- •Сумський державний педагогічний університет імені а.С.Макаренка
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- •SchippanTh. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. - Leipzig: Bibliographisches Institut, 1984
- •Stepanowa m.D. Černyšewa I.I. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. - Moskau: VysšajaŠkola, 1986
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- •SchippanTh. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. - Leipzig: Bibliographisches Institut, 1984
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- •Iskos a., Lenkowa a. Deutsche Lexikologie. - Ленинград: Издательство «Просвещение», 1970
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Fragen zum Selbstbearbeiten
Definieren Sie den Terminus „Bedeutungswandel“.
Nennen Sie die Ursachen des Bedeutugswandels.
Welche parallele Bezeichnung für den Terminus „Bedeutungswandel“ ist Ihnen bekannt?
Zählen Sie die Arten des Bedeutungswandels auf.
Wodurch unterscheiden sich die logische und die psychologische Klassifikationen des Bedeutungswandels?
Was wird unter mataphorischer Übertragung verstanden?
Welche Arten von Metaphern kennen Sie?
Worin besteht die metonymische Übertragung?
Nennen Sie die Arten der metonymischen Namensübertragung.
Was versteht man unter Bedeutungserweiterung und –verengung?
Definieren Sie die Wertsteigerung und Wertminderung der Bedeutung.
Was wird unter dem Euphemismus verstanden?
Definieren Sie Hyperbel.
Was wird in der Linguistik als Litotes betrachtet?
Lektion№ 6. Thema
Entlehnungen
Plan:
1) Allgemeines zur Art und Form lexikalischer Entlehnungen;
2) Die Einwirkung der puristischen Tätigkeit auf den Wortbestand der deutschen Sprache;
3) Elemente der Systemhaftigkeit in den Wechselbeziehungen zwischen Stammwörtern und Entlehnungen.
Lernziel: Vermittlung der Wortschatzerweiterung durch Entlehnungen.
Literatur
SchippanTh. Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. - Leipzig: Bibliographisches Institut, 1984
21. Розен Е.В. Лексика немецкого языка сегодня. – М.: Высшая школа, 1976.
Розен Е.В. Новые слова и словосочетания в немецком языке на пороге 21 века. – М.: Издательство «Менеджер», 2000
Словарь словообразовательных элементов немецкого языка / А.Н.Зуев, И.Д.Молчанова, Р.З.Мурясов и др.; Под ред. М.Д.Степановой. – 2-е изд., стереотипное. – М.: Русский язык, 2000.
Степанова М.Д., Фляйшер В. Теоретические основы словообразования в немецком языке. – М.: Высшая школа, 1984.
1. Unter dem Terminus Entlehnung versteht man in der einschlägigen Literatur sowohl den Entlehnungsvorgang, d.h. die Übernahme fremden Sprachgutes, als auch das Resultat dieses Prozesses – das entlehnte fremde Sprachgut selbst.
Nach der Art der Entlehnung unterscheidet man:
a) Sach- und Wortentlehnung; dabei werden fremde Wortkörper übernommen, deren Sachverhalte in der betreffenden Sprache neu oder unbekannt sind. So sind z.B. im Deutschen genetisch lateinische Wörter, die von den alten germanischen Stämmen bei ihrer ersten Berührung mit den Römern übernommen wurden: Mauer (mūrus), Ziegel (tegula), Fenster (fenstera), Keller (cellarium) und v.a.m.
b) Wortentlehnungen; dabei werden fremde Wortkörper übernommen, deren Sachverhalte in der entlehnenden Sprache bereits durch eigene Wörter ausgedrückt sind. Es handelt sich hier um die Übernahme von Dubletten: Charme, Scharm (aus dem Franz., 18. Jh.)
Nach Entlehnungsform sind zu unterscheiden:
- Fremdwortübernahme; dabei werden fremde Wortkörper in die entlehnende Sprache übernommen. Das Ergebnis sind Fremdwörter vom Typ: Datsche – „Landhaus“.
- Lehnprägung oder Lehnbildung besteht in der Nachbildung des fremden Inhalts mit heimischen Mitteln. Man unterscheidet hier folgende Unterarten:
a) Lehnübersetzung – Nachbildung der morphematischen Struktur von Fremdwörtern oder fremden Wortgruppen: Wandzeitung (russ. стенгазета),Held der Arbeit (russ. Геройтруда).
b) Lehnübertragung ist eine freie Wiedergabe der Morphemstruktur der entlehnten Wörter: patria – Vaterland, отличник – Bestarbeiter.
c) Lehnbedeutung setzt voraus, daß für ein heimisches Wort die Bedeutung eines Fremdwortes übernommen wird: Pionier – die Bedeutung „Mitglied einer Pionierorganisation“.
2. Soziale und liguistische Ursachen der Entlehnung
2.1 Entscheidend für das Schicksal der übernommen Lexik ist immer ein Zusammenwirken konkreter historischer Umstände. Zur Zeit hatten die Römer gerade den Höhepunkt in der Epoche der Sklaverei erreicht: Frucht (fructus), Kohl (caulis), Kirsche (ceresia).
Ein bedeutender Schub lateinischer Entlehnungen erfolgte infolge der in den Klöstern gepflegten Bildung: Kirche (griech. Kyriakуn), Engel (griech. engelos), Teufel (griech. diabolos), Altar (lat. altare), schreiben (lat. schribere).
Die dritte starke Schicht lateinischer Entlehnungen ins Deutsche erfolgte im Zeitalter des Humanismus (14. – 16. Jh.). Die Orientierung an Universitäte und der Schule: Aula, Auditorium, studieren, Professor, Examen, Fakultät, Rektor.
Zahlreiche Termini werden aus dem Lateinischen, Griechischen oder durch eine Kombination der beiden gebildet: Kosmodrom, Kosmographie, Television.
Soziale Faktoren waren in der geschichtlichen Entwicklung Deutschlands bestimmend für starke Entlehnungen aus dem Französischen. Hier wären 3 Perioden zu nennen:
(12. – 14. Jh.) mit dem Einfluß des französischen Rittertums. Kultur, Lebenshaltung, höfisches Leben nur eines Standes – des Rittertums – repräsentierten Sach- und Wortentlehnungen.:Tanz, Manier, fein, klar, prüfen, Platz, Preis, Abenteuer, Palast, Turm, Pavillon, Turnier, Panzer, Kristall, Rubin, Smaragd, Samt
(16. – 17. Jh.) mit dem Einfluß des französischen Adel und das Patrizität: Architektur und Möbel, Bau- und Gartenkunst, Essen und Trinken: Galerie, Loge, Fassade, Balkon, Nische, Möbel, Sofa, Büffet, Kostьm, Perücke, Torte, Omlette, Sauce, marinieren, Ballet, Ball, Maskarade, Dame.
Zeit der bürgerlichen Revolution: Revolution, liberal, Terrorismus, Jacobiner, Bürokratie, Demokrat, Fortschritt, Organisation, Fraktion, öffentliche Meinung.
Entlehnungen aus dem Italienischen waren nicht so zahlreich wie aus dem Französischen. Sie umfassen 2 historische Abschnitte:
1. vom 14. bis 16. Jh. – Entlehnungen, die mit den engen Handelsbeziehungen Süddeutschlands mit Oberitalien verbunden waren: Bank, Konto, Kredit, Risiko.
2. das 17. Und das 18. Jh. brachten fast ausschlieslich Fachwörter der Musik: Oper, Konzert, Mandoline, Arie, Solo, Bariton, Duett, Operette, Sopran.
Entlehnungen aus dem Englischen traten gegen Ende des 18. und im 19. Jh. auf. Aus dem Bereich der Technick wurden entlehnt: Ventilator, Koks, Patent, patentieren;. Lehnübersetzungen: Pferdekraft, Pferdestärke (hose power);
aus Finanz- und Handlungsbeziehungen: Scheck, Banknote, Budget, Export;
aus der Politik: Koalition, Kolonisation, Kongress, Opposition, Meeting;
aus Haushalt und anderen Lebensbereichen: Beefsteak, Brandy, Pony, Bulldogge, boxen, Boxer, Farmer, Klub u. a.
Englische Entlehnungen reißen bis ins 20. Jh. nicht mehr ab.
Seit dem Beginn des 20. Jhs.: Job, Hobby, Make-up, Teenager, Hitparadeu.a.
Entlehnungen aus slavischen Sprachen umfassen 3 Perioden.
11. bis 14. Jh. Entlehnungen aus dieser Periode sind Bezeichnungen von Handelsobjekten, Lebensmitteln: Quark, Gurke.
17. bis 19. Jh. Einfluß der russischen Literatur, teils auf der Übernahme bestimmter Gegenstände: Grippe (Heiserkeit – хрип), Steppe, Tornister, Droschke.
Die Entlehnungen der dritten Periode sind eng mit der Oktoberrevolution und mit dem Aufbau des Sozialismus in der DDR 1945 verbunden: Volkswirtschaftsplan, Wandzeitung, Kulturhaus, patenbetrieb, Brigade u.a.
2. Der Purismus des 17. und 18. Jhs. war Ausdruk des Kampfes um die Stärkung der deutschen Nationalsprache. Unter den Puristen des 17. Jhs. kennzeichnet die sprachreinigende Tätigkeit Harsdörffers, Zesens, Schottels. So stammen von Harsdörffer: Aufzug statt Akt (in Drama), beobachten statt observieren, Bleistift statt Crayon, Fernglas statt Teleskop.
Von Schottel stammen: Mundart, Sprachlehre, Wörterbuch, Wortforschung, Geschlechtswort, Lustspiel statt Komцdie, Trauerspiel statt Tragödie.
Von Zesen stammen: Augenblick statt Moment, Bücherei statt Bibliothek, Grundstein statt Fundament.
4. Probleme der Wechselbeziehungen zwischen Stammwörtern und Entlehnungen gehören zu den neuen Aspekten der Wortforschung. Das System der entlehnenden Sprache bestimmt ebenfalls eine auf verschiedenen Entwicklungsstufen des deutschen Wortbestandes belegte Regelmäßigkeiten:
1. Bei Einführung der Entlehnungen in ein neues lexikalisch-semantisches System wird die semantische Struktur der Fremdwörter nur teilweise entlehnt: z. B.: Komödie – Lustspiel.
2. In einem neuen lexikalisch-semantischen System zeigen Fremdwörter eine Tendenz zur Erweiterung ihrer semantischen Struktur.
3. Die Entwicklung der semantischen Selbstständigkeit einer Entlehnung ist entscheidend für ihre Einbürgerung in ein neues System. Die semantische Selbstständigkeit manifistiert die Tatsache, daß das betreffende Fremdwort im lexikalisch-semantischen System seinen Platz einnimmt. Es wird zu einem notwendigen Lexem: Job – Arbeit.
4. Alle anderen Abwandlungen und Prozesse, denen Entlehnungen beim Funktionieren in einem neuen lexikalisch-semantischen System unterliegen, sind sekundäre Folge der semantischen Selbständigkeit: formelle Assimilation, wortbildende Produktivität, Geläufigkeit, regelmäßiger Gebrauch.
5. Die Wortschatzbereicherung durch die Entlehnung besteht nicht nur in der quantitativen Erweiterung des Wortbestandes, bei der Wörter entlehnt werden, die neue Gegenstände und Erscheinungen bezeichnen. Die Bereicherung des Wortbestandes offenbart sich auch darin, daß das Lehngut Ausdrucks mцglichkeiten der entlehnenden Sprache durch begriffliche und funktional – stilistische Differenzierungen erweitert: Zeitung – Gasette (abwertende Bedeutung), Strauß – Bukett (gehoben).
