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V. Beantworten Sie die Fragen.

  1. Wie entsteht ein Nachfrage bedingter Preisanstieg?

  2. Nennen Sie angebotsseitige Ursachen für Preisanstiege.

  3. Was unternehmen die Notenbanken für die Inflationssteuerung aus kurzfristiger Perspektive?

  4. Warum wird ein inflationärer Prozess auf die Dauer nicht ohne eine übermäßige Geldvermehrung ablaufen?

  5. Warum hat die Bundesbank die Geldmengeentwicklung in den Mittelpunkt ihrer Geldpolitik gestellt?

  6. Worauf stützt sich das Eurosystem bei seinem geldpolitischen Vorgehen?

  7. Wie verstehen Sie die wirtschaftliche Analyse?

  8. Worin findet die monetäre Analyse den sichtbarsten Ausdruck?

Aufgaben zum Thema „Geldpolitische Strategie des Eurosystems“.

I. Definieren Sie folgende Begriffe

- Inflation Targeting

- Geldmengesteuerung

- Referenzwert für den Geldmengenanstieg.

II. Diskutieren Sie über die geldpolitische Strategie der Nationalbank der Republik Belarus.

Thema: Kommunikation

Monetäre und finanzielle Statistiken

Grammatik: Deklination der Adjektive

Rektion der Verben

Wortbildung

Satzgefüge

KOMMUNIKATION

Es gehört zu den wesentlichen Aufgaben einer Zentralbank, eine effiziente externe Kommunikation zu betreiben. Die Kommunikation trägt zur Effektivität und Glaubwürdigkeit der Geldpolitik bei. Die EZB muss offen und transparent sein, um die Geldpolitik und die anderen Aktivitäten einer Zentralbank für die Öffentlichkeit besser verständlich zu machen. Die externe Kommunikation des Eurosystems, die in enger Zusammenarbeit zwischen der EZB und den NZBen gestaltet wird, ist von diesem Leitprinzip geprägt.

Die EZB und die NZBen verwenden verschiedene Instrumente, um zu gewährleisten, dass die Kommunikation effektiv ist. Die wichtigsten Instrumente sind:

  • regelmäßige Pressekonferenzen nach der ersten Sitzung des EZB-Rats in jedem Monat

  • Veröffentlichung eines Monatsberichts mit einer detaillierten Beschreibung der wirtschaftlichen Entwicklungen im Euro-Währungsgebiet und Aufsätzen zu Themen, die für die Aktivitäten der EZB relevant sind

  • öffentliche Anhörungen des Präsidenten der EZB und anderer Mitglieder des Direktoriums der EZB im Europäischen Parlament

  • Reden und Interviews von Mitgliedern der Beschlussorgane der EZB

  • Pressemitteilungen zur Erläuterung der Entscheidungen und Standpunkte des EZB-Rats

  • Websites der EZB und der NZBen mit Zugang zum gesamten veröffentlichten Material, u. a. eine sehr umfangreiche Sammlung statistischer Daten

  • Working Papers

  • Occasional Papers

MONETÄRE UND FINANZIELLE STATISTIKEN

In enger Zusammenarbeit mit den nationalen Zentralbanken erstellt und veröffentlicht die EZB monetäre und finanzielle Statistiken, die für die Geldpolitik des Euroraums und die Entscheidungsfindung der EZB herangezogen werden.

Die NZBen (und in manchen Fällen auch andere nationale Behörden) erheben Daten bei Finanzinstituten und anderen Quellen ihrer jeweiligen Länder und erstellen daraus nationale Aggregate, die sie der EZB übermitteln. Die EZB wiederum erstellt die Aggregate für das Euro-Währungsgebiet.

Die Rechtsgrundlage für die Entwicklung, Erhebung, Zusammenstellung und Verbreitung von statistischen Daten durch die EZB findet sich in der Satzung des Europäischen Systems der Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank im Anhang zum EG-Vertrag. Während die EZB einerseits für die Erfüllung ihrer statistischen Anforderungen sorgt, bemüht sie sich andererseits auch, die Belastung der Finanzinstitute und anderer Berichtspflichtiger durch statistische Meldungen zu reduzieren.

Für Statistiken auf europäischer Ebene sind die EZB und die Europäische Kommission (Eurostat, Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaften) gemeinsam zuständig. Die EZB ist auf Ebene des Euro-Währungsgebiets vorrangig oder gemeinsam mit der Europäischen Kommission zuständig für die Statistiken in den Bereichen Geldpolitik, Finanzinstitute und Finanzmarkt, die außenwirtschaftlichen Statistiken (einschließlich der Zahlungsbilanzstatistiken), die Finanzierungsrechnung sowie die Erstellung der vierteljährlichen nichtfinanziellen Sektorkonten (private Haushalte, Unternehmen und öffentliche Haushalte). Für die statistische Infrastruktur auf europäischer Ebene (einschließlich saisonaler Bereinigungen, des Entwurfs eines Qualitätsrahmens sowie Datenübermittlungsstandards) zeichnen ebenfalls beide Institutionen gemeinsam verantwortlich. Soweit dies möglich ist, entsprechen die ESZB-Statistiken internationalen Standards.

DAS TARGET-SYSTEM (Transeuropäisches Automatisiertes Echtzeit-Brutto-Express-Überweisungssystem) II ist das Echtzeit-Brutto-Überweisungssystem (RTGS-System) für den Euro, das vom Eurosystem II zur Verfügung gestellt wird. Über TARGET werden Zentralbankoperationen, Euro-Überweisungen aus Großbetragszahlungssystemen sowie andere Euro-Zahlungen verrechnet. TARGET ermöglicht die Bearbeitung in Echtzeit und die Abwicklung in Zentralbankgeld mit sofortiger Endgültigkeit. Es besteht aus nationalen RTGS-Systemen und dem Zahlungs­verkehrsmechanismus der EZB, die miteinander verknüpft sind.TARGET ist das RTGS-System für den Euro und ist seit dem Beginn der WWU im Januar 1999 in Betrieb. Der tägliche Umsatz beläuft sich auf etwa I 700 Mrd €.

Das System wurde entwickelt, um:

  • einen sicheren und zuverlässigen Mechanismus für die Abwicklung von Euro-Zahlungen auf RTGS-Basis zu schaffen,

  • die Effizienz des grenzüberschreitenden Euro-Zahlungsverkehrs zu steigern und insbesondere

  • die Geldpolitik der EZB zu unterstützen sowie die Integration des Euro-Geldmarkts zu fördern.

Alle Transaktionen in Euro zwischen und in den Ländern des Euro-Währungsgebiets sowie mehreren anderen EU-Mitgliedstaaten können über TARGET abgewickelt werden. Es kann für Interbank-Zahlungen und Kundenzahlungen genutzt werden. Für TARGET-Zahlungen gibt es keine Ober- oder Untergrenze. Für die EU-Mitgliedstaaten, die den Euro noch nicht eingeführt haben, besteht die Möglichkeit - jedoch nicht die Verpflichtung -, sich TARGET anzuschließen. Unter bestimmten Bedingungen steht das System auch den Kreditinstituten der EU-Mitgliedstaaten, die den Euro noch nicht eingeführt haben, zurVerfügung.

Das Eurosystem arbeitet derzeit an der Entwicklung von TARGET2, der nächsten Generation von TARGET. Das neue System dürfte im Jahr 2007 in Betrieb gehen und wird aufgrund einer harmonisierten und zentralisierten technischen Infrastruktur noch sicherer und effizienter sein. MitTARGET2 werden allen teilnehmenden Banken im Hinblick auf das Leistungsspektrum, die Funktionalität und die Schnittstellen die gleiche hohe Qualität sowie eine einheitliche Preisstruktur angeboten.