- •1 Übersetzngsmethoden.
- •2 Übersetzung unter den Aspekten des Kultur- und des Sprachkontakts.
- •3 Verfahren des Übersetzens.
- •4 Typen der Transformationen.
- •Verhandlungsdolmetschen
- •7. Die Ethik des Dolmetschers
- •Die übersetzung von internationalismen
- •1. Transliteration oder Transkription
- •Übersetzungsmethoden
- •Die Wort-für-Wort-Übersetzung
- •3 Übersetzen der Sprichwörter, Aphorismen, Redewendungen und Zungenbrecher
- •Die 4 Schritte eine neue Sprache zu lernen Die Bedeutung der Worte verstehen
- •Die wörtliche Übersetzung
- •Die idiomatische Übersetzung
Verhandlungsdolmetschen
In sehr kleinem Rahmen werden kürzere Gesprächsabschnitte im nachhinein in eine andere Sprache ohne Zuhilfenahme einer Dolmetscheranlage oder Flüsteranlage übertragen. Im Gegensatz zum Konsekutivdolmetschen wird hier ohne Notizentechnik und eher aus dem Stehgreif heraus gedolmetscht.
Beispiel: Arbeitstreffen von zwei Geschäftspartnern mit der Anwesenheit eines Dolmetschers oder Dolmetschen bei Gericht
7. Die Ethik des Dolmetschers
In der Folge finden Sie einen Überblick über die allgemeinen ethischen Richtlinien, denen sich seriös arbeitende Konferenzdolmetscher verpflichtet fühlen:
Dolmetscher sind anderen Personen gegenüber bezüglich Informationen jeglicher Art, von denen sie im Rahmen eines beruflichen Engagements Kenntnis erhalten haben, an strengste Geheimhaltung gebunden. Sie nehmen davon Abstand, sich durch vertrauliche Informationen, die sie in Ausübung ihrer Tätigkeit als Konferenzdolmetscher erhalten haben, einen persönlichen Vorteil zu verschaffen.
Dolmetscher bereiten sich auf Einsätze gewissenhaft vor, wobei hiermit nicht nur die Aufbereitung der jeweiligen Unterlagen, sondern auch Recherchen im weiteren Sinne einschließlich der täglichen Studien qualitativ hochwertiger Medien des Print-, audiovisuellen und elektronischen Bereichs zum Zwecke der Sicherstellung einer größtmöglichen Allgemeinbildung als Grundlage für die professionelle Ausübung des Berufes gemeint ist.
Dolmetscher nehmen kein Engagement an, für das sie nicht qualifiziert sind. Die Annahme eines Engagements bedeutet für jeden Konferenzdolmetscher die ethisch-moralische Verpflichtung, die erforderlichen professionellen Prinzipien durchgehend anzuwenden.
Dolmetscher nehmen kein Engagement an bzw. lehnen solche Engagements ab, die der Würde des Berufsstands schaden könnten und nehmen von jeder Handlung Abstand, durch die der Ruf der Profession Schaden nehmen könnte.
Dolmetscher sind ihren Kolleginnen und Kollegen gegenüber zu moralischer Unterstützung und Kollegialität verpflichtet.
Seminar 2.
Sprache verschiedener Kommunikationsbereiche.
Besonderheiten der Texte verschiedener Funktionalstile.
Realien öffentlich-politischen Charakters und ihre Übersetzungsweise: geographische Namen, Eigennamen, Überschriften, Titel, Abkürzungen
1. Zum Problem der Funktionalstile
2. Definition des Funktionalstils
3. Berücksichtigung der Besonderheiten von einzelnen Stilen beim Übersetzen:
3.1.Besonderheiten der Texte des Funktionalstils des öffentlichen Verkehrs;
3.2.Besonderheiten der Texte des Funktionalstils der Wissenschaft;
3.3.Besonderheiten der Texte der Naturwissenschaften und Technik;
3.4.Besonderheiten der Texte des Stils der Presse und Publizistik;
3.5.Besonderheiten der Texte des Stils der schönen Literatur;
3.6. Besonderheiten der Texte des Stils der Alltagsrede
Die Sprache muss ganz verschiedenen und komplizierteren Sphären der menschlichen Tätigkeit als Verständigungsmittel dienen. Das führt zu einer funktionalen und expressiven Differenzierung ihrer Ausdrucksmöglichkeiten. Mit der Entwicklung der Gesellschaft bildet sich ein weit verzweigtes Netz von Stilen heraus, die untereinander in steter Wechselbeziehung stehen.
Als Funktionalstile (funktionalle Stiltypen) werden Verwendungsweisen der Sprache bezeichnet, die für bestimmte Tätigkeitsbereiche der Gesellschaft (Wissenschaft, Kunst, Alltagskommunikation etc.) charakteristisch sind.
In der deutschen Sprache lassen sich traditionell folgende Funktionalstile unterscheiden:
Stil der öffentlichen Kommunikation
Stil der Wissenschaft
Stil der Publizistik und der Presse
Stil der Alltagsrede
Stil der schönen Literatur (der Belletristik)
Stil des öffentlichen Verkehrs/ Offiziell-sachlicher Stil
Die soziale Funktion dieses Stils ist die Ermöglichung der offiziellen Verständigung zwischen den offiziellen Behörden, öffentlichen Organisationen und der Bevölkerung. Der offizielle Stil ist in Amtsdokumenten, offiziellen Mitteilungen, Vorträgen, Ansprachen, Gesetzbüchern, Verordnungen gebraucht.
1. Stilbildende Stilzüge sind: Sachlichkeit als einer der Hauptstilzüge des Stils;
2. Das sachbedingte Fehlen jeder Individualität – die Unpersönlichkeit des Stils, die Förmlichkeit, die Präzision und die Eindeutigkeit.
Der Stil des öffentlichen Verkehrs wurzelt im alten deutschen Kanzleistil. Der Stil ist schwerfällig, unbeweglich und wird «Papierdeutsch» genannt. Dieser Stil ist verhältnismäßig stabil und in sich begrenzt.
Stilistische Elemente:
– zahlreiche Schablonen und Klischees, die so genannte funktional gefärbte Lexik: spezielle sachliche Bezeichnungen, darunter Termini, Fremdwörter, Formulierungen und Fachausdrücke amtlichen Charakters:
– erstarrte sprachliche Formeln: unter Ausnutzung, Heranziehung, zwecks, kraft, infolge, gemäß;
– Pronominaladverbien: hiermit, hierfür,
– bestimmte Verben: erfordern, vornehmen;
– abstrakte Wörter auf -ung, -heit, -keit.
– Auch Grammatik ist sachbezogen: vielgliedrige und lange Einfachsätze, Passivkonstruktionen, Partizipialgruppen, Imperativformen als Ausdruck bestimmter Anweisungen, Überschriften, Aufforderungen.
Der Umstand, dass viele Geschäftspapiere nach allgemein gültigen Mustern verfasst werden, erleichtert und vereinfacht ihren Gebrauch: Für die Postanschrift besteht in jedem Land eine ganz bestimmte Form, was sowohl für die Schreibenden als auch für die Postbeamten seine Vorteile hat. Das sind eigentlich die sprachlichen Klischees der Geschäftskorrespondenz, die sich nicht nur auf die Postanschriften beschränken.
Ein Beispiel eines offiziell-sachlichen Textes:
Anbei sende ich einige Fragen zum Projekt, die noch geklärt werden müssen, um eine qualifizierte Bewertung zu ermöglichen. Ist es möglich, die Themen direkt mit den Interessenten zu besprechen ?
Stil der schönen Literatur
Dieser Stil stellt eine ganz besondere Verwendungsweise der Sprache dar und seine gesellschaftliche Funktion besteht aus zwei Teilen: die ästhetische und die kommunikative, sie fließen ineinander. Die schöne Literatur ist berufen, die Wirklichkeit in künstlerischer Form widerzuspiegeln, zu den wichtigsten Fragen des Lebens Stellung zu nehmen, die Menschen zu erziehen.
Im funktionalen Stil der schönen Literatur können alle anderen Stile vorkommen (wenn z. B. die Rede von den Wissenschaftlern ist oder ein Gesuch vom Helden eingereicht wird, die Journalisten tätig sind usw.). Das gehört zur Spezifik des Stils. Die andere Besonderheit des Stils besteht darin, dass es der einzige Stil ist, in dem alle Redearten vertreten sind: Autorensprache, direkte, indirekte, erzählte und erlebte Rede.
Das Spezifische des Stils ist Bildkraft, die in sich die Begriffe Bildlichkeit und Bildhaftigkeit einschließt. Die Bildhaftigkeit wird durch die treffende Wortwahl erreicht, die Bildlichkeit entsteht dank dem Gebrauch der Tropen, die für den funktionalen Stil der schönen Literatur einen sehr wesentlichen Stilzug bedeuten. Die höchste Variabilität des Ausdrucks ist die auffälligste Besonderheit dieses Stils:
Die Wintersonne stand nur als armer Schein, milchig und matt hinter Wolkenschichten über der engen Stadt. Nass und zugig war’s in den giebeligen Gassen, und manchmal fiel eine Art von weichem Hagel, nicht Eis, nicht Schnee. Die Schule war aus. Über den gepflasterten Hof und heraus aus der Gatterpforte strömten die Scharen der Befreiten, teilten sich und enteilten nach rechts und links. (Th. Mann. Tonio Kröger)
Stil der Alltagsrede
Die gesellschaftliche Funktion dieses Stils ist die sprachliche Gestaltung des alltäglichen Sprachverkehrs in der nicht offiziellen Sphäre der gesellschaftlichen Kommunikation. Die Kommunikation wird mündlich realisiert.
Die Alltagssprache ist ein ganz besonderes stilistisch homogenes funktionales System, das von der Literatursprache abgesondert ist. Die Literatursprache kann sich so stark von der Umgangssprache unterscheiden, dass man von zwei verschiedenen Sprachen sprechen muss. Jedoch ist die Grenze zwischen der Literatursprache und Umgangssprache nicht scharf, verschwommen. Die Umgangssprache liegt nicht außerhalb der Literatursprache.
Zwei Abarten der Nationalsprache werden gemeint. Nicht zufällig ist die Alltagslexik stilistisch so charakterisiert: salopp, grob, vulgär. Die Stilfärbung literarisch-umgangssprachlich ist die Brücke zwischen der Literatur- und Alltagssprache. Als Realisierungsformen der Alltagssprache gelten Meinungsaustausch privater Natur, Urteile über die Geschehnisse und Vorgänge in der Welt und in der nächsten Umgebung.
Für die Umgangssprache sind die besonderen Bedingungen charakteristisch. Im alltäglichen Verkehr ist das der unmittelbare Kontakt zwischen Gesprächspartnern. Der Dialog ist hier die Hauptform des Redeverlaufs. Der Sprachverkehr zwischen den Partnern erfolgt direkt, ohne dass der Äußerung ein längeres Nachdenken vorausgeht und deshalb ist die Lexik nicht im voraus gewählt. Der Charakter der Äußerung hat nichts offizielles an sich. Eine große Rolle spielt die Sprechsituation und die nicht sprachlichen Mittel: Mimik, Gestik, die Reaktion des Gesprächspartners. Solche sprachlich nicht lexikalischen Mittel wie emotionelle Information, Betonung, Pausen, Sprechtempo, Rhythmus spielen nicht die letzte Rolle bei der Verwirklichung des alltäglichen Sprachverkehrs.
Die stilprägenden (stilbildenden) Züge der Alltagsrede sind: Ungezwungenheit, Lockerheit, Konkretheit, emotionale Expressivität, Subjektivität und Knappheit des Ausdrucks.
Die stilistischen Elemente ergeben sich aus den Besonderheiten der Stilzüge. Für umgangssprachliche Lexik sind mannigfache Schattierungen der expressiven Stilfärbung (oft gesenkter) typisch (spinnen, Birne – Kopf, Fresse – Fratze, auch Mundartwörter, Modewörter (fantastisch, kolossal, prima), Schimpfwörter (Vollidiot), Groblexik, Flickwörter, Modalwörter, Partikeln, spezielle fragenartige Ausdrücke, die keine eigentliche Fragefunktion erfüllen: Nicht wahr? Stimmt! Charakteristisch für die Alltagsrede sind Schwammwörter, d. h. Wörter ohne konkrete Bedeutung, die als Ersetzung anderer Wörter dienen. Sie sind bequem, weil man bei ihrem Gebrauch nicht auszuwählen braucht, sie sind immer bei der Hand: Ding, Sache, Zeug (YD. Devkin 1973).
Die Umgangssprache zeichnet sich nicht nur durch die Expressivität der Lexik, sondern auch der Syntax aus: Bevorzugung elliptischer, unvollständiger Sätze, eingliedriger Sätze verschiedenen Typs, Wiederholung von Wörtern, Anakoluth, folgewidrige Satzfügung, Lockerung und Störung der syntaktischen Verbindung zwischen den Teilen einer Aussage. Das ist allgemeine Tendenz zur Auflockerung des Satzbaus in der Umgangssprache. Nebensätze werden oft als gewöhnliche Hauptsätze gestaltet, womit eine allgemeine Tendenz zur Vermeidung der Hypotaxe erkennbar ist. Relativ selten werden Passivsätze gebraucht. Das lässt sich dadurch erklären, dass die Alltagsrede immer persönlich gefärbt ist. Die Morphologie weist bestimmte Besonderheiten auf: Pluralformen auf -s (Mädels, Jungs), Ersatz der Genitivform durch die präpositionale Form (der Vorschlag vom Vater). Eigenartig ist auch der Gebrauch der Zeitformen: sehr oft Perfekt statt Präteritum, das Futurum wird selten gebraucht usw.
Die Alltagssprache ist bildlich. Bewertende Epiteta, bildhafte Vergleiche, Methaphern, Methonymien, Hyperbeln sind oft anzutreffen. Sie dienen meistens zum Ausdruck der emotionellen Einschätzung des subjektiven Verhaltens.
Die Umgangssprache erfüllt außer ihrer direkten Funktion als Verkehrsmittel auch noch andere Funktionen: in der schönen Literatur dient sie zur Schaffung vom sprachlichen Porträts, zur realistischen Darstellung des Lebens in einem bestimmten sozialen Milieu und als stilisierendes Mittel im erzählenden Teil eines Buches. Durch die Gegenüberstellung der gesenkten und gehobenen Lexik kann ein komischer Effekt erzielt werden.
Stil der Presse und Publizistik
Die soziale Funktion dieses Stils ist die Informierung und Beeinflussung (Agitation und Propaganda). Der Zeitungsstil informiert die Massen über alles Neue, über aktuelle Ereignisse in der Politik, im Gesellschaftsleben in aller Welt. Hierzu gehören beliebige aktuelle Gegenwartsfragen, die jeden interessieren: politische, ökonomische, moralische, philosophische, Fragen der Kultur und Erziehung und des Alltagslebens.
Der publizistische Stil ist der Stil der sozialpolitischen Literatur, der politischen Ansprachen, Versammlungsreden usw. Den Leser/Hörer zu beeinflussen, bei ihm eine bestimmte Meinung zu gestalten, ihn für sich zu gewinnen ist die Funktion der Publizistik.
Der Zeitungsstil zeichnet sich vor allem durch die Aktualität der Thematik (daher die Benennung die «Tagespresse») aus.
Die stilistischen Elemente hängen mit den aufgezählten Stilzügen zusammen.
Das Vorhandensein der Lexika aus allen anderen funktionalen Stilen: aus dem wissenschaftlichen, offiziell-sachlichen, umgangssprachlichen und dem Stil der schönen Literatur, was durch die Vielfalt der Themen und Genres bedingt ist:
• Realienbezeichnungen (Namen, Titel, Orte, Zeitangaben)
• Sozial-politische Lexik und Phraseologie
• Gesellschaftlich-politische Termini
• Neologismen aller Art (semantische Neologismen und Neuprägungen), die in der Zeitung oft zum ersten Mal erscheinen. Die Zetungssprache ist selbst sprachschöpferisch.
• Modewörter
• Schlagwörter. Besonders in den Überschriften sind sie aktuell, da sie sofort auffallen und Interesse bei dem Leser wecken.
• Fremdwörter und Entlehnungen, Anglo-Amerikanismen, die deutsche Sprache überfluten, erscheinen oft zuerst in den Zeitungen.
• Emotional gefärbte Lexik, oft umgangssprachliche Lexik gehört zum Pressestil.
Was die syntaktische Seite des Zeitungsstils betrifft, so muss man in erster Linie zahlreiche sprachliche Klischees und Schablonen erwähnen. In der Zeitungssprache wimmelt es von Schablonen – von ganzen kleineren Sätzen.
Die Zeitung greift oft zur Inversion, besonders in den Überschriften und Schlagzeilen, um logisch zu betonende Worte in den Vordergrund zu rücken.
Die elliptischen Sätze besonders in den Überschriften und Schlagzeilen fesseln die Aufmerksamkeit des Lesers.
Die Frage- und Ausrufesätze sind in der Zeitung emotional gefärbt, besonders rhetorische Fragen. Genitivische Ketten, das Auslassen des Artikels und der Hilfsverben erklärt sich als Sprachökonomie, was für die Zeitungssprache sehr wichtig ist.
Stil der Wissenschaft
Die gesellschaftliche Funktion des wissenschaftlichen Stils besteht in der Vermittlung von Erkenntnissen, Gesetzen, Erörterung von Problemen, in der Erklärung der Erscheinungen der Umwelt exakt und erschöpfend, in der Darlegung von Tatsachen und Beweisen, Erschließung der historischen Gesetzmäßigkeiten.
Der wissenschaftliche Stil gehört zu den «Buchstilen» der Literatursprache. Die stilbildenden Züge dafür sind: die Logik – sein obligatorischer Stilzug, mit dem andere charakteristische Merkmale verbunden sind – die Klarheit, die Folgerichtigkeit; die Sachbezogenheit und Präzision, die unmittelbar mit genauen Definitionen verbunden ist; die Abstraktion; die logische Expressivität; das Fehlen der emotionalen Expressivität; die Objektivität.
Die Logik dominiert in diesem Stil im Aufbau und in der Aufgliederung der Texte, in Arten der Verbindung zwischen einzelnen Teilen des Textes, im Charakter der Schlussfolgerungen usw.
Jede Aussage im wissenschaftlichen Stil ist gut durchdacht, trägt immer monologischen Charakter, die sprachlichen Mittel sind streng ausgewählt. Es liegt die Tendenz zur normierten Sprache vor.
Entstehung und Entwicklung des wissenschaftlichen Stils hängen mit der Entwicklung verschiedener Wissenszweige zusammen. Der wissenschaftliche Stil umfasst verschiedene Zweige der Wissenschaft: Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, exakte Wissenschaften. Er gestaltet sich als Ganzes, mit stark ausgeprägten Besonderheiten.
Der wissenschaftliche Stil hat verschiedene Genres der Äußerung. Das sind: Monographie, wissenschaftlicher Beitrag, Referat, Lehrbuch usw. Der Charakter der Aussage ist anders in physikalischen, chemischen, mathematischen, philosophischen, philologischen, geschichtlichen Texten. Hier hat Stilistik mit den Subtexten oder Substilen oder Textsorten zu tun.
Stilistische Elemente des wissenschaftlichen Stils sind:
– Auswahl der Lexik, die man oft als trocken zu bezeichnen pflegt. Wissenschaftliche Texte enthalten spezielle, funktionalgebundene Lexik: Termini, terminologische Wortverbindungen, Realienbezeichnungen. Ihre Verwendung dient der präzisen Vermittlung des wissenschaftlichen Inhalts. Viele wissenschaftliche Termini sind Fremdwörter, Internationalismen.
– abstrakte Lexik, abstrakte Substantive, die zur Bezeichnung abstrakter, wissenschaftlicher Begriffe dienen.
– Strukturell treten als eine wissenschaftliche Charakteristik des wissenschaftlichen Stils Komposita auf; zusammengesetzte Substantive stehen im Dienst der Präzision, auf solche Weise offenbart sich die Tendenz zur Sprachökonomie, zahlreiche Substantive mit dem Suffix -ung und Sprachformen prägen den Stil der Wissenschaft.
– Das Vorherrschen substantivischer Termini gehört zu den Hauptmerkmalen der lexikalischen Ebene der wissenschaftlichen Abhandlung, aber weitgehend werden auch Adjektive gebraucht, die einen Begriff durch Hinweis auf seine Merkmale präzisieren und auf solche Weise eine terminologische Funktion erfüllen.
– Die Syntax des wissenschaftlichen Textes ist strukturell komplizierter.
– Was die Morphologie betrifft, so wird aus allen Varianten knappere Form gewählt (auch aus den Gründen der Sprachökonomie).
– Die Tendenz zur Nominalisierung tritt deutlich auf.
– Passivsätze (zweigliedriges Passiv) werden im Dienst der Unpersönlichkeit gebraucht, die charakteristisch für den wissenschaftlichen Stil ist.
4. Zum Begriff "Realien". Übersetzungsweise der Realiennamen
4.1. Übersetzungsweise der geographischen Namen
4.2. Übersetzungsweise der Eigennamen
4.3. Übеrsеtzungswеisе der Titel
4.4. Übersetzungsweise der Abkürzungen
Seminar 3.
Übersetzen der internationalen Lexik. Schwierigkeiten beim Übersetzen der "falschen Freunde des Übersetzers".
Expressivität der Phraseologismen und deren Widerspiegelung in der Lexikografie und Übersetzung. Übersetzen der Sprichwörter, Aphorismen, Redewendungen und Zungenbrecher
1. Übersetzen der internationalen Lexik
1.1. Zum Begriff "Internationalismen";
1.2. Schwierigkeiten beim Übersetzen der Internationalismen
2. Die Arten der Übersetzung von Phraseologismen
3. Übersetzen der Sprichwörter, Aphorismen, Redewendungen und Zungenbrecher:
3.1. Die Übеrsеtzungsmеthоdеn;
3.2. Übersetzen der Zungenbrecher;
3.3. Übersetzen der Aphorismen;
3.4. Übersetzen der Redewendungen;
3.5. Übersetzen der Sprichwörter
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