- •Krankheit und Gesundheit
- •Viele junge Mädchen zwischen 14 und 18 können das Reale nicht richtig ....................
- •Im wartezimmer
- •In der Poliklinik fragt der Arzt Herrn Amado: „Was fehlt Ihnen?"
- •Inge: Ich gehe gleich die Medizin holen.
- •Inge: Ich schwöre auf Lindenblütentee. Peter. Mach dir nicht so viele Gedanken, Erika! Wir bringen dich bald wieder auf die Beine.
Viele junge Mädchen zwischen 14 und 18 können das Reale nicht richtig ....................
Bei ............................aber sollte man keine schnelle ..................... wählen.
Aber nur wenige ..........................Sport, obwohl jeder den Sport .................. braucht.
Das Erlebnis einer Sportreportage vor dem Fernseher kann ..................... sein, .............................. auf dem Spielfeld oder im Wasser ist doch besser.
Wie viele Möglichkeiten gibt es für .............................!
Übergewicht und ........................des Stoffwechsels ein heilsamer Sport.
Sie muß für immer ein fester ............................ des Alltags werden.
Das tägliche Turnen schenkt einem Freude an Bewegung, .................. und.........................
Übung 32. Erzählen Sie den Text nach.
Gesundheit 1. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass meine Oma jemals krank würde. 2. Sie ist immer lebenslustig und energisch. 3. Manchmal hat sie irgendwie Probleme mit dem Wetterumschwung. 4. Da kriegt sie immer so Kreislaufprobleme. 5. Heute bleibt sie länger im Bett. 6. Oma sagt, dass sie nur ein bisschen schlapp ist. 7. Das ist die Frühjahrsmüdigkeit. 8. Aber die war es nicht. 9. Oma hat Fieber und sehr stark hustet. 10. Ich muss einen Arzt holen. 11. Er untersucht meine Oma und schreibt ein Rezept auf. 12. Damit gehe ich in die Apotheke, hole mich ein Fiebermittel und noch etwas zum Einnehmen. 13. Oma hat eine starke Erkältung, Schnupfen und Halsschmerzen. 14. Das ist sehr ärgerlich. 15. Ich hoffe auf ihre schnelle Besserung. 16. Meine Freundin Ute war mit ihren Eltern 14 Tage im Skiurlaub. 17. Jetzt tut ihr beide Knie ganz furchtbar weh. 18. Sie hat ziemlich starke Schmerzen. 19. Sie muss zum Arzt gehen. 20. Ute weiß überhaupt nicht mehr, was sie machen soll. 21. Der Arzt glaubt, dass sie sich einfach ein wenig überanstrengt hat. 22. Er schreibt ihr ein Rezept auf, und damit geht Ute in die Apotheke und holt sich eine Salbe. 23. Sie muss sich zweimal täglich damit einreiben. 24. Wenn es nach 3 oder 4 Tagen nicht besser wird, dann kommt Ute noch einmal vorbei. 25. Und überweist der Arzt sie zum Orthopäden. 26. Der Arzt hat ihren Vater auch krank geschrieben. 27. Er hat starke Schmerzen in der Schulter, und er kann seinen rechten Arm kaum bewegen. 28. Der Arzt hat ihm eine Salbe vorgeschrieben. 29. Mir tut es leid. 30. Ich kann irgendwas für den Utes Vater tun. 31. Ich komme doch am Briefkasten vorbei. 32. Ich kann seinen Brief einwerfen. 33. Es ist das Attest vom Arzt für die Firma. 34. Utes Vater hat sich schon telefonisch krank gemeldet. 35. Er ist bis zum Ende der Woche krank geschrieben. 36. Bis dahin ist er sicherlich wieder gesund. 37. Sehr oft verbringe ich mein Wochenende auf dem Land. 38. Dort wohnen meine Großeltern. 39. Sie wohnen in schönem Haus. 40. Es ist klein und alt. 41. Hinter dem Haus ist ein Garten. 42. Der Garten hat hohe Bäume, bunte Blumen und eine grüne Wiese. 43. In einer Ecke hat Oma ein Gemüsebeet abgesteckt. 44. Da pflanzt sie Salat, Tomaten und Suppenkräuter. 45. Ich helfe beim Pflanzen. 46. Dann kann ich mich kaum bewegen. 47. Ich habe Muskelkater. 48. Um immer gesund zu sein, müssen die Leute viel Sport treiben. 49. Die Rolle des Sportes für den Menschen ist sehr groß. 50. Für jung und alt hat der Sport eine hervorragende Bedeutung. 51. Er macht stark, gesund, mutig, zielstrebig, energisch, kräftig und graziös. 52. Er härtet den menschlichen Organismus ab. 53. Der Sport kann Lebensmut geben. 54. Der Sport kann den Charakter stählen. 55. Er hilft gesundes Leben führen. 56. Der Sport ist die beste Arznei.
IM KRANKENHAUS
Ich will Arzt werden
Mama sagt, ich könnte ein guter Arzt werden. Das will ich auch. Dazu muß man aber sehr, sehr viel studieren. Und alle Körperteile gut kennen. Ich nahm von dem Bücherregal ein Kinder-Lexikon und fand dort ein solches Schema:
Körperteile
Arm Hand Schulter
Auge Popo Stirn
Bauch Knie Wange
Bein Kopf Wirbelsäule
Brust Mund Zahn
Finger Nase Zehe
Gesicht Ohr
Hals Rücken
Ich studierte alles gründlich und versuchte mich dann daran zu erinnern, was mir selbst manchmal wehtat. Der Kopf natürlich, wenn ich den ganzen Tag in der heißen Sonne verbrachte. Dann der Hals im Winter, wenn es sehr kalt und windig war. Die Zunge, immer, wenn ich zu heißen Tee getrunken hatte. Das passierte eigentlich selten, aber... auch die Augen, nachdem ich bis spät in die Nacht ferngesehen hatte. Einmal taten mir sogar die Nase, beide Hände und ein Knie weh, als ich vom Rad herunterfiel. Was würden die Menschen ohne Ärzte machen? Zum Glück gibt es aber verschiedene Ärzte. Ich nahm einen Stift und schrieb alle möglichen Varianten auf, die mir bekannt waren: Es gibt also Augen-, Frauen-, Haus-, Haut-, Kinder-, Tier- und schließlich Zahnärzte. Wer ein krankes Kind hat, muß zum Kinderarzt. Wer ein Baby bekommt, muß zum Frauenarzt. Wer eine Brille braucht, muß zum Augenarzt. All das war so schwer zu behalten, daß ich zu schwitzen begann. Ich machte das Buch zu und ging raus, um mich auszuruhen.
Beim Zahnarzt
Frau Berger war schon ziemlich alt, doch ich hörte sie nie über ihre Beschwerden sprechen. Sie war immer so energisch, so lustig und lebensfroh, daß ich es mir kaum vorstellen konnte, sie krank zu sehen. Sie sagte einmal, sie hätte vor Ärzten keine Angst.
«Frau Berger», fragte ich sie einmal. «Haben Sie sogar vor dem Zahnarzt keine Angst?»
«Das weißt du doch!» lachte sie.
Ich konnte das nicht verstehen. Ich habe vor dem Zahnarzt eine peinlich große Angst. Solange ich nur so einfach im Behandlungssessel sitze, finde ich es noch nicht schlimm. Doch wenn die Bohrinstrumente herankommen, da werde ich fast ohnmächtig. Da muß sich der Zahnarzt viel Mühe geben, bis er mir eine Zahnfüllung machen kann. Als Patient bin ich einfach unerträglich!
Der starke Schmerz
«Frau Berger», fragte ich sie etwas mißtrauisch. «Waren Sie nie krank?»
Sie sah mich ernst an und antwortete: «Ich hatte nie Leber- oder Nierenschmerzen.
Auch keine Lungenentzündung. Doch einmal geriet ich auf den Operationstisch. Das kostete mir die Gallenblase.» Frau Berger machte eine lange Pause, als ob sie sich an den Fall erinnere. Dann setzte sie ihre Erzählung fort: «Ich fühlte mich damals schon einige Tage unwohl, aber ich achtete nicht besonders darauf. Am Wochenende, es war am Samstag, ich erinnere mich sehr gut daran, bekam ich in der Nacht starke Magenschmerzen. «Ist es Blinddarmentzündung?» fragte ich mich selbst. Nach etwa einer Stunde dachte ich, daß es vorbei sei. Doch plötzlich wurde der Schmerz unerträglich. Ich konnte es nicht mehr aushal-ten. Dann rief ich den ärztlichen Notdienst an. Etwa in fünfzehn Minuten war der Wagen da. Ein junger Arzt untersuchte mich flüchtig und sagte besorgt: «Sie müssen sofort ins Krankenhaus!»
Auf dem Operationstisch
Im Krankenhaus machte man eine Röntgenaufnahme. Der Arzt sagte, die Gallenblase sei voll von großen Gallensteinen. Es war sehr gefährlich, die Blase konnte in jedem Augenblick platzen, und ich wurde schnell zur Operation vorbereitet. Ich zitterte vor Angst und Schmerz. Ich kann mich nur noch erinnern, daß man mich auf den Operationstisch brachte, und dann... fühlte ich schon nichts mehr. Ich wurde unter Vollnarkose operiert.
Nach der erfolgreichen Operation wurde ich vorsichtig ins Bett gebracht. Ich befand mich noch etwa zwei Stunden in Narkose. Manchmal erwachte ich, schlief dann aber wieder ein. Das wiederholte sich mehrmals.
Meine Genesung
Am nächsten Tag bekam ich von einer Krankenschwester zum Mittagessen ein halbes Glas Wasser. Dabei sagte sie freundlich, daß man mir am dritten Tag erlauben würde, mich richtig satt zu essen. Das «Sich-richtig-satt-essen» am dritten Tag bestand aber nur aus einigen Löffeln dünner Suppenbrühe. Meine Nachbarin, die auch nichts essen durfte, bemühte sich, mit mir über unseren blöden Zustand zu lachen.
Als ich am achten Tag nach Hause durfte, war ich einfach glücklich. Zwar mußte ich noch fast anderthalb Monate den Arzt besuchen, der mir viele Arzneien und Pillen verschrieben hatte. Erst als man mich gesund geschrieben hatte, atmete ich erleichtert auf», sagte Frau Berger zum Schluss.
NUMERIEREN SIE DIE SÄTZE DEM TEXT ENTSPRECHEND.
() Sie konnte es nicht mehr aushallen.
() Sie wurde unter Vollnarkose operiert.
() Frau Berger zitterte vor Angst und Schmerz.
() Etwa in fünfzehn Minuten war der Wagen da.
( ) Dann rief Frau Berger den ärztlichen Notdienst an.
() Im Krankenhaus machte man eine Röntgenaufnahme.
() Frau Berger fühlte sich damals schon einige Tage unwohl.
() Der Arzt sagte, die Gallenblase sei voll von großen Gallensteinen.
() Am Wochenende bekam sie in der Nacht starke Magenschmerzen.
() Nach der erfolgreichen Operation wurde Frau Berger vorsichtig ins Bett gebracht.
BEANTWORTEN SIE DIE FRAGEN.
Warum begann Peter zu schwitzen? Wer mußte sich Mühe geben, um Peter eine Zahniüllung machen zu können? Was fragte Peter ein bißchen mißtrauisch? Wer sah Peter ernst an? Wo machte man eine Röntgenaufnahme? Wer zitterte vor Angst und Schmerz? Was brachte die Krankenschwester für Frau Berger am nachten Tag zum Mittagessen?
WAS MEINEN SIE?
Haben alle Leute Angst vor Bohrinstrumenten? Muß der Mensch immer ernst sein? Kann der Mensch immer lebensfroh sein? Taten jedem Menschen irgendwann die Nase, Hände und Knie weh? Sind alle kleinen Kinder als Patienten einfach unerträglich? Müssen Ärzte alle Körperteile gründlich kennen? Warum hat man vor dem Zahnarzt oft eine peinlich große Angst?
ERZÄHLEN SIE DEN TEXT NACH.
I . Ich will Arzt werden.
II. Beim Zahnarzt.
III. Der starke Schmerz.
IV. Auf dem Operationstisch.
V. Meine Genesung.
BEIM ARZT
Arzt: Guten Tag! Was fehlt Ihnen?
Herr Mayer: Ach, Herr Doktor. Ich habe starke Kopf- und Halsschmerzen. Mir tut alles weh.
Arzt: Aha, dann wollen wir mal sehen. Atmen Sie bitte ganz tief ein und aus! ...Nun, Sie haben eine Grippe.
Herr Mayer: Oh, mein Gott!
Arzt: Das ist doch nicht schlimm, Herr Mayer. Nehmen Sie diese Pillen dreimal täglich nach dem Essen ein! Ich rate Ihnen vitaminreiche Getränke. Bleiben Sie einige Tage im Bett und seien Sie vernünftig!
Herr Mayer: Vielen Dank, Herr Doktor!
Arzt: Gute Besserung, Herr Mayer!
KRANKENBESUCH
Noch am Vorabend war ich ganz gesund, lief Schlittschuh auf der Eisbahn und fühlte mich vortrefflich. Und am anderen Morgen lag ich im Bett und konnte vor Schmerzen meinen Kopf nicht vom Kissen heben. Die Temperatur erhöhte sich. Ich bekam Schnupfen und Husten.
Ich rief meinen Freund an, damit er einen Arzt holte. In einer halben Stunde kam mein Freund selber zu mir, um mich nicht allein zu lassen. Er maß mir die Temperatur, gab mir eine Tasse heißen Tee, und wir warteten auf den Arzt. Ich war dagegen, daß mein Freund in demselben Zimmer blieb. Ich schlug ihm vor, in ein anderes Zimmer zu gehen, damit er sich nicht ansteckte. Er aber lachte mich nur aus: „Sage mir lieber, wie steht es mit deinem Knie, du bist ja gestern so schwer gefallen?" Er erinnerte mich daran, um mich etwas abzulenken.
Aber wie es oft vorkommt, wenn man an Schmerzen denkt, werden diese noch heftiger. Ich wollte ihm sagen, wie furchtbar mir das Knie schmerzt, aber da klingelte es an der Tür. Der Freund ging ins Vorzimmer, um die Tür aufzumachen. „Haben Sie nach mir geschickt?" vernahm ich die Stimme des Doktors. „Ja, mein Freund ist krank."— „Was fehlt ihm denn?" — „Er hat sich offenbar erkältet. Er hat furchtbaren Husten und Schnupfen. Bald schwitzt er, bald fröstelt es ihn."—„und welche Temperatur hat er jetzt, haben Sie sie ihm gemessen?" — „Ja, er hat 38,6 (achtunddreißig Komma sechs)." — „Nun, führen Sie mich zu dem Kranken, ich untersuche ihn."
Der Arzt trat an mein Bett. „Nun, worüber klagen Sie? Lassen Sie mich einmal Ihren Puls fühlen! Ah, er schlägt schnell genug. Sie haben ziemlich hohe Temperatur. Machen Sie Ihren Mund auf! Hm, die Zunge ist stark belegt." Der Arzt prüfte auch meinen Hals. „Nun richten Sie sich bitte auf, und machen Sie sich oben frei, damit, ich Ihre Lungen abhorche." Ich machte den Oberkörper frei. Der Arzt klopfte zuerst meine Lungen und mein Herz ab. Dann horchte er mich ab: „Atmen Sie tief! Noch einmal und noch einmal! Ihre Lungen und Ihr Herz sind vorläufig in Ordnung."—„Aber beim Schlucken tut mir der Hals weh", sagte ich. „Es ist darum, weil Sie im Hals eine starke Rötung haben. Die kommt von einer Infektion. Es ist keine Erkältung, sondern die Grippe. Wahrscheinlich haben Sie sich irgendwo angesteckt."— „Und ich habe auch heftige Kopfschmerzen", sagte ich. „Das kommt auch davon. Einige Tage müssen Sie im Bett bleiben; decken Sie sich dabei aber immer fest zu, damit Sie sich keine Lungenentzündung oder Komplikationen zuziehen können. Ich verschreibe Ihnen ein schmerzstillendes Mittel, und die Kopfschmerzen hören auf. Nehmen Sie die Tabletten dreimal täglich ein. Ja, ich verschreibe Ihnen noch etwas. Einen Moment, ich schreibe ein Rezept aus. Bitte, hier ist das Rezept. Die einen Tabletten nehmen Sie auch dreimal täglich ein, möglichst nach dem Essen. Sie sollen das Fieber herunterdrücken. Die anderen Tabletten nehmen Sie stündlich ein. Aber schlukken Sie sie nicht hinunter, sondern lutschen Sie sie nur. Es ist gegen die Halsrötung."
,,Lassen Sie ihm möglichst viel Tee trinken und zu essen geben Sie ihm leichte Kost", wandte er sich an meinen Freund. „Soll ich ihm einen Krankenschein ausschreiben?" —„Nein, das braucht er nicht. Er hat jetzt Ferien." — „So, jetzt muß ich aber gehen. Meine Sprechstunde beginnt in einer Viertelstunde, und mein Wartezimmer ist sicher voll von Patienten. Auf Wiedersehen und gute Besserung. Ich komme morgen oder übermorgen noch einmal bei Ihnen vorbei und sehe nach Ihnen."
EIN GESPRÄCH
(In zwei Tagen besuchte mich der Arzt wieder.)
Arzt: Guten Tag! Fühlen Sie sich besser?
Kranker: Danke, mir geht es besser. Die Temperatur ist fast normal, aber ich habe noch leichten Husten.
Arzt: Na gut. Stecken Sie einmal das Thermometer in Ihre Achselhöhle!
Kranker: Ich habe eben gemessen, ich habe 37,1.
Arzt: Also Fieber haben Sie noch. So, jetzt wollen wir mal sehen, wie es mit Ihrem Hals steht. Machen Sie den Mund auf. Na, es gibt noch eine Rötung. Sie haben die Grippe noch nicht überstanden.
Kranker: Soll ich noch weiter das Bett hüten?
Arzt: Unbedingt. Und fahren Sie fort, die Arznei einzunehmen.
Kranker: Und wie oft soll ich die Arznei jetzt einnehmen ?
Arzt: So, wie ich Ihnen verschrieben habe. Und noch dazu, gurgeln Sie auch ihren Hals regelmäßig mit übermangansaurem Kali. Das desinfiziert und schützt Sie vor weiterer Anstekkung.
Kranker: Ich trinke viel Tee, mit Honig sogar. Und nachher schwitze ich so sehr.
Arzt: Das ist nicht schlecht, aber viel Honig ist nicht gesund, und zu viel Schwitzen schwächt den Körper. Ich verbiete Ihnen den Honig nicht, aber Sie sollen jetzt mit ihm vorsichtig sein. Leiden Sie noch an Kopfschmerzen?
Kranker: Nein, nicht mehr. Aber mein Knie...
Arzt: Und was ist mit Ihrem Knie?
Kranker: Noch vor meiner Krankheit bin ich auf der Eisbahn gefallen. Und seitdem tut es mir weh.
Arzt: Nun zeigen Sie es mir. Hm, es ist etwas gerötet und angeschwollen. Aber ich sehe nichts Ernstes, nur eine harmlose Verletzung.
Kranker: Muß ich es röntgen ?
Arzt: Nein, das brauchen Sie wirklich nicht. Ich verschreibe Ihnen eine Salbe gegen die Schmerzen im Knie. Mit der Salbe massieren Sie vorsichtig das Knie und danach machen Sie einen warmen trockenen Wickel, und Sie werden bald gesund sein. Auf Wiedersehen!
Kranker: Danke vielmals. Aul Wiedersehen!
II.
(Im Wartezimmer des Zahnarztes)
Es ist noch früh am Morgen. Die Sprechstunde des Zahnarztes hat noch nicht begonnen. Aber ich will der erste Patient sein, um die Zahnschmerzen möglichst rasch loszuwerden. Sie haben mich die Nacht hindurch geplagt. Nun stehe ich im Wartezimmer und zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich Angst habe. Die Tür öffnet sich, und die Krankenschwester in einem weißen Kittel sagt: „Der Nächste! Der Doktor läßt bitten."
Kranker: Guten Tag!
Arzt: Guten Tag! Was fehlt Ihnen?
Kranker: Ich habe schreckliche Zahnschmerzen.
Arzt: Öffnen Sie, bitte, den Mund. Ja, dieser Zahn hier ist faul.
Kranker: Wollen Sie ihn bohren?
Arzt: Nein, man muß ihn ziehen. Und diesen Zahn hier kann man plombieren. Aber erst müssen Sie eine Röntgenaufnahme machen lassen.
Kranker: Soll ich das noch heute machen ?
Arzt: Wenn Sie wollen, bitte. Dann können Sie wieder zu mir kommen. Und wir werden das Weitere sehen.
Kranker: Danke. Auf Wiedersehen!
Arzt: Keine Ursache. Auf Wiedersehen!
TEXTERLÄUTERUNGEN: vor Schmerzen — от боли, Schnupfen bekommen — схватить насморк, einen Arzt holen — вызвать врача, j-en ablenken — развлечь кого-л., Was fehlt Ihnen? — Что с Вами? Что у вас болит? Es fröstelt ihn. — Его знобит. j-m den Puls fühlen — щупать пульс у кого-л., belegt sein — быть обложенным (о языке), sich oben freimachen — раздеться до пояса, Der Hals tut mir weh. — У меня болит горло. Das kommt von einer Infektion. — Это из-за инфекции. sich Komplikationen zuziehen — получить осложнения, einen Krankenschein ausschreiben — выдать бюллетень, справку о болезни, Gute Besserung! — Желаю вам поскорее выздороветь! das Bett hüten — лежать в постели, соблюдать постельный режим, übermangansaures Kali — марганцевокислый калий, die Nacht hindurch — всю ночь (напролет), vor etw. j-m Angst haben — бояться, Der Nächste!— Следующий! Der Doktor lässt bitten! — Доктор просит войти! eine Röntgenaufnahme machen — сделать рентгеновский снимок, Und wir werden das Weitere sehen.— Дальше будет видно. Keine Ursache — Не за что! Не стоит благодарности!
BEANTWORTEN SIE DIE FRAGEN.
1. Wenden Sie sich an den Arzt, wenn Sie sich schlecht fühlen? 2. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie Grippe, Angina haben? 3. Haben Sie Schnupfen, Husten? 4. Tut Ihnen das Schlucken weh? 5. Haben Sie Kopfschmerzen? Haben Sie hohes Fieber? 6. Welche Arznei nehmen Sie ein, wenn Sie starke Kopfschmerzen haben? 7. Müssen Sie das Bett hüten, wenn Sie krank sind und hohes Fieber haben? 8. Holen Sie den Arzt nach Hause oder gehen Sie selbst in die Poliklinik, wenn Sie Fieber haben? 9. Gibt es in Ihrer Poliklinik viele erfahrene Ärzte? 10. Wo warten die Patienten auf den Empfang der Ärzte? 11. Welche Fragen stellt gewöhnlich der Arzt dem Kranken? 12. Was macht der Arzt nach der Untersuchung des Kranken? Verschreibt er ihm eine Arznei? 13. Wo bekommen Sie ihre Arznei? Gibt es in der Nähe Ihres Hauses eine Apotheke? 14. Wieviel Mal täglich müssen Sie die Arznei einnehmen? Nehmen Sie die Arznei vor dem Essen oder nach dem Essen? 15. Was schreibt Ihnen der Arzt aus, wenn Sie berufstätig sind? 16. Ist die Grippe ansteckend? 17. Welche Komplikationen kann man sich nach dieser Krankheit zuziehen? 18. Welche Kinderkrankheiten haben Sie überstanden? 19. Haben Sie sich nie an den Zahnarzt gewandt? 20. Haben Sie manchmal (oft) Zahnschmerzen? 21. Hat Ihnen der Arzt noch keinen Zahn gezogen?
ERGÄNZEN SIE DIE SÄTZE DURCH DIE UNTERGEGEBENEN WORTGRUPPEN.
Die böse Grippe ... . 2. Der Arzt verlangte, daß der Kranke ... . 3. Das Kind ... eine starke ... .... darum soll es jetzt 3—4 Tage... . 4. Sie steckte das Thermometer in ihre Achselhöhle, um ... zu .... 5. Er soll diese Tabletten nicht hinunterschlucken, sondern nur ... . 6. ... Sie ..., damit ich Sie abhorche. 7. Der Zahn ist zu faul, um ihn zu .... man muß ihn einfach ... . 8. Sie brauchen ... vor dem Zahnarzt zu ... . 9. Warum sieht sie so i-chlecht aus? — Sie ... eben eine Lungenentzündung ... . 10. Soll ich mein Knie röntgen? —Nein, das brauchen Sie nicht. ... Sie es leicht und ... Sie danach ... .
_____________________________________________________________
etw. massieren; einen warmen trockenen Wickel machen; etw. überstehen; bohren, ziehen; keine Angst haben; sich oben freimachen; den Köper schwächen; die Temperatur messen; das Bett hüten; sich eine Erkältung zuziehen; die Arznei regelmäßig einnenhmen; lutschen
BEANTWORTEN SIE DIE FRAGEN.
Was plagte Sie die Nacht hindurch? Ужасный кашель, сильный насморк, боли в колене, зубная боль
Wozu nimmst du diese Arznei ein? Чтобы: не болела голова, не мучил ночью кашель, пропотеть, предохранить себя от заражения, не получить осложнения, снизить температуру, не больно было глотать, скорее выздороветь
Wogegen ist diese Arznei? От головной боли, от боли в желудке, от ангины, от насморка, от гриппа, от простуды.
BILDEN SIE DIE SÄTZE MIT «DAMIT» ODER «UM … ZU»
1. Ziehe das Kind warm an... . (sich nicht erkälten) 2. Bleibe im Bett und decke dich fest zu... . (sich keine Komplikationen zuziehen) 3. Nimm diese Tabletten dreimal täglich ein... . (nicht mehr an Kopfschmerzen leiden) 4. Hole einen Arzt... . (den Kranken untersuchen) 5. Trinke heißen Tee mit Honig... . (schwitzen) 6. Laß den Doktor diesen faulen Zahn ziehen... . (die furchtbaren Schmerzen loswerden) 7. Desinfizieren Sie Ihre Wohnung... . (sich nicht mehr anstecken)
GESUNDHEITSSCHUTZ
Sowohl die Heilbehandlung als auch der vorbeugende Gesundheitsschutz sind in der BRD wichtige staatliche Aufgaben. Zahlreiche öffentliche und betriebliche Gesundheitseinrichtungen hat man in den letzten Jahren geschaffen. In den Betrieben nimmt man regelmäßig Reihenuntersuchungen vor. Jährlich einmal fordert man die gesamte Bevölkerung zu Schirmbilduntersuchungen auf. Sie sind kostenlos und dienen dem rechtzeitigen Erkennen von Tuberkulose und Krebs. Regelmäßig finden Schutzimpfungen statt.
Alle Arznei-, Heil- und Hilfsmittel, Zahnersatz sowie Krankenhausbehandlung jeder Krankheit bis zur völligen Wiederherstellung des Patienten sind kostenlos.
Über die Beinhautentzündung
Um drei Uhr morgens sprang ich aus dem Bett und lief, den Kopf in den Händen haltend, im Zimmer herum wie eine aufgeschreckte Maus. Da sagte ich zu mir: Nein, so kann man das nicht mehr lassen, man kann nicht weiterhin schweigend zusehen, wie die Menschheit derartig leidet; dagegen muß man etwas tun.
Nun, ich erfülle das Versprechen jener schweren Stunde und schreibe einen Artikel dagegen: nämlich gegen die Beinhautentzündung.
Der normale Verlauf der Krankheit ist folgender: Der Leidende teilt seinen Nächsten mit, daß er etwas Zahnschmerzen hat. Worauf ihn die Nächsten trösten und raten, Essig, Jodtinktur, kalten Umschlag, warmes Wolltuch und hoch verschiedenes andere auf den Zahn zu geben. Durch Verwendung aller dieser Mittel beginnt es zu bohren, zu reißen, zu stechen, zu brennen, zu nagen, zu schwellen. Damit ist das zweite Stadium der Krankheit eingetreten. Der Patient beginnt nun verschiedene Pulver zu schlucken. Es hilft wirklich ein wenig; der bohrende Schmerz wird etwas schwächer, aber dafür beginnt es zu schwellen.
Inzwischen haben sich die Nächsten in zwei Lager aufgeteilt: die einen raten, die Geschwulst mit kalten Umschlägen zu behandeln! die anderen mit heißen. Der Leidende versucht beides. Die Geschwulst aber wird größer. Der Schmerz kommt plötzlich mit neuer Heftigkeit. In diesem Stadium stößt der Leidende etwas Fürchterliches aus, reißt den Hut vom Haken, rennt zu seinem Zahnarzt.
Wider Erwarten zeigt Ihr Zahnarzt keinerlei merkliche Anteilnahme, er brummt nur: „Na, wir werden es mal ansehen." Dann klopft er mit irgendeinem Instrument auf die Zähne und sagt düster: „Wissen Sie, man muß den Zahn ziehen."— „Vielleicht warten wir damit noch etwas", schlagen Sie eifrig vor, „sehen Sie, vielleicht wird er wieder vernünftig, und wir können ihn noch retten, meinen Sie nicht?" In dem Moment schmerzt der Zahn tatsächlich ein bißchen weniger. „Gut", brummt der Zahnarzt, „wir wollen noch einen Tag warten." Er verschreibt Ihnen einige Tinkturen, Einreibungen und Umschläge und entläßt Sie. Schon beim Heimweg überlegt es sich der Zahn wieder anders und beginnt zu rasen wie von Sinnen. Sie rennen nach Hause, die Taschen vollgestopft mit Fläschchen und Tiegeln aus der Apotheke und können es nicht erwarten, die Rettungsarbeiten zu beginnen.
Sie gurgeln, spülen, reiben brennende Tinkturen ein, schmieren übelriechende Jodsalbe darauf, machen Umschläge und spülen wieder, und in der Pause kommt wieder ein Umschlag, zwischendurch schlagen Sie mit dem Kopf an die Wand, zählen bis hundert, laufen im Kreise und bemühen sich, die Zeit irgendwie zu vertreiben, denn keine Literatur ist imstande, den Leidenden abzulenken und die Beinhautentzündung für fünf Minuten zu übertönen.
Der Leidende konzentriert sich nur auf eine Sache: auf die Rettungsarbeiten; er legt pausenlos Umschläge auf, spült und reibt die Kiefer ein. Der Tag vergeht wirklich, und es kommt die Nacht. Diese Nacht kann man nicht beschreiben. Es genügt, zu sagen: der Zahn muß heraus.
Am Morgen erweist es sich, daß Sonntag ist und es daher keine Zahnärzte gibt. Diese Tatsache nimmt der Leidende mit zweierlei Gefühlen zur Kenntnis: erstens rast er und schimpft auf die Zahnärzte, darauf, daß es überhaupt Sonntage und Feiertage gibt, auf die ganze Welt. Auf der anderen Seite unterdrückt er in seinem Innern eine tiefe Genugtuung: man kann nicht zum Zahnarzt gehen und der Zahn muß also nicht heraus.
Wenigstens heute noch nicht. Man muß warten. Der Patient macht keine Umschläge mehr, er spült und gurgelt auch nicht mehr, er liegt irgendwo zusammengerollt oder läuft im Kreise, schaut auf die Uhr: Zum Teufel, wann hört das endlich auf? Oder er sitzt und schaukelt mit dem Oberkörper hin und her, um sich zu betäuben. Jede halbe Stunde schluckt er ein Beruhigungsmittel, worauf ihm dann flieh schlecht wird. In diesem Zustand erreicht ihn die Nacht, und er kriecht ins Bett. Es ist die letzte Nacht vor der Hinrichtung.
Der Schmerz macht sich nun breiter, er ist bereits oben und unten; im Ohr, in der Schläfe, im Hals, heiß, brennend, pulsierend...
Das Ende ist kurz und rasch. Mit zitternden Knien schleppt sich der Leidende am Morgen zu seinem Zahnarzt.
,,Herr Doktor", bemüht er sich zu stottern.
,,Setzen Sie sich", sagt der Zahnarzt.
"Und wird es nicht weh tun?"
"Nein", sagt der Zahnarzt und klappert mit irgendwelchen Instrumenten.
Und ... muß er wirklich heraus?"
"Selbstverständlich", sagt der Zahnarzt und nähert sich dem Patienten.
Der Leidende erfaßt die Armlehnen. „Und wird es wirklich nicht weh tun?"
,,Den Mund auf!" Der Leidende teilt mit Händen und Füßen einige Schlage gegen die Brust und den Bauch des Zahnarztes aus, will schreien, bekommt aber in dem Moment eine Injektion.
,,Hat's weh getan?" fragt der Arzt.
"N ...n ... nein", sagt der Patient unsicher.
"Können wir nicht bis morgen damit warten?"
"Nein " brummt der Arzt und schaut aus dem Fenster...
"Na, nun wird es ja gehen", sagt der Doktor zufrieden. „Machen Sie den Mund auf!"
Der Patient schließt die Augen, um das furchtbare Instrument nicht zu sehen. „Aber..."
,,Mehr öffnen!“
"Im Mund knirscht etwas, wahrscheinlich ist die Zange abgeglitten“
"Wird es nicht weh tun?"
,,Ausspülen", brummt der Doktor wie aus weiter Ferne und zeigt etwas Weißes in der Zange. Um Gottes willen, der Zahn war nicht großer?
ÜBERSTZEN SIE INS DEUTSCHE
1. Моя мать очень жалуется на головную боль, и врач сказал, чтобы она принимала это лекарство. 2. Я плохо себя чувствовал и решил пойти в поликлинику, чтобы врач осмотрел меня и выписал лекарство. 3. Ты плохо выглядишь, у тебя, наверно, температура. Тебе нужно обязательно обратиться к врачу. 4. Врач сказал, чтобы больной несколько дней полежал в постели. 5. Мне нужно лекарство от головной боли. — Это вы можете получить в другом отделе без рецепта. 6. У тебя часто болят зубы, я советую тебе обратиться к зубному врачу. Если зуб уже нельзя лечить, ты должен его вырвать. 7. Я выпил таблетку пирамидона, но лекарство мне не помогло. Головные боли не прекратились. 8. Что вы мне можете порекомендовать против зубной боли ? — Я пропишу вам болеутоляющее средство. 9. Скажите, пожалуйста, когда принимает доктор Федорова? — Сегодня доктор Федорова уже кончила прием. Завтра она принимает во второй половине дня, с 3 до 7. 10. В такую дождливую погоду можно легко простудиться. 11. Как твое здоровье? 12. Что у вас болит? 13. Какое лекарство прописал ему врач? 14. Врач сказал, чтобы он чаще полоскал горло. 15. Ты должен немедленно лечь в постель, у тебя высокая температура. Я пошлю за врачом, тебе нужно регулярное лечение. 16. Вы должны принять на ночь аспирин и хорошо пропотеть. Выпейте также стакан горячего чаю с медом. 17. Недавно я сильно упал на катке.
ÜBERSTZEN SIE DEN DIALOG INS DEUTSCHE.
ДИАЛОГ
Врач: Садитесь, пожалуйста, на что вы жалуетесь?
Пациент: Я очень плохо себя чувствую. У меня насморк, кашель, сильно болит голова.
Врач: Когда вы почувствовали себя плохо?
Пациент: Три дня тому назад. Я, наверно, простудился на катке. Был очень сильный ветер, а я был легко одет.
Врач: Вы измеряли температуру?
Пациент: Да, вчера и позавчера температура была почти нормальная, сегодня температура поднялась до 38,8.
Врач: Откройте, пожалуйста, рот. Я посмотрю ваше горло. Вам больно глотать?
Пациент: Нет, глотать мне не больно.
Врач: Это от температуры. Теперь разденьтесь, пожалуйста, до пояса, я послушаю ваше сердце и легкие. — Дышите глубже. Так, хорошо. Ну, ваше сердце и легкие в порядке. Одевайтесь. Какие болезни вы перенесли в детстве?
Пациент: В детстве я часто болел гриппом и ангиной. В 15 лет я перенес воспаление легких.
Врач: У вас сейчас грипп, и вам необходимо несколько дней полежать в постели. Я вам пропишу лекарство. Принимайте его три раза в день после еды. По этому рецепту лекарство получите в аптеке. Вы работаете?
Пациент: Да, я работаю в детском саду.
Врач: Тогда я вам выпишу бюллетень. Несколько дней вы не должны ходить на работу, так как грипп инфекционная болезнь. Кроме того, грипп опасен своими осложнениями.
DIE SÄULEN DER GESUNDHEIT
Schon wenige Stunden, nachdem wir schreiend das sogenannte Licht der Welt erblickt haben, machen wir zum ersten Mal Bekanntschaft mit verschiedenen Behörden. Und das hört dann nicht mehr auf und dauert unser ganzes Leben lang.
Nicht ganz begeistert sind wir in unseren ersten Jahren von den Staatsangestellten, die man uns mit dem Beiwort „Onkel" schmackhafter zu machen versucht. Es ist der „Onkel Doktor" vom Gesundheitsamt, der uns den Mund aufmachen, die Zunge zeigen und „Ah" sagen läßt, und beklopft, durchleuchtet und - das ist auch bei der „Tante Doktor" das Unangenehme - impft. Mutter weiß, daß es für uns nicht nur peinlich, sondern angesichts der um uns besorgten Vertreter des Gesundheitsamts eine Unhöflichkeit wäre, wenn wir an solchen Tagen, die im voraus angekündigt werden, unsere Zähne nicht besonders lange putzen, uns nicht besonders gut waschen und keine frische Wäsche tragen würden.
Wenn man schon erwachsen ist, muß man an seine Gesundheit ganz im Ernst herangehen. Man spricht dabei von den sogenannten Säulen der Gesundheit.
Die erste Säule bildet eine positive und aktive Lebenseinstellung. Diese kann man auf verschiedene Weise gewinnen. Meine Freunde und ich kommen ohne chemische Aufputschmittel aus. Wenn wir eine Aufmunterung brauchen, stellen wir uns drei Minuten lang unter die Dusche, und der angenehme Wasserstrahl gibt uns gute Laune wieder.
Die zweite Säule fehlt, wie ich leider feststellen muß, bei den meisten bereits. Es geht um das Energiepotential unseres Organismus. Unser Energiepotential können wir durch Bewegung an frischer Luft, richtiges Atmen, Abhärtung und Kontakt mit der Natur erhöhen. Zur Abhärtung dienen kaltes Wasser, Eis- und Dampfbäder.
Leber und Nieren schlagen bei vielen bereits Alarm, die Körperschlakken sind Ursache für viele Krankheiten: Krebs, Herzleiden und Allergien. Man soll die Selbstreinigung des Körpers durch eine Reihe der Maßnahmen unterstützen. So soll man sich zum Beispiel jeden Morgen die Nase mit leicht salzigem Wasser spülen, um die Schleimhaut von Viren und Mikroben zu befreien. Wichtig ist auch die Reinigung des Darms und der Lymphgefäße. Ich persönlich bin ein Verfechter des Heilfastens. Einmal pro Woche sollte man 36 Stunden hindurch fasten. Dadurch werden viele Schadstoffe im Körper verbrannt. Verstärkt wird der Effekt durch intensive Bewegung. Die Gesundheit ist etwas so Wertvolles, daß man vernünftig mit ihr umgehen muß!
JÖRG IST KRANK
- Warum isst du nicht, Jörg? Was fehlt dir?
- Ich weiß nicht, ich habe keinen Hunger. Ich bin erkältet.
- Ja, du hast seit gestern Husten und Schnupfen, und heute warst du im Schwimmbad. Du solltest doch zu Hause bleiben.
- Ja, ich weiss, aber ich mußte gehen. Wir hatten heute Wettkämpfe. Da durfte ich nicht fehlen.
- Nun miß erst mal die Temperatur! 38°. Du hast Fieber. Zeig deine Zunge! Hast du Halsschmerzen?
- Ja, ein bißchen. Und der Kopf tut mir weh.
- Geh jetzt ins Bett. Ich mache dir Tee, und morgen gehst du in die Praxis von Frau Dr. Becker. Nimm diese Tabletten! Ich bringe dir noch Hustensaft.
BEIM ZAHNARZT
- Bitte nehmen Sie Platz, Herr Weber! Nun, wie geht es?
- Ich habe seit zwei Tagen Zahnschmerzen. Wo haben Sie Schmerzen?
- Links oben.
- Na, da will ich mal sehen. Öffnen Sie bitte den Mund ganz weit! Haben Sie hier Schmerzen?
- Ja.
- Und hier?
- Nein, dort nicht.
- Aber dieser Zahn ist auch schadhaft. Haben Sie an dieser Stelle noch keine Schmerzen gehabt?
- Doch, vor ein paar Wochen. Warum sind Sie nicht gleich zu mir gekommen?
- Ich habe damals wenig Zeit gehabt.
- Diesen Zahn muss ich das nächste Mal plombieren. Ihren Zahn links oben muß ich wahrscheinlich ziehen. Vielleicht kann ich ihn noch retten. Schwester, bitte die Röntgenaufnahme!
- Hier ist die Aufnahme, Herr Doktor.
- Ich sehe, es hilft nichts. Ich muß ihn ziehen. Aber haben Sie nur keine Angst! Sie bekommen eine Spritze, und dann haben Sie keine Schmerzen. Setzen Sie sich bitte wieder auf den Stuhl! Wir beginnen gleich.
TELEFONGESPRÄCH
• Guten Tag!
• Guten Tag!
• Entschuldigen Sie bitte, ich müßte in die Sprechstunde von Frau Doktor Müller kommen. Ich habe mich etwas erkältet. Wann hat sie denn Sprechstunde?
• Kleinen Moment. Da muß ich erst mal nachsehen. Aha, ja. Morgen nachmittag von 3 bis 6 hat sie Sprechstunde. Wenn Sie da kommen könnten...
• Und wie ist das bei Ihnen? Muß man sich vorher bestellen lassen, öd kann ich dann warten?
• Nein Sie brauchen nur zu kommen. Und geben Sie Ihren Ausweis ab, und dann geht das alles seinen Gang.
• Aha. Also morgen zwischen 3 und 6 hat Frau Doktor Müller Sprechstunde.
• Ja
• Vielen Dank.
• Bitte schön.
• Wiederhören.
