- •8 Die Wortbildung als der wichtigste Weg und das produktivste Verfahren der Wortschatzerweiterung.
- •9.Wortschatzerweiterung durch Übernahme fremden Wortgutes aus anderen Sprachsystemen.
- •10.Der deutsche Wortbestand und seine Differenzierung aus soziolinguistischer und funktionaler Sicht.
- •13. Syntagmatische Beziehungen in der Lexik
- •15.Vorgeschichte der deutche sprache
- •16.Das Werden der deutschen Sprache. Die Herausbildung der deutschen Nationalität. Das Wort „deutsch“.
- •17. Althochdeutsch. Die ahd. Territorialdialekte. Die Sprachdenkmäler des Althochdeutschen. Die Existenzform der Sprache in der ahd. Zeit.
- •19.Sprachliche Einigungstendenzen in der fnhd Zeit.
- •20.Stilistische Charakteristik des deutschen Wortschatzes. Stilistisch undifferenzierte und stilistisch differenzierte Lexik
- •22.Stilistische charakteristik und stilwerte fester verbindungen
- •23. Grammatik der deutschen Sprache aus stilistischer Sicht Morphologie aus stilistischer Sicht
20.Stilistische Charakteristik des deutschen Wortschatzes. Stilistisch undifferenzierte und stilistisch differenzierte Lexik
Als Wortschatz (Vokabular oder Lexik) bezeichnet man die Gesamtheit aller Wörter einer Sprache zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Wenn wir den gesamten Wortschatz nach seiner Zugehörigkeit zu den einzelnen schriftlichen und mündlichen Stilen der Nationalsprache untersuchen, müssen wir zwei große Gruppen unterscheiden:
I. den funktional-stilistisch undifferenzierten Wortbestand .
II. den funktional-stilistisch differenzierten Wortbestand.
I.Zu dieser Gr. gehört die mehr oder weniger stabile lexische Basis der Sprache, bestehend aus allgemeinverständlichen und allgemeingebräuchlichen Wörtern einfach-literarischer Prägung mit expressiver Nullfärbung.
II.Der funktional-stilistisch differenzierte Wortbestand verfügt über Wörter und Wendungen, deren Verwendungsbereich durch gewisse zeitliche, territoriale, berufliche, soziale und nationale Schranken charakterisiert werden.
Er wird in verschiedenen Stilen der Sprache verwendet, sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht.
21.Differenzierung des deutschen Wortschatzes nach der Stilfärbung. Die Arten der Stilfärbung
Die Stilistische Färbung bedeutet in der Linguistik die expressiven Eigenschaften der sprachlichen Einheit. Das Wort oder die Wortgruppe kann z.B. neutral (ich habe gekommen), scherzhaft (du bist Angsthase (трус), übertrieben (ein milliardenschwerer Vertrag), derb (das stinkt zum Himmel) usw. gefärbt sein.
Es gibt zwei Kategorien von Stilfärbung:
1) die funktionale und
2) die semantisch-expressive Stilfärbung.
Unter funktionaler SF versteht man jenes spezifisches Gepräge der lexischen, grammatischen und phonet. Mittel, das gerade auf ihre Zugehörigkeit zu einem bestimmten Sprachstil hinweist. die funktionale SF bricht in einzelnen Sprachelementen durch. In jedem funktionalen Stil finden sich bestimmte funktional-stilistisch gefärbte Bestandteile. Z.B. für den Stil der Publizistik und Presse ist der Gebrauch der Klischees, Fremdwörter typisch. Für den FS der Wissenschaft ist der Gebrauch von Termini und Begriffe typisch.
Unter semantisch-expressiver SF versteht man Ausdrucksschattierungen innerhalb eines funktionalen Stils, die durch zwei Momente gekennzeichnet werden:
- durch ihr Verhältnis zur literarischen Norm und
- durch ihren emotionalen Gehalt.
So lassen sich zwei Komponenten der semantisch-expressiven SF unterscheiden, die sich aber wieder in der Sprachwirklichkeit überkreuzen und kombinieren:
1) die SF nach der literarischen Qualität der Rede (d. h. nach ihrem Verhältnis zur lit.Norm).
2) die SF nach der Expressivität der Rede.
