I. Русский музей
Были ли вы когда-нибудь в C.-Петербурге? Тогда вы, конечно, посетили знаменитый Русский музей и познакомились с его замечательной коллекцией.
Государственный Русский музей, который возник в 1898 году, принадлежит к числу крупнейших музеев России и самых выдающихся национальных музеев мира.
Осмотрели ли вы все залы этого чудесного музея? Знаете ли вы, что здесь размещено около 250 000 произведений русского искусства, которые лучшие мастера создавали в течение десяти веков? Когда сравниваешь Русский музей с другими музеями русского искусства, то бросается в глаза необычайное многообразие, национального искусства Русского музея — от памятников древнерусской культуры до произведений советских и российских художников. Коллекция музея составлялась постепенно. После того как музею были переданы колоссальные художественные сокровища из царских и княжеских дворцов, коллекция музея пополнилась многочисленными выдающимися произведениями русской живописи.
Здесь можно познакомиться с полотнами талантливых русских художников: Перова, Крамского, Шишкина, Левитана. Репина, Сурикова и других представителей критического реализма. Вы, конечно, видели в Русском музее картины этих художников и восхищались их мастерством.
Число посетителей музея растет изо дня в день. Когда вы снова приедете в С.-Петербург, вы, наверное, с удовольствием еще раз посетите залы Государственного Русского музея.
II. Третьяковская галерея
Государственная Третьяковская галерея существует свыше 100 лет. До ее возникновения ни в Москве, ни в Петербурге не существовало специального музея русского национального искусства. Многие картины, которые находятся сейчас в галерее, были собраны большим любителем искусства, одним из культурнейших людей своего времени Павлом Михайловичем Третьяковым. Еще при своей жизни, в 1902 году, Третьяков передал свою неоценимую коллекцию вместе с картинами, принадлежавшими его брату, в дар городу Москве. С тех пор галерея является сокровищницей русского изобразительного искусства.
В галерее хранятся замечательные произведения древнерусской живописи, знаменитые полотна художников XVII— XX веков, выдающиеся произведения современных живописцев и скульпторов.
Галерея по праву гордится собранием произведений русской живописи второй половины XIX века. Как известно, русские художники этого времени боролись за искусство, тесно связанное с жизнью, за искусство, правдиво изображающее действительность. Картины этих художников проникнуты глубокой любовью к Родине, к русскому народу.
Подолгу заворожено стоят посетители перед полотнами знаменитых живописцев — Репина, Сурикова, Верещагина, в основе полотен которых лежат исторические события.
Богато представлены в галерее русские пейзажисты. Посетители любуются картинами Шишкина, Куинджи, Левитана, хорошо знавших и любивших русскую природу.
Ежедневно тысячи любителей искусства из нашей страны и из-за границы посещают галерею и знакомятся с ее шедеврами.
PROJEKTAUFGABEN
Aufgabe I. Bilden Sie Gruppen. Recherchieren Sie im Internet. Suchen Sie weitere Informationen zum Thema „Museen Russlands“. Tauschen Sie die Informationen in der Gruppe aus. Stellen Sie Ihrem Partner möglichst viele Fragen.
Aufgabe II. Stellen Sie eine Einführung durch das Museum (treffen Sie selbst die Wahl) zusammen und präsentieren Sie sie im Plenum.
Aufgabe III. Wissen Sie, dass der 1994 verstorbene Peter Ludwig einer der bekanntesten deutschen Kunstförderer war. Er stiftete viele moderne Kunstwerke für meist neuerbaute Museen. Können Sie solche Namen auch auf russischem Boden nennen? Suchen Sie die Informationen zum Thema „Kunstliebhaber und Kunstförderer“. Tauschen Sie die Informationen in der Gruppe aus.
TEXTE UND AUFGABEN FÜR SELBSTSTÄNDIGE ARBEIT
Aufgabe I. Lesen Sie den Text.
Museumslandschaft Deutschlands
Die Vielzahl der Museen mit unterschiedlichen Sammelgebieten hat ihren Ursprung in der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung Deutschlands. Es gibt über 3550 (2800 Museen in den alten Bundesländern und 750 Museen in den neuen Bundesländern) Landes-, Stadt-, Vereins-, Heimat- und Privatmuseen, dazu Schatzkammern, Diözesan-, Dom-, Residenz-, Burg-, Schloss- und Freilichtmuseen.
Aus dieser Vielzahl seien im Folgenden nur einige der bedeutendsten herausgegriffen.
Im Zentrum Berlins, auf der Museumsinsel, ist in den vergangenen 150 Jahren ein Ensemble von Museen entstanden, die eine perfekte Einheit bilden: das Alte Museum, im klassizistischen Stil erbaut, die Nationalgalerie, das Bodemuseum und das Pergamonmuseum zeigen die Entwicklung vorderasiatischer, ägyptischer, antiker und christlicher Hochkulturen. Besondere Anziehungskraft hat der Pergamon-Altar, ein im zweiten Jahrhundert vor Christus errichteter griechischer Altar, der nach 1879 von Kleinasien nach Berlin gelangt war.
In Berlin verwaltet die Stiftung Preußischer Kulturbesitz die Sammlungen des aufgelösten preußischen Staates, die den größten Kunstbesitz in Deutschland darstellen.
Das Deutsche Historische Museum (Berlin) zeigt die gesamte deutsche Geschichte bis zur Gegenwart.
Berlin hat eine beeindruckende Zahl von Gedenkstätten. In der Gedenkstätte Deutscher Widerstand wird das gesamte Spektrum des deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus dokumentiert. Drei sowjetische Ehrenmale erinnern an die im Kampf um Berlin gefallenen Soldaten der Roten Armee. Es wurde auch das Jüdische Museum errichtet und das zentrale Mahnmal für die Opfer des Holocaust. Das von Daniel Libeskind entworfene Museum mit seiner auffälligen Zickzack-Architektur wurde 2001 eröffnet und zählt heute zu den meistbesuchten Ausstellungshäusern Deutschlands.
In Bonn zieht die 1992 eröffnete Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland und tausende von Besuchern an. Ein Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist ebenfalls in Bonn im Entstehen begriffen.
München, das schon im 16. Jh. ein internationales Kunstzentrum war, ist berühmt für seine Gemäldesammlungen der Alten und der Neuen Pinakothek mit altdeutschen und niederländischen Meistern, Gemälden der italienischen Malerei und des 19. Jahrhunderts. Beide Sammlungen haben Weltruf. 2003 wurde die Pinakothek der Moderne eröffnet, eines der weltweit größten Museen für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Das offene und großzügige Gebäude zeigt Kunst, Grafik, Architektur und Design unter einem Dach.
Einzigartig ist das Deutsche Museum (München), das die Entwicklung der Technik und der Naturwissenschaften von den Ursprüngen bis heute zeigt. Im Planetarium simulieren Projektionsgeräte die Bewegung der Gestirne. In den Filmsälen gibt es Filme über den Bergbau und das Hüttenwesen. In einer Abteilung ist ein komplettes Bergwerk zu besichtigen. Hochspannungsanlagen simulieren künstliche Blitze. Weitere Abteilungen betreffen die Luftfahrt, die Schifffahrt und die Raumfahrt, die Geschichte der Fotografie, die Landtechnik, das Glasblasen und vieles mehr. Das Museum besitzt wertvolle historische Unikate, so das erste Automobil und den ersten Dieselmotor. Es bietet auch Experimente und Demonstrationen, die der Besucher selbst von Hand oder durch Knopfdruck durchführen kann.
Ein besonderes Bonbon ist das Spielzeugmuseum in München und in Nürnberg. Dort findet man Hunderte von Spielsachen aus Europa und Amerika, darunter futuristische Holzfiguren aus den zwanziger Jahren und russische Holzpuppen.
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg ist die größte Sammlung deutscher Kultur von der Vorzeit bis ins 20. Jahrhundert. Es wurde 1852 durch eine Initiative des Freiherrn von und zu Aufsaß gegründet, der den gesamten deutschen Sprachraum in Denkmälern der Kunst, Literatur und Geschichte museal darstellen wollte. Das Museum entstand, als noch kein einheitlicher deutscher Staat existierte; es sollte demzufolge wie ein Auftrag zur nationalen Einheit wirken. Das Konzept ist geprägt von einer romantischen Geschichtsauffassung, die auf die Gegenstände des Mittelalters als einheitsstiftend zurückgriff. Den Namen „Germanisches Nationalmuseum" wählte der Gründer in Anlehnung an das Wort „Germanistik". Der heutige Museumskomplex umfasst neben den Sammlungen und der Galerie eine Bibliothek, die Restaurierungswerkstätten sowie das Kunstpädagogische Zentrum mit Arbeits- und Unterrichtsräumen.
Der israelische Künstler Dani Karavan schuf die im Jahr 1993 eingeweihte „Straße der Menschenrechte" im Germanischen Nationalmuseum. Das ist ein Tor, 27 hintereinander aufgestellte Pfeiler, zwei Bodenplatten und ein Baum. Jedes dieser 30 Elemente trägt den Wortlaut eines Artikels der Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen, und zwar in Deutsch und in je einer Fremdsprache.
Das Grüne Gewölbe der Sachsenherrscher in Dresden war im 17. Jh. die wohl größte Schatzkammer Europas. Aus ihr gingen eine Gemäldegalerie, aber auch ein mathematisch-physikalisches Museum sowie ein Museum für Mineralogie hervor, denn die Herzöge (vor allem August der Starke 1670-1733) sammelten nicht nur Kunstwerke, sondern auch Automaten, Handwerksgeräte, Musikinstrumente, Mineralien und Exotika aus fernen Ländern. Die Dresdener Gemäldegalerie enthält wertvolle Sammlungen der deutschen, italienischen, flämischen und französischen Maler. J.W. Goethe, der 1768 als Student in Dresden weilte, urteilte über die Gemäldegalerie: „Ich trat in dieses Heiligtum und meine Verwunderung überstieg jeden Begriff, den ich mir gemacht habe“. Die Galerie Alte Meister (mit der „Sixtinischen Madonna“ von Raffael) und die Galerie Neue Meister mit ihren herausragenden Kunstwerken der Romantik sind gegenwärtig in der Sempergalerie untergebracht.
Sonderaustellungen setzen thematische Schwerpunkte. Von Rembrandt und Picasso bis zu Tapeten (Kassel), von Geräten zur Weinherstellung (Koblenz) bis zu Meteoriten (Marburg), von Mumien aus dem Moor (Schleswig) bis zu optischen Geräten (Oberkochen) oder dem ältesten aus Originalteilen rekonstruierten Wasserfahrzeug der Welt (Bremerhaven), historische Ausstellungen - die Vielfalt der Ausstellungen scheint unbegrenzt.
Die Kunst außereuropäischer Länder hat in Deutschland ein aufmerksames Publikum. Ein Forum internationaler Kunsttendenzen der Gegenwart ist die Ausstellung „documenta" in Kassel, die ungefähr alle vier Jahre stattfindet. Das ist das weltweit größte Festival der modernen Kunst.
Aufgabe II. Testen Sie sich. Haben Sie ein gutes Gedächtnis? Ordnen Sie zu.
das Germanische Nationalmuseum
das Deutsche Museum
die Dresdener Gemäldegalerie
das Grüne Gewölbe „documenta" |
in Dresden
in Nürnberg
in München
in Kassel |
… bietet zum Betrachten die Werke der modernen Kunst an … enthält Meisterwerke der Weltkultur, Gemälde der deutschen, italienischen, flämischen und französischen Maler … zeigt die kunsthandwerklichen Schätze, welche die sächsischen Kurfürsten anhäuften … präsentiert anhand von Originalen und Modellen die Entwicklung der Technik und Naturwissenschaft … beherbergt die größte Sammlung zur Geschichte deutscher Kunst und Kultur von der Vorzeit bis ins 20. Jh. |
Aufgabe III. Wie lassen sich deutsche Museen nach ihren Sammelgebieten gruppieren? Was bildet ihren Schwerpunkt? Formulieren Sie kurz. Ergänzen Sie die Liste der Museen in der dritten Spalte.
Freilichtmuseen
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zeigen die ländliche Wohn- und Hauskultur |
das Grüne Gewölbe ………… …………. |
Kunstmuseen
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…………… …………… |
die Alte und Neue Pinakothek die Gemäldegalerie in Berlin ………… |
Museen zu Geschichte und Volkskunde |
…………… …………… |
das Völkerkundemuseum Berlin das Germanische Nationalmuseum ………… |
Literaturmuseen |
…………… …………… |
Albrecht Dürer-Museum in Nürnberg …………. |
Spezialsammlungen |
…………… …………… |
das Brotmuseum in Ulm das Spezialzeugmuseum in Nürnberg ………… |
Aufgabe IV. Informieren Sie sich weiter über eines der bemerkenswertesten Museen Deutschlands. Fassen Sie den Inhalt des Textes kurz (5-7 Sätze) zusammen.
Das Bauhaus
Von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der modernen Kunst und Architektur ist das Bauhaus, eine Hochschule für Gestaltung in Dessau. Es wurde 1919 von dem Architekten Walter Gropius in Weimar gegründet und 1925 nach Dessau im heutigen Sachsen-Anhalt verlegt. Der Begriff „Bauhaus" ist eine Anspielung auf die mittelalterlichen Domhütten, die Arbeitsplätze der Kirchenbauer; er meint damit eine Idee, keinen Stil: die Idee einer alle Bereiche der Kunst umfassenden Baukunst, der Einheit von Kunst, Technik und Leben, die weltweit Maßstäbe setzte. Die Gestalter des Bauhauses wollten künstlerische und handwerkliche Fähigkeiten in sich vereinen und auch für die Alltagswelt tätig sein. Die Massenproduktion, z.B. der Bauhaus-Tapeten, der Lampen und Stühle, wurde zusammen mit Industriefirmen systematisch entwickelt. Die schöpferischen Lern- und Arbeitsprozesse schufen eine Atmosphäre, in der „Spiel", „Fest" und „Arbeit" zusammengehörten. Zu den Leitern und Lehrern am Bauhaus gehörten auch der Architekt Ludwig Mies van der Rohe und die Maler Paul Klee und Wassily Kandinsky. 1933 löst sich das Bauhaus auf und kam so einer Schließung durch die Nationalsozialisten zuvor, die es als „bolschewistisch" verteufelten. Mies van der Rohe und andere mit ihm gingen nach Chicago und gaben der internationalen Architektur neue Impulse. Das Bauhaus und seine originalgetreu wieder aufgebauten Werkstätten sind heute eine internationale Ausbildungsstätte. Schon in den letzten Jahren der DDR konnten die Bauhäusler Nischenpolitik betreiben und dachten über die Veränderung der Plattenbauweise (siehe S. 63), ja grundsätzlich über die Widersprüche des sozialistischen Lagers nach. Die Wende brachte dann neuen Auftrieb. Die völlig veränderten Schwerpunkte der derzeitigen Bauhausarbeit sind Stadtsoziologie, Stadt- und Landschaftssanierung unter Einbeziehung von Umwelt- und Ökologiegesichtspunkten. Darüber hinaus bestimmen Film- und Videoexperimente, z.B. die Zusammenschau von Video und Design oder die Pflege eines unkonventionellen interdisziplinären Theaters, die Aktivitäten des Bauhauses und der Bauhaus-Bühne.
Aufgabe V. Erwähnenswert ist die Vielzahl bedeutender Völkerkundemuseen in Deutschland. Sie erklärt sich aus der Tatsache, dass es viele deutsche Entdecker und Erforscher fremder Kulturen gegeben hat. Die Häufung berühmter Völkerkundemuseen in einem Land, das nur kurz Коlonialmacht war, ist einzigartig. Neben den Berliner Museen verdient das Stuttgarter Linden-Museum besondere Beachtung. Berichten Sie davon.
