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Лисак для 3 курса, Теорграмматика, лекции.doc
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3. Die logisch-grammatischen Satztypen von w.G.Admoni

Die Konzeption der Zweigliedrigkeit liegt auch dem von W.G. ADMONI aufgestellten System von logisch-grammatischen Satztypen, das er zum ersten Mai 1935 veröffentlicht hat, zugrunde. Sprachliche Gebilde, in denen nach seiner Absicht ,,im menschlichen Bewußtsein fixierten Sachverhalten der objektiven Welt" bestimmte syntaktische Strukturen entsprechen, nannte er logisch-grammatische Satztypen. Er betont, daß sich diese in vielerleier Hinsicht voneinander unterscheiden. Einmal sind das Unterschiede im verallgemeinerten Bedeutungsgehalt, der dem einzelnen Satztyp eignet. Zum anderen sind das Unterschiede formal-grammatischer Natur. Sie bestehen ,,in der Verschiedenheit der Wortarten und der Wortformen, die als Hauptglieder des Satzes auftreten". Seinem System von logisch-grammatischen Satztypen legt er, wie er selbst schreibt, den alten Begriff des ,,nackten Satzes", der nur aus Subjekt und Prädikat besteht, zugrunde. W.G. ADMONI betont, daß er dabei ,,differenzierter und biegsamer" verfährt, indem er die grammatisch gekennzeichnete Art des Subjekts ,,mit Rücksichtnahme auf verschiedene Arten des ERWEITERTEN PRÄDIKATS" als Unterscheidungskriterien benutzt. Unter ERWEITERTEM PRÄDIKAT versteht er ein finites Verb mit seinen Ergänzungen (außer Subjekt).

Im Buch "Der deutsche Sprachbau" stellt er 12 logisch-grammatische Satztypen dar, wobei er die grammatische Gestalt und den verallgemeinerten Bedeutungsgehalt jedes Satztypus beschreibt. Den Satztyp ARBEITER ARBEITEN, d.h. Sätze, die lediglich das Subjekt und das Prädikat enthalten, kennzeichnet er als Grundtyp. Bei der Beschreibung des zweiten logisch-grammatischen Satztyps, zu dem neben ARBEITER FALLEN BÄUME noch andere Strukturen gerechnet werden, stellt W.G.ADMONI fest, daß dieser Satztypus "als eine erweiterte Abart des ersten logisch-grammatischen Satztypus betrachtet werden konnte" /Admoni 1972, 236/. Als dritten Satztypus betrachtet er Sätze mit substantivischem Prädikativ (DIE ROSE IST EINE BLUME) und als vierten Satztypus Sätze mit adjektivischem Prädikativum (DIE ROSE IST SCHÖN), die den beiden Unterarten des Nominelsatzes bei H.BRINKMANN entsprechen.

Als weitere logisch-grammatische Satztypen gibt er an: ER IST GUTER LAUNE (prädikativer Genitiv); ER IST IM GARTEN (Präpositionalgruppe mit lokaler Bedeutung); DER JUNGE MUß BADEN UND SCHWIMMEN (zusammengesetztes verbales Prädikat); ICH HABE ANGST (Zustandsbedeutung); ES WAR EINMAL EIN MÄDCHEN (dreigliedriger Existentialsatz): ES SCHNEIT (unpersönlicher Satz); DER GÄSTE WAREN VIELE (partitive Bedeutung); LAUE, WARME, KÜHLE, TIEFSCHWARZE NACHT UND HELLES LICHT (eingliedriger Existentialsatz). Außerdem berücksichtigt er die zwischen den einzelnen Satztypen bestehenden Zusammenhänge und Übergänge.

Im Buch SINTAKSIS SOWREMENNOGO NEMECKOGO JAZYKA hat er das eben dargestellte System beträchtlich ausgebaut und eine gewisse hierarchische Ordnung, die früher fehlte, in dieses System gebracht. Dieses System setzt sich aus Grundtypen mit mehreren Untertypen zusammen (27 insgesamt).