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Wahlsonntag

Wahlsystem Das deutsche Wahlsystem ist im Laufe der Jahre immer wieder kritisiert worden. Dieses Wahlsystem wurde in den letzten 60 Jahren nur wenig verändert.

Wahltag Wenn es den Parteien gelingt, Social Media strategisch klug einzusetzen und nicht nur als ein digitales Wahlplakat zu sehen, dann kann man mit Social Media sicherlich in Bevölkerungskreise vordringen, die ansonsten schwer erreichbar sind – und dann kann sicherlich auch ein Social-Media-Wahlkampf am Ende dazu beitragen, dass man Menschen mobilisiert, und dass man über so eine Mobilisierung am Ende auch den Wahltag als Sieger verlässt. Wahlurne Vor Öffnung der Wahllokale prüfen die Helfer, ob die Wahlurne, in die später die Stimmzettel kommen, tatsächlich leer ist.

Wahlzettel, der Entsprechend hat der Wahlzettel für die Deutschen zwei Teile für die Erst- und die Zweitstimme.Es kann passieren, dass ein Pfleger im Altenheim für seinen Schützling oder der Ehemann für seine Partnerin den Wahlzettel ausfüllt.

Zweitstimme, die –en Die „Zweitstimme“ ist die eigentlich wichtige Stimme. Mit der „Zweitstimme“ fällt nämlich die Entscheidung für eine bestimmte Partei.

Text 1.

Wie wählt Deutschland

http://dw.de/p/19Lut

Werden Angela Merkel oder Peer Steinbrück das Rennen machen? Obwohl die Bürger auch über einzelne Personen abstimmen können, geht es bei der Bundestagswahl in erster Linie um die Parteien.

„Wer nicht Mitglied in einer Partei ist, hat leider wenig Chancen in das Parlament einzuziehen und kann kaum einer von rund 600 Abgeordneten werden." So erklärte es kürzlich noch eine Führerin im Bundestag einer jungen Besucherin. Sie hatte gefragt, wie man denn da hinein käme, um das Leben für die Bürger politisch zu gestalten. Um als einzelne Person - ohne den Rückhalt einer Partei - in den Bundestag zu kommen, braucht es sehr viel Zustimmung. Im Grundgesetz heißt es zwar: "Die politischen Parteien wirken an der Willensbildung mit." Inzwischen aber geben viele Politikwissenschaftler zu, wirken Parteien nicht nur mit, sie bestimmen alleine, wer Politik machen kann. Und das hängt mit dem deutschen Wahlsystem, mit den Erst- und Zweitstimmen zusammen. Aber mal von vorne.

Wählen dürfen Frauen und Männer mit deutscher Staatsbürgerschaft, die mindestens 18 Jahre oder älter sind. Das sind aktuell 61,8 Millionen Deutsche, darunter rund drei Millionen Erstwähler. Diese Zahlen sammelte das Statistische Bundesamt, dessen Leiter gleichzeitig auch die Bundestagswahl organisiert.

Beim Bundeswahlleiter mussten sich auch alle Parteien vorstellen, die zur Wahl antreten. Solange sich die politischen Vereinigungen zur Verfassung, zur Demokratie und zum Prinzip des Rechtsstaates bekennen, dürfen sie nicht abgelehnt werden. Mögen einzelne ihrer Ziele manchem Betrachter auch noch so abstrus erscheinen. So können am 22. September 2013 insgesamt 34 Parteien gewählt werden. Derzeit sind 6 Parteien im Bundestag vertreten: CDU und CSU, SPD, FDP, Die Grünen und Die Linke.

Spielregeln gelten seit 60 Jahren als bewährt

heoretisch könnten neben großen auch viele kleine Splitterparteien in das Parlament einziehen. Weil in einer Demokratie aber Gesetze mit Mehrheiten verabschiedet werden müssen, hätten sich viele ganz kleine Parteien immer wieder neu zu Bündnissen zu organisieren. Die Gründer der Bundesrepublik Deutschland fürchteten allzu chaotische Zustände mit fatalen Entscheidungen, wie es sie in den 1920er Jahren schon einmal gab. Sie wollten über eine Wahl eine erkennbare Grundausrichtung des Parlaments der nächsten vier Jahre ersehen können und möglichst stabile Regierungen sichern. So wurde festgelegt, dass nur Parteien Vertreter ins Parlament schicken dürfen, wenn sie über fünf Prozent der Wählerstimmen erhalten. Es entstand die so genannte "Fünf-Prozent-Hürde".

Außerdem sollte es eine Mischung aus Mehrheits- und Verhältniswahl geben. Es sollte nicht nur um anonyme Parteien gehen, die ihre Kandidaten parteiintern aushandeln. Die Bürger sollten Politiker auch direkt wählen können. Die Idee: Personen aus der eigenen Umgebung haben oft schon gezeigt, wie sie sich als Politiker für die Bürger einsetzen. Das schafft Nähe zur Politik. In Deutschland gibt es dazu 299 Wahlkreise, in denen sich Parteivertreter direkt zur Wahl stellen. Entsprechend hat der Wahlzettel für die Deutschen zwei Teile für die Erst- und die Zweitstimme. Dieses Wahlsystem wurde in den letzten 60 Jahren nur wenig verändert.

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