[Wolfgang_J._Kox,_Claudia_D._Spies]_Check-up_Ans(BookFi.org)
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Intensivmedizin
508 B-10.1 · Allgemeine Richtlinien
B-10.1 Allgemeine Richtlinien
E. Halle, U. B. Göbel, M. Kastrup, C. Spies
Vorbemerkungen
In diesem Kapitel werden Empfehlungen zur Antibiotikatherapie schwerer Infektionen, insbesondere bei Intensivpatienten, gegeben. Werden bei den einzelnen Infektionen mehrere Therapieoptionen vorgeschlagen, so bedeutet das nicht, dass es sich um eine Therapie der 1. Wahl oder 2. Wahl handelt. Bei mehreren Optionen muss der behandelnde Arzt die Therapie dem Risikoprofil des Patienten anpassen und die Erregerund Resistenzepidemiologie der entsprechenden Station und des Krankenhauses berücksichtigen.
Auf Intensivstationen kann bei Infektionen mit unbekanntem Erreger durch den alternierenden Einsatz von Antibiotika (-kombinationen) der Selektionsdruck vermindert und damit Antibiotikaresistenzen vorgebeugt werden. Abhängig vom klinischen Bild und von den Laborparametern muss die Antibiotikatherapie eskaliert oder deeskaliert werden. Die Dosisangaben entsprechen einer täglichen Dosierung und beziehen sich auf einen »normalen« Metabolismus. Dosisanpassungen können, z. B. bei Niereninsuffizienz, notwendig sein. Bei einigen Antibiotika (z. B. Aminoglykoside) werden Spiegelkontrollen empfohlen.
Kalkulierte Antibiotikatherapie
Die kalkulierte Antibiotikatherapie ist eine Initialtherapie, abhängig von der klinischen und mikrobiologischen Verdachtsdiagnose, der Pharmakokinetik und -dynamik sowie der Erregerund Resistenzsituation des jeweiligen Bereiches. Weitere Aspekte sind Ergebnisse klinischer Therapiestudien, Toxizität, Interaktionen und pharmakoökonomische Gesichtspunkte.
Es gilt als gesichert, dass eine adäquate, schnelle antimikrobielle Therapie das Outcome des Patienten verbessert. Eine inadäquate kalkulierte Therapie muss nach Vorliegen eines relevanten Erregers und der Resistenztestung in eine gezielte Therapie umgewandelt werden!
Allgemeine Prinzipien
Bei Verdacht auf eine Infektion schnell (optimal innerhalb von 4 h) adäquate Therapie beginnen
Antibiotika bei schweren Infektionen möglichst ausreichend hoch dosieren (Beipackzettel)!
Die Behandlungsdauer sollte möglichst kurz sein. Im Regelfall können Antibiotika 48–72 h nach Entfieberung bzw. Besserung des klinischen Verlaufes und Normalisierung von z. B. CrP-Werten und Leukozyten abgesetzt werden. Die Gesamtbehandlungsdauer sollte in der Regel zwischen 7 und
10 Tagen betragen. Ausnahmen sind Endokarditis, Osteomyelitis, Protheseninfektionen u. a.
Bleibt der Therapieeffekt 3 Tage nach Beginn der antimikrobiellen Therapie aus, so müssen Diagnose und Therapie hinterfragt werden
Bestätigt sich der Infektionsverdacht nicht, ist die antimikrobielle Therapie sofort abzusetzen
Bei unklarer Ätiologie (mikrobiologische Diagnostik: negativ) kann ein Auslassversuch sinnvoll sein (Antibiotika, wenn klinisch möglich, 3 Tage absetzen und dann erneut mikrobiologische Diagnostik veranlassen)
Bei Kombination von 3 oder mehr Antiinfektiva ist die Notwendigkeit jedes einzelnen Präparates kritisch zu überdenken. Fieber muss nicht immer infektionsbedingt sein; Medikamente, auch Antibiotika, können z. B. das »drug fever« auslösen
Mikrobiologische Diagnostik
Patientenmaterialien (Blutkulturen u. a. relevante Proben), wenn möglich, vor Beginn der antimikrobiellen Therapie entnehmen. Wenn eine Indikation für die Probenentnahme bei laufender Therapie besteht, dann kurz vor der nächsten Antibiotikagabe asservieren, wenn die Spiegel niedrig sind.
Materialien aus tiefen Atemwegen
[Trachealsekret, bronchioalveoläre Lavage (BAL), geschützte Bürste (PSB)]
Folgende Keimzahlen relevanter Erreger sprechen im Zusammenhang mit der Symptomatik, bildgebenden Verfahren und erhöhten Infektionsparametern für eine Pneumonie:
Bei BAL
104 koloniebildende Einheiten (KbE)/ml
Bei Trachealsekret 105–106 KbE/ml
Bei geschützter Bürste 103 KbE/ml
509 B-10.1
B-10 · Antimikrobielle Therapie bei ausgewählten Infektionen
Das Auftreten folgender Mikroorganismen aus tiefen Atemwegen wird als Normalflora bzw. Ersatzflora angesehen. Eine antimikrobielle Therapie ist nicht indiziert bei:
–Vergrünenden Streptokokken
–Apathogenen Neisserien
–Apathogenen Korynebakterien
–Koagulasenegativen Staphylokokken (KNS)
–Enterokokken
ZVK-Spitze
Bei Verdacht auf eine katheterassoziierte Infektion sollte der Katheter umgehend entfernt werden und die Spitze zur mikrobiologischen Diagnostik eingeschickt werden
Bei Nachweis einer Keimzahl von >15 KbE an der ZVK-Spitze, dem Nachweis von relevanten Bakterien nach 1-tägiger Bebrütung oder Nachweis der gleichen Spezies an der Katheterspitze und in Blutkulturen sollte eine Antibiotikatherapie nach Resistenztestung v. a. bei folgenden Keimen erwogen werden:
Enterobakterien (z. B. E. coli)
Pseudomonas aeruginosa u. a. Nonfermenter
Staphylococcus spp. (KNS = koagulasenegative Staphylokokken und S. aureus, inkl. MRSA =methicillinresistente S. aureus)
Enterococcus spp.
Candida spp. u. a.
Blutkultur
Pro Infektionsepisode 2-mal 2 Paare (aerob und anaerob) zu unterschiedlichen Zeitpunkten und aus unterschiedlichen peripheren Venen im Abstand von ca. 15 min entnehmen
Bei Verdacht auf katheterassoziierte Infektion (KAI) das 1. Paar aus der peripheren Vene und das 2. aus dem intravasalen Katheter entnehmen. Je Flasche ca. 10 ml Blut inokulieren
Bei entsprechender Symptomatik und dem Nachweis folgender Spezies in der Blutkultur eines Intensivpatienten ist eine antimikrobielle Therapie, je nach klinischer Symptomatik, indiziert:
–Enterobakterien (z. B. E. coli)
–Pseudomonas aeruginosa
–Staphylococcus spp. (KNS und S. aureus, inkl. MRSA)
–Enterococcus spp.
–Streptococcus pneumoniae
–Streptococcus pyogenes
–Vergrünende Streptokokken u. a.
–Eine positive Blutkulturflasche mit Candida spp. ist eine Indikation für eine antimykotische Therapie!
Häufige Kontaminanten in Blutkulturen sind:
–Koagulasenegative Staphylokokken, wenn nur eine Flasche bzw. eine Blutkultur positiv ist und wenn die Blutkultur erst nach 72 h Bebrütung positiv wird
–Aerobe Sporenbildner
–Apathogene Korynebakterien
–Propionibakterien
–Mehr als 2 Spezies in einer Flasche
Urin
Bei klinischer Symptomatik, Leukozyturie und Bakteriurie und dem Nachweis folgender Keimzahlen bzw. Spezies im Urin ist eine antimikrobielle Therapie indiziert:
Bei Intensivpatienten Nachweis von Keimzahlen
–105/ml oder 2-maliger Nachweis
–104/ml (CDC-Kriterien: einmaliger Nachweis
105/ml)
–Enterobakterien (z. B. E. coli)
–Pseudomonas aeruginosa u. a.
Vor Beginn einer antimikrobiellen Therapie Blasenkatheter wechseln und aus dem neuen Katheter eine neue Probe gewinnen
Bei Verdacht auf Legionellose Nachweis von Legionellenantigen im Spontanurin
Andere Körperflüssigkeiten
Liquor und andere Punktate aus sterilen Kompartimenten sollten nativ in sterilem Plastikröhrchen (für mikroskopische Diagnostik) und in aerober Blutkulturflasche transportiert werden
Wundmaterialien
Wundabstriche und Gewebeproben immer in Transportmedien geben (außer bei Tuberkuloseverdacht)
Drainmaterialien sind nicht geeignet, da sie häufig mikrobiell besiedelt sind. Intra operationem oder durch Punktion entnommener Eiter oder Punktat hat eine bessere ätiologische Relevanz
Intensivmedizin
510 B-10.2 · Vorgehensweise bei unklarem Fieber
Beurteilung mikrobiologischer Befunde
Bei Vorliegen eines Erregers sollte immer eine kritische Prüfung der Plausibilität und der ätiologischen Relevanz der erhobenen Befunde stattfinden
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Kolonisation (keine klinischen oder paraklinischen Infektionszeichen) und Infektion. Keine Antibiotikatherapie bei Kolonisation!
Kolonisierende Mikroorganismen aus Mundhöhle oder Oropharynx wie vergrünende Streptokokken oder koagulasenegative Staphylokokken werden nicht als Erreger von Pneumonien angesehen
Bei Nachweis von Enterokokken im Respirationstrakt handelt es sich um eine Kolonisation und nicht um eine Infektion
Falscher Zusammenhang zwischen Erregernachweis und Klinik (z. B. koagulasenegative Staphylokokken in der Blutkultur und gleichzeitig bestehende Lungeninfiltrate)
Bei typischen Mischinfektionen, z. B. sekundärer Peritonitis, und Nachweis von Monokulturen muss das gesamte Erregerspektrum (z. B. E. coli, B. fragilis, Enterococcus spp.) bei der antimikrobiellen Therapie berücksichtigt werden
Bei nosokomialer Enteritis (Diarrhö und Fieber) in erster Linie an Clostridium difficile denken (Toxinnachweis im Stuhl)
Mikrobiologische Visite
Festlegung der antimikrobiellen Therapie in der Frühvisite durch den Oberarzt der Station
Einmal wöchentlich erfolgt eine Visite durch einen Arzt für Mikrobiologie. An Hand der aktuellen mikrobiologischen und klinischen Befunde wird das weitere Vorgehen hinsichtlich der Diagnostik und antimikrobiellen Therapie der Patienten mit Infektionen besprochen
Dokumentation der mikrobiologischen Befunde und der Indikation für eine entsprechende antimikrobielle Therapie in den Patientenakten
B-10.2 Vorgehensweise bei unklarem Fieber
E. Halle, U. B. Göbel, B. Graf, M. Kastrup,
C. Spies
Bei Temperaturen > 38,5 C
Blutkulturen abnehmen (s. oben: »Mikrobiologische Diagnostik«; »Blutkulturen«)
Fiebersenkung durch:
–Differenzierte Flüssigkeitszufuhr
–Metamizolperfusor (maximal 4 g/Tag) oder andere Antipyretika
–Physikalische Kühlung, u. U. erst nach Sedierung möglich
–Sympathikusblockade durch lytischen Cocktail (0,1 ml/kgKG): 100 mg Pethidin (Dolantin) + 0,6 mg Dihydroergotoxin (Hydergin) + 20 mg Promethazin (Atosil) in 10 ml NaCl
Bei Ausbleiben einer effektiven Temperatursenkung auf < 39 C innerhalb von 12 h ggf. CVVH zur extrakorporalen Kühlung
ZVK-Wechsel
Verband mit durchsichtigem, sterilem Pflaster und tägliche Inspektion der Kathetereinstichstelle, bei blutigen Wundverhältnissen täglicher Verbandswechsel (mit saugfähigen Baumwollkompressen)
Kein Wechsel über Draht; Ausnahme: schlechte Venenverhältnisse
Wenn ein ZVK notfallmäßig bei Reanimation oder im NAW oder im auswärtigen Krankenhaus gelegt wurde, wird innerhalb von 24 h eine Neuanlage durchgeführt
Bei Verdacht auf ZVK-assoziierte Infektion: Entnahme von 2 Blutkulturen: 2 Flaschen (aerob/anaerob) aus peripherer Vene und 2 Flaschen (aerob/anaerob) aus dem verdächtigen ZVK, Uhrzeit der Entnahme angeben
Bei Verdacht auf eine ZVK-assoziierte Infektion Spitze mikrobiologisch untersuchen
Gezielte Antibiotikatherapie
Therapie nach Resistenztestung; die nach den häufigsten Erregern aufgelisteten Therapieempfehlungen sind in der Tabelle zusammengestellt
511 B-10.2
B-10 · Antimikrobielle Therapie bei ausgewählten Infektionen
Gezielte Antibiotikatherapie: Therapie ausgewählter Infektionen nach Resistenztestung
Erreger |
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Bemerkungen |
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Empfehlungen zur Therapie |
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Staphylokokken:
Koagulasenegative Staphy-
lokokken (KNS)
Staphylococcus epidermidis
(S. haemolyticus u. a.)
Methicillin =
oxacillinsensible Staphylococcus aureus (MSSA)
Methicillin = oxacillinresistente Staphylococcus aureus (MRSA)
Pseudomonas aeruginosa
Andere Nonfermenter:
Zu >70% oxacillinbzw. flucloxacillinresistent; |
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Wenn möglich, Katheter etc. entfernen |
meist nur noch gegen Vancomycin, Teicopla- |
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(führt häufig zur Sanierung). Bei Sensibilität |
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nin, Linezolid und Quinupristin/Dalfopristin |
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gegen Flucloxacillin: Cefazolin, Cefuroxim oder |
empfindlich. Infektionen durch KNS sind in |
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Flucloxacillin, sonst Vancomycin oder Teico- |
der Regel plastikassoziiert, d. h. Katheter o. ä. |
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planin. Bei Endokarditis: Vancomycin + Ri- |
sollten, wenn möglich, entfernt werden. In |
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fampicin + Gentamicin |
Rachenund Trachealsekret, Sputum und |
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Wundsekreten gehören KNS zur Normalflora, |
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in Blutkulturen sind sie häufig Kontaminanten |
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Zu ca. 70% gegen Penicillin G resistent. |
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Cefazolin oder Cefuroxim oder Ampicillin/ |
Wichtiger Erreger (mit hoher Virulenz) von |
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Sulbactam bzw. Amoxicillin/Clavulansäure |
Weichteilund Wundinfektionen, Pneumo- |
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oder Flucloxacillin. Bei Sensibilität gegen- |
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nien, Endokarditis, katheterassoziierten Infek- |
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über Penicillin G auch Penicillin G. Bei Aller- |
tionen u. a. |
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gie: Clindamycin oder Erythromycin |
Resistent gegenüber allen -Laktamantibioti- |
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Bei Therapie von MRSA-Infektionen |
ka. Meist auch gegen Ciprofloxacin, Erythro- |
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Rücksprache mit Mikrobiologie und |
mycin und Clindamycin resistent, gelegentlich |
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Krankenhaushygiene! Häufig kommen nur |
auch gegen Gentamicin resistent. Vancomy- |
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Vancomycin oder Teicoplanin in Kombina- |
cin-, teicoplanin-, quinupristin-/dalfopristin- |
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tion mit Rifampicin bzw. Fosfomycin oder |
und linezolidsensibel |
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Linezolid in Frage. Hygienevorschriften be- |
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achten! |
Wichtigster Erreger nosokomialer Pneumo- |
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Cefepim bzw. Ceftazidim oder Piperacillin |
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nien nach mehr als 5 Tagen Verweildauer im |
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oder Imipenem bzw. Meropenem plus Tob- |
Krankenhaus. Indikation für Kombinations- |
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ramycin oder Cefepim oder Ceftazidim oder |
therapie bei schwerer Infektion. Einzige |
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Piperacillin oder Imipenem bzw. Meropenem |
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Indikation für Tobramycin als Kombinations- |
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plus Ciprofloxacin oder Levofloxacin; Cipro- |
partner |
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floxacin und Levofloxacin können auch oral |
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appliziert werden |
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Acinetobacter spp. |
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Wichtiger Erreger nosokomialer Pneumonien |
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Imipenem bzw. Meropenem oder Cipro- |
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nach mehr als 5 Tagen Verweildauer im |
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floxacin oder Ampicillin/Sulbactam, bei |
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Krankenhaus |
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ZNS-Infektionen Meropenem |
Stenotrophomonas malto- |
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Seltener Infektionserreger von nosokomialer |
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Wenn Pneumonie oder Sepsis, dann Indika- |
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philia (ehemals Xanthomo- |
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Pneumonie und katheterassoziierten Infek- |
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tion für Cotrimoxazol. Dosierung 15–20 mg/ |
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nas) |
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tionen, häufig Besiedler, dann nicht behan- |
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kgKG/Tag Trimethoprim bzw. |
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deln! Erreger ist extrem resistent, aber in |
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80–100 mg/kgKG/Tag Sulfamethoxazol in |
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der Regel sensibel gegen Cotrimoxazol |
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4 Einzeldosen; evtl. Moxifloxacin |
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Intensivmedizin
512 |
B-10.2 · Vorgehensweise bei unklarem Fieber |
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(Fortsetzung) |
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Erreger |
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Bemerkungen |
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Empfehlungen zur Therapie |
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Enterobacteriaceae: |
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E. coli, Klebsiella spp., |
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Wichtige Erreger von intraabdominalen In- |
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Cefotaxim bzw. Ceftriaxon oder Piperacillin/ |
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Proteus spp. u. a. |
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fektionen, oft gemeinsam mit Anaerobiern |
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Sulbactam oder Piperacillin/Tazobactam oder |
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und Enterokokken. Sie können die Atemwege |
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Imipenem, Meropenem, Ertapenem v. a. bei |
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kolonisieren, aber auch Infektionserreger no- |
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Verdacht auf Mischinfektionen mit Anaero- |
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sokomialer Pneumonien sein (Keimzahl im |
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biern, z. B. bei Peritonitis |
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Trachealsekret O 105/ml, in BAL O104/ml). |
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Wichtige Erreger von Harnwegsinfektionen |
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Enterobacter spp., Serratia |
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Häufig resistent gegenüber -Laktamanti- |
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Fluorchinolon Gruppe 2 oder 3 (Ciprofloxacin, |
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spp., Citrobacter spp. |
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biotika (sog. AmpC- -Laktamasen) |
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Levofloxacin) oder Imipenem, Meropenem, |
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Ertapenem oder Cefepim |
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A-Streptokokken (Strepto- |
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Erreger schwerer Weichteilinfektionen |
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Penicillin G plus Clindamycin. Bei Penicillinal- |
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coccus pyogenes) |
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(Fasziitis, Myositis) |
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lergie: Linezolid |
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Streptococcus pneumoniae |
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Wichtigster Erreger ambulant erworbener |
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Penicillin G, Ampicillin, Cephalosporin Grup- |
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Pneumonien, Erreger von Meningitis, zzt. in |
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pe 3a oder Cefepim. Bei Penicillinallergie: |
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Deutschland nur ca. 2–5% gegen Penicillin G |
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Linezolid, Makrolid, Ketolid |
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intermediäre, aber 15% makrolidresistente |
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Stämme |
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Enterokokken: |
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Endokarditis: |
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s. ausführliche Darstellung im Text |
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Enterococcus faecalis (ca. |
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Erreger von Harnwegsinfektionen, abdomi- |
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Ampicillin (bei schweren Infektionen plus |
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90% aller Enterokokken) |
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nalen Infektionen, Endokarditis und Sepsis. |
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Gentamicin: Achtung! Bei High-level-Resistenz |
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Nicht relevant als Erreger von Atemwegs- |
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gegen Gentamicin nicht als Kombinations- |
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infektionen |
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partner geeignet) |
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Enterococcus faecium (ca. |
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Teicoplanin oder Vancomycin. Vancomycinre- |
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10% aller Enterokokken) |
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sistente Stämme (VRE; in Europa selten)! Dann |
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Rücksprache mit Mikrobiologie, Indikation für |
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Linezolid oder Quinupristin/Dalfopristin. VRE |
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im Stuhl sind nicht behandlungsbedürftig! |
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Legionella pneumophila |
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Zu ca. 5% Erreger von ambulant erworbenen, |
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Erythromycin plus (Rifampicin oder) Fluorchi- |
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seltener von nosokomialen Pneumonien. |
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nolone Gruppe 3 oder 4 (Levofloxacin oder |
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Disposition: Transplantationsund hämato- |
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Moxifloxacin). Wichtig ist der Antigennachweis |
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logische Patienten, Patienten mit hohen |
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aus dem Urin (bei Verdacht 2-malige Unter- |
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Steroiddosen; Auslandsanamnese beachten! |
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suchung) |
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Anaerobier |
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Oft Mischinfektion mit aeroben Erregern, |
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Metronidazol oder Clindamycin a oder Ampi- |
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daher fast immer Kombinationstherapie, |
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cillin/Sulbactam bzw. Amoxicillin/Clavulan- |
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häufig bei allen Arten von Abszessen und |
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säure bzw. Piperacillin/Tazobactam bzw. |
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Peritonitis |
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Piperacillin/Sulbactam oder Imipenem bzw. |
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Meropenem bzw. Ertapenem oder Moxi- |
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floxacin |
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a CAVE: ca. 20% der Bacteroides-fragilis-Stämme sind gegenüber Clindamycin resistent!
513 B-10.3
B-10 · Antimikrobielle Therapie bei ausgewählten Infektionen
B-10.3 Schwere ambulant erworbene Pneumonie (»severe community acquired pneumonia«; SCAP)
E. Halle, U. B. Göbel, M. Kastrup, C. Spies
Cefotaxim bzw. Ceftriaxon plus Erythromycin bzw. Clarithromycin
Ertapenem plus Erythromycin bzw. Clarithromycin
Schwere CAP bei Patienten mit Risikofaktoren für Pseudomonas aeruginosa
ATS-Kriterien für eine schwere CAP
Minorkriterien (positiv, wenn 2 von 3 Variablen vorhanden)
–Schwere akute respiratorische Insuffizienz (paO2/FIO2 < 250)
–Multilobäre Infiltrate in Thoraxröntgenaufnahme
–systolischer Blutdruck < 90 mmHg
Majorkriterien (positiv, wenn 1 von 2 Variablen vorhanden)
–Notwendigkeit der Intubation und der maschinellen Beatmung
–Notwendigkeit der Gabe von Vasopressoren >4 h (septischer Schock)
Aufnahme auf die Intensivstation, wenn mindestens 1 Majorkriterium vorhanden!
Schwere CAP, ohne Risiko für Pseudomonas aeruginosa
Erregerspektrum
Streptococcus pneumoniae
Legionella pneumophila
Haemophilus influenzae
Staphylococcus aureus
Enterobakterien
(z. B. E. coli, Klebsiella spp., Proteus spp.)
Respiratorische Viren
ca. 10% sind polymikrobiell
Erregerspektrum
Streptococcus pneumoniae
Haemophilus influenzae
Pseudomonas aeruginosa
Enterobakterien (z. B. E. coli)
Legionella pneumophila
Risikofaktoren für Pseudomonas aeruginosa bei CAP
Pulmonale Komorbidität
–Schwere COPD
–Bronchiektasen
–Zystische Fibrose
Vorangegangene Hospitalisierung
Malnutrition
Glukokortikosteroidtherapie > 4 Wochen (mindestens 10 mg Prednisolonäquivalent)
Erhöhtes Aspirationsrisiko
Breitspektrumantibiotikatherapie > 7 Tage im letzten Monat
Die wichtigsten Kriterien für eine CAP durch Pseudomonas aeruginosa sind pulmonale Komorbidität und vorausgegangene Hospitalisierung.
Kalkulierte Initialtherapie bei sCAP durch Pseudomonas aeruginosa
Piperacillin/Tazobactam bzw. Piperacillin/Sulbactam
Kalkulierte Initialtherapie |
plus Erythromycin bzw. Clarithromycin |
Cefepim plus Erythromycin bzw. Clarithromycin
Cefotaxim bzw. Ceftriaxon plus Erythromycin bzw. Imipenem bzw. Meropenem plus Erythromycin bzw.
Clarithromycin
Piperacillin/Tazobactam bzw. Piperacillin/Sulbactam plus Erythromycin bzw. Clarithromycin
Ertapenem plus Erythromycin bzw. Clarithromycin
Ampicillin/Sulbactam oder Amoxicillin/Clavulansäure plus Levofloxacin bzw. Moxifloxacin
Cefotaxim bzw. Ceftriaxon plus Levofloxacin bzw. Moxifloxacin
Clarithromycin
Piperacillin/Tazobactam bzw. Piperacillin/Sulbactam plus Ciprofloxacin bzw. Levofloxacin
Cefepim plus Ciprofloxacin bzw. Levofloxacin
Imipenem bzw. Meropenem plus Ciprofloxacin bzw. Levofloxacin
Intensivmedizin
514 B-10.4 · Therapiestrategien bei Verdacht auf nosokomiale Pneumonie („hospital acquired pneumonia«; HAP)
B-10.4 Therapiestrategien bei Verdacht auf nosokomiale Pneumonie
(»hospital acquired pneumonia«; HAP)
E. Halle, U. B. Göbel, M. Kastrup, C. Spies
Wie bei der CAP beträgt die Therapiedauer in der Regel
(7)–10 Tage.
Definition von Risikofaktoren
Nosokomiale Pneumonien sind Hospitalinfektionen, die sich nach mehr als 48 h Krankenhausaufenthalt oder innerhalb von 7 Tagen nach Entlassung manifestieren
Auf der Intensivstation ist ein radiomorphologisches Korrelat zwingend zur Diagnosestellung erforderlich: Die Röntgenuntersuchung des Thorax zeigt ein neues oder progressives Infiltrat, Verdichtungen, Kavitationen oder Pleuraergüsse und eines der folgenden Zeichen:
–Neues Auftreten von eitrigem Sputum oder Veränderung der Charakteristika des Sputums (Farbe, Menge, Geruch etc.)
–Nachweis von relevanten Mikroorganismen aus BAL, Bronchialund/oder Trachealsekret oder Biopsie
–Histopathologischer Nachweis einer Pneumonie
Schwere Pneumonie
Respiratorisches Versagen mit einer FIO2 > 35%, um eine SpO2 > 90% zu erlangen
Rapide radiologische Verschlechterung mit Beteiligung mehrerer Lungenlappen
Vorliegen einer schweren Sepsis oder MODS
HAP (»hospital acquired pneumonia«)
Definition von Risikofaktoren
Entsprechend der Risikofaktoren erfolgt die kalkulierte Therapie nach 3 Gruppen. Die einzelnen Risikofaktoren assoziieren mit dem Schweregrad der Erkrankung und dem Erregerspektrum.
Punktebewertung von Risikofaktoren
nach Bodmann et al.
Risikofaktor |
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Punktwert |
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Alter > 65 Jahre |
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1 |
Strukturelle Lungenerkrankung |
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2 |
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Antiinfektive Vorbehandlung |
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2 |
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Beginn Pneumonie ab 5. Krankenhaustag |
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3 |
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Schwere respiratorische Insuffizienz mit |
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3 |
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oder ohne Beatmung |
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Extrapulmonales Organversagen |
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4 |
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(Schock, Leber-, Nierenversagen, DIC) |
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Kalkulierte Initialtherapie der HAP entsprechend den Risikofaktoren
Gruppe I: bis 2 Punkte
Erregerspektrum
Streptococcus pneumoniae
Staphylococcus aureus (MSSA)
Haemophilus influenzae
Enterobacteriaceae
Kalkulierte Therapie
In leichten Fällen: Cefuroxim oder Ampicillin/Sulbactam bzw. Amoxicillin/Clavulansäure
In schweren Fällen: Cefotaxim bzw. Ceftriaxon oder Ciprofloxacin bzw. Levofloxacin
Gruppe II: Patienten mit 3–5 Punkten
(nicht beatmete Patienten mit Risikofaktoren oder beatmete Patienten ohne Risikofaktoren)
Erregerspektrum
Wie bei Gruppe I und zusätzlich
Enterobacter spp.
Serratia spp.
Citrobacter spp.
Pseudomonas aeruginosa
Acinetobacter spp.
Stenotrophomonas maltophilia
Staphylococcus aureus
Kalkulierte Therapie
Cefepim bzw. Ceftazidim
Piperacillin/Tazobactam bzw. Piperacillin/Sulbactam
B-10 · Antimikrobielle Therapie bei ausgewählten Infektionen
Imipenem bzw. Meropenem
Ciprofloxacin (hohe Dosis) oder Levofloxacin (hohe Dosis)
Gruppe III: Patienten mit 6 Punkten
Erregerspektrum
Wie bei Gruppe II
Vorkommen von multiresistenten Spezies
Kalkulierte Therapie
Cefepim bzw. Ceftazidim plus Aminoglykosid oder Ciprofloxacin
Piperacillin/Tazobactam oder Piperacillin/Sulbactam plus Aminoglykosid oder Ciprofloxacin
Imipenem bzw. Meropenem plus Aminoglykosid oder Ciprofloxacin
Bei hoher Prävalenz von MRSA zusätzlich Vancomycin plus Rifampicin
Aspirationspneumonie
Therapie nur, wenn nach 3 Tagen im Thoraxröntgenbild ein pathologischer Befund oder wenn ein Erreger nachgewiesen wurde und ein auffälliger klinischer (Verschlechterung der Lungenfunktion, Erhöhung der FIO2 notwendig) oder Laborbefund vorliegt
Bei klinischer Verschlechterung (Lungenfunktion, FIO2, Infektionsparameter im pathologischen Bereich) ist eine frühe, adäquate Gabe von Antibiotika indiziert
Keine routinemäßige antimikrobielle Therapie bei Aspiration
Therapie
Ciprofloxacin plus Clindamycin
Cefotaxim bzw. Ceftriaxon plus Metronidazol i.v. (bei FIO2 >0,5 und pathologischem Atemgeräusch)
Piperacillin/Tazobactam bzw. Piperacillin/Sulbactam
Imipenem bzw. Meropenem bzw. Ertapenem
Therapie bei neutropenischen Patienten mit Fieber unklarer Genese (FUO)
Neutropenie < 500/ l für > 5 Tage Entweder Monotherapie wie:
– Cefepim oder Ceftazidim oder Imipenem oder
Meropenem oder Piperacillin/Tazobactam Oder Kombinationstherapie wie:
515 B-10.5
–Cefepim oder Ceftazidim oder Imipenem oder Meropenem oder Piperacillin/Tazobactam plus Aminoglykosid (Gentamicin, Tobramycin, Amikacin)
Evaluation des Ansprechens der Therapie nach 72–96 h bei weiterhin FUO und klinischer Notwendigkeit einer Therapieumstellung:
–Antimykotika wie Amphotericin B i.v. oder Fluconazol oder liposomales Amphotericin B oder Itraconazol i.v. oder Voriconazol oder Caspofungin
Die empirische Zugabe eines Glykopeptids (z. B. Vancomycin zu einem Carbapenem) hat sich bei Patienten ohne Weichteiloder katheterassoziierte Infektion als nicht effektiv erwiesen
B-10.5 Infektiöse Endokarditis (IE)
E. Halle, U. B. Göbel, M. Kastrup, C. Spies
Diagnostik
Zur Sicherung der Diagnose sind vor Einleitung einer antimikrobiellen Therapie 3 Blutkulturpaare erforderlich. Die Therapie orientiert sich an der Bakterienspezies und den MHK-Werten
Bei kardiochirurgischen Operationen wegen IE Klappenmaterial nativ in Plastikröhrchen mit sterilem NaCl in Mikrobiologie einsenden
Diagnostische Maßnahme mit hoher Sensitivität: Transösophageale Echokardiographie
Kalkulierte Therapie der kulturnegativen IE
Nativklappen
Vancomycin 2-mal 15 mg/kgKG/Tag i.v. (max. 2 g/d; Drugmonitoring) für 4–6 Wochen
plus Gentamicin 3-mal 1 mg/kgKG i.v. für 2 Wochen
Kunstklappen IE
Vancomycin 2-mal 15 mg/kgKG/Tag i.v. für 4–6 Wochen
plus Rifampicin 3-mal 300 mg/Tag i.v. für 4–6 Wochen
plus Gentamicin 3-mal 1 mg/kgKG/Tag für 2 Wochen
Intensivmedizin
516 B-10.5 · Infektiöse Endokarditis (IE)
Kulturpositive IE
Therapie der Staphylokokkenendokarditis
Nativklappen-IE
Erreger
MSSA |
MSSA (bei
Allergie)
MRSA |
Arzneistoff |
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Behandlungs- |
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dauer |
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Flucloxacillin 8–12 g/Tag i.v. |
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4–6 Wochen |
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in 3–4 Dosen |
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plus |
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Gentamicin 3 mg/kgKG/Tag |
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3–5 Tage |
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i.v. in 2–3 Dosen |
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Vancomycin 2-mal 15 mg/ |
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4--6 Wochen |
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kgKG/Tag i.v |
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|
plus |
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Gentamicin 3 mg/kgKG/Tag |
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3–5 Tage |
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i.v. in 2–3 Dosen |
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Vancomycin 2-mal 15 mg/ |
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6 Wochen |
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kgKG/Tag i.v. |
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|
plus |
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Gentamicin 3 mg/kgKG/Tag |
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3–5 Tage |
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i.v. in 2–3 Dosen |
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Kunstklappen-/Schrittmacher-IE
Erreger
MSSA |
MRSA/ |
MRSE |
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Arzneistoff |
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Behandlungs- |
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dauer |
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Flucloxacillin 8–12 g/Tag i.v. |
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6–8 Wochen |
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in 3–4 Dosen |
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plus |
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Rifampicin 3-mal 300 mg/Tag |
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6–8 Wochen |
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i.v. |
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plus |
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Gentamicin 3 mg/kgKG/Tag |
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2 Wochen |
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in |
2–3 Dosen |
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Vancomycin 2-mal 15 mg/ |
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6(–8) Wochen |
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kgKG/Tag i.v. |
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|
plus |
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Rifampicin 3-mal 300 mg/Tag |
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6–8 Wochen |
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i.v. |
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plus |
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Gentamicin 2–3-mal 1 mg/ |
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6–8 Wochen |
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kgKG/Tag i.v. |
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Bemerkungen
Bei Nativklappen-IE Drogenabhängiger sind 2 Wochen Flucloxacillin ausreichend
Gentamicin maximal 240 mg/Tag
Vancomycin: Infusion über 60 min; nicht mehr als 2 g/Tag, Drugmonitoring
Bei Vancomycinunverträglichkeit: Linezolid 2-mal 600 mg i.v. oder p.o./Tag oder Quinupristin/Dalfopristin 7,5 mg/kgKG/Tag (via ZVK)
Bei MSSE: Vancomycin durch Flucloxacillin ersetzen
Bei MRSA Rücksprache mit Mikrobiologie
Bei Nachweis anderer Erreger Rücksprache mit Mikrobiologie
Bei kulturnegativer IE an seltene Erreger denken! Rücksprache mit Mikrobiologie ist erforderlich
Serodiagnostik für folgende Erreger ist indiziert:
–Bartonella spp.
–Brucella spp.
–Coxiella spp.
–Legionella spp.
–Chlamydia spp.
Bei chirurgischer Intervention Klappen, Vegetationen, Emboli oder Abszessmaterial zur mikrobiologischen Diagnostik einschicken
517 B-10.5
B-10 · Antimikrobielle Therapie bei ausgewählten Infektionen
Therapie der IE durch Enterokokken und penicillinresistente Streptokokken
Erreger |
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Arzneistoff |
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Behandlungsdauer |
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Penicillin MHK ?8 mg/l, Gentamicin MHK < 500 mg/l (GLR = Gentamicin-low-level-
resistente Enterokokken)
Penicillinsensible und GLR-Enterokokken bei Penicillinallergie
Penicillinresistente Stämme MHK > 8 mg/l
Ampicillin 6-mal 2 g/Tag (12 g)
plus Gentamicin 3 mg/kgKG/Tag in 2–3 Dosen
Vancomycin 2-mal 15 mg/kgKG/Tag plus Gentamicin 3 mg/kgKG/Tag in 2–3 Dosen
Vancomycin 2-mal 15 mg/kgKG/Tag plus Gentamicin 2-mal 1,5 mg/kgKG/Tag oder Linezolid 2-mal 600 mg i.v. oder p.o.
6Wochen
6Wochen
6Wochen
Therapie der Nativund Kunstklappen-IE durch Streptokokken |
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Nativ-IE |
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Penicillinsensibel |
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(MHK 0,125 mg/l) |
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Regime A |
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Alter ? 65 Jahre; Serumkreatinin normal |
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Penicillin G 12–20 Mio. IE i.v. in 4–6 Dosen |
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4 Wochen |
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plus Gentamicin 3 mg/kgKG i.v. in 2–3 Dosen |
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2 Wochen |
Wie oben; unkomplizierter Verlauf; schnelle |
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Penicillin G 12–20 Mio IE i.v. in 4–6 Dosen, nach 7 Tagen |
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4 Wochen |
klinische Besserung |
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stationärer Therapie ambulant weiterbehandeln |
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Alter O 65 Jahre und/oder Serumkreatinin |
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Penicillin G (Dosisanpassung) |
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4 Wochen |
erhöht oder Penicillinallergie |
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oder Ceftriaxon 1-mal 2 g/Tag i.v. |
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4 Wochen |
Penicillinund Cephalosporin-Allergie |
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Vancomycin 30 mg/kgKG/Tag i.v. in 2 Dosen |
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4 Wochen |
Regime B |
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Nativ-IE oder Kunstklappen-IE |
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Penicillinsensibel |
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(MHK |
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0,125–0,5 mg/l) |
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Penicillin G 20–24 Mio. IE i.v. in 4–6 Dosen |
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4 Wochen |
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oder Ceftriaxon 1-mal 2 g/Tag i.v. |
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4 Wochen |
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plus Gentamicin 3 mg/kgKG/Tag in 2–3 Dosen an- |
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2 Wochen |
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schließend weiter mit Ceftriaxon 1-mal 2 g/Tag i.v. |
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oder Vancomycin 30 mg/kgKG/Tag i.v. in 2 Dosen |
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4 Wochen |
Regime C |
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Penicillinresistent (MHK > 0,5 mg/l) |
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Konsultation mit |
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Mikrobiologen |
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