- •I.Aufsatzformen (Gliederungen, Thesen)
- •II.Erzählformen
- •3 Wege zur ia: die Vergleichmethode, die Markierungsmethode, die Ergänzungsmethode
- •I. Leseziele und Lesestile
- •II. Was muss eine Nacherzählung leisten?
- •III. Eine Inhaltsangabe – was ist das eigentlich?
- •IV. Die Dreischritt – Methode
- •V. Das Exzerpt
- •VI. Der Klappentext
- •VII. Erzählerkommentar und Leserkommentar
- •Das abc des Geldes
- •Chancen des Fortschritts verteilen
- •Was nichts kostet, ist nichts?
- •Kompetenz erwerben
- •V. Das Exzerpt
- •VI. Der Klappentext
- •VII. Erzählerkommentar und Leserkommentar
Das abc des Geldes
D
er
Umgang mit Geld ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Über
das Finanzsystem wissen viele Menschen jedoch genauso wenig wie über
das Zusammenspiel von Banken, Unternehmen, Privatleuten und
öffentlichem Staatshaushalt.
Es würde heutzutage wohl sehr seltsam anmuten, wenn jemand Ware gegen Ware tauschen möchte. In der Tat war dies immer schon mit einigen Schwierigkeiten verbunden: Man musste etwas haben, das der andere wollte. Und man musste immer jemand finden, dessen Tauschwunsch genau dem eigenen in Art und Umfang entsprach. Deswegen kamen die Menschen schon früh darauf, eine Art Ersatz-Tausch anzubieten, etwas allgemein Kostbares oder Nützliches, das jederzeit wieder gegen etwas völlig anderes eingetauscht werden konnte. Die Idee des Geldes entstand.
Chancen des Fortschritts verteilen
A
ber
woher wissen wir heute, wie viel unser Geld wert ist? Und woher
wissen wir, dass wir uns darauf verlassen können, dass das Geld
überhaupt etwas wert ist? Und wie viel Geld gibt es überhaupt –
genug für alle? Die Selbstverständlichkeit, mit der Menschen mit
Geld umgehen, lässt darauf schließen, dass viele die Antworten auf
diese Fragen kennen. Das Gegenteil ist der Fall. Aus diesem Grund
haben die Vereinten Nationen (UN) für das Jahr 2010 Geld zum
Jahresthema der Weltdekade Bildung für
nachhaltige Entwicklung gemacht.
Diese internationale Initiative der Weltdekade läuft bereits seit 2005. Damit sollen die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung in den nationalen Bildungssystemen verankert werden. Vor allem in Schulen, aber auch durch Projekte anderer Einrichtungen, Kommunen und Unternehmen soll das jeweilige Jahresthema mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit verknüpft werden. Nachhaltigkeit, das bedeutet in diesem Zusammenhang: Zukünftige Generationen sollen dieselben Chancen auf ein erfülltes Leben haben wie wir. Zugleich müssen diese Chancen für die heute lebenden Menschen fairer verteilt werden. Nachhaltige Entwicklung verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Entwicklung und dem Schutz der natürlichen Umwelt – so der offizielle Anspruch. Diesem Gedankengang liegt das so genannte Dreisäulenmodell der Nachhaltigkeit zugrunde, damit ist die abgestimmte Verfolgung ökologischer, ökonomischer und sozialer Ziele gemeint.
Was nichts kostet, ist nichts?
D
er
kompetente Umgang mit Geld ist demnach nicht nur eine Voraussetzung
für das Wirtschaften, sondern auch für eine zukunftsfähige
Gesellschaft. Geld und der Umgang damit gehören aus Sicht der UNO
zum ABC der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Aus diesem
Leitmotiv heraus hat die UNESCO als verantwortliche UN-Organisation
der Dekadenreihe Denkanstöße für das Jahresthema 2010 entwickelt.
Zum Beispiel, wie viel Staatsschulden die Menschen von heute ihren
Kindern und Enkeln zumuten können, ohne ihre Zukunft zu gefährden.
Oder, wie man ein globales Finanzsystem schaffen kann, das die
nachhaltige Entwicklung aller Weltregionen sichert. Aus solchen
Leitfragen haben sich Ideen für zahlreiche Projekte ergeben, die
quer durch Deutschland in diesem Jahr stattfinden werden.
Viele Projekte setzen in der frühen schulischen Entwicklung an, zum Beispiel der Sparkassen-Schulservice mit Lesebüchern und Schülerheften für den Unterricht. Denn bereits im Grundschulalter verfügen Kinder über Taschengeld, kennen aber die Hintergründe nicht und sind sich über die Tragweite des Themas naturgemäß nicht im Klaren. Auch andere Projekte haben eine aufgeklärte Gelderziehung zum Ziel, etwa Ein x Eins – Augen auf im Geldverkehr, das von den Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen in Schleswig-Holstein angeboten wird. Ein Projekt, das dafür gedacht ist, bereits in Kindertagesstätten und Schulen Bewusstsein dafür zu schaffen, was Geld eigentlich ist und wie man lernt, seine eigenen finanziellen Handlungsmöglichkeiten realistisch einzuschätzen. Überschuldung, das Reflektieren eigener Konsumwünsche, die Diskussion über Werte: Diese und andere Themen werden mit Theater- und Filmprojekten, Hörspielen und der Entwicklung eines Kostnix-Sparbuches mit Ideen, die nichts oder wenig kosten, umgesetzt.
