- •Intelligente Montage
- •Voraussetzungen
- •4 Umgangsformen
- •5 Sprichwörter und Redewendungen
- •6 Witze
- •Im Jahr 2000 zählte die Schweiz 7,2 Millionen, 1900 3,3 Millionen Einwohner. Zur ständigen Wohnbevölkerung zählen Schweizer und Ausländer, ausgenommen Kurzaufenthalter und Personen im Asylprozess.
- •Italienisch und
- •2 Klischees
- •7 Witze
- •6 Sprichwörter und Redewendungen
- •8 Kurioses
- •Luxemburg
- •Lichtenstein
8 Kurioses
Luxemburg
№1 Geographie und Klima
Der Norden des Landes ist ein Teil der Ardennen wird Ösling genannt. Er liegt auf durchschnittlich 400 bis 500 Metern über dem Meeresspiegel. Die Landschaft ist hier geprägt von bewaldeten Bergen und Hügeln und tiefen Flusstälern. Sie hat durchschnittlich eine Höhe von 400 bis 500 Meter. Mit 559 Metern stellt der Burgplatz in Huldange (deutsch:Huldingen) die höchste Erhebung des Landes dar. Im Süden liegt das fruchtbare Gutland (auch Minett genannt) das zum Lothringer Stufenland gehört. Dieses Gebiet weist eine höhere Bevölkerungs- und Industriedichte als das Ösling auf. Der niedrigste Punkt des Landes Spatz genannt (129 Meter ü.M.) befindet sich am Zusammenfluss von Sauer und Mosel in Wasserbillig .
Da das Klima des Landes durch atlantische Westwinde beeinflusst wird sind die Temperaturen und Niederschlagswerte im allgemeinen mäßig.
Wichtige Flüsse Luxemburgs sind die Mosel die im Südosten den Grenzfluss zu Deutschland bildet die Sauer die Our und die Alzette.
№2 Bevölkerung Luxemburg
Das Großherzogtum Luxemburg hat derzeit etwa 480.000 Einwohner und zählt zu den Ländern der Erde, in denen sich die meisten Einwohner einen Quadratkilometer Landesfläche teilen müssen. Laut der Statistiken des Jahres 2006 waren es über 180 Menschen, die auf einem km² lebten.In Luxemburg leben über 40 % Ausländer, wobei der Anteil der Einheimischen in der Hauptstadt sogar nur bei einem Drittel liegt.
Allein über 15 % der Bewohner des Landes stammen aus Portugal, die restlichen 18 % der Nichtluxemburger sind aus den Nachbarländern Frankreich, Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Italien sowie England, Irland und Schottland eingewandert. Das sollte auch niemanden verwundern, denn über 40 % der in Luxemburg besetzten Stellen auf dem Arbeitsmarkt sind an Ausländer vergeben worden. Etwa ein Zehntel davon machen allein die ausländischen Mitarbeiter bei den in Luxemburg ansässigen Behörden der Europäischen Union aus. Von den ausländischen Beschäftigten stammt die eine Hälfte aus Lothringen und die andere Hälfte aus Belgien und den angrenzenden Bundesländern von Deutschland.
Über 90 % der gesamten Bevölkerung wohnt in den Städten, allein knapp ein Sechstel in der Hauptstadt Luxemburg.
Der Alterquerschnitt des Großherzogtums Luxemburg (abgeleitet von Lucilinburhuc = kleine Burg) ist besonders interessant. Beinahe 20 % der Luxemburger sind Kinder und Jugendliche. Knapp 77 % der Bewohner sind im erwerbsfähigen Alter und nur knapp 15 % sind älter als 65 Jahre. Bei den älteren Menschen ist nur ein Drittel männlich. Das auf modernstem Stand befindliche Gesundheitswesen in Luxemburg ist einer der Gründe, dass die Lebenserwartung der Menschen mit 75 Jahren für Männer und 82 Jahren für Frauen im oberen europäischen Durchschnitt liegt.
Die Sprachensituation in Luxemburg ist vielschichtig. Die Muttersprache der Luxemburger ist Luxemburgisch („Lëtzebuergesch“), eine moselfränkische hochdeutsche Mundart mit einem etwas höheren Anteil französischer Lehnwörter als das Standarddeutsche. Sie wurde allerdings erst mit dem Sprachengesetz von 1984 zur Nationalsprache und mündlichen Amtssprache des Landes erhoben und wird laut Umfrage der Europäischen Union von etwa 70 Prozent der Bevölkerung als Muttersprache angegeben.
Standarddeutsch und Französisch sind gemäß dem Sprachengesetz von 1984 ebenfalls Amtssprachen; somit hat Luxemburg insgesamt drei offizielle Sprachen. Deutsch war lange als Standardsprache verbreitet, verlor allerdings nach der Erfahrung der Besatzungszeit während des Zweiten Weltkrieges an Ansehen. Französisch dient schon länger als Prestigesprache und gewann seither an Bedeutung. Seit 1944 wird etwa in den Verwaltungen und Ministerien sowie in höheren Schulen (nicht an den grundsätzlich deutschsprachigen Grund- und Berufsschulen) Französisch schriftlich verwendet, Luxemburgisch aber nach wie vor bevorzugt gesprochen. Zum gleichen Zeitpunkt, nach der Befreiung von der Nazi-Herrschaft 1944, wurde der Landesname international von „Luxemburg“ in „Luxembourg“ geändert, und alle Gesetze werden seitdem nur noch auf Französisch veröffentlicht. Aus diesem Grund wird seitdem der Name auch offiziell im Englischen mit dem untypischen „ou“ geschrieben; traditionell ist jedoch auch nach wie vor die alte Schreibweise richtig.
Typisch für eine Diglossie ist, dass insbesondere Deutsch von den Druckmedien genutzt wird. Obwohl in vielen Büchern aus Luxemburg am Anfang der ISBN die Ziffer »2« für Französisch steht, sind auch diese Bücher in luxemburgischer oder deutscher Sprache erschienen. Luxemburgisch als Nationalsprache soll dazu beitragen, die kulturelle Identität der Luxemburger zu wahren und die Immigranten unterschiedlichster Herkunft und Sprache in die luxemburgische Gesellschaft zu integrieren.
Aufgrund ihrer Bedeutung lernt man in der Grundschule die Pflichtfächer Deutsch und Französisch und später noch Englisch (je nach Ausbildungsgrad können noch andere Sprachen hinzukommen). Die Unterrichtssprache der naturwissenschaftlichen Fächer wechselt im Laufe der Jahre von Deutsch nach Französisch. Wendet sich allerdings ein Bürger auf Luxemburgisch oder auf Standarddeutsch an eine amtliche Stelle, soll er seine Antwort laut Vorschrift in der von ihm benutzten Sprache erhalten. Vor Gericht z. B. herrscht ein gravierendes Sprachenchaos, denn dort wird – der allgemeinen Verständlichkeit wegen – Luxemburgisch gesprochen, das Sitzungsprotokoll wird auf Hochdeutsch erstellt und die Gesetzestexte werden auf Französisch zitiert. In Banken, Geschäften oder in der Gastronomie wird oft Französisch gesprochen, da viele Angestellte im Dienstleistungsbereich als Grenzpendler aus Lothringen (Frankreich) oder Wallonien (Belgien) kommen.
Seit März 1970 ist Luxemburg Mitglied der Organisation internationale de la Francophonie (Internationale Organisation der Frankophonie). Luxemburg beteiligte sich dagegen überraschend nicht an der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung, die zur Betreuung der deutschen Rechtschreibreform von 1996 ins Leben gerufen wurde. Die neue deutsche Rechtschreibung wurde auf Anordnung der Regierung in den Schulunterricht eingeführt.
Eine Orthografie für die luxemburgische Sprache ist offiziell eingeführt; jedoch gibt es regionale Unterschiede (z. B. für das Wort uns benutzt man in Luxemburg-Stadt ons und sonst eis).
Eine weitere Sprache in Luxemburg ist die jenische Sprache, welche von einigen Sprachgelehrten als eigenständiges Idiom gepflegt und vor allem in Luxemburg-Pfaffenthal und Luxemburg-Weimerskirch noch gesprochen wird. Des Weiteren sind fast 20 Prozent der Bevölkerung Luxemburgs portugiesische Einwanderer oder deren Nachkommen, die oft auch ihre Muttersprache sprechen.
№3 Staatsaufbau
Das Großherzogtum Luxemburg umfasst 116 Gemeinden, die in 12 Kantone und drei Distrikte zusammengefasst sind (Luxemburg, Diekirch und Grevenmacher). Die Gemeinden sind Selbstverwaltungskörperschaften, die allerdings der Rechtsaufsicht der vom Großherzog ernannten Distriktskommissare unterliegen. Eine umfangreiche Territorialreform ist bis 2017 geplant (Reduzierung auf circa 80 Gemeinden).
Die Stadt Luxemburg ist Hauptstadt des Großherzogtums und Sitz der Regierung. Sie hat sich zu einem der führenden Finanzplätze in Europa entwickelt, der vor allem für die 39 deutschen von den 142 hier ansässigen Banken von besonderer Bedeutung ist.
Luxemburg ist Sitz wichtiger europäischer Institutionen wie Europäischer Gerichtshof, Europäischer Rechnungshof, Europäische Investitionsbank, Sekretariat des Europäischen Parlaments und Eurostat, sowie seit Juni 2010 der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF).
№4 Wirtschaft Luxemburg
Das Großherzogtum Luxemburg wird immer wieder im Zusammenhang mit guten Steuerkonditionen für Geldanleger genannt. Mit Beginn der 80er Jahre verstärkte sich dieser Trend zusehends, da die europäischen Nachbarländer den Handlungsspielraum der Geldanleger durch Steuerreformen deutlich einschränkten. Dies hat dazu geführt, dass in Luxemburg stolze 40 % der Einnahmen des Staates aus den Geschäften der zahlreichen Banken stammen und mehr als ein Zehntel der Bevölkerung in diesem wirtschaftlichen Sektor arbeitet.
Die Steuerpolitik des Landes hat dazu geführt, dass zum Beispiel der Kraftstoff durch die im Vergleich zu den Nachbarländern äußerst niedrige Steuerlast deutlich günstiger zu haben ist.
Der daraus entstandene Tanktourismus schaufelt so jedes Jahr 600 Millionen Euro in die Kassen des Staates.
Die Tatsache, dass in Luxemburg die niedrigste Mehrwertsteuer in der Europäischen Union kassiert wird, lockte zahlreiche internationale Firmen an. Große Namen aus der Internetbranche sind dort beheimatet und tragen zur finanziellen Stabilität des Finanzhaushaltes der Luxemburger bei.
Aus dem Zigaretten- und Tabakhandel fließen jährlich rund 400 Millionen Euro ins Staatssäckel der Luxemburger, da auch hier die Steuersätze deutlich unter denen anderer europäischer Staaten liegen.
All dies hat dazu geführt, dass es den Bewohnern von Luxemburg richtig gut geht. Sie stehen beim Pro-Kopf-Einkommen an zweiter Stelle der Weltrangliste. Diese Einkommen werden zu 85 % im Dienstleistungsbereich erzielt, wobei der Finanzsektor an vorderster Stelle steht. Gerade mal ein Achtel der Einwohner sind in der Industrie tätig und mit einem Anteil von einem % der erwerbstätigen Bevölkerung in der Landwirtschaft wird offensichtlich, dass Luxemburg einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Lebensmitteln importieren muss.
№5 BILDUNG
SCHULSYSTEM
In Luxemburg besteht eine Schulpflicht von 11 Jahren: zwei Jahre Kindergarten, sechs Jahre Primarstufe und drei Jahre im Sekundarbereich.Luxemburg hat damit ein dreistufiges Schulsystem (Kindergarten, Grundschule, Oberschule). Der Alphabetisierungsgrad beträgt 100 Prozent. Das luxemburgische Schulwesen kennt mehrere Probleme, wie beispielsweise der große Aufwand für den Sprachunterricht in Deutsch, Französisch und Englisch, eine relativ hohe Durchfallquote sowie eine hohe Proportion an ausländischen Schülerinnen und Schülern, besonders aus romanischen Ländern, die am Deutschunterricht scheitern. Seit 1999 gibt es die einjährige Früherziehung (éducation précoce) vor dem zweijährigen Kindergarten (préscolaire); sie soll eine bessere Sozialisation sowie eine sprachliche, soziale und schulische Integration ermöglichen. Nach der sechsjährigen Primärschule kann zwischen zwei mittleren Bildungswegen gewählt werden: a) Dem technischen Lyzeum (67% der Schüler/-innen), das mindestens drei weitere Jahre dauert und in insgesamt sechs bis sieben Jahren zu einem Berufsabschluss (CATP) beziehungsweise (Fach-) Hochschulreife (diplôme de technicien, bac technique) führen kann, oder b) Dem (allgemein bildenden) Lyzeum (33% der Schüler/-innen). Der Abschluss nach sieben Jahren besteht aus dem diplôme de fin d'études secondaires, welches den Zugang zum Universitätsstudium ermöglicht.
HOCHSCHULWESEN
Seit 2001 plante die Regierung eine eigenständige Universität aufzubauen. In den Bereichen Medizin, Naturwissenschaften, Technik, Recht, Wirtschaft sowie Sozial- und Erziehungswissenschaften werden inzwischen in insgesamt 5 Fakultäten Studenten ausgebildet. Allerdings sind die Studiengänge nicht vollständig in Luxemburg zu belegen, so dass weiterhin mehrsemestrige Studienaufenthalte im Ausland notwendig bleiben. Dabei spielen besonders belgische, französische und deutsche Universitäten eine wichtige Gastgeberrolle; insbesonders auch deshalb, weil in Luxemburg bewusst nicht alle Studiengänge angeboten werden. Die Luxemburger Studenten erwerben ihre akademischen Abschlüsse zur Zeit noch größtenteils im Ausland (Belgien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Großbritannien), wo ca. 6.288 Luxemburger studieren. Etwa 19,6% der Studenten sind an deutschen Hochschulen (insbesondere technische Fachrichtungen und Naturwissenschaften) eingeschrieben (in Belgien 22,6%, in Frankreich 22,6%). Durch den Aufbau der Universität soll der Forschungsstandort Luxemburg gestärkt und der Wirtschaftsstandort Luxemburg gefestigt werden. Außerdem sollen vermehrt ausländische Studenten nach Luxemburg gelockt werden. Gleichwohl tut sich Luxemburg mit der Anerkennung einiger ausländischer Abschlüsse schwer und hat insbesondere mit Absolventen deutscher Fachhochschulen Probleme, die z.B. die in der EG-Architekturrichtlinie geforderte vierjährige Berufspraxis in Deutschland nicht nachweisen können. Dabei hat Luxemburg mit dem Institut Supérieur de Technologie eine eigene Fachhochschule. Das Bildungswesen erhält nach dem so genannten Sozialbudget mit 11,3% den zweitgrößten Anteil am Staatshaushalt. Luxemburg hat in der PISA-Untersuchung ähnlich wie Deutschland abgeschnitten.
BERUFSAUSBILDUNG
Das Enseignement Secondaire Technique (Technische Sekundarstufe) besteht aus drei zunehmend spezialisierten Orientierungsjahren, gefolgt von drei Ausbildungsgängen: a) Die dreijährige handwerkliche und gewerbliche Berufsausbildung erfolgt sowohl nach dem dualen System im Betrieb und im Lycée Technique wie auch auf rein schulischer Basis. Als Abschluss gibt es das Technische und Berufliche Befähigungszertifikat CATP. Diese Art der Berufsausbildung ist durch einen Mangel an Lehrlingen in vielen Berufszweigen gekennzeichnet. b) Eine vierjährige Technikerausbilung mit Technikerdiplom. c) eine vierjährige Ausbildung im Régime Technique die zu einem technischen Sekundarabschluss führt.
