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FACHDEUTSCH- MEDIZIN- ДОП.ПОСОБИЕ.doc
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01.07.2025
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Todesfälle durch Passivrauchen

Jedes Jahr sterben etwa 3.300 Menschen in Deutschland durch die Folgen des passiven Einatmens von Tabakrauch. Auch diese Zahl lässt sich weiter auf einzelne Krankheiten herunter brechen: Koronare Herzerkrankungen sind bei 2.150 Personen die Todesursache, 700 Menschen sterben an einem Schlaganfall und 260 an Lungenkrebs.

Hinzu kommen jährlich 60 Todesfälle durch plötzliche Kindstode, die dadurch ausgelöst werden, dass entweder die Mutter in der Schwangerschaft und / oder beide Eltern während und nach der Geburt geraucht haben.

Rauchen während der Schwangerschaft

Zu Beginn einer Schwangerschaft rauchen in Deutschland circa 13 % aller werdenden Mütter. Jede vierte Raucherin schafft den Ausstieg noch in der Schwangerschaft. Der gute Vorsatz hält dann allerdings nicht lange an. 70 % der Mütter werden nach spätestens einem Jahr nach der Entbindung wieder zu Raucherinnen. Die Menge der konsumierten Zigaretten in der Schwangerschaft teilt sich recht gleichmäßig auf. Jeweils ein ungefähres Drittel raucht zwischen 1-5, 6-10 oder 11-20 Zigaretten am Tag.

Der Tabakkonsum hat dabei nicht allein eine schädliche Wirkung auf die Mutter, sondern auch auf das Kind im Mutterleib. Die Stoffe, die über den Tabakrauch in die Lunge und das Blut der Mutter gelangen, bekommt auch der Nachwuchs zu spüren. Eine schlechtere Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes ist nur eines der Probleme, die während der Schwangerschaft auftreten können. Weitere Beispiele sind:

  • Verdoppelung des Risikos einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter

  • Fehl- oder Frühgeburten werden begünstigt

  • das Risiko einer Totgeburt verdoppelt sich

  • früheres Platzen der Fruchtblase vor dem eigentlichen Geburtstermin mit dem Risiko von Infektionen und Fehlgeburten

Verdeckung des Gebärmutterausgangs durch den Mutterkuchen und die vorzeitige Ablösung der Plazenta mit der Folge von Blutungen, die lebensbedrohlich für Mutter und Kind sein können

Aber auch nach der Entbindung gibt es erhöhte Risiken. Die Atmung des Kindes kann beeinträchtigt werden und das Risiko auf einen frühen Kindstod ist erhöht. Weiterhin sind ein geringeres Geburtsgewicht, ein kleinerer Umfang des Kopfes der Neugeborenen, ein geringeres Wachstum und Fehlbildungen bei Kindern von Raucherinnen zu verzeichnen.

Rauchen in Deutschland

237 Millionen Tabakprodukte in Zigarettenform wurden nach den offiziellen Verlautbarungen des Statistischen Bundesamtes 2009 in Deutschland pro Tag konsumiert.

Im Bundesdurchschnitt raucht jeder Deutsche, egal ob jung oder alt, drei Zigaretten pro Tag. Dieser Mittelwert lässt sich errechnen, wenn die 87 Milliarden im Inland verkauften Zigaretten, die 2009 versteuert wurden, auf die Bevölkerung umgelegt werden. Selbstgedrehte Tabakprodukte aus Feinschnitt, Zigarillos sowie Zigarren sind in die Berechnung noch nicht mit eingegangen.

Die Zigarette ist ohnehin besonders beliebt. Nur 4 % der Raucher greifen zu Zigarillos, Zigarren, Pfeifen und Shishas. Bei den Zigaretten wird das Markenprodukt von Rauchern bevorzugt. 61,5 % des Marktanteils entfallen auf Zigaretten von Markenherstellern.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge ist ungefähr jede oder jeder Vierte ab 15 Jahren als Raucher einzustufen. Damit ist die Anzahl der Raucher, verglichen mit den Werten von vor zehn Jahren, um 2 % gesunken. Wichtig zu wissen ist dabei auch, wie viel Tabak ein Raucher konsumiert - ein Wert, der von Raucher zu Raucher natürlich stark variieren kann. Um die 80 % der Tabak-Konsumenten liegen bei einem Konsum von 5 bis 20 täglichen Zigaretten. Zu mehr als 20 Zigaretten greifen ungefähr 14 % der Raucher - und werden damit von der World Health Organization (WHO) als starke Raucher eingestuft. Der Anteil dieser starken Raucher hat sich in den letzten 10 Jahren um 4 % verringert. Noch geringer (7 %) ist allerdings auch der Anteil der Raucher, die sich mit weniger als 5 Zigaretten am Tag begnügen.

Es gibt eine Vielzahl von Merkmalen, innerhalb derer sich die Raucherquote stark unterscheidet. Zu diesen Merkmalen gehören beispielsweise:

  • Alter

  • Geschlecht

  • soziale Unterschiede

  • regionale Unterschiede

  • Berufe

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