichtige Buch in deutscher Sprache. Luthers Übersetzung wurde zur Grundlage der neuhochdeutschen(Schrift -) Sprache.
Deutschland ist reich an Mundarten. Bei den meisten Deutschen kann man an ihrer Sprachweise sofort erkennen, aus welcher Gegend sie stammen. Dialektale Besonderheiten zeigen sich vor allem in der Aussprache und im Wortschatz.
Deutsch ist also eine komplizierte, aber eine sehr schöne Sprache. Sie erweitert unsere Möglichkeiten und macht uns zu weltoffenen Menschen. Es lohnt sich, Deutsch zu lernen, weil:
wer Deutsch spricht, kann problemlos mit rund 100 Millionen Europäern in ihrer Muttersprache kommunizieren;
wer sich für Literatur interessiert, kommt an Deutsch nicht vorbei. Jährlich gibt es auf dem deutschen Buchmarkt über 60000 Neuerscheinungen, das sind 18 % aller jedes Jahr auf der Welt herausgegebenen Bücher. Übersetzungen können die kulturellen Leistungen deutscher Literatur nicht vollständig wiedergeben.
Deutschkenntnisse für Wissenschaftler und Studenten sehr wichtig sind, da im Bereich wissenschaftlicher Publikationen die deutschsprachigen den 2. Platz belegen. Wer Deutsch lesen kann, erschließt sich somit eine weite Welt von Forschungsergebnissen auf allen Gebieten der modernen Wissenschaft. Daher empfehlen auch über 40 % der US – amerikanischen Wissenschaftler ihren Studenten, Deutsch zu lernen. In Polen und Ungarn sind es mehr als 70 %.
Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in vielen Ländern die größte und wichtigste Touristengruppe ist. Deutschkenntnisse sind daher für viele Menschen, die im Tourismusbereich arbeiten, von großem Vorteil.
deutsche Sprachkenntnisse die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Viele deutsche Firmen im Ausland und viele ausländische Firmen in Deutschland suchen Mitarbeiter mit Fremdsprachenqualifikation.
wer Deutsch lernt, erschließt sich einen geistigen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich Zentraleuropas.
