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Кз «Харківський обласний науково-методичний інститут безперервної освіти» Завдання іi етапу Всеукраїнської учнівської олімпіади з німецької мови 2009 р.

10. Klasse

Schriftlicher Ausdruck 30 Punkte

Zeit - 60 Minuten

Aufgabe: Lesen Sie bitte die folgenden Themen und entscheiden Sie sich für ein Thema. Schreiben Sie zu diesem Thema mindestens 20 Sätze!

Thema Nr. 1

Ein Leben ohne Ziel ist nicht mein Lebensstil.

Thema Nr. 2

Die Regeln, ohne die ich nicht leben kann.

Thema Nr. 3

Ihre Brieffreundin Melitta erzählt Ihnen in ihrem letzten Brief von Problemen mit ihrer Dolmetscherprüfung. Sie ist durchgefallen und muss die Prüfung wiederholen, obwohl sie sich gut vorbereitet hatte. Sie schreiben Ihre Meinung zu dem Thema Prüfungen und Zeugnisse.

КЗ «Харківський обласний науково-методичний інститут безперервної освіти»

Завдання іi етапу Всеукраїнської учнівської олімпіади з англійської мови 2009 р.

10. Klasse

Hörverstehen

(Arbeitszeit 60 Minuten)

1. Der Lehrer liest den Text in normalem Lesetempo erstmalig vor. Die Schüler hören genau zu.

2. Nach dem Vorlesen erhalten die Schüler Aufgabe 1 und kreuzen die richtigen Antworten an.

3. Der Lehrer liest nun zum zweiten Mal vor.

4. Die Schüler kreuzen die richtige Variante a, b, c oder d an.

Mit röschen in der oper

Meine Frau war für dreizehn Tage verreist. Unsere Tochter Röschen und ich, wir saßen nichtsahnend am Tisch. Da klopfte es. Otto, einer meiner Kollegen, kam herein und brachte meine beiden, vor langem bestellten Opernkarten.

„Na, was machen wir nun?", brummte ich ärgerlich. Ich musste die Karten verfallen lassen. Als ich mit meinen Überlegungen hier angelangt war, merkte ich im Unterbewusstsein, dass unser sonst so lebhaftes Kind merkwürdig still saß. Ich sah sie an. Sie hatte große Augen bekommen und war ganz blass.

„Was ist, wird dir schlecht?" „Nein!" Röschen wurde rot.

Ich begriff endlich. So benimmt sie sich immer, wenn die Erfüllung ihres jeweils größten Wunsches in greifbare Nähe gerückt ist. Ich erriet alles. Das Kind ist nämlich musikalisch, spielt Klavier und hört seit Monaten im Radio nur noch Opernarien.

„Wollen wir beide heute Abend ...?", fragte ich. Das Kind wurde wieder rot, aber diesmal vor Freude. Ich dachte: Ob so ein Kind überhaupt etwas von einer Oper hat?'

„Sag mal, Röschen, darfst du denn eigentlich mit deinen dreizehn Jahren schon ...?"

„Bald vierzehn, Papa; nur im Kino sind manche Filme für mich verboten." Röschen hatte sich fein gemacht. Sie sah schon ein bisschen wie ein Backfisch aus. Als wir im Opernhaus ankamen, war sie ganz aufgeregt, zupfte hier an einem Bändchen, strich dort über eine Falte. „Du darfst nicht so nervös sein!", belehrte ich sie leise. Endlich saßen wir auf unseren Plätzen. Ich war stolz auf das, was ich erreicht hatte: Röschen saß bei der Ouvertüre völlig ruhig und gelöst da und gab sich der Musik hin. An welcher Stelle ich plötzlich zusammenzuckte, weiß ich nicht mehr. Ich erinnere mich nur noch, dass es mir plötzlich ganz heiß wurde. Ich hatte diese wenig bekannte Oper vor langer Zeit schon einmal gesehen. Es kamen darin die schrecklichsten Dinge vor: Mord, Selbstmord, verursacht durch Ehebruch? Sprach oder sang man nicht sogar etwas vom Recht der ersten Nacht? Ich machte mir die größten Vorwürfe. Am besten wäre es, so überlegte ich, nach dem ersten Akt, in dem es meistens noch nicht so wüst zugeht, unter irgendeinem Vorwand das Theater zu verlassen. Aber es war lächerlich an so etwas überhaupt zu denken. Röschen dankte mir so rührend in der ersten Pause, dass es mir das Herz gebrochen hätte, sie fortzuzerren. Als sich der Vorhang wieder öffnete, war ich vor Aufregung fast gelähmt. Dann begann ich, hin- und herzurutschen. Jetzt musste die Stelle kommen, die so furchtbar war.

„Papi", sagte es ganz leise neben mir, „ist dir nicht gut?" „Doch, doch", flüsterte ich und versuchte mich zu beruhigen. Aber meine erregten Gedanken gingen weiter: "Was wird meine Frau sagen? Was wird Röschen nach der Vorstellung alles wissen wollen?"

Ich schämte mich entsetzlich. Hatte ich nicht gerade dem Kind gepredigt, dass es ruhig und beherrscht sein sollte wie ein Erwachsener?

Völlig erschöpft stimmte ich schließlich in den rauschenden Schlussbeifall ein.

„War es nicht wunderbar?", fragte Röschen immer wieder. Ich nickte und schwieg.

Nach zwei Wochen Tagen kam meine Frau zurück.

„Du warst mit Röschen in der Oper? Sie muss sehr gut gewesen sein. Röschen ist ganz begeistert. Wie war denn der Inhalt?"

„Der Inhalt?", sagte ich und überlegte.

Das sieht dir ähnlich", sagte meine Frau dann, „was war an dem Abend bloß los? Röschen hat mich schon gefragt, ob du nicht gern in die Oper gehst. Du wärst im Theater so unaufmerksam und zerstreut gewesen."

„Mir war an dem Abend nicht gut", sagte ich. Und das war ja die Wahrheit. So weiß ich bis heute noch nicht, was in dieser Oper alles passiert. Ich wage es gar nicht, mich danach zu erkundigen.

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