- •Intelligente Montage
- •Voraussetzungen
- •4 Umgangsformen
- •5 Sprichwörter und Redewendungen
- •6 Witze
- •Im Jahr 2000 zählte die Schweiz 7,2 Millionen, 1900 3,3 Millionen Einwohner. Zur ständigen Wohnbevölkerung zählen Schweizer und Ausländer, ausgenommen Kurzaufenthalter und Personen im Asylprozess.
- •Italienisch und
- •2 Klischees
- •7 Witze
- •6 Sprichwörter und Redewendungen
- •8 Kurioses
- •Luxemburg
- •Lichtenstein
Voraussetzungen
Rein formell sind für die duale Berufsausbildung keine bestimmten Schulabschlüsse vorgeschrieben. Da jedoch die Ausbildungsplätze in vielen Regionen Deutschlands oft knapp sind, können Unternehmen – insbesondere, wenn es um beliebte Berufe geht – unter einer großen Zahl an Bewerberinnen und Bewerbern auswählen. Dabei spielen natürlich die Art des Schulabschlusses sowie die Noten eine große Rolle.
Bei ihren Überlegungen sollten angehende Azubis immer die Termine für den Ausbildungsstart im Blick behalten: Die meisten Ausbildungen beginnen am 1. August oder am 1. September eines Jahres. Viele Firmen beginnen bereits zu Beginn des entsprechenden Jahres mit der Suche nach Auszubildenden, gerade Banken und größere Unternehmen schreiben ihre Plätze ein ganzes Jahr vor dem Ausbildungsbeginn aus. Ausbildungsbewerber sollten bereits im vorletzten Schuljahr damit beginnen, sich mit der Frage auseinander zu setzen, welcher Beruf der richtige für sie sein könnte.
Vergütung
Wer sich für eine duale Ausbildung entscheidet, erhält währenddessen eine Art Entlohnung, genannt Ausbildungsvergütung. Die Höhe dieser Vergütung wird meist zwischen den Tarifpartnern – also zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften – vereinbart.
Unter bestimmten Voraussetzungen können Auszubildende zusätzlich finanzielle Unterstützung von der Agentur für Arbeit bekommen: Sie zahlt die sogenannte Berufsausbildungshilfe (BAB).
Prüfungen
Im Lauf ihrer in der Regel dreijährigen dualen Ausbildung müssen Auszubildende zwei große Prüfungen ablegen und bestehen:
Zwischenprüfung: In der Zwischenprüfung muss der Auszubildende zeigen, auf welchem Lern-Niveau er sich befindet und welche Lern-Erfolge er bereits zeigen kann.
Abschlussprüfung bzw. auch Gesellenprüfung (im Handwerk): Sie wird zumeist von den Handwerkskammern oder den Industrie- und Handelskammern durchgeführt. Erst wenn die Abschlussprüfung bestanden wurde, gilt die Ausbildung als abgeschlossen.
№8.3. Hochschulen und Wissenschaften
Staatliches Hochschulwesen
Nach dem Abitur können die Absolventen der weiterführenden Schulen ein Studium an einer der zahlreichen polnischen Hochschulen oder Fachhochschulen beginnen. Dabei haben sie die Wahl zwischen einer staatlichen oder privaten Einrichtung. Das akademische Jahr besteht aus zwei Semestern und beginnt in der Regel zum Wintersemester, jeweils am 1. Oktober, und endet Anfang bis Mitte Februar. Das Sommersemester beginnt schon im Februar und endet im Juni.
Die Universitäten und Hochschulen bieten drei- und/oder vierjährige Studiengänge an. Sie schließen neuerdings mit dem Bachelor ab und können gegebenenfalls mit einem zweijährigen Masterstudiengang fortgesetzt werden. Parallel dazu gibt es aber weiterhin noch das einheitliche fünfjährige Magisterstudium. Daran kann sich auf der dritten Stufe des Hochschulstudiums eine Promotion anschließen. Die polnischen Fachhochschulen vergeben dagegen in der Regel nach drei Studienjahren den Abschluss Lizentiat (licencjat) oder auch den Titel Ingenieur. Das Studium ist in der Regel gebührenfrei. Die formale (strukturell-organisatorische) Hauptform des Studiums bildet das Tages- oder Präsenzstudium. Allerdings erfreut sich vor allem das Fern- und Abendstudium, das für viele Studienrichtungen angeboten wird, in Polen einer besonderen Beliebtheit. Mehr als die Hälfte aller Studenten absolviert ein gebührenpflichtiges Fernstudium. Fast 20 Prozent aller Hochschuleinnahmen speisen sich aus den Gebühren für didaktische Tätigkeit, vor allem aus den Fernstudien. Die Frage der Studiengebühren bleibt im polnischen Hochschulwesen weiterhin umstritten und sorgt immer wieder für lebhafte Auseinandersetzungen. So gibt es (Kompromiss-)Pläne, das bisher gebührenfreie Studium (Tages- und Präsenzstudium) für Langzeitstudenten (nach dem 12. Fachsemester) und Multi-Studenten (mehrere Fachrichtungen parallel) zu begrenzen.
Die tertiäre Ebene des polnischen Bildungssystems unterscheidet drei Hochschultypen:
1. akademische Hochschulen mit dem Recht zur Verleihung des Doktortitels und mit Habilitationsrecht (= Universitäten),
2. nicht-akademische Hochschulen ohne solche Berechtigung, in der Regel viele nicht-staatliche Hochschulen, und 3. Fachhochschulen (wy?sze szkoly zawodowe). Neben der renommierten Jagiellonen-Universität in Krakau (gegr. 1364) hat sich vor allem die Katholische Universität Lublin in besonders prestigeträchtiger Weise der polnischen Öffentlichkeit ins Gedächtnis eingeschrieben. Sie wurde 1918 im Gründungsjahr der Republik Polen errichtet. Die Universität war in der Zeit der Volksrepublik die einzige nicht-staatliche Hochschule im gesamten "Ostblock", die – vom sozialistischen Staat unter Beobachtung stehend und, je nach politischer Großwetterlage, mal mehr, mal weniger schikaniert – geduldet wurde. Einige weitere klassische Universitäten und spezialisierte Hochschulen in Krakau, Warschau, Posen, Thorn oder Breslau genießen einen besonders guten Ruf. Seit 1997 gibt es, ähnlich wie in Deutschland, eine Reihe von Fachhochschulen. Sie bilden die zweite Säule des polnischen Hochschulsystems. Ihre Gründung erfolgte zumeist in kleineren Städten und in wirtschaftlich weniger entwickelten Regionen. Davon versprach man sich mehr wirtschaftliche Prosperität und hoffte zugleich, bildungsfernen Schichten einen besseren und leichteren Zugang zur höheren Bildung zu eröffnen. Diese Erwartungen haben sich nur teilweise erfüllt.
Die polnischen Hochschulen und die studentischen Milieus waren zwar Trägerinnen der Transformation und der damit einhergehenden progressiven Veränderungen, inzwischen ist die studentische Jugend jedoch nicht mehr so politisch aktiv wie vor 20 oder 30 Jahren. Auch hier greifen, wie in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen, starke Individualisierungs- und Pluralisierungstendenzen.
№9.1. 35 Prozent der Deutschen ab 16 Jahren geben laut einer Frage aus der SOEP zur Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft an, evangelisch zu sein. Der katholischen Konfession gehören weitere 30 Prozent an. Einer islamischen Religionsgemeinschaft fühlen sich drei Prozent zugehörig. 38 Prozent der Deutschen befürworten eine rechtliche Gleichstellung des Islam mit dem Christentum. Jeder Fünfte glaubt an die biblische Schöpfungsgeschichte; an die Evolution glauben dagegen 61 Prozent. 18 Prozent gehen regelmäßig in die Kirche oder besuchen religiöse Veranstaltungen. 2008 verzeichneten die evangelische und die katholische Kirche zusammen rund 290.000 Kirchenaustritte in Deutschland.
№9.2. Christliche Kirchen
Die christlichen Kirchen sind historisch bedingt die bedeutendsten Religionsgemeinschaften in Deutschland. Sie haben seit Jahrhunderten das Menschenbild und die Wertvorstellungen der Menschen in Deutschland und Europe nachhaltig geprägt. Ihre daraus erwachsene gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Bedeutung wird von der Bundesregierung anerkannt. Sie legt deshalb Wert auf die Konsultierung kirchlicher Vertreter in zahlreichen politischen Fragen, in denen es vor allem um ethische und soziale Themen geht (z.B. Gentechnik oder Asyl- und Ausländerpolitik).
Die christlichen Kirchen sowie ihre Mitglieder beteiligen sich aktiv an den gesellschaftspolitischen Diskussionen in unserer Gesellschaft. Wichtige Foren dafür sind u. a. die regelmäßig von den Kirchen und ihren Laienorganisationen veranstalteten Kirchentage. Da religiöse Glaubensüberzeugungen wichtige Quellen für die Wertvorstellungen in unserer Gesellschaft sind, haben diese Veranstaltungen eine große gesellschaftspolitische Bedeutung. Vor diesem Hintergrund fördert das Bundesministerium des Innern mit Haushaltsmitteln den im Zweijahreswechsel stattfindenden "Deutschen Evangelischen Kirchentag" - sowie den "Katholikentag". Auch die beiden Ökumenischen Kirchentage in den Jahren 2003 und 2010 sind vom Bundesministerium des Innern unterstützt worden.
Die größten christlichen Kirchen in Deutschland sind die katholische Kirche, die evangelische Kirche sowie die orthodoxe Kirche.
№9.3. Jüdische Gemeinden
Die Juden in Deutschland sind in 83 Gemeinden, die Gemeinden wiederum sind im Zentralrat der Juden zusammengeschlossen.
Es gibt aber viele Juden, die zu keiner Gemeinde gehören. Bezüglich der Zahl der Juden ist zu beachten, dass nach dem jüdischen Verständnis derjenige Jude bzw. diejenige Jüdin ist, der oder die von einer jüdischen Mutter abstammt und zwar unabhängig davon, ob und wie der jüdische Glaube vom Einzelnen praktiziert wird. Man kann also nicht sagen, dass derjenige, der sich keine Gemeinde anschließt, nicht mehr Jude ist. Wer als Jude oder Jüdin geboren wurde, bleibt jüdisch. Man kann hier nicht den Vergleich mit den Christen ziehen, die aus der Kirche ausgetreten sind.
Man kann drei Gruppen jüdischer Gemeinden unterscheiden.
Konservative jüdische Gemeinden
Die konservativen, traditionalistischen oder Einheitsgemeinden sind zahlenmäßig die verbreitetsten jüdischen Gemeinden. Innerhalb der Gemeinde leben sowohl strenggläubige als auch liberale Juden. Mitglied ist man, wenn man von einer jüdischen Mutter geboren worden ist.
Orthodoxe jüdische Gemeinden
Die orthodoxen jüdischen Gemeinden zelebrieren die strengste Auslegung der religiösen Praxis. Sie gehen davon aus, dass die Tora so, wie sie ist, Wort für Wort, von Gott an Moses auf dem Berg Sinai offenbart wurde. Die Tora ist das ewig geltende Wort Gottes. Deshalb gibt es keine Gebote, die in der heutigen Zeit keine Gültigkeit mehr haben. Der Mensch kann nicht befinden, was gut und falsch ist. Der Mensch muss die Gebote auch nicht verstehen, sondern nur erfüllen. Einer orthodoxen jüdischen Gemeinschaft kann man nur angehören, wenn sowohl Mutter als auch Vater jüdisch waren, uns zwar jüdisch orthodox.
Liberale jüdische Gemeinden
Die liberalen jüdischen Gemeinden legen die jüdischen Gesetze, den Mitzwot, liberal aus bzw. haben eine liberale Einstellung hierzu. Die Tora ist ein von Menschen geschriebener Text und deshalb nicht heilig. Die Gesetze sind nicht göttlich. Bestimmte Mitzwot werden deshalb mit der Begründung gestrichen, sie würden in der modernen Welt keinen Sinn mehr haben, da sie nur aus dem geschichtlichen Zusammenhang zu verstehen sind.
Auch innerhalb der konservativen Gemeinden kann es liberale Juden und Jüdinnen geben. Besonders die Stellung der Frau wird anders als von den konservativen Juden gesehen. Die liberalen Juden meinen, dass die Männer nicht über die Frauen zu bestimmen haben, denn andernfalls würde die Hälfte der jüdischen Menschen in eine zweitrangige Position gesetzt. Frauen und Männer sind in liberalen jüdischen Gemeinden gleichberechtigt. Frauen können gottesdienstliche Handlungen verrichten, Gemeindepräsidentin und Rabbinerin werden. Konservative und orthodoxe Gemeinden wehren diese liberale Einstellung energisch ab.
№9.4. Islamische Organisationen entstanden in Deutschland vor allem durch die Immigration von sogenannten Arbeitsmigranten, die an ihren jeweiligen Wohnorten Gebetsstätten einrichteten. Sie haben sich in Verbänden nach dem deutschen Vereinsrecht zusammengeschlossen, die sich zumeist an den religiösen Strömungen in ihren Heimatländern orientieren.
Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DİTİB) ist die mitgliederstärkste islamische Organisation in Deutschland. Sie wurde 1984 als Ableger der türkischen Religionsbehörde Diyanet in Deutschland gegründet, ihr Sitz ist in Köln-Ehrenfeld. Die Imame und Religionslehrer ihrer Moscheegemeinden werden aus der Türkei entsandt. Da der türkische Staat in den Siebziger- und Achtziger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts finanziell in einer sehr angespannten Situation war, mussten diese Funktionäre anfangs mit Geldern der Islamischen Weltliga bezahlt werden, was von kemalistischer Seite heftig kritisiert wurde. Die Fixierung auf die Türkei und die türkische Sprache erwies sich als Nachteil, als andere islamische Organisationen sich bewusst in deutscher Sprache an die Öffentlichkeit wandten und so stärker dialogorientiert erschienen.
Als eine der ersten Organisationen von Migranten arbeitete die ATIB gegen die Fixierung der Gedanken auf die Türkei und positionierte sich dialogorientiert. Diese Haltung mündete in einige Projekte, welche auch die anderen islamischen Organisationen bewegen sollten, sich auf die hiesigen Probleme der Migranten zu konzentrieren. Die ATIB ist Mitbegründer und Mitglied im Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) und im Rat Türkeistämmiger Staatsbürger (RTS). Zum Thema „Islamischer Religionsunterricht“ hat ATIB neben dem Bekenntnis zum Unterricht in deutscher Sprache auch eine Publikation veröffentlicht. Auch zu Themen wie „Muttersprachlicher Unterricht“, dem „Recht auf Glaubensfreiheit und Berufsausübung für Lehrerinnen mit Kopftuch“ bezieht ATIB Position auf Seiten der freiheitlich-demokratischen Grundrechte.
№9.5. Sekten und Sondergemeinschaften
Religiöse Gruppen
Immer mehr Sekten und Sondergemeinschaft bewegen sich in unserer Gesellschaft. Durch die inzwischen entstandene Vielfalt wird die Aufklärung und Orientierung gegenüber Sondergruppen und sogenannten Sekten immer mehr zu einer Aufgabe der Gemeindearbeit.
Bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde unsere Kultur vom Gegensatz zwischen der christlichen Tradition und dem Vernunftglauben der Aufklärung geprägt.
Religiöse Sondergruppen und sogenannte Sekten gehörten fast immer zur christlichen Tradition, wie heute noch Jehovas Zeugen oder die Neuapostolische Kirche. Nur wenige entstanden durch Glaubensvermischung (Mormonen) oder kamen aus Asien nach Deutschland (Bahai). Daneben gewann der Okkultismus des 19. Jahrhunderts Einfluss auf viele Menschen, zB durch Theosophie und Spiritismus. Wesentliche Merkmale der christlichen Sekten waren und sind der exklusive Anspruch auf das Heil, also die Gegnerschaft zur Ökumene, sowie die Vermischung der christlichen Heilshoffnung mit anderen Heilswegen und die Vorstellung, die Heilige Schrift müsse ergänzt bzw durch andere Offenbarungen fortgeführt werden.
Bei der Analyse dieser Gemeinschaften bleiben die Arbeiten des Württemberger Pressepfarrers Kurt Hutten in dem Standardwerk "Seher, Grübler, Enthusiasten” bis heute wegweisend.
Die Situation änderte sich allerdings um 1970 mit dem Auftreten neureligiöser und ideologischer Gruppen, die aus dem Ausland (fast immer aus den USA) kommend in Deutschland missionierten und eine bisher unbekannte Radikalität an den Tag legten (zB Scientology, Hare Krischna, Ananda Marga, Vereinigungskirche). Viele junge Menschen schlossen sich ihnen aufgrund einer Protesthaltung gegenüber der eigenen Kultur an. Dadurch entstand der Begriff "Jugendreligion” (Friedrich Wilhelm Haack), später "neue religiöse Bewegung”, "destruktiver Kult” usw. In der Öffentlichkeit sprach man pauschal von "Jugendsekten” und der Begriff Sekte dehnte sich auf den ganzen Bereich radikaler, religiöser und weltanschaulicher Gemeinschaften aus. Dem entspricht der heute gängige, sozialwissenschaftliche Sektenbegriff: Danach kennzeichnet eine Sekte, dass sie in starker Spannung, in Widerspruch und Gegensatz zu ihrer Umwelt lebt. Allerdings bleibt offen, wo die Ursachen der Konflikte liegen: Intoleranz und Druck von Seiten der Mehrheit sind ebenso möglich wie ideologische Enge, Sendungsbewusstsein und Unmenschlichkeit auf Seiten der als Sekten bezeichneten Gruppen.
Durch die inzwischen entstandene Vielfalt wird die Aufklärung und Orientierung gegenüber Sondergruppen und sog. Sekten immer mehr zu einer Aufgabe der Gemeindearbeit. Das Nebeneinander verschiedener Begriffsebenen macht es dabei unvermeidlich, das Gemeinte näher zu erläutern, wenn man von Sekten sprechen will. Man muss christliche Sekten, Sekten aus dem japanischen Buddhismus, esoterische Sekten usw unterscheiden. Die in Soziologie, Theologie und Religionswissenschaft übliche, neutrale Verwendung des Sektenbegriffs lässt sich nicht mehr ohne Erläuterung benutzen, da sich der Begriff Sekte umgangssprachlich auf Gruppen bezieht, die soziale Konflikte, familiäre Probleme und materielle Schäden hervorrufen, die sich radikal bis fanatisch äußern und ein extremes Sendungsbewusstsein an den Tag legen. Diese Kritik trifft zwar öfters die Realität, manchmal jedoch auch nicht. Daher sollte man sich in persönlichen und öffentlichen Äußerungen um eine differenzierte Sprache bemühen, die zwar Konflikte benennt, jedoch keine Vorverurteilung der einen oder anderen Seite vornimmt. Dabei empfiehlt es sich, das Wort "Sekte” sehr bedachtsam oder gar nicht zu benutzen.
№10. Sozialversicherung heute
Aufgabe der Deutschen Sozialversicherung ist, den Lebensstandard des Versicherten und seine Stellung im Rahmen der Gesellschaft in existentiellen Risikosituationen zu erhalten. Voraussetzung zur Erfüllung dieser Aufgaben sind folgende Grundprinzipien:
Prinzip der Versicherungspflicht - ca. 90 Prozent der Bevölkerung sind in der Sozialversicherung pflicht- oder freiwillig versichert
Prinzip der Beitragsfinanzierung - die Sozialversicherungen werden überwiegend aus Beiträgen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert
Prinzip der Solidarität - die zu versichernden Risiken werden von allen Versicherten gemeinsam getragen
Prinzip der Selbstverwaltung - der Staat delegiert Aufgaben und Verantwortung an die Träger
Prinzip der Freizügigkeit - freier Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital sowie freie Bewegung der Bürger innerhalb der EU-Mitgliedstaaten
Prinzip der Äquivalenz (Rentenversicherung) - die Leistungen richten sich nach der Höhe der in der Erwerbsphase eingezahlten Beiträge
Die einzelnen Zweige der Sozialversicherung
Krankenversicherung
Pflegeversicherung
Unfallversicherung
Rentenversicherung
Arbeitslosenversicherung
werden von unterschiedlichen Trägern verantwortet. Diese sind rechtsfähige Körperschaften des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Die zuständigen Fachministerien sind das Bundesministerium für Gesundheit / BMG (Gesetzliche Krankenversicherung, Pflegeversicherung) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales / BMAS (Gesetzliche Renten- und Unfallversicherung, Bundesagentur für Arbeit).
№11. In Deutschland gibt es eine Menge vielfaltiger Feiertage. Und das ist eine eigentumliche Besonderheit dieses Landes, das gar nicht allen von ihnen im ganzen Land gefeiert werden. Ich mochte ein bisschen uber deutsche Unterhaltungen und Feste erzahlen.
An manchen staatlichen Feiertagen arbeitet man nicht. Das sind das Neujahr, das Dreikonigsfest, die Ostern, die Himmelfahrt andere religiose Feste und naturlich das Weihnachten.
Vor Weihnachten gibt es Massenausverkaufe uberall in Deutschland, die selbst auch fast in Feiertage umgewandeln. In ganzem Deutschland verlaufen Winterfestivale, die in den grossen Stadten in Massenkarnevale umgewandelt werden. Mehr als eine Woche arbeiten die Deutschen gar nicht. Leute verbringen ihre ganze Zeit in Warenhausern und vielen Geschaften, als als an den festlichen Markten, um allen Verwandten Gifte zu kaufen. Die Weihnachtenfeiern sind von den Bewohnern des Landes am meisten geachtet, und am meisten werden sie das "hausliche" Ereignis betrachtet.
In Berlin finden Jahrmarkten, Festivalen und Konzerte fast jeden Tag statt. Das berlinische Filmfestival, der zweitgrosst in der Welt ist, wird im Februar durchgefuhrt. Im Juni, am Tag von Christofer Street geht eine grosse und lustige Parade durch die Stadt. Anfang Juli wird die grandiose Parade der Liebe durchgefuhrt. Das Berlinische Jazzfestival findet im Oktober statt.
In Hamburg verlaufen die internationale Messe fur Tourismus «Reisen Hamburg», die internationale Ausstellung «Hansebut».
Das reiche musikalische Erbe Deutschlands ist eine Grundlage der Menge der musikalischen Festivale. Einige Stadte widmen alle Aufmerksamkeit nur einem Komponisten, zum Beispiel, das Bachfestival in Thuringen im Marz. Andere Stadte veranstalten Estivale einer konkreten musikalischen Richtung - die Jazzfestivale in Frankfurt (Marz) oder in Stuttgart (April) sind besonders popular.
Herbst ist die Zeit der zahlreichen Feiern, die der Ernte gewidmet sind, besonders in landwirtschaftlichen Bezirke. Der interessanteste Feiertag ist das beruhmte Festival des Bieres "Oktoberfest" in Munchen, das im September-Oktober durchgefuhrt wird. In jeder Weinregion gibt es einen eigenen Feiertag, der irgendwelcher konkreten Sorte Weintraubens oder dem heiligen Beschutzer des Landes gewidmet ist.
11 Bräuche und Sitten - das sollte man beachten
1 Allgemein
2 Klischees
3 Kleidung
4 Umgangsformen
5 Sprichwörter und Redewendungen
6 Witze
7 Kurioses
1 Allgemein
Feste und Bräuche
Feste wie Ostern und Weihnachten gründen in der christlichen Prägung des Landes und sind im Laufe der Zeit mit anderen, nichtchristlichen Elementen vermischt worden. Die traditionellen Osterfeuer beispielsweise, welche in vielen Regionen Deutschlands zum Osterfest lodern, sollten schon bei den Germanen den Winter vertreiben. Um die Tradition zum Weihnachtsfest, einen Nadelbaum ins Haus zu holen und zu schmücken, ranken sich viele Entstehungsgeschichten. Eine davon verweist ebenfalls auf die Germanen, die im Winter ihre Häuser mit Zweigen schmückten. Gerade Weihnachten und Ostern werden als Familienfeste wahrgenommen und zum gemeinsamen Beisammensein genutzt, auch von nicht strenggläubigen Christen.
Das persönliche Leben ist von bestimmten Abschnitten geprägt, die von unterschiedlichen Bräuchen begleitetet werden. Der Geburt folgt auch heute oft noch die Taufe. Auch Kommunion, Konfirmation, Heirat und das Begräbnis werden in Deutschland häufig durch Zeremonien der Kirchen unterstützt. Der Austritt aus der Kirche muss in Deutschland aber nicht den Verlust dieser Bräuche bedeuten. Trauungen durch einen freien Theologen oder Beisetzungen an anderen Orten als dem Friedhof werden in Deutschland immer häufiger durchgeführt.
Der Geburtstag ist in Deutschland ein persönlicher Feiertag. Der Namenstag wird seltener so feierlich begangen. Auch der Jahreswechsel wird in Deutschland mit Festen begangen.
In den ländlichen Regionen des Landes haben Bräuche und Sitten einen höheren Stellenwert als in städtisch geprägten Gebieten. Die engere Verbindung zur Natur lässt Feste wie das Erntedankfest in ländlichen Regionen eine größere Bedeutung zukommen. Bestimmte Sitten und Bräuche sind regional beschränkt. So wird in manchen Regionen zur Geburt eines Kindes das Haus der Eltern mit einer Wäscheleine, bestückt mit Babybekleidung, geschmückt. Andernorts müssen Junggesellen an ihrem dreißigsten Geburtstag den Marktplatz fegen. Ebenso werden Schützenfeste und Karnevalsumzüge regional unterschiedlich gefeiert.
2 Klischees
Es gibt viele Klischees, die den Deutschen anhaften- auch wenn man Verallgemeinerungen vermeiden sollte, steckt doch oft ein Funken Wahrheit in ihnen. So erkennt man angeblich den Deutschen Urlauber schon am Kleidungsstil: buntes Hemd in kurzen Shorts, dazu hochgezogene weiße Tennissocken in Sandalen oder Badelatschen. Deutsche reservieren schon morgens um sieben ihre Strandliege, achten auf die Einhaltung der Mittagsruhe und genießen auch gerne im Ausland deutsches Essen. Sie fahren häufig in den Urlaub und rühmen die dortige Gastfreundschaft, tun sich im eigenen Land mit Ausländern jedoch oft schwer. Deutsche sind angeblich pünktlich, aber humorlos, und sie sorgen stets für Recht und Ordnung, auch wenn sie keiner darum bittet.
Aber damit nicht genug, auch im eigenen Land gibt es diverse regional bezogene Klischees, die eifrig aufrecht erhalten werden: so sei der Schwabe geizig, der Westfale stur, der Holsteiner kühl, der Ostfriese dümmlich, der Berliner habe eine große Klappe, der Bayer trinke nur Bier, und so weiter.
Tja, die Zeit der Dichter und Denker ist anscheinend vorbei, dafür bauen die Deutschen die besten Autos und brauen das beste Bier – wenigstens etwas Positives.
3 Kleidung
Begrüßung
In Deutschland gibt es im Allgemeinen keine direkten Kleidungsvorschriften. Existierende Richtlinien beziehen sich auf die Berufswelt. Bestimmte Berufe, wie beispielsweise der des Bankkaufmanns, erwarten einen seriösen Kleidungsstil von den Mitarbeitern. Des Weiteren gibt es den Berufsbereich, in dem Uniformen getragen werden. Dazu zählen zum Beispiel die Polizei, die Justiz, die Bundeswehr und der Zoll. Der Talar des Richters oder des Geistlichen und die weißen Kittel der Ärzte und des medizinischen Personals sind zwar keine Uniformen, doch das Berufsbild wird durch die festgelegte Kleidung geprägt.
Im Freizeitbereich gibt es keinerlei Kleidungsvorschriften, solange das Äußere nicht zur Erregung öffentlichen Ärgernisses führt. Nur in manchen christlichen Kirchen wird noch darauf geachtet, dass Besucher ihre Schultern und Knie bedeckt haben.
Kleidung ist auch in Deutschland Ausdruck von Individualität und in der Freizeit kann sich jeder seine ganz eigene Erscheinung schaffen. Bestimmte Subkulturen kann man in Deutschland an ihrem Kleidungsstil erkennen. In den Großstädten Deutschlands kann man alle Kleidungsstile beobachten. In ländlichen Regionen ist die Kleidungsweise nicht ganz so ausgefallen.
Aber nicht nur die Individualität im Freizeitbereich findet in Deutschland durch Kleidung ihre Betonung. Auch alte Traditionen finden ihren Ausdruck in spezieller Kleidung. In Bayern ist die Trachtenmode weit verbreitet. Charakteristisch mit der Lederhose für den Mann und dem Dirndl für die Frau. Aber auch bei den Schützenfesten, die in Deutschland weit verbreitete Volksfeste sind, tragen die Schützen Uniformen, die sich von Dorf zu Dorf unterscheiden.
Die Trachten, wie sie heute getragen werden haben viele Veränderungen im Laufe der Zeit erfahren und haben ihre Wurzeln in der früheren Kleidung, die die Stände repräsentierte. Auch heutzutage ist in Bayern das Tragen von traditionell geprägter Kleidung noch fest im Leben verankert. Nicht nur zu Umzügen und Festen werden Trachten getragen, sondern auch sonntags in der Kirche. Regional gibt es unterschiedliche Trachten, wie beispielsweise die Chiemgauer Tracht.
Diese wird in Oberbayern in den Trachtenvereinen, Schützenvereinen und Musikkapellen getragen. Um 1900 entwickelte sich die Chiemgauer Tracht, im Zuge der vermehrten Entstehung von Trachtenvereinen, wie sie heute ist. Für die Männer besteht die Tracht aus einem grünen Hut, einem Leinenhemd und einer Lederhose mit Hosenträgern. Vervollständigt wird die Kleidung durch eine längere Weste (Laibi), bis zu den Knien reichende Wollstrümpfe, schwarze Lederschuhe und prachtvollen Schmuck an Körper und auf dem Hut. Ein sogenannter „Schariwari“ wird vorn an der Lederhose am Hosenbund befestigt. Diese prachtvoll verzierten Ketten mit Hornschnitzereien und Münzen sind neben Broschen und Nadeln die Accessoires der Tracht. Besonders ins Auge fällt der Hutschmuck, denn dieser besteht aus einem Gamsbart oder auch aus Adlerflaum. Das Besondere der Frauentracht ist der „Priener Hut“. Dieser zylinderartige Hut ist mit goldfarbenen Quasten und einem Samtband verziert. Dazu wird ein Dirndl getragen.
Wie gegenwärtig die Tradition der Trachten in Bayern ist, zeigt sich zum Beispiel am 6. November jeden Jahres. Denn an diesem Tag findet der „Leonardiritt“, auch „Leonardifahrt“ genannt, statt. Zu Ehren des heiligen Leonhard von Limoges, Schutzpatron der Tiere in der Landwirtschaft, wird dieses Fest veranstaltet. Die geschmückten Pferdewagen und die prachtvolle Trachtenkleidung locken auch immer viele Touristen an. Besonders groß ist die „Leonardifahrt“ in Bad Tölz mit über 20.000 Besuchern. Hundert geschmückte Pferdewagen prozessieren zur Kapelle des heiligen Leonhard und erhalten dort einen Segen.
Aber nicht nur Bayern hat traditionsreiche Kleidung zu bieten. Auch der Schwarzwald ist für seine Trachten bekannt. Weltweit kennt man den sogenannten „Bollenhut“. Dieser Strohhut ist mit 14 Wollkugeln bedeckt. Sind die „Bollen“ in roter Farbe, zeigt dies an, dass die Frau unverheiratet ist, schwarze Kugeln sind das Zeichen für eine verheiratete Frau. Dieser bis zu zwei Kilogramm schwere Hut hat seine Heimat in den Gemeinden Wolfach-Kirnbach, Hornberg-Reichenbach und Gutach und wird von Frauen ab dem Zeitpunkt der Firmung oder Konfirmation zu festlichen Anlässen getragen.
Die Trachten aus Süddeutschland sind weithin bekannt, aber auch die anderen Regionen Deutschlands haben traditionelle Kleidungen. Hoch im Norden, in der Nähe von Aurich, wird eine Trachtentradition gepflegt, die auf eine alte, ostfriesische Bauerntracht zurückgeht. Die Frauen tragen das sogenannte Käppgen, eine Samtmütze mit Stickereien, einen knöchellangen Wollrock und ein blusenartiges, rotes Hemd. Ein Tuch, welches über Rücken und Nacken gelegt wird ist mit aufwendigen Stickereien versehen. Die Männer tragen einen ovalen Dreispitzhut, ein weißes Hemd, eine mit Silberknöpfen verzierte und hochgeschlossene Weste und einen langen Mantel. Der offen getragene Mantel macht die kunstvollen Knöpfe der Weste sichtbar und reicht bis zu den Knien. Auch die knielange Hose ist mit Silberknöpfen verziert. Abschluss bilden die grauen Wollsocken und die Schuhe, die mit einer großen Schnalle versehen sind.
