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Land- und Forstwirtschaft

Landwirtschaft spielt vor allem im Rheinhessischen Hügelland und im Oberrheingraben eine Rolle. Die landwirtschaftliche Nutzfläche umfasst rund 719.400 Hektar, das entspricht etwa 36 Prozent des Landes. Diese Flächen werden von etwa 24.700 Betrieben genutzt.[21] In Rheinland-Pfalz gibt es in den sechs Weinanbaugebieten Ahr, Mittelrhein, Mosel-Saar-Ruwer, Nahe, Rheinhessen und Pfalz eine bestockte Rebfläche von insgesamt ca. 64.000 ha.

Das Land selbst bewirtschaftet vier Staatsweingüter in Oppenheim, Trier, Bad Kreuznach und Neustadt an der Weinstraße.

Bedeutsam sind auch die Sektkellereien: Kupferberg und Goldhand (Weinbau in Mainz), Deinhard (Koblenz), Bischöfliche Weingüter (Trier), Sektkellerei Bernard-Massard (Trier), Schloss Wachenheim (Wachenheim an der Weinstraße) und Faber, beide gehören der Günther Reh AG (Trier) sowie viele mittelständische Erzeuger von Winzersekt.

Tourismus

Der Tourismus ist für Rheinland-Pfalz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

 Insgesamt übernachteten 2010 nach offiziellen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 21.700.612 Gäste in Rheinland-Pfalz. Zum Vorjahr bedeutete dies einen Zuwachs von 1,3 %/. Hinzu kommt ein Steueraufkommen aus dem Tourismus von über 180 Millionen Euro, das jährlich die Kassen der Kommunen in Rheinland-Pfalz füllt.

Industrie

Bedeutende Branchen sind in der chemischen Industrie die BASF in Ludwigshafen (der größte Arbeitgeber des Landes), pharmazeutische Industrie Boehringer Ingelheim (zweitgrößter Arbeitgeber), Fahrzeug- und Maschinenbau z. B. Daimler-Werk in Wörth (das größte Lkw-Werk der Welt), KSB Aktiengesellschaft in Frankenthal (größter deutscher Pumpenhersteller), Opel-Werk Kaiserslautern, Stabilus Koblenz (Weltmarktführer bei der Herstellung von Gasdruckfedern), Schottel(Schiffsmaschinenbau), Lebensmittelhersteller Griesson - de Beukelaer (führender Gebäckkonzern) sowie die Getränkehersteller Bitburger Brauerei, Königsbacher Brauerei Koblenz und Gerolsteiner Brunnen. In Trier werden seit 1873 Zigaretten von ehmals Johann Neuerburg genannt Haus Neuerburg, R.J. Reynolds Tobacco Company und heute JT International Germany und seit 1925 Heintz van Landewyck in Trier.

Das einzige Kernkraftwerk in Rheinland-Pfalz, das KKW Mülheim-Kärlich, wurde 1986 fertiggestellt. Es musste aber wegen einer fehlerhaften Baugenehmigung schon 1988 wieder vom Netz genommen werden. Der Rückbau soll bis 2012 abgeschlossen sein.

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Hochschulen

Die Gutenberg-Statue auf dem Campus (Forum) der Johannes Gutenberg–Universität Mainz

Universität Trier

Zur Bildungslandschaft in Rheinland-Pfalz gehören sechs Universitäten, 11 Fachhochschulen und die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer

  • Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer

  • Johannes Gutenberg-Universität Mainz

  • Technische Universität Kaiserslautern

  • Universität Koblenz-Landau – Standorte: Koblenz, Landau

  • Universität Trier

Profil

Die Universität Koblenz-Landau ist eine junge, mittelgroße Universität. Sie ist 1990 aus einer Erziehungswissenschaftlichen Hochschule hervorgegangen. Das wissenschaftliche Profil der Universität prägen heute die Bildungs-, Geistes-, Kultur- Sozial- und Naturwissenschaften sowie die Informatik in Koblenz und die Psychologie in Landau. Dieses Profil ist das Fundament für ein vielfältiges Studien- und Weiterbildungsangebot sowie eine ebenso grundlagen- wie anwendungsorientierte Forschung.

Die Entwicklung der Studierendenzahlen zeigt, dass der Campus Koblenz wie der Campus Landau als Studienorte attraktiv sind. Seit 1990 hat sich die Zahl der Studierenden fast verdreifacht. Inzwischen sind rund 13.000 Studierende eingeschrieben, jeweils die Hälfte in Koblenz und in Landau. Im Vergleich zu einer Großuniversität findet der Lehr- und Studienbetrieb in überschaubaren Strukturen statt, die Kontakte und Kommunikation zwischen den Studierenden sowie zwischen Studierenden und Lehrenden unterstützen. Besondere Attraktivität genießen auch die beiden Universitätsstädte Koblenz und Landau sowie ihre Regionen (Mittelrhein und Südpfalz).

Angehenden Fach- und Führungskräften bietet die Universität ein vielfältiges Studienangebot, wie z. B. Erziehungs-, Sozial-, Kultur- und Umweltwissenschaften, Psychologie, Informatik, Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement und Computervisualistik. Als einzige Universität in Rheinland-Pfalz bietet die Universität Koblenz-Landau Lehramtsstudiengänge für alle Schularten an.

Die aktuellen Forschungsfelder konzentrieren sich auf die Schwerpunktbereiche Bildung, Umwelt, Informatik sowie Kommunikation, Medien und Politik. Charakteristisch ist das ausgewogene Verhältnis zwischen grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung. Die Forschung wird in national wie international vernetzten Arbeitsgruppen geleistet. Die Universität Koblenz-Landau arbeitet auch eng mit Partnern aus ihren Standortregionen wie Unternehmen, Kammern der Wirtschaft, öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie Kommunen zusammen. Durch diese regionale Vernetzung konnten bereits Stiftungsprofessuren eingerichtet werden, die die Forschung nachhaltig stärken.

Für die Weiterbildung ist ein differenziertes Angebot an (Fern-)Studiengängen und Kursen sowie Seminaren entwickelt worden, das sukzessive ausgebaut wird. Die Universität orientiert sich dabei an den Anforderungen einer sich ständig wandelnden Berufswelt. Die meisten Angebote sind berufsbegleitend angelegt, Studierende haben die Möglichkeit, Beruf und Studium miteinander zu vereinbaren.

Die Universität fördert aktiv die Qualifikation von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. So wurden ein DFG-Graduiertenkolleg und ein Interdisziplinäres Promotionszentrum eingerichtet. Anfang 2011 konnte die Gründung einer weiteren Graduiertenschule am Campus Landau gefeiert werden.

Auch die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit oder Studium mit familiären Verpflichtungen wie Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen ist ein wichtiges Ziel. Die Universität Koblenz-Landau ist als familiengerechte Hochschule anerkannt.

Eine Besonderheit der Universität ist ihre Struktur. Koblenz und Landau sind Standorte der Lehre, Forschung und Weiterbildung.