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ОСНОВЫ ПРОФЕССИОНАЛЬНОЙ УСТНОЙ РЕЧИ посл. вариант.doc
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Тема 4. Империя при бисмарке thema 4. Das bismarckreich Wortschatz zum Thema

die Einigung, = -en – единение

zersplittert – раздробленный

der Einzelstaat, -(e)s, -en – отдельное государство (входящее в состав фе­дерации)

der Deutsche Bund – Немецкий союз

zum Ausdruck kommen (а, о) – выражаться

anschließen (о, о) – присоединять

der Norddeutsche Bund – Северонемецкий Союз

das Deutsche Reich – Германская империя

zum Kaiser ausrufen (ie, u) – провозгласить

der Bundesstaat, -es, -en – федеральное государство

erwerben (а, о) – приобретать, добывать

territoriale Ansprüche haben – иметь территориальные

beitragen (u, a) zu etw. – способствовать чему-либо

der Gegensatz, -es, -sätze – противоречие

sogenannt – так называемый

sich erweisen (ie, ie) – оказываться

sich als richtig (wahr, falsch) erweisen – оказаться правильным (правдой, неправильным)

durchsetzen (setzte durch, durchgesetzt) – продвинуть, осуществить

ein Gesetz durchsetzen – проводить закон

beschränken (te, t) – ограничивать

die Macht beschränken – ограничивать власть

Aufgabe 1. Lernen Sie die oben gegebenen Wörter und Wortverbindungen. Bilden Sie damit verschiedene Sätze.

Aufgabe 2. Lesen Sie und übersetzen Sie den folgenden Text.

Text 1. Das Bismarckreich

Bis zur 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war Deutschland zersplittert. Ende der 50er Jahre fand die Tendenz zur Einigung Deutschlands mehrmals Ausdruck. Vor 1870 wurden Hannover, Frankfurt am Main und andere Gebiete Preußen angeschlossen. Durch den Deutsch-Dänischen Krieg bekamen Preußen und Österreich Schleswig-Holstein. Es wird der Norddeutsche Bund unter Preußens Führung gegründet. 1867 wird Bismarck Bundeskanzler, 1871 siegt Deutschland im Deutsch-Französischen Krieg und bekommt Elsaß-Lothringen. Der Süddeutsche und der Norddeutsche Bund bilden das Deutsche Reich. Der König Wilhelm I. von Preußen wird zum Deutschen Kaiser ausgerufen. So entstand das einheitliche Deutschland.

Das neu gebildete Deutsche Reich zählte über 40 Millionen Einwohner und war ein Bundesstaat. Nach einigen Jahren schließt Bismarck ein Bündnis mit Österreich, dann mit Italien und dann einen Vertrag mit Russland. Deutschland erwirbt zwei Kolonien, hat aber keine territorialen Ansprüche in Europa und auf anderen Kontinenten. Auf dem Berli­ner Kongress von 1878 trug Bismarck als starker Politiker dazu bei, die Völker Russlands und Österreichs in Frieden leben zu lassen.

Die deutsche Einheit war nicht durch Volksbeschluss, «von unten», sondern durch Fürstenvertrag, «von oben», zustande gekommen. Das Übergewicht Preußens war erdrückend; vielen erschien das neue Reich als ein «Groß-Preußen». Der Reichstag wurde nach allgemeinem und gleichem Wahlrecht gewählt. Er hatte zwar keinen Einfluss auf die Regierungsbildung, wohl aber durch seine Beteiligung an der Reichsgesetzgebung und durch das Budgetrecht auf die Ausübung der Regierungsgeschäfte. Obgleich der Reichskanzler nur dem Kaiser und nicht dem Parlament verantwortlich war, musste er sich doch um eine Mehrheit für seine Politik im Reichstag bemühen. Das Wahlrecht für die Volksvertretungen der einzelnen Länder war noch uneinheitlich. Elf der deutschen Bundesstaaten hatten noch ein vom Steueraufkommen abhängiges Klassenwahlrecht, bei vier anderen bestand die alte ständische Gliederung der Volksvertretungen. Die süddeutschen Staaten mit ihrer größeren parlamentarischen Tradition reformierten nach der Jahrhundertwende ihr Wahlrecht, und Baden, Württemberg und Bayern glichen es dem Reichstagswahlrecht an. Die Entwicklung Deutschlands zu einem modernen Industrieland stärkte den Einfluss des wirtschaftlich erfolgreichen Bürgertums. Trotzdem blieben der Adel und vor allem das überwiegend aus Adligen bestehende Offizierskorps in der Gesellschaft tonangebend.

Bismarck regierte neunzehn Jahre lang als Reichskanzler. Durch eine konsequente Friedens- und Bündnispolitik suchte er dem Reich eine gesicherte Stellung in dem neuen europäischen Kräfteverhältnis zu schaffen.

In der inneren Politik kam es dagegen zu manchen Gegensätzen, so zu einem schweren Konflikt mit der katholischen Kirche. Es war der so genannte Kulturkampf, der gegen den Katholizismus gerichtet war. Als noch schwerer erwies sich der Konflikt mit der Arbeiterschaft. Bis­marck setzte ein Gesetz gegen die Sozialisten durch und beschränkte die Macht des Parlaments (des Reichstags), das an der Regierung nicht teilnahm. Trotzdem wuchs die Zahl der sozialdemokratischen Stimmen.

Aufgabe 3. Machen Sie die folgenden Übungen zum Text:

1. Wie heißt es auf Deutsch?

раздробленный, Северонемецкий Союз, отдельное государство, присоединять, империя, рейх, провозгласить кайзером, федеральное государство, не иметь территориальных притязаний, противоречие

2. Nennen Sie Objekte zu folgenden Verben:

anschließen beitragen durchsetzen

ausruhen erwerben beschränken

3. Verwenden Sie diese Vokabeln wie im vorgegebenen Kontext:

der Einzelstaat der Bundesstaat territoriale Ansprüche haben

auseinander gehen der Gegensatz durchsetzen

zum Ausdruck kommen

4. Erörtern Sie:

der Norddeutsche Bund, das Deutsche Reich, der Bun­desstaat

5. Antworten Sie auf die Fragen:

  1. Bis zu welcher Zeit war Deutschland zersplittert?

  2. Welches Territorium bekam Preußen durch den Deutsch-Dänischen Krieg?

  3. Welcher neue Bund wurde gegründet?

  4. Wer wurde Bundeskanzler?

  5. Auf welcher Grundlage wurde das Deutsche Reich gebildet?

  6. Wer wurde zum Deutschen Kaiser ausgerufen?

  7. Wie viel Millionen Menschen zählte das Deutsche Reich?

  8. Welche Bündnisse schloß Bismarck?

  9. Erwarb Deutschland Kolonien? Hatte es territoriale Ansprüche?

  1. Wozu trug Bismarck bei?

  2. Worin bestand der Kulturkampf Bismarcks?

  3. Welche Konflikte hatte Bismarck außerdem und wie war seine Einstellung zum Parlament?

  4. Was brachte die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wirtschaftlich?