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- •Quellenverzeichnis
Text 3. Das deutsche Bildungssystem ist überfordert – wir brauchen nationale Bildungsstandards
1. |
Deutschland braucht Bildungsstandards, die nicht länderabhängig sind: Die Länder sind überfordert, auf die Bildungsfragen der Zukunft eine Antwort zu geben. |
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2. |
Trotz Reformen in der Organisation der beruflichen Weiterbildung verfehlen die Arbeitsämter die tatsächlichen Bedürfnisse sowohl der Jobsuchenden als auch des Arbeitsmarktes. Eines der wichtigen Probleme am Arbeitsmarkt ist trotz fehlender Jobs immer noch ein Mangel an qualifiziertem Personal. |
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3. |
Das deutsche Bildungssystem hält man nur für bedingt geeignet, auf die Herausforderungen der Zukunft eine Antwort zu geben: Bildungsfragen gehörten vielmehr in die Verantwortung des Bundes, der sicherstellen muss, dass Schüler, Auszubildende und Studenten eine Ausbildung bekommen, die sie auch im internationalen Vergleich für die beruflichen Anforderungen fit macht. |
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4. |
Politiker und Arbeitgeber sehen, dass die Arbeitslosigkeit nicht nur eine Frage fehlender Arbeitsplätze, sondern auch mangelnder Qualifikation ist. Arbeitslose sollen weitergebildet werden. Die Bundesanstalt für Arbeit soll einen Beitrag zur beruflichen Qualifikation von Arbeitslosen leisten. |
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5. |
Es stellte sich heraus, dass der Einzelne eine hohe Medienkompetenz benötigt, damit er seine Chancen wahrnehmen kann – die ohnehin sehr spärlich sind. Wer diese Basis nicht mitbringt, hat es in Zukunft noch schwerer. Man hat bei Einstellungsgesprächen bemerkt, dass die Medienkompetenz der Bewerber häufig sehr dürftig ist. |
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6. |
Es muss eine gleiche Verteilung von Rechten und Pflichten beibehalten werden. Den Arbeitslosen kann man nicht nur Pflichten auferlegen, ohne dafür zu sorgen, dass die Chancen gegeben sind. Der Schwerpunkt muss bei der gezielten Qualifikation von Arbeitslosen liegen. Da sind ganz klare Defizite erkennbar. |
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7. |
Der Wettbewerb unter den Bildungsträgern wird verstärkt. Für den Arbeitslosen bringt der Bildungsgutschein aber zunächst mehr Probleme mit sich, weil die Beratungsleistung fehlt. Seine Chancen am Markt hängen davon ab, an welchen Arbeitsberater er gerät. Es geht aber nicht darum, ziellos jeden Arbeitslosen zu qualifizieren. Der Effekt wäre ja nur, dass kurzfristig die Statistiken bereinigt würden. |
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8. |
Es sollte vielmehr im Einzelfall überprüft werden, wo es an Qualifikation fehlt. In der Folge müssten dann passgenaue und modulare Angebote zur Weiterbildung entwickelt werden. Die besten Angebote nutzen nur dann etwas, wenn dem Arbeitslosen auf dem Amt ein Mitarbeiter gegenüber sitzt, der den Arbeitsmarkt versteht und sich mit den sich schnell entwickelnden Anforderungen an berufliche Qualifikation auskennt. |
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9. |
Ein Problem in Deutschland ist, dass Ausbildung zu lange dauert. Die Möglichkeiten, dass sich neue Berufe in Deutschland etablieren, sind im bestehenden Bildungssystem stark eingeschränkt. Weil die technologische Entwicklung so schnell ist – gerade im Kommunikationsbereich - muss es möglich sein, Menschen viel schneller auszubilden, die auf diese Arbeitsplätze passen. |
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10. |
Außerdem muss im Beruf mehr gelernt werden, es muss mehr training on the Job stattfinden. Sie können die Anforderungen des Arbeitsmarktes nicht immer in einen Ausbildungsgang pressen. |
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11. |
Webbasiertes Lernen oder E-Learning wird eine Industrialisierung des Lernens mit sich bringen, weil Inhalte über das Internet schneller und einem größeren Kreis von Lernenden vermittelt werden als in einem traditionellen Studium. Universitäten werden deshalb verstärkt auf diese Methode zurückgreifen müssen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Inhalte schnell aktualisiert werden können. |
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12. |
E-Learning kann aber das traditionelle Studium nicht ersetzen – zumindest nicht kurzfristig. Ein Learning-Management-System hilft erst langfristig. Ein komplett virtuelles Studium wird es nicht geben können, weil zumindest die Prüfungen in einer Präsenzveranstaltung abgenommen werden müssen. |
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13. |
Was E-Learning leisten kann, lässt sich bei den Großunternehmen beobachten, die das virtuelle Lernen für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter schon sehr intensiv nutzen. |
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14. |
Die Vermittlung von Medienkompetenz ist häufig davon abhängig, ob es wenigstens einen oder zwei Lehrer an der Schule gibt, die in diesem Bereich engagiert sind. Die Schulen und die Verantwortlichen in den Kommunen und Ländern sind überfordert, Lehrpläne an die Anforderungen der Zukunft anzupassen. |
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15. |
Die Deutschen brauchen nationale Bildungsstandards, die dem internationalen Niveau Stand halten können. Standards, die in erster Linie zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit beitragen und nicht zur Konkurrenz unter Schülern und Lehrern führen. |
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(www.netzeitung.de/arbeitundberuf/derneuearbeits/263339/html)
Aufgaben
1. Welche ähnlichen Probleme gibt es in Russland, mit denen Politiker, Beamte und Arbeitgeber konfrontiert werden? Welche anderen Schwierigkeiten hat man in unserem Land mit den Bildungsstandards, Weiterbildung der Arbeitslosen, E-Learning u.a.?
2. Inszenieren Sie das Interview mit Ihrem Partner.
3. Lesen Sie den Artikel aus der Zeitung „DIE ZEIT“ über die Reformen, die die Hochschulbildung von heute betreffen und erfüllen Sie anschließend die Aufgaben zum Text.
