- •Сумський державний педагогічний університет імені а.С.Макаренка
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- •SchippanTh. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. - Leipzig: Bibliographisches Institut, 1984
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- •Iskos a., Lenkowa a. Deutsche Lexikologie. - Ленинград: Издательство «Просвещение», 1970
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Fragen für selbständige Arbeit
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Lektion№ 2. Thema
Das Wort im Sprachsystem. Wortbedeutung
Plan
1. Das Wort als Grundeinheit der Sprache. Seine Funktionen;
2. Das Wort als sprachliches Zeichen.
3. Natur der Wortbedeutung. Ihre Definition;
4. Struktur der Wortbedeutung;
5. Typen der Wortbedeutung;
6. Polysemie und Homonymie als Erscheinungsformen der Asymetrie des sprachlichen Zeichens.
Lernziel: Vermittlung des Problems der Definition der Begriffe „das Wort“ und „Wortbedeutung“. Erklärung der Klassifizierung der Bedeutung nach verschiedenen Kriterien. Abgrenzung der Mehrdeutigkeit von der Homonymie.
Literatur
Ахманова О.С. Словарь лингвистических терминов. – М.: Советская энциклопедия, 1966
Розен Е.В. Новые слова и словосочетания в немецком языке на пороге 21 века. – М.: Издательство «Менеджер», 2000
Харитончик З.А. Лексикология современного английского языка. - Минск: Высшая школа, 1992
SchippanTh. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. - Leipzig: Bibliographisches Institut, 1984
Stepanowa m.D. Černyšewa I.I. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. - Moskau: VysšajaŠkola, 1986
Vorlesung
1. Das Wort ist also die grundlegende Einheit der Sprache. Das Wort spielt eine zentrale Rolle in der Sprache aus folgenden Gründen: das Wort ist in Bezug auf seine Funktionen in der Sprache universell und unikal. In der Lexikologie gibt es keine allgemeine, allgemeinübliche, allgemeinanerkannte Definition des Wortes. Alle wichtigsten Definitionen des Wortes könnte man zu 5 Typen /Hauptgruppen zusammenbringen:
1) Das Wort ist das äußerste Minimum des Satzes /предельныйминимумпредложения/
2) Das Wort ist die kleinste bedeutungstragende Einheit der Rede /минимальнаязначимаяед-царечи/ (Реформатский, Ельмслев, Шмидт)
3) Das Wort ist die sprachliche Einheit, die phonetischen, grammatischen und semantischen Merkmale in sich vereinigt./ед-цаязыкa, совмещающаявсебефонетические, грамматическиеисемантическиепризнаки/ (Вноградов, Бюлеридр.)
4) Das Wort ist die Bezeichnung des Wirklichkeitselementes /обозначениеэлементадействительности/ (Виноградов, Дорасиевский, Галкина-Федорчук)
5) Das Wort ist die selbständige Einheit der Rede /самост.элементречи/ (Фортунов, Meue, Виноградов).
Alle Defitionen stimmen, doch keine von ihnen beschreibt die Gesamtheit der Merkmale des Wortes als der Haupteinheit der Sprache. Der 1. und der 2. Definitionen widersprechen solche Wörter wie Präpositionen, Konjunktionen, Artikel, Partikel, die in der Funktion des Satzes nicht auftreten können. Die 3. Definition unterscheidet das Wort von dem Morphem nicht (das Morphem hat auch seine Bedeutung).
Die 4. Definition unterscheidet das Wort von der Wortgruppe/verbindung und von dem Satz nicht, die dieselben Merkmale haben. Die 5. Definition hat einen zu allgemeinen Charakter und bestimmen das sprachliche Wesen des Wortes nicht.
Als die richtigste könnte wohl die folgende Definition des Wortes gelten: Das Wort ist die kleinste selbständige bedeutungstragende Einheit der Sprache.
Diese Definition setzt im Wort die Einheit aller drei Seiten voraus: der phonetischen, der grammatischen und der semantischen.
Man unterscheidet 2 Arten der Wörter:
1 die Wörter, die etwas bezeichnen und verallgemeinern;
2 die Wörter, die nur bestimmte Beziehungen zwischen den sprachlichen Einheiten darstellen und damit den Satz gestalten.
Th. Schippan unterscheidet in diesem Zusammenhang
autosemantische Wörter |
synsemantische Wörter |
sind meistens Vollwörter d.h., relativ selbständige Bedeutungsträger (Substantive, Verben, Adjektive, Adverbien als auch einige Prдpositionen. |
Sie sind Hilfs-und Funktionswörter und haben keine lexikalisch-semantische Selbständigkeit, tragen vorwiegend relationelle Bedeutung Konjunktionen: während, entgegen, damit) und dienen ausschließlich der Gestaltung der Rede bzw. des Textes. Sie erfüllen damit nur verflechtende o. hinweisende Funktion (Hilfsverben, Artikel, Konjunktion, Präpositionen usw.) |
Das Wort ist zugleich eine Enheit der Sprache und eine Einheit der Rede. Als Einheit der Sprache ist das Wort:
a) lautlich-inhaltlich strukturiert, d.h. besteht aus einem o. mehreren Repräsentanten (lautlich aus Phonemen, inhaltlich – aus Semen);
b) organisiert im sprachlichen System:
- stets als Vertreter einer bestimmten Wortklasse mit einer kategorialen Grundbedeutung (Substantive - Gegenständlichkeit, Verben - Prozessualität, Adjektive - Eigenschaft)
-meist als Bestandteil eines lexikalisch-semantischen Paradigmas (synonymische Beziechungen z.B.: groß, korpulent, dick; antonymischeBezeihungen: groß – klein; partitive Bezeihungen: Baum, Wurzel, Blat).
Als eine Einheit der Rede (des Textes) ist das Wort:
a) artikuliert (in der mündlichen Rede) u. notiert (in der schriftlichen Rede);
b) isoliert als Minimaläußerung der Rede;
c) kombiniert in einem Syntagma o. einem Satz;
d) aktualisiert (realisiert) eine von den mehreren Bedeutungen.
2. Das Wort als sprachliches Zeichen
Die Sprache ist wie bekannt das Erkenntnis- und Kommunikationstrument. Ihre Funktionen erfüllt sie aber durch Wortzeichen. Die Natur des Wortzeichens ist eine komplizierte Frage und bis heute streitet man darüber und man ist nicht einig. Am meistens verbreitet ist die bilaterale Auffassung des Wortzeichens.
Das Wort ist ein bilaterales Zeichen, die Einheit der Form (der Lautfolge) und der Bedeutung. Die beliebige Lautfolge wird nur dann zum Formotiv, wenn diesem Lautbild eine Bedeutung entspricht. Das sprachliche Zeichen erfüllt folgende Funktionen: nominative, signifikative, kommunikative, kognitive, expressive, pragmatische.
Die Struktur des Wortzeichens. Man unterscheidet 3 Komponenten:
-Denotat
-Designat
-Konnotat
Unter dem Denotat versteht man ein ganzes, untrennbares, unzergliedertes Abbild – Gestalt, was in unserem Bewusstsein als typischer Vertreter des Referenten auftritt. Designat vertritt in unserem Bewusstsein den Referenten nicht als ganzes Abbild, sondern durch das Hinweisen auf sein Hauptmerkmal oder auf die Gesamtheit dieser Merkmale. Dieser Unterschied kommt deutlich im folgenden Beispiel zum Ausdruck, in dem wir in Bezug auf einen und denselben Referent zwei synonymische Wortzeichen gebrauchen:
Herr Th. Mann (denotative Komponente ist überwiegend)
Der Autor von „Dem Zauberberg“ (signifikative Komponente)
Am meisten beweglich ist von allen drei Komponenten der Konnotat . In dieser Komponente sind zusätzliche Bedeutungen, emotionell-ästhetische Schattierungen konzentriert.
3. Die Wortbedeutung bzw. die lexikalische Bedeutung bildet in der dialektischen Einheit mit dem Wortkörper (dem Formativ) das sprachliche Zeichen. Die Wortbedeutung ist also nur eine Seite des Wortes als bilateralen Zeichens.
Nach der Definition von M.D. Stepanova und I.I. Černyscheva ist die Wortbedeutung (Bewusstseinsinhalt) ein gesellschaftlich determiniertes, inter-individuelles Abbild der Merkmalstruktur einer Erscheinung der objektiven Realität.
4. Struktur der Wortbedeutung
Die Wortbedeutung ist strukturiert und ist komplexer Natur. Das heißt:
1) Sie enthält drei Komponenten: die denotative, signifikative und konnotative Komponente. Diese Komponenten resultieren aus den Funktionen des Wort- zeichens. Die denotative Komponente ist sprachlich realisierte Funktion des Zeichens, eine bestimmte Erscheinung der objektiven Realitat (einen Gegenstand -Denotat) zu repräsentieren. Dieser Aspekt der Bedeutung wird als denotative Bedeutung bezeichnet.
Die signifikative Komponente resultiert aus der Funktion des Wortzeichens zum Verallgemeinern, zum Abstrahieren und als Benennung für die ganze Klasse von Gegenstanden zu dienen. Dieser Aspekt der Wortbedeutung wird als signifikative Bedeutung bezeichnet.
Unterschied zwischen der denotativen und der signifikativen Bedeutung besteht darin, dass die denotative Bedeutung eines Namens verschieden sein kann:
- beim Hörenden und beim Sprechenden in verschiedenen Texten,
- ist nach ihrer Natur unstabil,
- ist immer die Kathegorie der Rede.
Die konnotative Komponente resultiert aus wertenden semantischen Merkmalen der signifikativen Bedeutung der Wörter. In den Wertungen drücken sich die Beziehungen des Menschen zu den Gegenständen und Erscheinungen der objektiven Realitat aus. Konnotationen sind über die denotative Bedeutung hinausgehende Informationen, die mit einem Formativ verbunden sind. SiesignalisiernusuellekommunikativeRahmenbedingungenderWortverwendung.
BeiAchmanovaheißtes: „Дополнительное содержание слова (или выражения), его сопутствующие семантические или стилистические оттенки, которые накладываются на его основное значение, служат выражению разного рода экспрессивно-эмоционально-оценочных обертонов и могут придавать высказыванию торжественность, игривость, непринужденность, фамильярность […]“
2) Die Bedeutung ist strukturiert, d.h. sie besteht aus einer Konfiguration von Bedeutungselementen, die in der linguistischen Forschung mit folgenden terminologischen Bezeichnungen belegt sind: Seme, semantische Merkmale, Bedeutungselemente, semantische Komponenten.
Das Sem ist das kleinste Bedeutungselement als Bestandtteil der lexikalischen Bedeutung. Die lexikalische Bedeutung bezeichnet man als Semem. Seme bilden eine geordnete Hierarchie innerhalb des Semems.
5. Wortbedeutungen können auf Grund verschiedener Kriterien klassifiziert werden. Dementsprechend gibt es verschiedene Typen der Wortbedeutung.
1) Nach Bezeichnungs- und Inhaltsfunktion der Bedeutung unterscheidet man: denotative und signifikative Bedeutung. Das Objekt als Gegenstand der realen Wirklichkeit und als Erkenntnisobjekt wurde von Logikern und später von Linguisten unterschieden.
Die Inhaltsfunktion der Bedeutungen von Morgenstern und Abendstern ist durchaus verschieden, in den Merkmalsangaben von „Morgen" und „Abend" sogar völlig entgegengesetzt, beide bezeichnen jedoch ein identisches Denotat, den Planeten Venus.
2) Nach dem Aspekt der Nominationstechnik sind zu unterscheiden: direkte Bedeutung und übertragene Bedeutung.
Direkte Wortbedeutung entsteht bei derprimären Nomination bestimmter Erscheinungen und Gegenstände der objektiven Realität: z.B. schwarz – direkte Bedeutung ist Farbbezeichnung, die dunkelste Farbe, die kein Licht reflektiert.
Übertragene Bedeutung entsteht bei der sekundären Nomination. Das konkrete Sinnlichwahrnehmende der direkten Bedeutung führt zur Entstehung einer anderen Bedeutung. Z.B. auf Grund der Farbbezeichnung schwarz besteht Bezeichnung der abstrakten Begriffe: schwarze Gedanken, etwas schwarz kaufen;
3) Die semantische Ableitbarkeit, das heißt die Ableitung der übertragenen Bedeutung von der direkten bildet die wichtige Quelle der Mehrdeutigkeit. Z.B. blau (Hauptbedeutung ist Farbbezeichnung): ein blaues Kleid; abgeleitete Bedeutung – Blutunterlaufen: blaues Flecken; übertragene Bedeutung – in den phraseologischen Wendungen: blau sein (ganz betrunken sein);
4) Unter dem Aspekt der Zugehörigleit des Wortes zum System oder zur Rede unterscheidet man potenzielle und aktuelle Bedeutungen. Die Bedeutungsmöglichkeiten, die im System gegeben sind, können auf der Ebene der Rede realisiert (aktuelisiert) werden;
5) Die konkreten Verbindungsmöglichkeiten sind nur durch die Gegebenheit der objektiven Realität begrenzt. Z.B. das Verb fallen kann sich mit mehreren Substantiven verbinden, sowohl mit konkreten als auch mit abstrakten Begriffen: das Buch fällt, das Kind fällt, auf den Gadanken fallen.
6. Unter Polysemie oder Mehrdeutigkeit versteht man die Fähigkeit des Wortes mehrere mit einander verbundene Bedeutungen zu besitzen und dem entsprechend verschiedene Gegenstände zu bezeichnen.
Die Polysemie muss man von der Homonymie unterscheiden. Homonyme sind Wörter mit gleichem Lautköper und verschiedenen Bedeutungen, zwischen denen kein Zusammenhang besteht. Es gibt zwei Hauptwege der Bildung von Homonymen:
1) der Zerfall der Polysemie;
2) die zufällige Übereinstimmung des Lautkomplexes verschiedener Wörter oder ihrer Formen
Der Zerfall der Polysemie führte zur Entstehung einer großen Anzahl von Homonymen. Z.B.: das Schild – die Schilder (вывеска) der Schild – die Schilde (щит).
Homonyme können infolge phonetischer Prozesse entstehen, wenn die Wörter verschiedenen Ursprungs infolge des Lautwandels zufällig gleichlauten:
der Ball 〈 ahd. balla – verwand mit latainischem Wort follis( мяч). der Ball – vom franz. ball (бал).
Zum Auseinanderhalten der Homonyme dienen folgende Mittel:
a) die Gabelung der Pluralbildung:
das Band – die Bänder (ленты)
das Band – die Bände (узы: die Bände der Freundschaft)
b) die Gabelung des grammatischen Geschlechts:
der See – die Seen (озеро)
die See – die Seen (море)
c) die Gabelung des grammatischen Geschlechts und der Plurabildung
das Schild – die Schilder (вывеска)
der Schild – die Schilde (щит)
d) die Wortbildung ist auch ein Mittel zur Differentierung der Homonyme. Eines der homonymen Wörter wird durch ein Bistimmungswort näher gekennzeichnet.
der Mund (рот)
der Mund (защита)
Die Homonymie führt oft zum Wortschwund. Eines der homonymen Wörter wird durch Synonyme ersetzt. Aus dem modernen Wortgebrauch sind deshalb folgende Wörter verschwunden:
die Acht – in der Bedeutung „Achtung“ (etwas außer Acht lassen)
Die Arten von Homonyme:
1) Homophone – sind Wörter, die gleiche lautliche Formen haben, aber verschiedene Bedeutengen:
die Sträuße (букет)
der Strauß – die Strauße (птицастраус)
das Lied – die Lieder (песня)
2) Homographen – sind Wörter, die gleich geschrieben werden, aber verschiedene Bedeutengen haben: lesen (читать, перебирать), der Preis (цена, приз), die Mutter (мать, гайка).
3) Homoformen – sind Wörter, bei denen die Wortformen zufällig übereinstimmen.
Ich führe dise Arbeit (1.Per, Sng, Prдs, Ind.)
Die Mutter sagte, er führe morgen nach Moskau (3.P., Sng. Prдt. Kon-v).
