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Лисак для 3 курса, Теорграмматика, лекции.doc
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4. Satzbauplane in der Duden-Grammatik

Die Konzeption der Zweigliedrigkeit liegt auch den SATZBAUPLÄNEN in der /Duden-Grammatik 1984/ zugrunde. Für ihr Konstruieren werden 11 verschiedene Satzglieder herangezogen /Duden-Grammatik 1984, 605/, die im PRÄDIKATSVERBAND (außer Subjekt) in verschiedenen Kombinationen vorkommen können. Es werden 23 Hauptplane und als ihre Erweiterungen 14 Nebenpläne konstruiert, vgl. Tabelle in /Duden-Grammatik 1984, 635/. Die jeden Bauplan kennzeichnende Kombination von Satzgliedern wird graphisch dargestellt. Stellvertretend für alle Baupläne sei der Graph des Satzes mit einem zweiwertigen transitiven Verb angeführt: Subjekt - Prädikat - Akkusativobjekt.

In jedem Graphen wird zunächst die Zweiteilung in Subjekt und Prädikatsverband vorgenommen. Dann wird der Prädikatsverband entsprechenderweise weiter zerlegt. Der Terminus PRÄDIKATSVERBAND bezeichnet dieselben sprachlichen Gebilde, für die W.G. ADMONI den Terminus ERWEITERTES PRÄDIKAT verwendet.

5. Satzmodelle bei O.I. MOSKALSKAJA

Für O.I.MOSKALSKAJA ist die These von der Zweigliedrigkeit des Satzes ebenfallsgrundlegend/Moskalskaja 1975, 245-249/; /Moskalskaja 1983, 235-242/. Sie berücksichtigt aber eine großere Anzahl von Unterscheidungsmerkmalen (zusätzlich Valenz des Verbs, Notwendigkeitsgrad des Bauelements). Sie konstruiert insgesamt 64 Satzmodelle. Die Satzmodelle, die in irgendeiner Hinsicht Gemeinsamkeiten aufweisen, faßt sie zum entsprechenden Block zusammen. Auf diese Weise gewinnt sie 6 Blöcke und stellt dadurch innerhalb des gesamten Systems hierarchische Beziehungen her.

Zu einem Block vereinigt sie zweigliedrige Nominalsätze (5 Modelle), zum anderen zweigliedrige Verbalsätze (27 Modelle), zum dritten zweigliedrige Sätze mit Infinitiv als Hauptglied, d.h. als Subjekt oder als Prädikat (4 Modelle), zum vierten Block vereinigt sie formal zweigliedrige Sätze mit der Komponente ES (15 Modelle), zum fünften eingliedrige Sätze, eigentlich Einwortsätze (5 Modelle) und zum sechsten idiomatische Sätze (8 Modelle). Die quantitativen und qualitativen Unterschiede zwischen den dargestellten Systemen der Satzmodelle des Deutschen ergeben sich sowohl aus dem verschiedenen Verallgemeinerungs- bzw. Differenzierungsgrad bei dem Konstruieren von Satzmodellen, als auch daraus, wieviel Kriterien dabei herangezogen werden und welcher Art sie sind.

Vorlesung 16. Der Komplexe Satz. Parataxe und Hypotaxe

  1. Allgemeines

  2. Parataxe und Hypotaxe

  3. Der komplexe Satz bei H. Brinkmann und in den “Grundzügen”

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1. Allgemeines

Der komplexe oder zusammengesetzte Satz ist ein syntaktisches Gebilde, das aus mindestens zwei miteinander verknüpften finiten Konstruktionen besteht, Z.B.: WER WÄGT, GEWINNT; ES REGNET UND ES IST KÜHL. In der traditionellen Syntax dagegen werden die Bestandteile eines komplexen Sätzes als Sätze angesehen. Diese Auffassung kommt deutlich in solchen Termini wie SATZREIHE, SATZVERBINDUNG, SATZGEFÜGE, HAUPTSATZ, NEBENSATZ zum Ausdruck. Die traditionelle Ansicht vertritt z.B. W.G. ADMONI. Er begründet sie folgenderweise: ,,Dennoch scheint es unmöglich, den Satzcharakter solcher Bildungen wie Hauptsatze oder Nebensatze zu bestreiten, da sie in ihrer ganzen Struktur zu innig mit der Struktur des selbständigen Satzes zusammenhängen und auf der Grundlage der logisch-grammatischen Satztypen aufgebaut werden... Um diesen Schwierigkeiten sachlich und terminologisch zu entgehen, führten wir den Begriff des Elementarsätzes ein. Selbständiger Satz, Hauptsatz, Nebensatz, beigeordneter Satz, eingeschobener (parenthetischer) Satz - alle diese Sätze sind Elementarsätze". Theoretisch gesehen ist es inkorrekt, das Ganze und seine Konstituenten, mit demselben Terminus zu benennen, da der Status des Ganzen und der Status seiner Konstituenten verschieden sind. Um dieser Tatsache gerecht zu werden, wurden von den Syntaxforschern mehrere Bezeichnungen für die Konstituenten des komplexen Sätzes vorgeschlagen: Subjekt-Prädikat-Struktur /Moskalskaja 1975, 313/; /Moskalskaja 1983, 296/, Grundstruktur /Helbig, Buscha 1972, 559/, Teilsatz /Brinkmann 1971, 634/, /Duden-Grammatik 1984, 665/, /Schendels 1979, 335/. In der Russistik verwendet man seit einigen Jahren zur Bezeichnung der Konstituenten des parataktischen und des hypotaktischen Satzes den Terminus SATZTEIL. Dieser Terminus gibt genau das Verhältnis der Konstituenten zu dem Ganzen wieder, das sie bilden.

Aber ihrem Wesen nach sind die Konstituenten des komplexen Sätzes im Normalfall aktualisierte FINITE KONSTRUKTIONEN. Daraus erwächst aber ein terminologisches Problem. Wenn wir uns für die Termini KOMPLEXER SATZ und SATZTEIL entscheiden, dann müssen wir die Termini SATZREIHE, SATZVERBINDUNG, SATZGEFÜGE als von diesem Standpunkt inkorrekte verwerfen und dafür die Termini PARATAKTISCHER SATZ und HYPOTAKTISCHER SATZ verwenden, wenn man konsequent sein will.