- •Немецкий для экономистов
- •Inhaltsverzeichnis
- •Wesen und aufgaben der wirtschaft
- •Bedürfnisse, bedarf, nachfrage
- •Güter und güterarten
- •Wl rtsch aftswissenschaften
- •1. Teil
- •1. Übersicht
- •3. Betriebswirtschaftslehre. Mikroökonomische Betrachtungsweise
- •Marktwirtschaft
- •2. Volkswirtschaftslehre. Makroökonomische Betrachtungsweise
- •Vorteile der freien Marktwirtschaft
- •In der Prüfung 1. Teil
- •Von der planwirtschaft zur marktwirtschaft
- •Markt - preis und pressbsldung
- •II. Teil
- •Geld-währung-währungsstörungen
- •I. Teil
- •Ein ausblick auf die entwicklung der weltwirtschaft
- •Литература
2. Volkswirtschaftslehre. Makroökonomische Betrachtungsweise
Die Volkswirtschaftslehre hat das gesamte Beziehungsgeflecht zwischen den Privathaushalten, dem Staat, den Unternehmen, dem Ausland und dem Banken- und Kreditsystem zum Inhalt. Sie beschäftigt sich also mit. den gesamtwirtschaftlichen Erscheinungen und Zusammenhängen eines ganzen Volkes, einer ganzen Nation. In der volkswirtschaftlichen Forschung betrachtet man z. B. nicht mehr den Zusammenhang zwischen Einzel-Arbeitszeit und Einzellohn, sondern wendet man sich dem Zusammenhang zwischen Gesamt-Arbeitszeit und volkswirtschaftlichem Gesamt-Lohn zu. Man spricht von der Makroökonomie.
3. Betriebswirtschaftslehre. Mikroökonomische Betrachtungsweise
Die Betriebswirtschaftslehre dagegen befaßt sich mit dem wirtschaftlichen Geschehen innerhalb des Betriebes. Das ist die wissenschaftliche Lehre vom Aufbau, von der Wirkungsweise und vom Zusammenleben der einzelnen Betriebe (z. B. Beschaffung von Arbeitskräften und Kapital, Einkauf von Rohstoffen, Verkauf, Finanzierung, Gewinnerzielung u. a. Ihr Lehrgebiet ist die kleinste Zelle der Wirtschaft, der Betrieb. Da es sich bei der Betriebswirtschaftslehre um einzelwirtschaftliche Größen handelt, spricht man auch von MikroÖkonomie (griech. mikros = klein).
Die Betriebswirtschaftslehre untersucht also das wirtschaftliche Geschehen im Einzelbetrieb bzw. in der Einzelunternehmung. Sie ist einzelwirtschaftlich oder mikroökonomisch orientiert.
Die Volkswirtschaftslehre dagegen beschäftigt sich mit den gesamtwirtschaftlichen Vorgängen und Zusammenhängen sowie mit internationalen Wirtschaftsproblemen. Sie ist gesamtwirtschaftlich oder makroökonomisch ausgerichtet.
Alle wirtschaftlichen Handlungen des einzelnen als Ver-
braucher wie auch als Hersteller wirken doppelt: Sie haben einzelwirtschaftliche, aber gleichzeitig auch gesamtwirtschaftliche Folgen.
Übung 5. Suchen Sie bitte im Text die Antwort auf folgende Fragen:
1. In welche Arten werden alle Wissenschaften eingeteilt?
2. Zu welcher Wissenschaftsart gehören Wirtschaftswissenschaften?
3. Wie werden Wirtschaftswissenschaften eingeteilt?
4. Womit befaßt sich die Volkswirtschaftslehre?
5. Womit beschäftigt sich die Betriebswirtschaftslehre?
Aufgaben zur Diskussion und Meinungsbildung:
1. Sprechen Sie über Wirtschaftswissenschaften anhand des Schemas im Text 5!
2. Was halten Sie vom entscheidenden Unterschied zwischen Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre?
3. Die makroökonomische Betrachtungsweise macht Aussagen über das Gruppenverhalten und nicht über das Einzelverhalten. Erklären Sie bitte diese These! Können Sie vielleicht Beispiele für mikroökonomische und makroökonomische Vorgänge angeben?
6
Marktwirtschaft
Übung 1. Merken Sie sich bitte folgende Lexik, übersetzen Sie ins Russische nachstehende Wörter, Wortgmppen und Sätze:
1) der Wettbewerb(e) — соревнование, соперничество, конкуренция;
der Wettbewerber, der Wettbewerbsteilnehmer,
wettbewerbsfähig, ein internationaler Wettbewerb; aus
dem Wettbewerb ausscheiden.
Unter den Firmen herrscht ein harter, heftiger Wett- .
bewerb.
2) das Eigentum (-tümer) an + Akk. — собственность на что-л., состояние, имущество;
das Privateigentum, eigenes Auto, das Eigentum erwerben und vermehren.
Das Haus ist mein Eigentum. Das Grundstück ist in unser Eigentum übergegangen.
3) die Arbeitskraft — движущая сила; antreiben, die Antriebskraft der freien Wirtschaft. Das Streben, Eigentum zu erwerben und es zu vermehren, ist die Antriebskraft der Marktwirtschaft.
4) uneingeschränkt — неограниченный;
nicht eingeschränkt, uneingeschränktes Vertrauen. Die freie Marktwirtschaft gewährt Erzeugern und Verbrauchern uneingeschränkte Freiheit und Selbstverantwortlichkeit.
5) die Gewerbefreiheit(-en) — свобода выбора занятий, профессий;
das Gewerbe, ehrliches Gewerbe, ein Gewerbe ausüben.
Bei der Marktwirtschaft besteht uneingeschränkte Gewerbefreiheit.
6) der Ausgleich (-e) — уравновешивание, выравнивание, компенсация;
zum Ausgleich, einen Ausgleich erhalten.
Der Markt bewirkt den Ausgleich von Angebot und
Nachfrage.
7) das Steuerorgan (-e) — орган управления; steuern, der Steuermann, das Steuerpult, das Steuerorgan der Wirtschaft.
Der Markt ist das Steuerorgan oder das Lenkungsorgan der Wirtschaft.
8) der Umsatz — оборот;
die Umsatzsteuer, Gesamtmenge umgesetzter Waren, einen guten Umsatz von der Seife haben. Der Umsatz steigt (sinkt).
9) rücksichtslos — беспощадно, бесцеремонно; ohne Rücksichtnahme, rücksichtsloses Verhalten, rücksichtslose Kritik.
Die Fabrikanten haben das Überangebot an Arbeitskräften rücksichtslos ausgenutzt.
10) die Abwanderung (-en) — переселение, уход, переход;
das Abwandern, abwandern, die Abwanderung in die Stadt. Viele arme Bauern sind in die Stadt abgewandert. Ein Überangebot an Arbeitskräften bewirkte die Abwanderung der Bauern in die Industriestädte.
11) die Absprache (-n) — договоренность, уговор; eine Absprache (Vereinbarung) treffen, ohne vorherige Absprache.
Riesige Konzerne können den Wettbewerb durch Absprachen über Produktionsmenge und Preise unterdrücken.
12) zerstören — разрушать, уничтожать; eine-Brücke, ein Gebäude zerstören. Die Stadt ist durch
den Krieg, durch ein Erdbeben, Feuer zerstört worden. Die freie Marktwirtschaft kann ihr eigentliches Steuerorgan, den Markt und den Wettbewerb, und damit sich selbst zerstören.
13) auf der Strecke bleiben — погибать, проигрывать; Nicht konkurrenzfähige Unternehmen können nicht mithalten und bleiben im Konkurrenzkampf auf der Strecke.
14) zur Folge haben — повлечь за собой, иметь последствием; die zwangsläufige Folge.
Das Unwetter hatte schwere Schäden zur Folge. Die kapitalistische Wirtschaftsordnung hat die Bereicherung der Reichen und die Verarmung der Armen zur Folge.
Übung 2. Sagen Sie bitte dasselbe anders. Kontrollieren Sie sich nach den Schlüsseln (s. S. 117).
1. Der Konkurrenzkampf.
2. Der Wettbewerbsteilnehmer.
3. Das Lenkungsorgan der Wirtschaft.
4. Nicht eingeschränkt.
5. Ohne Rücksichtnahme.
6. Das Abwandern.
7. Vernichten.
8. Eine Vereinbarung treffen.
9. Verlorengehen.
10. Zu etw. (D.) führen.
Übung 3.
a) Machen Sie sich bitte mit dem Inhalt des Dialogs bekannt.
b) Suchen Sie Sätze, wo die Begriffe "kapitalistisches Wirtschaftssystem und Markt" als Steuerorgan der Wirtschaft erläutert werden.
c) Wie würden Sie die Frage beantworten, auf welche Weise freie
Preisbildung erreicht wird?
A.: Bei der freien Marktwirtschaft spricht man auch vom kapitalistischen Wirtschaftssystem. Wie kann man das begründen?
В.: Das begann noch im 19. Jahrhundert. In den Händen vieler Unternehmer bildete sich riesiges Eigentum an Kapital. Darum nennt man dieses System auch kapitalistisches Wirtschaftssystem.
A.: Das läßt sich so einfach verstehen. Und nun die Frage, die den Markt selbst angeht. Warum nennt man den Markt das Steuerorgan der Wirtschaft?
В.: Wie du weißt, treffen sich auf dem Markt Angebot und Nachfrage. Und die Aufgabe des Marktes besteht in dem Ausgleich von Angebot und Nachfrage.
A.: Na, ja, und dieser Ausgleich wird mit Hilfe freier Preisbildung erreicht.
В.: Genau! Und der Staat mit typischer Marktwirtschaft ist die Bundesrepublik.
A.: Ja, hier werden die Preise der Produkte nicht vom Staat festgelegt, sondern durch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage.
В.: Warte mal! Fünf vor acht! In 5 Minuten beginnt die Vorlesung in der Wirtschaftslehre. Es wird um die Marktwirtschaft gehen.
Übung 4. Übersetzen Sie bitte folgende Sätze, achten Sie dabei auf Infinitivgruppen.
1. Die Grundlage der Marktwirtschaft ist es, Einzelpläne von jedem Unternehmen und jedem Haushalt aufzustellen.
2. Der Staat garantiert das Privateigentum, denn das Streben, Eigentum zu erwerben und es zu vermehren, ist die Antriebskraft der freien Wirtschaft. Jeder ist imstande, Verträge (z. B. Kaufverträge) zu schließen, mit wem er will, worüber er will.
3. Der Unternehmer beschließt, möglichst billig einzukaufen und möglichst teuer zu verkaufen.
4. Der Verbraucher möchte, möglichst viele seiner Bedürfnisse befriedigen und versucht, möglichst gute Ware zu möglichst günstigem Preis zu erwerben.
5. Das Streben des Menschen, Eigentum zu erwerben und es zu vermehren, sowie der harte Konkurrenzkampf führen zu Höchstleistungen auf vielen Gebieten.
Übung 5. Lesen und übersetzen Sie den Text 6, achten Sie dabei auf grammatische Erscheinungen:
TEXT 6. Marktwirtschaft
Im 19. Jahrhundert entstand die freie Marktwirtschaft mit unbeschränktem Wettbewerb ohne jegliche Eingriffe des Staates. Viele Unternehmer erzielten Riesengewinne, und in ihren Händen bildete sich immer mehr Eigentum an Kapital. Man spricht deshalb auch vom kapitalistischen Wirtschaftssystem. In der Marktwirtschaft stellt jeder Haushalt und jede Unternehmung einen Einzelplan auf, der sich aus den individuellen Vorstellungen ergibt. Die Grundlage der Marktwirtschaft ist also der von jedem Unternehmen und jedem Haushalt aufgestellte Einzelplan. Die Einrichtung, die die Einzelpläne koordiniert, ist der Markt. Der Markt ist das Steuerorgan der Wirtschaft. Hier treffen sich Angebot und Nachfrage nach Gütern. Und als Lenkungsinstrument soll der Markt mittels freier Preisbildung den Ausgleich von Angebot und Nachfrage bewirken. Der Begriff des Marktes ist besonders wichtig, da die Bundesrepublik eine Wirtschaftsordnung hat, die man als "Marktwirtschaft" bezeichnet. Dies bedeutet, daß sich die Mehrzahl der Preise über
den "Markt" bildet. Die Preise der Produkte werden also nicht festgelegt, etwa vom Staat, sondern kommen durch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage zustande.
Wesen der freien Marktwirtschaft
Grundelement der freien Marktwirtschaft ist das freie Spiel der wirtschaftlichen Kräfte ohne staatliche Eingriffe. Der Staat produziert nicht selbst. Was er braucht(z. B. Gebäude, Fahrzeuge, Schiffe), bezieht er von privaten Unternehmern unter den gleichen Bedingungen wie die anderen Verbraucher: Der Staat garantiert das Privateigentum, denn das Streben, Eigentum zu erwerben und es zu vermehren, ist die Antriebskraft der freien Wirtschaft. Es besteht uneingeschränkte Gewerbefreiheit. Jeder kann einen Gewerbebetrieb eröffnen, kann herstellen, kaufen und verkaufen, was und wo er will. Es besteht volle Vertragsfreiheit. Jeder kann Verträge (z. B. Kaufverträge) schließen, mit wem er will, worüber er will. Der Unternehmer möchte möglichst billig einkaufen und möglichst teuer verkaufen. Der Verbraucher möchte möglichst viele seiner Bedürfnisse befriedigen und versucht, möglichst gute Ware zu möglichst günstigem Preis zu erwerben. Daraus entwickelt sich der Wettbewerb: Angebot und Nachfrage sowie die Qualität der Ware bestimmen Umsatz und Preis. Wer gute Ware zu einem günstigen Preis anbietet, macht das Geschäft. Wer nicht mithalten kann, bleibt im Konkurrenzkampf auf der Strecke, wird nicht konkurrenzfähig und scheidet aus dem Wettbewerb aus.
