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09.11.2019
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IX. Sprechen Sie zu folgenden Fragen:

  1. Wann spielt sich die Handlung im behandelnden Kapitel ab? Welche Realien weisen das auf?

  2. Welchen Eindruck macht auf Sie das Gelesene?

  3. Ihre Stellung zur Hauptfigur.

  4. Geben Sie den Inhalt wieder.

Pensum 2 Kapitel II

I. Beachten Sie den Wortschatz.

die Ähre, in die Ähren schiessen, die Ähre lesen

der Busen

das Luder

das monatliche Einkommen

j-m schulden

sich vergewissern + Gen.

vertrinken

zechen, die Zeche, sich + Dat. von j-m die Zeche bezahlen lassen, eine

Zeche machen, etw. auf der Zeche haben, der Zechbruder, die Zecherei

verreist sein

Acht geben auf + Akk.

das Glück geniessen

in Aufruhr bringen

faszinieren

j-m Schrecken, Angst, Furcht einflössen

gestatten, genehmigen, erlauben

ausmachen

ertragen, aushalten, ausstehen

(sich) entscheiden für, gegen + Akk.

ausfallen

j-n ergreift ein Schrecken

sich kümmern um + Akk.

errpfinden, spüren,

gehören + Dat, zu + Dat, in + Akk, auf + Akk.

bereuen + Akk.

sich darüber hinwegtäuschen

behüten vor + Dat

die Litanei

sich entschliessen

in einem Zuge trinken

II. Veranschaulichen Sie an Beispielen die Vieldeutigkeit folgender Wörter: vorkommen, geniessen.

  1. a) Finden Sie sinnverwandte Äquivalente zu den angegebenen Wörtern und Redewendungen:

sich vergewissern (Gen), j-m etw. schulden, zechen, der Zechbruder, Acht geben auf +Akk., (Acht geben), eine Ehe führen, in Aufruhr bringen, sich kümmern um + Akk.,j-n ergreift ein Schrecken (selten gebraucht)

b) Wenden Sie sie in Satzbeispielen an!

  1. Erschliessen Sie die Bedeutung der angegebenen Synonyme! Bilden Sie Satzbeispiele!

a) gestatten, genehmigen, erlauben

b) ertragen, aushalten, ausstehen

c) sich entscheiden, sich entschliessen

  1. Ersetzen Sie die markierten Wörter durch andere Äquivalente in Satzbeispielen und kurzen Ausdrücken:

Angst einflössen, das monatliche Einkommen, das Glück geniessen, eine Ehe führen, die Ähren lesen, eine Zeche machen.

  1. Stellen Sie mit den angegebenen Redewendungen kurze Geschichten zusammen:

in die Ähren schiessen, sich + Dat. von j-m die Zeche bezahlen lassen, eine Zeche machen, in einem Zuge ein Glas leertrinken.

  1. Übersetzen Sie:

a) Seite 25 den ersten Absatz

Immer wieder zähle ich das Geld, das Fred mir geschickt hat: dunkelgrüne Scheine, hellgrüne, blaue, bedruckt mit den Köpfen ährentragender Bäuerinnen, vollbusigen Frauen, die den Handel oder den Weinbau symbolisieren, unter dem Mantel eines historischen Helden versteckt einen Mann, der ein Rad und einen Hammer in seinen Händen hält und wahrscheinlich das Handwerk darstellen soll. Neben ihm eine langweilige Jungfrau, die das Modell eines Bankhauses an ihrem Busen birgt; zu deren Füßen eine Schriftrolle und das Handwerkszeug eines Architekten. Mitten auf den grünen Scheinen ein reizloses Luder, das eine Waage in der Rechten hält1 und aus seinen toten Augen an mir vorbeiblickt. Hässliche Ornamente umranden diese kostbaren Scheine, in den Ecken tragen sie aufgedruckt die Ziffern, die ihren Wert darstellen, Eichenlaub und Ähre, Weinlaub und gekreuzte Hämmer sind den Münzen eingeprägt, und auf dem Rücken tragen sie das erschreckende Symbol des Adlers, der seine Schwingen entfaltet hat und ausfliegen wird, jemand zu erobern.

b) Seite 32- 33 ( „Frau Franke wird... unseren Mündern fallen»)

Frau Franke wird nur bei seltenen Gelegenheiten sanft: zunächst, wenn sie von Geld spricht. Sie spricht das Wort mit einer Sanftmut aus, die mich erschreckt, so wie manche Leute: Leben, Liebe, Tod oder Gott aussprechen, sanft, mit einem leisen Schrecken und einer großen Zärtlichkeit in der Stimme. Der Glanz ihrer Augen wird matter und ihre Züge werden jung, wenn sie von Geld und von ihrem Eingemachten spricht, beides Schätze, deren Verletzung sie nicht zulässt. Schrecken ergreift mich, wenn ich manchmal unten im Keller bin um Kohlen oder Kartoffeln zu holen, und ich höre sie nebenan die Gläser zählen: mit sanfter Stimme murmelnd, singend die Zahlen wie die Kadenzen einer geheimen Liturgie, und ihre Stimme erinnert mich an die Stimme einer betenden Nonne — und ich lasse oft meine Eimer im Stich11, fliehe nach oben und drücke meine Kinder an mich, weil ich spüre, dass ich sie vor etwas behüten muss. Und die Kinder blicken mich an, die Augen meines Sohnes, der erwachsen zu werden beginnt und die sanften dunklen Augen meiner Tochter, sie blicken mich an, begreifend und nicht begreifend— und nur zögernd fallen sie in die Gebete ein, die ich zu sprechen beginne, die berauschende Eintönigkeit einer Litanei oder die Sätze des Vaterunsers, die spröde aus unseren Mündern fallen.