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учебник Немецкий для таможенников 2013 (рабочий...doc
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4. Erarbeiten Sie eine Mind-map zum Text „Deutschland: geographische Lage, Bevölkerung, Klima“.

5. Sprechen Sie über Deutschland nach folgendem Plan:

● geographische Lage

● Bevölkerung

● Klima

6. Nennen Sie weitere Bundesländer Deutschlands.

7. Arbeit mit der Landkarte.

●Ergänzen Sie die Information auf der Landkarte. Nennen Sie: die Nachbarstaaten und Großstädte Deutschlands.

● Wählen Sie eines der Bundesländer und recherchieren Sie die Information über Symbole und Geschichte seines Wappens.

● Wählen Sie eine der deutschen Städte und präsentieren Sie diese Stadt.

Lektion 1.2 Land und Leute

Projektarbeit.

  1. Bilden Sie Gruppen (3-4 Personen) und erarbeiten Sie das Projekt zum Thema “Land und Leute”:

  1. Lesen Sie einen der folgenden Texte () und wählen Sie den passenden Titel.

  Nationale Minderheiten Deutsche Sprache

Ausländer in Deutschland Bevölkerung

  1. Notieren Sie die Schlüsselwörter zum Thema des gelesenen Textes.

  2. Machen Sie einen Plan zum Text in der Frageform.

  3. Recherchieren Sie die zusätzliche Information zum gewählten Thema und präsentieren Sie die.

Text 1

 In Deutschland leben rund 80,8 Millionen Menschen. Davon sind rund 7,3 Millionen Bürger nichtdeutscher Herkunft. Das entspricht einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 8,9 Prozent.

Zugleich bedeutet es Vielfalt, zu der auch die in Deutschland lebenden Migranten, die nationalen Minderheiten, Regionen und Länder mit ihren Traditionen und Mundarten beitragen.

Die Bevölkerung in Deutschland ist regional sehr unterschiedlich verteilt. Rund ein Drittel der Einwohner, etwa 25 Millionen, lebt in 82 Großstädten. Rund 50,5 Millionen leben in Gemeinden und Städten zwischen 2.000 und 100.000 Einwohnern. Etwa 6,4 Millionen Menschen sind in Ortschaften mit bis zu 2.000 Einwohnern zu Hause.

Der seit der deutschen Vereinigung schnell wachsende Einzugsbereich von Berlin umfasst derzeit mehr als 4,3 Millionen Einwohner.

Im Industriegebiet an Rhein und Ruhr, wo die Städte ohne deutliche Abgrenzung ineinander übergehen, leben mehr als elf Millionen Menschen, das sind etwa 1.100 pro Quadratkilometer. Diesen dicht bevölkerten Regionen stehen sehr schwach besiedelte Gebiete wie weite Teile der Mark Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommerns gegenüber.

Insgesamt gehört Deutschland mit einer Bevölkerungsdichte von 230 Menschen pro Quadratkilometer zu den am dichtesten besiedelten Ländern Europas, wobei es deutliche Unterschiede zwischen dem früheren Bundesgebiet und dem Gebiet der einstigen DDR gibt. In den neuen Bundesländern und Ost-Berlin beträgt die Bevölkerungsdichte 140 Menschen pro Quadratkilometer, in den alten Bundesländern liegt sie bei 267.

Deutschland zählt mit neun Neugeborenen auf 1.000 Einwohner pro Jahr zu den Ländern mit den niedrigsten Geburtenraten der Welt. Es werden zu wenig Kinder zu spät geboren.

Frauen bekommen ihr erstes Kind meist erst mit Anfang 30, und auf jede Frau kommen derzeit im Schnitt nur 1,3 Kinder.

 Die Einwohnerzahl Deutschlands blieb in den letzten Jahren dennoch stabil. Das Geburtendefizit wurde durch den Zuzug von rund 3 Millionen Migranten ausgeglichen.

am Nordseestrand

Die niedrige Geburtenrate und die steigende Lebenserwartung – für einen heute neugeborenen Jungen liegt sie in Deutschland bei 74,4 und für ein gerade zur Welt gekommenes Mädchen bei 80,6 Jahren – wirken sich jedoch auf den Altersaufbau der Bevölkerung aus.

Der Anteil der über 60-Jährigen wird voraussichtlich von heute 23 auf etwa 30 Prozent im Jahr 2030 ansteigen, das Verhältnis zwischen dem Teil der Bevölkerung, der sich aktiv am Erwerbsleben beteiligt, und dem Bevölkerungsanteil im Rentenalter verschiebt sich hin zu den aus dem Erwerbsleben ausgeschiedenen Personen.

Die Familie ist immer noch die bevorzugte Form des Zusammenlebens. Die große Mehrheit der Einwohner lebt in einer Familie, fast die Hälfte in einer traditionellen Familie von einem Ehepaar mit Kindern.

Es gibt jedoch eine Tendenz zur Kleinfamilie bei wachsender Zahl der Haushalte.

in einer Einkaufsstraße

Jeder vierte Bewohner einer Großstadt lebt allein, auf dem Land und in Kleinstädten ist es etwa jeder siebte. Rund 2,4 Millionen Menschen, überwiegend Frauen, wohnen allein mit ihren Kindern.

Text 2

  Deutsch gehört zur großen Gruppe der indogermanischen Sprachen und innerhalb dieser zu den germanischen Sprachen. Es ist mit der dänischen, der norwegischen und der schwedischen Sprache, mit dem Niederländischen, aber auch mit dem Englischen verwandt. Im ausgehenden Mittelalter gab es eine Vielzahl von regionalen Schriftsprachen. Mit der weiten Verbreitung von Luthers Bibelübersetzung setzte sich allmählich eine einheitliche Schriftsprache durch, die im Wesentlichen auf der sächsischen (Meißner) Kanzleisprache beruht. In Deutschland werden viele Mundarten gesprochen. Dialekt und Aussprache verraten meist, aus welcher Gegend jemand stammt. Sprächen ein Mecklenburger und ein Bayer in ihrer jeweiligen Mundart miteinander, verstünde der eine den anderen nur schwer. Einst lebten auf dem heutigen Gebiet Deutschlands verschiedene Stämme wie Franken, Sachsen, Schwaben und Bayern. Heute sind diese alten Stämme in ihrer ursprünglichen Gestalt längst nicht mehr vorhanden, doch leben ihre Traditionen und Dialekte in regionalen Gruppen fort.

Deutsch als Muttersprache wird heute noch in Österreich, in Liechtenstein, im größten Teil der Schweiz, in Südtirol (Norditalien), in Nordschleswig (Dänemark) und in kleineren Gebieten in Belgien und Luxemburg entlang der Grenze zu Deutschland gesprochen. Auch die deutschen Minderheiten in Polen, Rumänien und in den Ländern der einstigen Sowjetunion haben die deutsche Sprache zum Teil bewahrt. Deutsch ist die Muttersprache von über 100 Millionen Menschen. Etwa jedes zehnte Buch, das weltweit erscheint, ist in deutscher Sprache geschrieben.

Text 3

 In Deutschland leben vier nationale Minderheiten: die dänische Minderheit, die friesische Volksgruppe in Deutschland, die deutschen Sinti und Roma und das sorbische Volk. Diese vier Gruppen fallen unter das „Rahmenübereinkommen des Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten“, das von Deutschland 1997 ratifiziert wurde. Die Sprachen dieser Minderheiten - Dänisch, Nord- und Saterfriesisch, Romanes, Nieder- und Obersorbisch - erfahren Förderung aufgrund der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen, von Deutschland 1998 ratifiziert.

Sinti und Roma werden in historischen Dokumenten in Deutschland seit dem 14. Jahrhundert ausdrücklich erwähnt. Die auf 70.000 geschätzten Sinti und Roma deutscher Staatsangehörigkeit wohnen vor allem in den großstädtischen Agglomerationen, aber auch in kleineren Städten in ganz

Deutschland.

Sorben sind etwa ab dem Jahr 600 in das von Germanen weitgehend verlassene Gebiet östlich von Elbe und Saale zugewandert.

S orben im Spreewald

Die ca. 50.000 Dänen deutscher Staatsangehörigkeit siedeln im schleswig-holsteinischen Landesteil Schleswig und bilden dort seit dem 1864 für Dänemark verlorenen Krieg eine Minderheit. Die Friesen sind als Volk der Küstenregion an der Nordsee etwa seit Beginn der Zeitrechnung bekannt (zunächst im niederländischen Westfriesland und im deutschen Ostfriesland). Nach Nordfriesland wanderten die Friesen etwa im 7. Jahrhundert zu, in das Saterland zwischen 1100 und 1400.

Heute wohnen in der Niederlausitz (Land Brandenburg) etwa 20.000 Niedersorben und in der Oberlausitz (Freistaat Sachsen) ca. 40.000 Obersorben.

Alle vier nationalen Minderheiten führen in ihren Organisationen ein reges kulturelles Leben. Hierbei werden sie finanziell vom Bund und den Ländern unterstützt.

Text 4

In der Bundesrepublik Deutschland leben heute rund 7,3 Millionen Ausländer, das entspricht 8,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Zwischen Mitte der fünfziger Jahre bis Ende 1973 kamen viele ausländische Arbeitnehmer nach Deutschland.

Türkische Fußballfans in Berlin

Die expandierende Wirtschaft brauchte zusätzliche Arbeitskräfte, die insbesondere in den Anrainerstaaten des Mittelmeerraumes, zunächst in Italien, anschließend in Spanien, Portugal, dem ehemaligen Jugoslawien, der Türkei, aber auch in Tunesien und Marokko angeworben wurden. Viele von ihnen blieben in Deutschland und holten ihre Familienangehörigen nach.

Ende 2003 lebten etwa ein Drittel der Ausländer länger als 20 Jahre, etwa zwei Drittel schon mehr als acht Jahre in Deutschland. Mehr als zwei Drittel der in Deutschland lebenden ausländischen Kinder wurden hier geboren. Seit dem Jahre 2000 erwerben hier geborene Kinder ausländischer Eltern unter bestimmten Voraussetzungen auch die deutsche Staatsangehörigkeit.

Die Mehrzahl der hier lebenden Ausländer hat sich integriert, viele von ihnen haben Führungspositionen erreicht oder sich selbstständig gemacht. Eheschließungen zwischen Ausländern und Deutschen nehmen zu und werden zu Selbstverständlichkeiten. Etwa 3,2 Millionen Ausländer haben seit 1970 die deutsche Staatsangehörigkeit erworben.