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Feministische Partei.doc
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2. Sogenannte Nutztiere

Ökologische Landwirtschaft Die ökologische Landwirtschaft arbeitet nach dem Vorsorgeprinzip. Sie erhält die Fruchtbarkeit der Böden, die Sauberkeit des Wassers und der Luft und produziert unbelastete Lebensmittel für den regionalen Markt. Intensiv- und Massentierhaltung sowie die qualvollen(Schlacht-)Tiertransporte müssen verboten werden. Futtermittel müssen aus dem Eigenanbau stammen. Futtermittelimporte sind überflüssig, denn sie verursachen neben ökologischen Problemen bei uns Hunger und Armut in den Ländern der sogenannten dritten Welt. Ökologische Landwirtschaft wirkt der Verarmung der Artenvielfalt entgegen. Die Notwendigkeit der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft ist spätestens seit der BSE- und MKS-Krise klargeworden. Dabei sind diese Skandale die vorerst letzten in einer Reihe vorangegangener: die Hühnerhaltung in den Legebatterien, die Nikotinverseuchung der Hühnerställe, Nematoden im Fisch, Antibiotika und Hormone in der Schweine- und Kälbermast, Dioxin in Eiern... Und schon seit langem versuchen die großen Agrarfirmen, unterstützt von der Politik, die VerbraucherInnen auf den Einsatz der Gentechnik in der Lebensmittelherstellung einzustimmen. Doch sind die Folgen der Gentechnik weder einzuschätzen noch rückholbar. Schon von daher lehnen wir sie ab. Sämtliche Subventionen, die zur Zeit die sog. "konventionelle Landwirtschaft" erhält, müssen gestrichen werden und für die Förderung der ökologischen Landwirtschaft zur Verfügung gestellt werden.

Ernährung Was dem Menschen schmeckt, ist Gewohnheitssache. Fleisch ist für die menschliche Ernährung in der Regel nicht nötig.

Tiertransporte Lebendtiertransporte und Schlachthöfe müssen sofort abgeschafft werden.

Tiere in Zoo und Zirkus Tiere mit Gewalt zu dressieren und sie in Käfigen zur Schau zu stellen ist ein empfindlicher Eingriff in ihre spezifische Lebensweise. Selbst der Versuch, ihren angestammten Lebensraum zu imitieren, kann das Wohlbefinden der Tiere nur ungenügend verbessern. Zoologische Gärten können für eine Übergangsfrist als Unterbringungsort für ungewollte Tiere (insbesondere Exoten) und missbrauchte Tiere verwendet werden. Langfristiges Ziel ist aber die Abschaffung der Zoologischen Gärten. Zirkus ist auch ohne dressierte Tiere unterhaltsam.

Jagen Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 5 Millionen Tiere mit Flinten und Fallen getötet. Die Jäger sind zumeist Männer, die die Jagd als Hobbybetreiben. Die mit der Jagd verbundenen Rituale lassen den Schluss zu, dass es bei der Jagd um die Lust am Töten geht. Die Jagd stört das ökologische Gleichgewicht, z.B. durch die Winterfütterung, die intensive Verfolgung von Beutekonkurrenten wie Füchsen und anderen Beutegreifern, Biotopmanipulationen und das Aussetzen von Tieren zu Jagdzwecken. Aus diesem Grund sind sämtliche derzeit als jagdbar eingestuften Tierarten ausnahmslos der Naturschutzgesetzgebung zu unterstellen; die Jagdzeiten sind ersatzlos zu streichen. Um Schäden in Land- und Forstwirtschaft zu minimieren, sind bei Reh- und Schwarzwild populationsbegrenzende Maßnahmen in Form von Weiterentwicklung und Anwendung geeigneter biologischer Alternativmethoden denkbar. Noch immer werden in einigen Ländern Zugvögel massenhaft getötet - ein nicht mehr gutzumachender Eingriff in den Naturhaushalt. EU-Verordnungen könnten dem ein Ende bereiten. Damit deutsche Jäger nicht in anderen Ländern ihrem "Hobby" nachgehen können, soll die Einfuhr von Jagdtrophäen und die Werbung für Jagdreisen verboten werden. Außenpolitisch ist auf Länder, die Jagdtourismus tolerieren bzw. fördern, entsprechender Druck auszuüben. Als Alternative bietet sich vor allem der "friedliche", naturverträgliche Tourismus an. Er ist nachhaltig zu unterstützen.

Jagd und Zucht von Pelztieren Die Einfuhr von Fellen- gleich, ob diese Pelze von bedrohten oder nichtbedrohten Arten stammen - ist mit sofortiger Wirkung zu verbieten, egal ob die betreffenden Tiere wegen ihres Pelzes oder aber im Rahmen von - ohnehin fragwürdigen - "Schädlingsbekämpfungs-Maßnahmen" getötet wurden. Das Züchten und Töten von Tieren zum Zweck der Pelzgewinnung ist zu unterbinden; die derzeit noch eingesperrten Tiere sind nach einer angemessenen Gewöhnungsphase unter fachkompetenter Aufsicht in die freie Natur zu entlassen. Bestehen hierfür (beispielsweise bei faunenfremden Arten) ökologische Bedenken, so sind die Tiere in einem für sie geeigneten Territorium, nötigenfalls dem jeweiligen Herkunftsland anzusiedeln.

Sportangeln Was für die Hobbyjagd gilt, gilt auch für das Sportangeln- die Jagd des "kleinen Mannes". Erkenntnisse im Bereich der Neurophysiologie belegen unmissverständlich, dass Fische in der Mundhöhle nicht weniger schmerzempfindlich sind als Säugetiere. Töten kann kein Sport sein!

Artenschutz Die sogenannten roten Listen, auf denen die von Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten ausgewiesen werden, sind lang und werden immer länger. Von den geschätzten 45 000 Arten in der Bundesrepublik gelten lediglich 16 000 als untersucht. Davon sind (lt. Bundesamt für Artenschutz Bonn) 3% ausgestorben oder verschollen. 40% gelten als gefährdet, stark gefährdet oder von Aussterben bedroht. Hier reichen die wenigen kosmetischen Ansätze der letzten Jahre nicht aus. Notwendig ist die Ökologisierung sämtlicher Politikbereiche und die Verwirklichung naturverträglicher Produktions- und Nutzungsformen. Das umfasst den Einsatz gegen Straßenbau und für schienengebundene Verkehrssysteme, gegen Agrarfabriken und für ökologische Landwirtschaft, gegen ökonomischen Zentralismus und für eigenständige Regionalentwicklung.

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