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Выпишите из текста 5 сложных существительных и переведите их, укажите, из каких компонентов они состоят.
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Variante № 6 Wirtschaftspolitische Forderungen der Institute
In ihrem Herbstgutachten 2007 empfehlen die Institute der Bundesregierung, an ihrem eingeschlagenen Reformkurs konsequent festzuhalten. Die Politik müsse den Kurs der Haushaltskonsolidierung und konsequenter Arbeitsmarktreformen auch vor dem Hintergrund 2008 anstehenden zahlreichen Landtagswahlen fortführen.
In der Arbeitsmarktpolitik seien angesichts der immer noch hohen strukturellen Arbeitslosigkeit Maßnahmen erforderlich, die insbesondere im Niedriglohnbereich die Anreize für Arbeit erhöhten und die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt verbesserten.
In der Finanzpolitik sei eine Fortsetzung der Konsolidierung im Herbst 2007 aber nicht zu erkennen. Vielmehr würden die konsumtiven Staatsausgaben 2008 wieder verstärkt steigen. Die prognostizierte Verbesserung des Budgetsaldos von 0,1 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr auf 0,3 Prozent im Jahr 2008 sei überwiegend auf die gute Konjunktur zurückzuführen.
Die Geldpolitik steht nach Einschätzung der Institute vor einer schwierigen Abwägung zwischen weiter bestehenden Inflationsrisiken einerseits, der immer noch anhaltenden Verunsicherung der Finanzmärkte und höheren Risiken für die Konjunktur andererseits. Die Inflationsrisiken würden dafür sprechen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die geldpolitischen Zügel anzieht. Die Konjunkturrisiken legten hingegen eine abwartende Geldpolitik nahe. Die Institute erwarten, dass die EZB ihren Leitzins fürs Erste unverändert lässt. Um steigenden Inflationserwartungen entgegen zu treten, dürfte sie aber ihre schon für den September 2007 angekündigte Zinsanhebung in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres nachholen.
Die Forschungsinstitute forderten bereits in ihrem Frühjahrsgutachten 2005 weitreichende wirtschaftspolitische Reformen, um die Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft zu überwinden. Der Staat müsse seinen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen verringern und den Freiraum für private Initiative erhöhen. Der Anteil der Staatsausgaben am Bruttoinlandsprodukt, die Staatsquote, soll reduziert werden. Der Staat soll die Subventionen kürzen, die Steuern und seine Neuverschuldung senken. Im Bereich der Sozialpolitik sollen die Bürger mehr Eigenverantwortung übernehmen. Der Staat soll lediglich für eine Grundsicherung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter sorgen.
Zur Finanzpolitik bemängelten die Institute im Herbstgutachten 2006: „Die qualitative Konsolidierung kommt kaum voran.“ So würden die Bildungsinvestitionen nicht spürbar gesteigert während Einsparmöglichkeiten bei Steuervergünstigungen und Finanzhilfen ungenutzt blieben.
Wie dringlich die qualitative Konsolidierung des Staatshaushalts ist, lässt sich, so die Institute im Frühjahrsgutachten 2007, daran ablesen, dass der Anteil der staatlichen Investitionen am Bruttoinlandsprodukt zwischen 1999 und 2005 von 1,9 auf 1,3 % gesunken ist, das im langfristigen Vergleich niedrigste Niveau.
Wachstumsgerecht wäre nach Ansicht der Institute auch, die Sozialabgabenbelastung zu senken. Sie liegt nach wie vor über 40 % der beitragspflichtigen Entgelte.
Nach Angaben des OECD-Reports "Revenue Statistics" ist Deutschland hingegen ein Niedrigabgabenland. Der Vergleich mit den EU 15-Staaten, dem Kernbereich der bisherigen Mitglieder der EU, zeigt: Im Jahre 2003 nahm Deutschland aus Steuern und Sozialabgaben 35,5 Prozent des BIP ein. In der EU 15 waren es dagegen 40,5 Prozent. Selbst unter Einschluss der Beitrittsländer liegt dieser Wert immer noch weit oberhalb dieses Wertes bei 39,4 Prozent.
Um die Eingliederung der Arbeitslosen in den Arbeitsprozess zu ermöglichen, soll nach Ansicht der Institute der Anstieg der Tariflöhne im gesamtwirtschaftlichen Schnitt unter der Summe aus der trendmäßigen Inflationserwartung und dem trendmäßigen gesamtwirtschaftlichen Produktivitätswachstum liegen. Tarifsteigerungen, so die Institute im Frühjahr 2007, steigern die Beschäftigung nur, wenn sie 2007 den Verteilungsspielraum zwischen 2,5 und 3 % nicht vollständig ausschöpfen. Der guten Konjunktur können die Tarifparteien nach Ansicht der Institute in Form von Einmalzahlungen Rechnung tragen.
Der moderate Lohnanstieg in den vergangenen Jahren habe den Beschäftigungsaufbau begünstigt, wodurch sich auch die Einkommenssituation der privaten Haushalte verbessert habe. Die Institute sehen die Gefahr, dass diese Erfolge durch die von den Gewerkschaften geführten Nachschlagdebatte gefährdet werden.
In ihrem Herbstgutachten 2006 kritisierten die Institute die Reformvorhaben der großen Koalition scharf. Die Entwürfe in den Bereichen Gesundheit, Arbeitsmarkt und Unternehmenssteuern blieben weit hinter dem zurück, was zur Verbesserung der Wachstums- und Beschäftigungsbedingungen notwendig wäre. Die von den Instituten vorgeschlagene Entkoppelung von Gesundheits- und Arbeitskosten komme durch die Gesundheitsreform nicht voran. Außerdem forderten sie den Ausbau eines Niedriglohnbereiches. Einen Mindestlohn lehnen sie ab.
