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Aus der Welt der Arbeit.doc
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Den richtigen Beruf finden!

Die Zeiten sind hart. Derzeit scheint die Finanzkrise überhand zu nehmen. Wer kein positives Gemüt hat, wird auch leicht davon mit gezogen. Aber Halt. Wir müssen uns ja nicht alles gefallen lassen. Es gibt sehr wohl noch einige Jobs, die zu einem passen und oh wunder noch frei sind. Wie bei allen Dingen im Leben, sollte man nicht ständig auf andere Menschen hören, sondern seinem eigenen Gefühl vertrauen.

Manchmal kann man 300 Bewerbungen verschicken und man wird dennoch nie einen Job erhalten. Meist ist man aber selbst daran schuld. Weil man sich für Jobs bewirbt, die man gar nicht machen möchte. Von klein auf, wird uns eingetrichtert, dass diese und jene Branche sicherlich unerreichbar ist. So stimmt das natürlich auch wieder nicht. Es gibt da einen kleinen Trick, positiv denken und an seine Ziele glauben.

Nehmen wir mal den Beruf Schauspieler her. Für viele ist es ein Traumjob. Das wird er auch für einige bleiben. Ein großer Teil dieser Menschen wird sich nicht mal die Mühe machen, sich zu erkundigen, der andere Teil hat keine Zeit oder einfach kein Durchhaltevermögen. Im Endeffekt bleiben dann doch nur Kandidaten übrig, die es wirklich wollen. Diese kann man an einer Hand abzählen. Wer sogenannte Castingshows verfolgt, kann sich schon mal ein Bild machen, wie hart das Business ist und wie viele es wirklich durchhalten. Genauso läuft es auch bei anderen hart umkämpften Berufen ab. Möchte man es wirklich erreichen, so kann man es auch schaffen. Man muss an sich arbeiten. Kurse besuchen, Sprechtraining machen und vieles mehr. Mittlerweile gibt es eine Menge Angebote, viele davon werden sogar vom Arbeitsamt bezahlt. Nur daheim Däumchen drehen wird nicht viel bringen.

Bei vielen Menschen ist es aber eher der Fall, das sie gar nicht wissen, was sie machen wollten. In jedem steckt ein bestimmtes Talent. Viele haben auch ihr Hobby zum Beruf gemacht. Auch da muss man ziemlich kreativ sein. Es schadet auch nicht, verschiedene Schnuppertage zu machen. Viele Firmen bieten so etwas an. Der eine oder andere Traumjob ist vielleicht gar nicht so weit entfernt, wie man denkt. Einfach mal ausprobieren und selbst staunen. Wer gar nicht weiter weiß, sollte in einem Berufsorientierungskurs gehen. Dort werden verschieden Tests, Gruppenarbeiten und Trainings abgehalten. So kann man auf spielerische weise herausfinden, wo seine inneren Träume und Ziele stecken. Unter Druck wird man kaum etwas raus finden.

Egal wo man gerade steht, man sollte auf jeden Fall locker bleiben und nicht irgendwelche utopischen Jobs annehmen. Sicherlich sind Übergangsjobs nicht schlecht. Aber dennoch sollte man immer ausschau nach dem Traumjob halten. Gerade dann, wenn man schon mit Magenweh in die Firma fahrt, ist das ein Anzeichen dafür, dass man am falsche Wege ist. Bei gesundheitlichen Problemen sollte man schon wirklich radikal etwas ändern. Das sind innere Warnzeichen, die man nicht überhören sollte. Sonst wird alles nur noch schlimmer und am Ende hat man nur noch Depressionen. Immer auf die innere Stimme hören und dieser auch vertrauen, dann hat man bald den Job, den man immer schon haben wollte.

Beruf Lehrer

Was Sie schon immer über Lehrer wissen wollten

Sind sie frustriert oder engagiert, überbezahlte Halbtagsjobber oder ausgebeutete Manager? Bernd Dicks vom Internetportal „spickmich.de“ hat Zahlen und Fakten über Lehrer zusammengetragen.

Die meisten Lehrer sind weiblich und verheiratet

785 432 Lehrer entscheiden an Deutschlands Schulen über Schülerkarrieren und Bildungswege. Zeit für eine „Lehrer-Gebrauchsanweisung“, fand Bernd Dicks, Mitbegründer des Internetportals „spickmich.de“, in dem Schüler ihre Lehrer öffentlich bewerten. Sein Büchlein liefert neben typischen Unterhaltungselementen für Schüler wie Lehrersprüche oder Tipps zum Spicken auch Zahlen über den Berufsstand. Wir fassen zusammen:

Jung, männlich, Single? Im Gegenteil 65 Prozent aller Lehrer sind weiblich (wobei die Quote in der Grundschule höher ist als an weiterführenden Schulen), 67 Prozent verheiratet. „Der“ Lehrer ist im Durchschnitt 48,1 Jahre alt. 51 Prozent der Hauptschul-, Realschul- und Gymnasiallehrer sind fünfzig oder älter. Im Saarland und in Bremen liegt der Quote der über Fünfzigjährigen sogar bei fast 60 Prozent. Doch das wird sich künftig ändern, denn in den kommenden 10 Jahren gehen 45 Prozent der amtierenden Lehrer in den Ruhestand (durchschnittliches Rentenalter im Jahr 2005: 62 Jahre). Lauer Halbtagsjob? Der Nachwuchs steht schon in den Startlöchern: 30 Prozent aller Schüler zwischen 8 und 17 würden gerne Lehrer werden. Meist mit der Begründung, dass man lange Ferien hat und schnell befördert werden kann. Wie sieht es tatsächlich mit den Arbeitsbedingungen der Lehrer aus? Ein Lehrer hat im Durchschnitt 17,2 Schüler vor sich sitzen, denen er wöchentlich 23,79 Unterrichtsstunden erteilt. Dazu kommen 1 000 Arbeitsstunden pro Jahr für Korrekturen. Nach Selbsteinschätzung der Pädagogen liegt das wöchentliche Arbeitspensum bei 45 bis 50 Stunden. Dafür zahlt der Staat den Lehrern Beamtengehälter ab 2 379 Euro brutto (stark gestaffelt nach Schularten: Grundschullehrer verdienen wesentlich weniger als Gymnasiallehrer). Gelobt sei, was kaputt macht? 95 Prozent aller Lehrer sagen, sie mögen ihren Job. Doch gleichzeitig fühlen sich 53 Prozent der jüngeren und 63 Prozent der älteren Pädagogen ausgebrannt. 75 Prozent sind der Meinung, Politik und Verwaltung sollten ihre Arbeit besser unterstützen. Etwa 13 500 Unterrichtsstunden pro Schultag fallen deutschlandweit aufgrund von Krankheit und Unterbesetzung aus. In Deutschland bringen 82 Prozent der Bevölkerung den Lehrern ihr Vertrauen entgegen. Allerdings gibt es Kritik an den schulischen Anforderungen: 62 Prozent der Deutschen sind der Meinung, Deutschlands Lehrer unterrichten zu lasch. Und jeder zweite meint, die Schüler würden in der Schule zu wenig gefordert.

 

Kinderpsychologie Studium Seelische Gesundheit im Kindesalter Fernkurs für Fachleute und Eltern www.Kindespsychologie.de/seit_1967

SPIEGEL ONLINE

1 3. Dezember 2004, 12:33 Uhr

Interview zum Lehrerberuf

"Weder Versager noch Übermenschen"

Bei der letzten Einstellungsrunde für Lehrer schauten rund 35.000 Bewerber in die Röhre. Dabei ist der Beruf nach Darstellung der Bundesländer eine sichere Bank. SPIEGEL ONLINE sprach mit Erziehungswissenschaftler Ewald Terhart über Einstiegsstrategien, Vorurteile und den vertrackten "Schweinezyklus".

A P

Vorsicht Schweinezyklus: Lehrer vor Schulklasse

SPIEGEL ONLINE:

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft beklagte unlängst, dass bei der letzten Einstellungsrunde 35.000 angehende Lehrer leer ausgingen. Andererseits werben die Bundesländer um Lehrkräfte. Soll ich als Studienanfänger nun auf Lehramt studieren oder lieber nicht?

Ewald Terhart: Das kommt auf die Schulart und das Fach an. Generell fehlen Hauptschullehrer und Berufsschullehrer, außerdem Lehrkräfte in naturwissenschaftlich-mathematischen Fächern. Speziell für die Grundschule werden dagegen immer noch zu viele Lehrerinnen ausgebildet. Frisch ausgebildete Gymnasiallehrer mit der Fächerkombination Deutsch und Geschichte haben es ebenfalls momentan schwer, eine Stelle zu finden, ebenso Bewerber in anderen geisteswissenschaftlichen und manchen sprachlichen Fächern. Ausgebildete Lehrer sind eben hoch spezialisierte Fachkräfte, das erweist sich bei der Einstellung als Nadelöhr.

SPIEGEL ONLINE: Und wie wird der Bedarf in einigen Jahren aussehen?

Terhart: Die absolute Schülerzahl wird langfristig sinken und damit auch der Bedarf an Lehrern. Deshalb werden nicht alle Stellen, die ja in den nächsten drei bis fünf Jahren massiv frei werden, wieder besetzt. Insofern kann es durchaus sein, dass es in acht oder zehn Jahren ein Überangebot an ausgebildeten Lehrern geben wird. Das aber ist schwer zu prognostizieren, weil zwischen der Entscheidung für ein Lehramtstudium und dem tatsächlichen Berufseinstieg viele Jahre liegen. Wer sich jetzt allein aufgrund einer Prognose dafür oder dagegen entscheidet, Lehrer zu werden, könnte am Ende seines Studiums unter Umständen falsch liegen.

SPIEGEL ONLINE: Dann schicken die Bundesländer mit ihren Werbeaktionen ja ahnungslose Studienanfänger in eine ungewisse Zukunft.

R alf Emmerich

Ewald Terhart lehrt Erziehungswissenschaft an der Universität Münster und forscht unter anderem über den Lehrerberuf und die Lehrerbildung

Terhart: Die Schulverwaltungen in den Ländern haben die Aufgabe, das Vordringliche direkt zu erledigen und das heißt zunächst, qualifiziertes Personal in die Klassenzimmer zu bringen, damit die Unterrichtsversorgung sichergestellt ist. Sie wollen bei Lücken kurzfristig Abhilfe schaffen, verschärfen aber, langfristig betrachtet, durch Werbung und Notmaßnahmen das Problem noch. Wenn jetzt gesagt wird, uns fehlen Lehrer, dann studieren vielleicht zu viele Studenten auf Lehramt. Diese Überfüllung wiederum schreckt zu viele ab, wodurch schon die nächste Mangelphase vorbereitet wird. Das führt, bildungshistorisch gut dokumentiert, zum so genannten "Lehrerzyklus".

SPIEGEL ONLINE: Wie lässt sich der "Schweinezyklus" bei den Einstellungen durchbrechen?

Terhart: Wer jetzt einstellt, sollte darauf achten, dass er nicht einheitlich ganz junge Lehrer in die Kollegien holt, sondern eine Mischung aus jungen und etwas älteren Kollegen. Sonst kommt es wieder zu einer Blockbildung von relativ gleich alten Lehren. Der Block verhindert dann Einstellungen in den nächsten Jahren, verlässt aber in ferner Zukunft wiederum geschlossen den Dienst. Eine solche zerklüftete Altersstruktur verewigt das Problem.

SPIEGEL ONLINE: Warum durchbrechen die Bundesländer den verhängnisvollen Zyklus nicht? Das Problem ist doch offensichtlich.

G rafik Lehrerbedarf: Massenhaft freie Stellen?

Terhart: Die Ausgangsdaten, beispielsweise die zukünftige Zahl der Schüler oder die Altersstruktur der Lehrerschaft, sind bekannt, das ist richtig. Allerdings lässt sich nur bedingt voraussagen, wie sich die Schüler auf die einzelnen Schulformen verteilen werden. Ebenso werden durch Migration die Schülerzahlen unvorhersehbar zu- oder abnehmen. Und man muss schließlich auch berücksichtigen, dass Studienplätze in Deutschland grundsätzlich nicht nach dem künftigen Bedarf an Absolventen eingerichtet werden, sondern danach, wie viele Studienanfänger ein Fach studieren wollen. So will es das Recht auf freie Berufswahl.

SPIEGEL ONLINE: Ließe sich das Problem abmildern, indem man den Beamtenstatus abschafft, dadurch mehr Durchlässigkeit schafft und so besser nach Bedarf einstellen und entlassen kann?

Terhart: Das hielte ich für eine riskante Strategie. Auch Angestellte im Öffentlichen Dienst sind nach einer gewissen Zeit unkündbar. Einige Länder, beispielsweise England in seinen Grundschulen, die den Status der Lehrer geschwächt haben, haben Schwierigkeiten, geeigneten Nachwuchs zu finden, weil der Beruf dann nicht mehr so attraktiv ist. Der Lehrerberuf wurde dort gewissermaßen herabgewirtschaftet.

SPIEGEL ONLINE: Dann würden wenigstens nur die übrig bleiben, die wirklich für den Beruf motiviert sind und nicht nur auf Nummer Sicher gehen wollen.

Terhart: Woher wissen Sie denn, dass der Großteil der angehenden Lehrer den Beruf nur aus extrinsischen Motiven wählt? Wer nach Motiven für die Berufswahl fragt, bekommt immer wieder zu hören: mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, einen abwechslungsreichen Beruf haben, Wissen vermitteln. Die Privilegien, die der Lehrerberuf in Deutschland genießt, landen auf solchen Listen immer ziemlich weit hinten.

SPIEGEL ONLINE: Stimmt es, dass die Besten eines Alterjahrganges meist nicht Lehrer werden wollen?

Terhart: Es ist tatsächlich so, dass diejenigen Schüler mit dem besten Abiturschnitt eher nicht den Lehrerberuf anstreben. Das gilt aber tendenziell deutlicher für Abiturienten, nicht für Abiturientinnen. Vielleicht entspricht es dem männlichen Selbstbild eher, in Berufe zu gehen, in denen man steile Karrieren machen, viel Geld verdienen und über viele Mitarbeiter bestimmen kann. Da hat der Lehrerberuf nicht allzu viel zu bieten.

SPIEGEL ONLINE: Warum stehen Lehrer so häufig öffentlich in der Kritik?

Terhart: Klischees und Pauschalurteile über Lehrer sind deshalb so beliebt, weil jeder den Beruf über Jahre miterleben konnte, nämlich als Schüler, jeden Vormittag. Jeder fühlt sich kompetent, über Lehrer zu urteilen. Vielfach wird der Lehrerberuf geradezu verachtet - faule Säcke, wehleidig, nachmittags immer auf dem Tennisplatz und so weiter - und paradoxerweise wird zugleich erwartet, dass sie alle möglichen gesellschaftlichen Probleme lösen: Sie sollen für Integration sorgen, immer mehr Erziehungsaufgaben übernehmen, den Mühseligen und Beladenen aufhelfen und so fort. Lehrer sind aber weder pauschal Versager noch durchweg Übermenschen, sondern zeigen in ihrer Berufsgruppe ein breites Leistungsspektrum - wie andere Berufe auch.

SPIEGEL ONLINE: Wenn ich mich, trotz allem, entscheide, Lehrer zu werden: Wie erhöhe ich dann meine Chancen, später auch tatsächlich in diesem Beruf zu landen?

Terhart: Die eigenen Neigungen und Fähigkeiten sollten den Ausschlag für den Berufswunsch geben, nicht irgendwelche langfristigen Prognosen. Wer sich dann noch über den Bedarf informiert und sich womöglich für andere Fächerkombinationen entscheidet als die Mehrheit des Mitstudenten, hat die Zyklusgefahr reduziert und die eigenen Einstellungschancen schon optimiert. Aber bitte nicht weitersagen!

Das Interview führte Jan Friedmann

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