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Studium in Österreich

Die österreichischen Universitäten und Hochschulen sind gleichermaßen Stätten der Lehre und Forschung. In Österreich ist der Zugang zu allen Universitäten und Hochschulen für jeden, der die bildungsmäßigen Voraussetzungen erfüllt, in jeder Studienrichtung offen.

Neben dem normalen Zulassungserfordernis der Reifeprüfung (Matura) an einer höheren Schule, die eine allgemeine Studienberechtigung vermittelt, bestehen auch für Nichtmaturanten unter bestimmten Voraussetzungen verschiedene Möglichkeiten der Zulassung zum Hochschulstudium.

Seit 1972 ist das Studium an den Universitäten und Hochschulen gebührenfrei1. Sozial Bedürftige erhalten Studienbeihilfen. Ausländische Hörer - mit Ausnahme jener aus Entwicklungsländern - haben eine Studiengebühr zu entrichten.

Der Abschluß des Universitätsstudiums mit einem Magisterium eröffnet die Möglichkeit zur Ausübung eines höchst qualifizierten Berufes, die Erlangung der Doktorwürde bescheinigt darüber hinaus die Qualifikation als Wissenschaftler.

In Österreich existieren derzeit zwölf Universitäten und sechs künstlerische Hochschulen, die rund 150 Studienrichtungen anbieten:

Universität Wien (1365 gegründet, sie ist die älteste bestehende Universität des deutschen Sprachraumes)

Universität Graz (1585)

Universität Innsbruck (1669)

Universität Salzburg (1619, wiedererrichtet 1962)

Technische Universität Wien (1815)

Technische Universität Graz (1811)

Wirtschaftsuniversität Wien (1898)

Universität Linz (1962)

Universität für Bildungswissenschaften Klagenfurt (1970 Montanuniversität Leoben (1840)

Universität für Bodenkultur Wien (1872)

Veterinärmedizinische Universität Wien (1767)

Akademie der bildenden Künste in Wien (1692)

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien (1817)

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst „Mozarteum" in Salzburg (1870)

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz (1815)

Hochschule für Angewandte Kunst in Wien (1863)

Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz (1973)

1980/81 waren 120 790 Studierende (vorläufige Zahl inskribiert, davon waren 13 350 Ausländer. Der Lehrkörper umfaßt 13 338 Personen.

Die Aufwendungen für die österreichischen Universitäten und künstlerischen Hochschulen einschließlich Bauausgaben und hochschulrelevante Förderung stiegen von 3,3 Mrd. $ (1972) auf 10 Mrd.$.

1975 wurde ein großangelegtes Reformwerk beschlossen, das Universitäts-Organisationsgesetz. Durch dieses Gesetz wird den gesteigerten Anforderungen an eine moderne Universität durch eine Struktur und Verwaltungsreform R getragen.

Neben der Rationalisierung wurde durch die Reform von 1975 auch eine Demokratisierung durchgeführt. Die verschiedenen Gruppen der Universitätsangehörigen (Lehrer, Studenten, Verwaltungspersonal) erhielten die Möglichkeit ihre Interessen im Rahmen von akademischen Gremien zu vertreten.