Добавил:
Upload Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:
Arbeitsbuch für Mediziner-2.docx
Скачиваний:
0
Добавлен:
01.07.2025
Размер:
2 Мб
Скачать
☆

9. Analysieren Sie den Text.

A) Nennen Sie die Abschnitte des Lungenkreislaufs in der richtigen Reihenfolge.

  1. rechte Kammer

  2. ____________________

  3. ____________________

  4. ____________________

B) Nennen Sie die Abschnitte des Körperkreislaufs in der richtigen Reihenfolge.

1) linke Kammer

2) _____________________

3) _____________________

4) _____________________

C) Malen Sie die Gefäße mit sauerstoffreichem Blut rot, und die mit kohlenstoffdioxidreichem Blut blau an. Mit Hilfe des Bilds nennen Sie:

- die Kreislauforgane_______________________________________________________

________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

- die Aufgaben des Gefäßsystems_____________________________________________

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

4. Lektion Angina pectoris

Angina pectoris ist die Folge der Verengung von Herzkranzgefässen. Herzkranzgefässe sind die Blutbahnen, die den Herz-Muskel mit Blut und somit mit Sauerstoff versorgen. Bei körperlicher oder seelischer Belastung gelangt nicht mehr soviel Blut in den Herzmuskel, wie er für den erforderlichen Mehraufwand benötigt: Der Blutdurchfluss wird ungenügend. So entsteht im Bereich der Herzmuskulatur eine Durchblutungsnot, die sich dann sehr schmerzhaft in den Beschwerden eines Angina pectoris-Anfalls äussert. Der Herzmuskel kann den Anforderungen nicht mehr nachkommen, da ein Missverhältnis zwischen dem Sauerstoffbedarf und dem tatsächlichen Sauerstoffangebot besteht.

Wörtlich bedeutet Angina pectoris «Brust-Enge» und beschreibt sehr gut das Gefühl, das Sie bei einem Anfall haben. Bei jeder Überbelastung – ob seelischer oder körperlicher Art – kann es zu einem solchen Anfall kommen: Schmerzen hinter dem Brustbein, in den Schultern, im Kiefer und eventuell ausstrahlend bis in den Arm und Rücken. Jeder Patient erleidet die Schmerzen immer in der gleichen für ihn typischen Weise.

Die Koronare Herzkrankheit kann sich fortschreitend entwickeln. Wenn die Verengung der Kranzgefässe stärker wird, tritt die Angina pectoris, also der Sauerstoffmangel des Herzens, auch bei leichter körperlicher Belastung und sogar schon in Ruhe auf. Ein wichtiges Kranzgefäss kann sich schliesslich immer mehr verengen, bis sich unter Umständen ein Herzkranzgefäss-Verschluss bildet. Der von diesem Gefäss versorgte Teil des Herzmuskelgewebes bleibt ohne Blut-bzw. Sauerstoffzufuhr - die Folge ist der sogenannte Herzinfarkt. So weit muss es aber nicht kommen! Tritt bei Ihnen ein Angina pectoris-Anfall auf, sollten Sie sofort jede Art von körperlicher Bewegung einstellen.

Meistens klingt der Anfall sehr schnell ab, wenn Sie bei den ersten Anzeichen das Präparat einnehmen, das Ihnen Ihr Arzt zur Anfallsbehandlung verordnet hat. Präparate zur Anfallsbehandlung gibt es als Spray, Tabletten oder Zerbeisskapseln. Wichtig ist, dass der Wirkstoff des Medikaments (z.b. Nitroglycerin, Isosorbiddinitrat) rasch in den Blutkreislauf gelangt. Weil der Wirkstoff über die Mundschleimhaut bedeutend schneller in den Blutkreislauf gelangt als beim Schlucken einer Tablette, müssen Sie das Präparat entweder zerkauen oder zerbeissen.

Sogenannte nitrathaltige Präparate erweitern schnell die Blutgefässe Ihres Körpers. Das Herz muss dann weniger stark pumpen, da der Widerstand durch verengte Gefässe geringer ist. Es gibt Nitratpräparate, die schnell – aber kurz wirken. Sie werden eingesetzt, um einen akuten Anfall zu verkürzen. Andere Präparate wirken bis zu acht Stunden und länger. Sie werden je nach Verordnung zwei-bis dreimal pro Tag eingenommen, um für den gesamten Tag Anfälle zu verhüten. Pflaster gegen Angina pectoris werden auf die Haut aufgeklebt. Der Wirkstoff geht durch die Haut in den Blutkreislauf.

Wichtig: Der Arzt hat Ihnen die für Sie richtigen Medikamente verordnet. Halten Sie sich genauestens an die Einnahmeregel, um dauernd geschützt zu sein und ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn eine Änderung in Ihrem Gesundheitszustand eintritt! Wenn Sie wissen, dass bei Ihnen Erregung oder körperliche Anstrengung leicht einen Angina pectoris-Anfall auslöst, sollten Sie immer Ihr Präparat zur Anfallsbehandlung in der Tasche bei sich tragen. In solchen Fällen können Sie durch die rechtzeitige Einnahme des Präparates den Folgen von seelischem oder körperlichem Stress entgehen.

Wichtig: Nehmen Sie sofort bei den ersten Anzeichen eines Angina pectoris-Anfalls das vom Arzt verordnete Präparat ein. Durch rechtzeitige Einnahme können Sie die Heftigkeit eines Anfalls deutlich mindern, bzw. dem Anfall vorbeugen. Vergessen Sie nicht: Der Angina pectoris-Anfall ist ein ernstzunehmendes Warnsignal. Das muss nicht heissen, dass der Verlauf der Krankheit nun schicksalhaft und unabänderlich ist. Sie können vielmehr selbst aktiv zu einer Steigerung Ihrer Leistungsfähigkeit und damit zur Verbesserung Ihres Lebensgefühls sowie zur Verhütung eines Herzinfarktes beitragen.

Einige Ihrer Lebensgewohnheiten und Lebensbedingungen können das Risiko, einen Angina pectoris-Anfall oder sogar einen Herzinfarkt zu bekommen, erhöhen. Darum nennt man sie Risikofaktoren. Dazu gehören:

  1. Das Übergewicht. Übergewicht zwingt das Herz zu verstärkter Arbeit und steigert darum unnötig seinen Sauerstoffbedarf. Sie sollten darum versuchen, Ihr Normalgewicht zu erreichen.

  2. Die falsche Ernährung. Durch fett-, salz- und kalorienreiche Kost kann es unter anderem zu Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen und Zuckerkrankheit kommen. Eine Diät nach Empfehlung Ihres Arztes kann Ihnen helfen, diese Risikofaktoren zu vermeiden oder zu beseitigen.

  3. Das Rauchen. Die Abnahme des Herzinfarktrisikos nach dem Aufgeben des Rauchens ist wissenschaftlich bewiesen. Sie sollten darum aufhören zu rauchen.

  4. Der Bewegungsmangel. Durch mangelnde Bewegung verliert das Herz seine Leistungsfähigkeit. Sie sollten sich und Ihr Herz durch regelmässige Bewegung trainieren. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.

  5. Die seelische und körperliche Überbelastung durch Umwelt und Beruf. Darüber sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen, damit er Ihnen helfen kann, diese Belastungen leichter zu nehmen.

Die Medikamente, die Sie einnehmen, schützen Sie vor dem Fortschreiten Ihrer Krankheit. Sie können Ihre Lebensqualität verbessern. Vielleicht ist dies dann der Ausgangspunkt für ein besseres und glücklicheres, viel intensiver und bewusster gelebtes Leben.

Соседние файлы в предмете [НЕСОРТИРОВАННОЕ]