Thomas Müntzer
Thomas Müntzer ist protestantischer Theologe und Revolutionär, 1489-1525, fanatischer religiöser Reformator. Er wollte einen demokratisch-kommunistischen Staat aufbauen.
Thomas Müntzer wurde im Dezember 1489 in Stolberg als Sohn eines Münzmeisters geboren. Er studierte in Leipzig und später in Frankfurt/Oder Theologie. Nach dem Theologiestudium kommt Müntzer nach Braunschweig, wo er von den reformatorischen Ideen beeinflusst wird. Er beginnt für eine Reform der Kirche und Gesellschaft aufzutreten.
1524 beginnt in Deutschland der Große Bauernkrieg, zu einem bedeutenden Führer der Bauern im Bauernkrieg wurde der radikale Prediger Thomas Müntzer. 1525 trat Müntzer mit den aufständischen thüringischen Bauern in Verbindung, das ganze Thüringen wird von Aufständen erfaßt. Aber im Mai 1525, wird Müntzer mit zahlreichen Aufständischen gefangengenommen, verhört, gefoltert und am 27. 05. 1525 bei Mühlhausen enthauptet.
Mühlhausen gilt heute als Thomas-Müntzer-Stadt.
Otto von Bismarck
Otto von Bismarck ist preußisch-deutscher Staatsmann (1815-1898), stammt aus altem preußischem Adel, machte eine glänzende Karriere: 1862 wurde der preußische Junker Otto von Bismarck vom König Wilhelm I. zum Ministerpräsidenten ernannt. Otto von Bismarck verkündete, er würde die «deutsche Frage» mit «Blut und Eisen» lösen. In der Außenpolitik erzielte Bismarck Erfolge. Sein Ziel ist die Einigung Deutschlands unter preußischer Führung.
18.1.1871 wurde in Versailles König Wilhelm 1. von Preußen zum Deutschen Kaiser ausgerufen/proklamiert. Wilhelm I. wollte zuerst die deutsche Krone nicht annehmen. Doch Bismarck gelang es, den Monarchen umzustimmen. Im Spiegelsaal zu Versailles wurde der preußische König zum deutschen Kaiser proklamiert und nahm die Huldigung der deutschen Landesfürsten entgegen. Somit wurde unter Führung Preußens der deutsche Nationalstaat geschaffen (das preußische Kleindeutschland). Das Volk wurde nicht gefragt, weder vorher, noch hinterher.
Die preußische Hauptstadt Berlin wurde 1871 Reichshauptstadt. Bismarck wurde Reichskanzler und Vorsitzender des Bundesrates.
Dieses deutsche Kaiserreich bestand von 1871 bis 1918.
Das Kaiserreich wurde im gleichen Spiegelsaal wieder beendet: mit der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Versailles nach dem Ende des Ersten Weltkrieges.
Konrad Adenauer
Konrad Hermann Joseph Adenauer war ein deutscher CDU-Politiker, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1949–1963) und Bundesminister des Auswärtigen (1951–1955).
Er war 1917-1933 Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Köln, in der Weimarer Republik gewann großen politischen Einfluß. Als Katholik stand er dem Nationalsozialismus ablehnend gegenüber. Am 15.09. 1949 wurde der 73jährige Konrad Adenauer zum Bundeskanzler gewählt.
Adenauer gehörte zu den Begründern der CDU, deren Parteichef er von der Gründung bis 1966 war. Als Vorsitzender des Parlamentarischen Rates wie als erster Bundeskanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland prägte er eine ganze Ära. Er setzte Bonn als Bundeshauptstadt durch, stand für eine Politik der Westbindung und der Europäischen Einigung und eine aktive, auch militärische Rolle der Bundesrepublik in der NATO. Adenauer stand wirtschaftspolitisch für das System der Sozialen Marktwirtschaft. Er verfolgte einen antikommunistischen Kurs im Inland wie gegenüber der Sowjetunion und ihren Verbündeten.
Ein wichtiger Schritt der Westintegration für die BRD war die Aussöhnung mit Frankreich, die von Adenauer und de Gaulle 1963 in der Kathedrale von Reims feierlich besiegelt wurde.
Die Beziehungen zu den Ländern Osteuropas waren im Antikommunismus und im Alleinvertretungsanspruch der BRD erstarrt. Seit ihrer Gründung betrachtete sich die BRD als den allein rechtmäßigen deutschen Staat (Alleinvertretungsanspruch) – nur die BRD ist legitimiert, für Deutschland als Ganzes zu sprechen, weil die Regierung der DDR nicht frei gewählt wurde. In den ersten Jahren ihres Bestehens wollte die BRD den anderen deutschen Staat, die DDR, und die deutsch-polnische Grenze nicht anerkennen.
Um die internationale Anerkennung der DDR als souveräner und gleichberechtigter Staat zu verhindern, verkündete die Bundesregierung im September 1955 die sogenannte Hallstein-Doktrin, die besagte, dass die BRD keine diplomatischen Beziehungen zu den Staaten herstellen bzw. unterhalten würde, welche die DDR anerkennen. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur DDR seitens anderer Staaten sollte also automatisch den Abbruch diplomatischer Beziehungen der BRD zu diesen Staaten zur Folge haben. Somit wurde die Hallstein-Doktrin zum Instrument des Kalten Krieges.
Wirtschaftlich ging der bereits vor 1949 durch den Marshallplan angestoßene Prozess durch die Montanunion, die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und Euratom auf. Deutschland erlebte mit dem Wirtschaftswunder einen Aufstieg und integrierte sich in den Europäischen Markt. Die wirtschaftliche Seite dieses Strebens mündete schließlich in die europäischen Einigungsprozesse, auf denen die heutige Europäische Union beruht. 1953 wurde er Time „Person des Jahres“ (Einmal jährlich seit 1927 wählt das US-amerikanische Magazin Time die „Person des Jahres“).Schon im Jahr 1954 wurde Adenauer mit dem Karlspreis ausgezeichnet.
