382 B-1.2 · Patientenübergabe und -transport
Nachtdienst:
Vorbereitung Verlegungsbriefe, Röntgenscheine vorbereiten (Anmeldung für Patienten, die am Vormittag verlegt werden sollen, erfolgt bis 8.00 Uhr in der Regel durch die MDA), Qualitätssicherungsdaten in klinikinterne Zusatzprogramme von Verlegungspatienten; Scoredaten in COPRA erfassen
Dienstübergaben
Vorstellung der Patienten erfolgt um 15.00 Uhr durch den jeweils behandelnden Arzt, um 23.00 und 7.00 Uhr durch den Schichtdienst, mit Namen, Alter, Diagnosen, Kurzanamnese, durchgeführter Operation, Berichten nach Organsystemen.
Aufgaben des diensthabenden Arztes der Spätdienstgruppe
Betreuung von Problempatienten und die Arbeit des Schichtdienstes kontrollieren
Er trägt die Verantwortung für alle in seiner Dienstzeit eingetretenen Ereignisse und bestimmt den Umfang diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen. Er hat zu organisieren, dass der 2. Schichtdienst ihn über alle wesentlichen Ereignisse zeitnah informiert. Art und Umfang ist dabei vom Ausbildungsstand des 2. Schichtdienstes abhängig
Durchführung der 23-Uhr-Visite
Konsultation des diensthabenden OA bei besonderen Ereignissen
Begleitung von Operateuren und Konsiliarien und Vorstellung der Patienten
Verfassen von Epikrisen der während seiner Dienstzeit gestorbenen Patienten; Ausfüllen von Leichenschauschein und Autopsieantrag; Information der Angehörigen
Regeln im Umgang mit Patienten und Angehörigen
Umgangston: freundlich, höflich-bestimmt
Ruhe, Ruhezeiten: möglichst normalen Schlaf- Wach-Rhythmus fördern
Besuchszeitenregelung großzügig, in der Regel jederzeit außerhalb der Nachtruhe
Auskunft für Angehörige ausschließlich durch Ärzte. Bei Patienten mit kompliziertem und/oder langem Krankheitsverlauf auf der ITS sollten möglichst wenige Kollegen (OÄ, Stationsarzt,
1. Schichtdienste) Auskunft geben; Inhalt der
Information sowie auffällige Beobachtungen festhalten (in COPRA)
Fixation von Patienten nur nach ärztlicher Anweisung
Bettgitter sind bei allen frischoperierten, desorientierten und vigilanzgeminderten Patienten anzubringen
B-1.2 Patientenübergabe und -transport
D. Krausch
Die Patienten werden (ausnahmsweise) entweder in der Schleuse des Operationstraktes durch Arzt und Schwester der Intensivstation übernommen oder von Anästhesist und Operateur auf die Intensivstation gebracht.
Fragen an den Operateur
Art des Eingriffs (geplante Maßnahmen erweitert, abgebrochen?)
Besonderheiten, Schwierigkeiten, Komplikationen bei der Operation
Geschätzter Blutverlust
Antibiotika: Art und Dauer der gewünschten Prophylaxe oder Therapie
Drainagen: Lokalisationen
Nierentransplantation: Urinkatheter zuordnen! Drainagen aktiv?
Gewünschte Antikoagulation, Thromboseprophylaxe
Spezielle Wünsche, z. B. spezielle Lagerungsmaßnahmen etc.
Fragen an den Anästhesisten
Präoperativer klinischer AZ
Vorerkrankungen
Langzeitund Prämedikation
Besonderheiten, Schwierigkeiten, Komplikationen bei der Einleitung (Periduralkatheter!), bei der Operation, während der Ausleitung oder des Transports
Blutund Volumenumsatz; intraoperative Diurese
Operationsverlauf aus anästhesiologischer Sicht
ZVK-Kontrolle, sonstiges anästhesiologisches Equipment (Arterie, Periduralkatheter)
Kontrolle der Vitalfunktionen (Vigilanz, Atmung, Kreislauf, Blutung?) vor dem Transport
Instabile Patienten werden erst nach Stabilisierung im OP transportiert.