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2 Grundbegriffe der Stilistik

Stilistik = Stilkunde = Linguostilistik: Lehre von einer funktionsgerechten, angemessenen und wirksamen Sprachverwendung. Stilistik ist eine Brucke zwischen Literaturwissenschaft und Sprachwissenscheaft und enthalt in sich 2 Tendenzen: 1) sprachwissenschaftliche - Funktionalstilistik beschaftigt sich mit allen Arten sprachlichen Gebilde, also nicht nur mit den literatischen Texten. 2) literaturwissenschaftliche - befasst sich mit der Literatur. Sie sieht im Text eine kunstleriche Schopfung.

Mikrostilistik – erforscht und systematisiert Verwendungsmoglichkeiten sprachlichen Einheiten verschiedenen Ebenen und ihre stilistische Funktion in Kommunikationsakten.

Makrostilistik untersucht den Stil als Komplexerscheinung und Gestaltungsprinzipien abgeschlossener Texten.

Stil – auf Auswahl und Kombination von sprachlichen Einheiten beruhende, funktionalgerechte Sprachverwendung.

1) der personliche Stil = individuelle Stileigenart;2)Typik der verschiedenen Zeitstile, Funktionalstile, Textsortenstile usw.

Individualstil l – individuelle charakteristische Besonderheiten in der Verwendung sprachlicher Mittel im Rahmen eines Funktionalstils.

Funktionalstil - Riesel: Historisch veranderliche, funktional und expressiv bedingte Verwendungsweise der Sprache, objektiv verwirklicht durch eine zweckentstehend ausgewahlte und gesetzma?ig geordnete Gesamtheit lexischer, grammatischer und phonetischer Mittel.

Stilzug – inneres qualitatives Merkmal eines Funktionalstils, Substils oder einer beliebigen Textsorte; stilbildende Gestaltungsnormen, die durch sprachliche Mittel aller Ebenen in einem Text realisiert werden.

Sprache/Rede sind zwei Seiten einer dialektischen Einheit, die ebenso untrennbar sind wie das Allgemeine und das Einzelne. Gewiß kann die Rede nur funktionieren, weil sie ein einzelner Repräsentant der allgemeinen Erscheinung, der Sprache eines nationales Kollektivs ist. Ebenso sicher ist aber, dass aus der Rede unterschiedlicher Menschen stets neue Verallgemeinerung, neue Gesetzmäßigkeiten und Normen für die Sprache als Ganzheit, als Haupmittel der Verständigung innerhalb einer Verkehrsgemeinschaft abgeleitet werden. Reales Forschungsobjekt der Linguistik ist die Sprache als dialektalische Einheit von Sprachr/Rede, als Einheit des Allgemeinen und Einzelnen in der Kommunikation. Zu wissenschaftlichen Zwecken läßt sich annehmen, dass Sprache und Rede auseinandergelöst können; dabei wird die Ssprache zu einem logisch-theoretischen Modell, zu einem abstrakten System, mit desse Hilfe einzelne Kommunikationserscheinungen besser übersehen und ergründet werden können.

Unter Sprachstil ist die Gesamtheit der lexikalisch, grammatischen, phonetischen Ausdrucksmittel und Stilistika zu verstehen, die aus dem Arsenal der Sprache für einen bestimmten funktionalen Bereich zu bestimmten Mitteilungszwecken ausgewählt, in ein System geordnet und kodifiziert werden.

Beim funktionalen Redestil geht es um die dynamisch-syntagmatische Ausformung der paradigmatischen Sprachstilgesetzmäßigkeiten in konkreten Texten, und, darüber hinaus, um Organisationsprinzipien monologischer und dialogischer Ganzheits- und Teilstrukturen, künstlerischer und nichtkünstlerischer Kompositionsformen.

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