- •Krankheit und Gesundheit
- •Viele junge Mädchen zwischen 14 und 18 können das Reale nicht richtig ....................
- •Im wartezimmer
- •In der Poliklinik fragt der Arzt Herrn Amado: „Was fehlt Ihnen?"
- •Inge: Ich gehe gleich die Medizin holen.
- •Inge: Ich schwöre auf Lindenblütentee. Peter. Mach dir nicht so viele Gedanken, Erika! Wir bringen dich bald wieder auf die Beine.
In der Poliklinik fragt der Arzt Herrn Amado: „Was fehlt Ihnen?"
„Ich habe seit vorgestern Husten, Schnupfen und Kopfschmerzen."
Der Arzt untersucht ihn und sagt dann: „Sie haben eine starke Erkältung. Sie dürfen einige Tage nicht zum Unterricht gehen und müssen im Bett bleiben. Ich muß Sie auch röntgen."
„Darf ich rauchen?"
„Nein, Sie dürfen in den nächsten Tagen nicht rauchen. Ich schreibe Ihnen ein Rezept. Gehen Sie mit diesem Rezept in die Apotheke. Dort bekommen Sie Medizin gegen Ihre Erkältung. Die Krankenschwester soll jeden Tag Ihre Temperatur messen. Sie werden bestimmt bald wieder gesund."
„Vielen Dank, Herr Doktor. Auf Wiedersehen!"
BILDEN SIE DEN DIALOG UND GEBRAUCHEN SIE DABEI DIESE WORTGRUPPEN.
unruhiger Schlaf, erhöhte Temperatur, krankhafter Zustand haben; dem Aussehen nach krank sein; blasse und graue Gesichtsfarbe haben; dunkle Schatten unter den Augen, um die Augen haben; den Appetit verlieren; eine Arznei einnehmen; einen Arzt (Internisten, Chirurgen, Nerven-, Augen-, Frauen-, Kinder-, Haisund Ohren-, Zahnarzt, Urologen) konsultieren, zu Rate ziehen; ein Auge [das Gehör, die Zähne, Haare, die Stimme, Sprache, den Appetit, das Augenlicht] verlieren; das Bett [das Zimmer] hüten müssen; das Bewusstsein [die Nerven] verlieren; Blutandrang an den Kopf haben; Diät halten; einsetzen lassen das Gedächtnis [den Verstand] verlieren; kein Glied [keinen Finger] rühren können; Herzklopfen, -beschwerden haben; Hoffnung auf Besserung schöpfen; eine Krankheit [Ohnmacht, Brandwunde, Entzündung, Verrenkung, einen Krampf, Knochenbruch] haben; ein Loch (eine Lücke) im Zahn haben; heftige Schmerzen [Augen-, Magen-, Zahn-, Hals-, Ohren-, Herzschmerzen, Dürchfall, Erbrechen, Furunkel, Geschwür, Husten, Krebs, Malaria, Ruhr, Scharlach, Schnupfen, Typhus, Verstopfen, ein Schwindelgefühl, Tuberkulose, eine Lungenentzündung, eine Infektionskrankheit] haben; sich an den Arzt wenden; nach dem Arzt Telefonieren; im Sterben liegen; über seinen Zustand im unklaren bleiben; künstliche Atmung machen; eine Einspritzung machen; den Kranken röntgen, durchleuchten, mit Höhensonne bestrahlen, gewissenhaft pflegen.
IN DER APOTHEKE
1. Guten Abend! Hier bitte, dieses Rezept!
2. Guten Abend! Was darf es sein? So. - Von diesem Hustensaft nehmen Sie dreimal täglich ein bis zwei Esslöffel voll. Hier sind Hustenbonbons. Diese Tabletten müssen Sie vor den Mahlzeiten unzerkaut schlucken. Sie nehmen dreimal täglich zwei Tabletten, bis Sie kein Fieber mehr haben.
1. Ich habe übrigens kein Fieber. Die Medizin ist für meinen Kollegen.
2. Um so besser. - Die Salbe müssen wir erst anfertigen.
1. Wie lange dauert das?
2. Etwa eine halbe Stunde. Wenn Sie so lange warten wollen, können Sie dort Platz nehmen.
1. Wenn es Ihnen recht ist, hole ich die Medizin etwa in einer Stunde ab. Ich habe in der Nähe noch etwas zu tun.
2. Bitte sehr! Sie bekommen von uns eine Marke, und dann können Sie die Salbe holen, wann Sie wollen.
1. Danke. Aber ich möchte sie gleich mit bezahlen. Was bekommen Sie für alles?
2. Nichts. - Bei uns ist nicht nur die ärztliche Behandlung kostenlos, sondern such der volle Preis für die Medizin wird von der Sozialversicherung gezahlt.
1. Aber wohl nicht für alle Bürger? Als ich hereinkam, bezahlte gerade eine alte Frau ihre Medizin.
2. Für alle Berufstätigen. Auch für ihre Familienangehörigen und für die Rentner. Sie bekommen die Medizin natürlich nur kostenlos, wenn sie ein Rezept haben. Denn nur der Arzt weiß, welche Medizin Sie brauchen. Ist das in Ihrem Land nicht so?
1. Die Bestimmungen sind bei uns etwas anders. Einen Teil Kosten für die Medizin müssen wir selbst bezahlen. Aber wir haben auch eine gute Sozialversicherung.
2. Das ist gar nicht so selbstverständlich, wie viele Menschen bei uns denken. In einigen Ländern können viele Leute nicht zum Arzt gehen, weil sie die Behandlung und die Medizin nicht bezahlen können.
1. Ja, leider! - Ich möchte gern noch ein paar Kleinigkeiten mitnehmen: etwas Wundpflaster und eine Packung Zellstofftaschentücher und Brillenputztücher.
2. Ist diese Breite recht?
1. Wenn es geht, geben Sie mir das Pflaster bitte etwas breiter! - Ja, das ist besser. Wieviel macht das, bitte?
2. ... Mark und achtzig, bitte. - Danke.
1. Auf Wiedersehen!
2. Auf Wiedersehen!
1. Oh, Verzeihung! Beinahe hätte ich es vergessen. Haben Sie etwas gegen Schnupfen da?
2. Sie können Nasentropfen haben, ich würde Ihnen aber aus eigener Erfahrung zu Inhalationen raten.
BEIM ZAHNARZT
1. Der nächste, bitte!
2. Guten Tag!
1. Guten Tag! Bitte nehmen Sie Platz! Nun, wo fehlt es denn?
2. Seit gestern habe ich rechts oben heftige Zahnschmerzen.
1. Machen Sie bitte Ihren Mund einmal ganz weit auf! - Tut das hier weh?
2. Ja, sehr!
1. Spülen Sie bitte erst einmal! Der Zahn ist kariös. Es ist noch nicht sehr schlimm. Aber eine Einlage ist nötig. Das nächste Mal machen wir dann das Loch wieder zu. Und machen Sie den Mund noch einmal ganz weit auf! So ist es recht. - Gleich ist es vorbei. - So. Und nun spülen Sie noch einmal!
2. Bitte sehen Sie doch auch die anderen Zähne nach!
1. Links oben ist auch schon einer schadhaft. Den sehen wir uns das nächste Mal genauer an. Und hier ist das Zahnfleisch entzündet. - Diesen Zahn müssen wir röntgen. Haben Sie hier noch keine Schmerzen gehabt?
2. Mir fällt eben ein: Vor mehreren Wochen hatte ich dort heftige Schmerzen. Aber ich bin nicht zum Zahnarzt gegangen. Nach einigen Tagen gingen dann die Schmerzen auch wieder weg.
1. Wahrscheinlich steht dieser Zahn unter Eiter. Dann müssen wir ihn ziehen. Aber das eilt wohl nicht. Das nächste Mal röntgen wir ihn erst, und dann sehen wir weiter. Da ist noch eine Kleinigkeit. Diesen Zahn können wir das nächste Mal gleich plombieren.
2. Wann soll ich wieder kommen?
1. Bitte kommen Sie am Dienstag vierzehn Uhr dreißig. Sie sind dann gleich der erste Patient. Auf Wiedersehen!
2. Auf Wiedersehen!
BEIM ARZT
1. Guten Tag, Herr Doktor!
2. Guten Tag! Nun, was fehlt Ihnen?
1. Ich fühle mich schon einige Tage nicht wohl. Seit gestern habe ich den Husten. Als ich heute früh aufstand, hatte ich starke Kopfschmerzen.
2. Darf ich einmal Ihren Puls fühlen? -Sie haben Fieber. Wenn Sie nach Hause kommen, messen Sie die Temperatur und lassen Sie den Arzt kommen. Sie gehören ins Bett! Haben Sie auch Halsschmerzen?
1. Nein. Aber in der Brust sticht es, wenn ich Luft hole.
2. Während ich Ihnen ein Rezept schreibe, machen Sie bitte einmal den Oberkörper frei. So - nun atmen Sie bitte einmal ganz tief ein! - Halten Sie die Luft an! -Atmen Sie aus! - Und nun atmen Sie ganz ruhig! - Danke! Wann sind Sie das letzte Mal geröntgt worden?
1. Etwa vor einem halben Jahr. Bevor wir hierher kamen, sind wir gründlich untersucht worden.
2. Haben Sie früher einmal eine TB (Tuberkulose) gehabt?
1. Als ich klein war, musste ich zwei Jahre in einer Lungenheilstätte leben. Aber die TB ist ausgeheilt.
2. Vorsichtshalber lassen wir eine Röntgenaufnahme von Ihrer Lunge machen. Wenn Sie fieberfrei sind, melden Sie sich mit diesem Zettel in der Röntgenstation.
1. Ist die Röntgenstation hier im Hause?
2. Ja, aber Sie müssen die Öffnungszeiten beachten. - Hier ist das Rezept. Bitten Sie einen Freund, dass er Ihnen die Medizin aus der Apotheke holt!
1. Vielen Dank! Auf Wiedersehen!
2. Auf Wiedersehen!
BEIM OPTIKER
1. Guten Morgen! Ich habe gestern meine Brille zerbrochen. Können Sie sie reparieren?
2. Zeigen Sie bitte mal! Natürlich können wir Ihre Brille reparieren, aber es lohnt sich nicht.
1. Wenn so ist, dann wäre es vielleicht besser, gleich eine neue Brille zu kaufen.
2. Wir können natürlich die alten Gläser in die neue Fassung einsetzen. Ich glaube nur, die Dioptrien stimmen nicht mehr ganz. Wenn ich in die Ferne sehe, wird alles ziemlich undeutlich.
1. Vielleicht sollten Sie einmal zu einem Augenarzt gehen.
2. Im Augenblick habe ich leider wenig Zeit dazu. Könnten Sie nicht gleich die Dioptrien selbst bestimmen?
1. Gerne. Dürfte ich Sie dann bitten, mit mir zu kommen!
WIR HOLEN DEN DOKTOR
Peter: Was hast du, Erika? Du siehst angegriffen aus,
Erika: Ich fühle mich heute nicht wohl. Ich glaube, ich habe mich gestern erkältet. Ich war auf der Post, um ein Telegramm aufzugeben. Auf dem Heimweg bin ich vom Regen überrascht worden, und im Nu war ich nass bis auf die Haut. Ich hatte nur ein dünnes Kleid an. Im Regen lief ich zur Bushaltestelle. Da musste ich noch etwa fünf Minuten warten.
Heinz: Um diese Zeit waren wir auch unterwegs, aber wir haben nichts abbekommen, nur ein paar Tropfen.
Gerd: Du siehst mitgenommen aus. Hast du Temperatur gemessen? Inge. Noch nicht, aber ich fürchte, sie hat hohes Fieber. Erika. Das glaube ich kaum, aber ich habe wahnsinnige Kopfschmerzen und beim Schlucken tut es weh. Peter. Das Beste ist, du gehst gleich ins Bett, und wir versuchen einen Arzt kommen zu lassen. Du lässt dir von ihm Tabletten verordnen. Die werden das Fieber gleich 'runterbringen.
Heinz: Sie lindern auch sofort die Kopfschmerzen, und morgen bist du schon wieder gesund.
Erika: Ich kann es mir nicht leisten, hier in Berlin krank zu werden. Inge. Wenn du dich aber nicht gleich hinlegst, bekommst du bestimmt eine scheußliche Angina.
Gerd: Heiße Milch mit Butter könnte dir nicht schaden. Erika. Ich hoffe, es geht bald weg. Peter. Wenn das Fieber morgen noch nicht weg ist, holen wir einen Arzt.
Inge: Ich werde gleich mal telefonieren, ob ein Arzt sofort kommt.
VORBEUGEN IST BESSER ALS HEILEN
Erika: Ist das dein Ernst? Einen Arzt rufen nicht nötig!
Peter: Du darfst es nicht besser als Nachsicht.
Erika: Ach, ich bin schon daran gewöhnt. Ich. habe es mit dem Hals. Das macht mir genug zu schaffen. Wenn ich einen Zug bekomme oder nasse Füße, so ist es aus. Ich bekomme gleich ein leichtes Frösteln, Kopfweh und Halsschmerzen.
Gerd: Wenn man so anfällig ist für Erkältungen, so muss man sich bei solchem Wetter doppelt vorsehen. Peter. Das kommt davon, dass du dich vom Sport drückst und dich nicht abhärtest.
Inge: Ich habe es ja geahnt! Du hättest nicht baden gehen sollen, dann wäre dir viel Ärger erspart geblieben.
Heinz: Und Eis hast du auch gegessen, leichtsinnig, wie du bist.
Erika: Ach, Unkraut vergeht nicht. Inge.
Inge: Auf mich will sie nicht hören.
Heinz: Inge versteht sich auf so was. Sie hat ja einen Lehrgang für Erste Hilfe mitgemacht.
Gerd: Hast du dich früher behandeln lassen?
Erika: Ich bin schon lange in Behandlung. Vor einem Jahr habe ich einen HNO-Arzt (der Hals-Nasen-Ohrenarzt) konsultiert. Er sagte, die Mandeln müssten 'raus. Ich käme um eine Operation nicht herum. Einige haben mir zugeredet, andere haben mir abgeraten. Sie sagten, es wird sich schon wieder geben.
Heinz: Na und?
Erika: Ich hab' hin und her überlegt, bin mir aber noch nicht im Klaren, ob ich mich operieren lassen soll.
Heinz: Was gibt's da groß zu überlegen?
Inge: Sie hat sich in den Kopf gesetzt, die Operation wird nicht gut ausgehen.
Peter. Warum musst du schwarz sehen?
Erika: So bin ich nun mal. Ich bekam schon die verschiedensten Medikamente verschrieben.
Peter: Haben sie dir geholfen?
Erika: Wenn ich das wüsste. Ich nehme Medizin überhaupt nicht gern ein.
Klans: Du solltest dich aber trotzdem untersuchen lassen. Vorbeugen ist besser als heilen. Du musst zu einer Kapazität gehen. N. gilt als Könner auf diesem Gebiet. Meine Mutter hat sich von ihm operieren lassen, jetzt ist sie vollkommen wiederhergestellt. Seitdem habe ich ein großes Vertrauen zu ihm.
DA KOMMT SCHON DER ARZT
Inge: Guten Tag, Herr Doktor! Kommen Sie bitte herein!
Arzt: Guten Tag! Zu Erika. Nun erzählen Sie mir einmal, was Ihnen fehlt. Haben Sie Beschwerden?
Erika: Ich hab' heftige Kopfschmerzen und fühle mich wie zerschlagen. Ich neige überhaupt zu Erkältungen. Den ganzen Winter wurde ich den Husten und Schnupfen nicht los. Ich war schon immer am Hals empfindlich. Seit gestern huste ich wieder. Beim Husten tut es mir in der Brust und im Hals weh.
Arzt: Haben Sie Fieber?
Erika: 37,9.
Arzt: Lassen Sie mich einmal Ihren Puls fühlen! Der Puls geht sehr schnell. Machen Sie den Mund einmal schön weit auf! Recht weit, bitte, es tut nicht weh. Sagen Sie mal „A"!
Erika: Ich hätte bloß einige Fragen wegen...
Arzt: Mund auf und nicht geredet! Die Zunge ist etwas belegt, die Mandeln sind entzündet. Bei wem sind Sie in Behandlung?
Erika: In der Poliklinik in Leipzig. Meine behandelnde Ärztin sagte, die Mandeln wären nicht in Ordnung, sie müssten sofort 'raus, sonst würde ich die Anginen nie loswerden.
Arzt: Sie hat recht. Eine Operation lässt sich nicht umgehen. Und nun machen Sie den Oberkörper frei! Ich muss Lunge und Herz abhorchen. Einatmen; bitte - noch tiefer - jetzt die Luft anhalten - ausatmen! Sind Sie nicht lungenkrank gewesen?
Erika: Vorigen Herbst habe ich mir eine Lungenentzündung zugezogen. Eine Grippe grassierte damals, alles war krank bei dem Wetter. Die Grippe überträgt sich ja schnell. Als die Grippeepidemie schon fast vorüber war, hat es mich gepackt. Die Grippe legte sich auf die Lungen.
Arzt: Eine Grippe muss man ausliegen.
Erika: Mein Pech war es, dass ich auf mich selbst angewiesen war und keiner da war, der mich hätte pflegen können. Meine Eltern waren nämlich verreist.
LASSEN SIE SICH ERST EINMAL GRÜNDLICH UNTERSUCHEN!
Arzt: Und wann haben Sie sich röntgen lassen?
Erika: Vor zwei Monaten habe ich mich durchleuchten lassen. Der Befund war gut. Damals war ich auch zur Blutprobe. Die Werte waren gut.
Arzt: Das macht schon viel aus. Aber um Ihr Herz steht es nicht zum Besten. Sie sollten ein EKG machen lassen.
Erika: Das mache ich, wenn ich zu Hause bin.
Arzt: Nun wollen wir mal den Blutdruck messen. Der Blutdruck ist fast normal.
Erika: Steht es sehr schlimm um mich, Herr Doktor?
Arzt: Ach wo, mein Kind. Die Sache ist nicht so schlimm, wie es den Anschein hatte.
Erika: Es geht einfach nicht, dass ich länger hier herumliege.
Arzt: Das haben Sie bald überstanden. Aber Sie müssen sich sehr schonen, sich vor Sonne in Acht nehmen. Hier ist ein Rezept. Die Tinktur ist streng rezeptpflichtig. Lassen Sie schnellstens die Medizin in der Apotheke holen! Das ist ein bewährtes Mittel, es wirkt Wunder. Nehmen Sie einen Teelöffel voll davon vor dem Essen!
