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Vidpovidi_na_pitannya_do_ekzamenu.docx
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8. Das Partizip II: lexikalische Basis, grammatische Charakteristik und syntaktische Funktionen.

Das 2. Partizip wird gebildet, indem an den lexikalen Stamm des schwa­chen Verbs das Suffix -(e)t und an denjenigen des starken Verbs das Suffix -(e)n, sowie in den beiden Fällen das Präfix ge- ange­fügt werden: ge-stell-t, ermittel-t, ge-komm-en.

In der morphologischen Funktion wird das 2. Partizip mit der Bedeutung des „aktiven" Genus und mit der Bedeutung des Vollzugs oder des erreichten Zustandes verwendet: Er hat gearbeitet/ist gekommen/wird gearbeitet haben/wird gekommen sein.

Syntaktisch kann das 2.Partizip als Attribut und als Adverbiale verwen­det werden. In attributiver Verwendung hat das 2.Partizip der transitiven Verben die Bedeutung des „passiven" Ge­nus und die Bedeutung des Vollzugs einer Tätigkeit: die getane Arbeit, der veröffentliche Roman. Das 2. Partizip der imperfektiven transitiven Verben bezeichnet dagegen einen dauernden Vorgang: Ein von zwei Loko­motiven gezogener Zug fuhr in den Bahnhof ein oder einen dauernden Zustand: die geliebte Mutter.

Die Frage, ob das 2. Partizip der transitiven Verben als Prädikativ zum Subjekt gebraucht werden kann oder nicht, hängt davon ab, wie die Konstruktion „sein + Partizip des transitiven Verbs" interpretiertwird.

9. Das Problem der Abgrenzung des Adjektivs und des Adverbs.

Die Eigentümlichkeiten der deutschen Sprache bestehen im Problem der Abgrenzung des Adjektivs und des Adverbs. In der modernen deutschen Sprache gibt es keinen formellen Unterschied. In der deutschen Grammatik existiert eine starke Tendenz das Adjektiv und das Adverb zu vereinigen. Das macht man nicht nur in den theoretischen, sondern auch in den normativen Grammatiken. Diese Meinung vertreten: Glinz, Erben, Brinkmann, Schmidt, Grebe und andere. Als gesonderte Wortarten werden Adjektiv und Adverb von Admoni und Jung betrachtet.

Nach dem traditionellen Wortparadigma werden Wortarten Adjektiv und Adverb unterschieden. Adverbien stehen beim Verb, nicht jedoch beim Hilfsverb. Sie werden nicht flektiert, gelegentlich aber gesteigert. Vereinzelt werden Adjektive (im traditionellen Sinn) und Adverbien als Adjektive im weiteren Sinn zusammengefasst.

Schulmäßig heißt es ausdrücklich, dass Adjektive sich „auf Substantive oder Verben“ beziehen können und attributiv (der schöne Tag), prädikativ (der Tag ist schön) oder adverbial (er singt schön) verwendet werden könnten.

Adjektive werden im Deutschen in der Regel flektiert, wenn sie attributiv (der schöne Tag) verwendet werden, nicht jedoch bei prädikativem oder adverbialem Gebrauch.

10. Das Problem der genera verbi.

Die grammatische Kategorie der Genera Verbi erfasst sowohl die finiten als auch die infiniten Formen des Verbs.In vollem Umfang ist die Kategorie der Genera Verbi nur den transitiven Verben eigen.

Die Kategorie der Genera Verbi dient zur Variierung der Satzgestaltung. Sie ermöglicht die Darstellung eines und desselben Sachverhaltens aus verschiedener Sicht.Paul pflückte Äpfel. / Äpfel wurden von Paul gepflückt.

Der im Aktivsatz mitgeteilte Sachverhalt wird als täterbezogen, während er bei der Dar­stellung im Passivsatz wird als täterabgewandt angesehen.In einer etwas anders formulierten Begründung wird der Unter­schied zwischen aktivem und passivem Satz als unterschiedliches Verhältnis des grammatischen Subjekts zum Geschehen aufgefaßt. Im aktiven Satz ist das grammatische Subjekt als Agens, im passiven Satz als Patiens interpretierbar. Als gramma­tisches Subjekt gilt dabei traditionsgemäß ein Wort im Nominativ.

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