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  1. Finden Sie im Text die ins Russische übersetzten Sätze:

  1. Несмотря на такие неудачи паровые автомобили уже скоро передвигались с пыхтением прежде всего на родине паровой машины, в Англии, по некоторым улицам.

2. «Первый автомобиль Маркуса» – это первое, приводимое в движение бензином, уличное транспортное средство, о существовании которого имеются надёжные источники.

3.И в 1888 году Зигфрид Маркус построил в Вене свой “второй автомобиль Маркуса” – самый старый автомобиль, сохранившийся в пригодном для поездок состоянии.

Text 3 Ohne Bertha gäb's keinen Benz

  1. Übersetzen Sie

Hinter dem badischen Tüftler stand eine tatkräftige Frau: Carl Benz entwickelte vor 125 Jahren das erste Auto – und Ehefrau Bertha hatte maßgeblich die Hände am Lenkrad.

Es hätte auch alles ganz anders kommen können. Karl Benz, so hatte es seine Mutter geplant, sollte Beamter werden. Und diese Mutter hatte viel zu bestimmen im Leben des jungen Mannes, denn einen Vater gab es nicht mehr.

Benz wird am 25. November 1844 als Karl Friedrich Michael Wailend in Mühlburg, heute ein Stadtteil von Karlsruhe, geboren. Da sind sein Vater Johann Georg Benz und die Hugenotten-Tochter Josephine Vaillant aus Landstuhl noch nicht verheiratet. Kaum haben sie die Hochzeit nachgeholt, fällt der Vater – Lokomotivführer bei der badischen Eisenbahn – einem Zugunglück zum Opfer. Karl ist keine zwei Jahre alt.

Josephine Benz bezieht nur eine schmale Witwenrente. Sie vermietet Zimmer und übernimmt Näharbeiten, um Karl eine gute Schulausbildung zu ermöglichen. Von 1853 an besucht er das Karlsruher Lyzeum, eine naturwissenschaftlich orientierte Schule. Damit geht die geplante sichere Beamtenlaufbahn perdu: Karl beginnt, sich für physikalische und chemische Experimente zu interessieren, studiert von 1860 an Maschinenbau.

Nach dem Abschluss 1864 arbeitet Benz zunächst als Schlosser in Karlsruhe. Dann zieht er mit der Mutter nach Mannheim, wird Konstrukteur und Zeichner bei einem Maschinenbauer und geht wieder zwei Jahre später nach Pforzheim zum Dampfmaschinen- und Brückenbauer Benckiser. Er scheint zu keinem Arbeitgeber so recht zu passen.

1871 gründet Benz in Mannheim mit seinem Geschäftspartner August Ritter eine Eisengießerei und Metallbearbeitungswerkstatt. Das Unternehmen ist ein Desaster, Ritter erweist sich als unzuverlässig. Die Firma steht schnell am Rand der Pleite. Werkzeug wird gepfändet. Die Partnerschaft zerbricht.

Auftritt Bertha Benz. Karl hat die 1849 geborene Pforzheimerin, die damals noch Ringer heißt, kurz nach dem Tod seiner Mutter 1870 getroffen. Sie ist ihm Trost und Stütze, beide verloben sich. Berthas Vater, ein gelernter Zimmermann, hat es im Immobiliengeschäft zu Wohlstand gebracht. So kann Bertha ihren Karl vor der Pleite bewahren, indem sie sich ihre Mitgift auszahlen lässt und in das Unternehmen investiert.

Karl (der das K Anfang der 1880er durch ein schickes französisches C ersetzt) und Bertha heiraten am 20. Juli 1872. Sie bekommen zwei Söhne und drei Töchter und gründen eine Gasmotorenfabrik. Wieder steckt Bertha Geld in den Erfindungsreichtum ihres Mannes, der Ende der siebziger Jahre einen Zweitakt-Verbrennungsmotor entwickelt. Benz sichert sich mehrere wichtige Patente, zum Beispiel für die Drehzahlregulierung.

Aber die Produktionskosten sind hoch, Benz muss zusätzliche Kapitalgeber an Bord nehmen. Das Ehepaar wandelt das Unternehmen 1882 in eine Aktiengesellschaft um, die Gasmotoren-Fabrik Mannheim AG. Als die Teilhaber ihm vorschreiben wollen, wie er seine Erfindungen zu konstruieren hat, steigt Benz, der ohnehin nur fünf Prozent hält, schon 1883 wieder aus. Mit den Geschäftsleuten Max Rose und Friedrich Wilhelm Esslinger gründet er im Oktober 1883 die Firma Benz & Co. Rheinische Gasmotoren-Fabrik. Endlich läuft der wirtschaftliche Motor rund: Die Zahl der Mitarbeiter wächst auf 25, Benz kann seine Motoren in Lizenz bauen lassen.

So abgesichert, kann Benz mit der Verwirklichung eines alten Traums beginnen: Der passionierte Radfahrer will schon lange ein Motorfahrzeug konstruieren. Während sein Konkurrent Gottlieb Daimler daran bastelt, einen Motor in eine Kutsche einzubauen, entwickelt Benz ein gänzlich neues Fahrzeug: den Benz Patent-Motorwagen. Patentiert wird er am 29. Januar 1886 unter der Nummer DRP-37435 als "Wagen nach Art der Tricycles" – ein Dreirad.

Von 1885 bis 1887 entstehen drei Versionen des Fahrzeugs. Modell 3 mit seinen Holzspeichenrädern benutzt Bertha Benz 1888 bei der ersten Fernfahrt der Automobilgeschichte. Im selben Jahr zeigt Benz seinen "vollständigen Ersatz für Wagen mit Pferden" bei der Münchner Kraft- und Arbeitsmaschinenausstellung, 1889 auf der Pariser Weltausstellung. Frankreich hat bessere Straßen als Deutschland, hier finden sich Käufer für das erste kommerziell erhältliche Automobil der Welt.

Benz führt 1893 die Achsschenkellenkung ein, entwickelt 1896 den Contra-Motor, einen Vorfahren der heutigen Boxermotoren. Auch Differentialantrieb, Zündkerzen, die Riemenverschiebung als Kupplung, Wasserkühler und Gangschaltung entwickelt er maßgeblich mit. Doch der als Erfinder so geniale Ingenieur übernimmt sich wieder einmal wirtschaftlich und muss sein Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umwandeln. Aus dem Tagesgeschäft scheidet er 1903 aus, bleibt aber bis zu seinem Tod im Aufsichtsrat.

Benz erlebt 1926 noch die Fusion mit der Firma seines schwäbischen Konkurrenten Gottlieb Daimler mit, bevor er am 4. April 1929 mit 84 Jahren in Ladenburg an den Folgen einer Bronchienentzündung stirbt. Bertha Benz überlebt ihren Mann um 15 Jahre. Sie muss mitansehen, wie düstere Zeiten über Deutschland kommen, wie der Krieg ausbricht. Am 5. Mai 1944, zwei Tage nach ihrem 95. Geburtstag, stirbt sie im badischen Ladenburg, dem letzten Wohnsitz der Familie.

Berthas Fernfahrt. Ohne Wissen ihres Mannes, aber mit den Söhnen Eugen und Richard unternimmt Bertha Benz im August 1888 eine Werbetour für den Dreiradwagen: In den frühen Morgenstunden bricht sie in Mannheim auf, um rund 105 Kilometer nach Pforzheim zurückzulegen – bei weniger als einem PS und rund 18 km/h Höchstgeschwindigkeit. Apotheken werden zu den ersten Tankstellen: Sie verkaufen Waschbenzin. Bei Einbruch der Dämmerung erreicht das Trio wohlbehalten das Ziel und setzt Papa Benz per Telegramm von dem Erfolg in Kenntnis.