- •Часть I. Грамматические особенности перевода
- •Тема 1. Перевод реалий
- •Тема 2. Учет грамматических значений при переводе
- •Тема 3. Нормы ситуативного словоупотребления
- •Тема 4. Переводческие трансформации
- •Тема 5. Мотивированное применение трансформаций
- •Тема 6. Регулярные и ситуативные соответствия. Клише.
- •Тема 7: Особенности перевода временных форм
- •Тема 9: Перевод цифровых данных
- •Тема 8: Перевод заголовков
- •Тема 10. Перевод рекламных текстов
- •Тема 11: Перевод пассивных конструкций
- •Тема 12: Перевод придаточных предложений и союзов
- •Тема 13: Перевод сослагательного наклонения
- •Тема 14: Передача сослагательного наклонения в косвенной речи
- •Тема 15: Перевод предложений со сказуемым в форме Футурум II
- •Часть II. Стилистические особенности перевода
- •Тема 16: Деловое письмо
- •Тема 17: Деловой стиль
- •Тема 18: Научно-технический стиль
- •Тема 19: Компьютерная терминология
- •Тема 20: Газетно-публицистический стиль
- •Тема 21. Стиль обиходного общения
- •Тема 22. Литературно-художественный стиль
- •Часть III. Дополнительные тексты для перевода
- •Часть I. Грамматические особенности перевода ....................................................... 5
- •Тема 1. Перевод реалий ............................................................................................. 5
Тема 12: Перевод придаточных предложений и союзов
Übung 1: Переведите предложения, обращая внимание на перевод
придаточных предложений и союзов.
a) Aus Artikeln
1) ... Bisher ging man davon aus, dass ein Zusammenwirken zwischen Mensch
und Computer nützlich ist. Heute erweist sich, dass das nicht immer der Fall ist.
Ernsthafte sozialpsychologische Probleme treten auf. Wenn man den Computer
personifiziert, kann er, wie andere Menschen Antipathie, Hassgefühle hervorrufen.
Betrachtet man den Computer als lebendige Organismus, kann er dasselbe Unbehagen
auslösen wie bestimmte Tiere. Auch das Gegenteil kann eintreten: Wenn sich nämlich
der Computer als verträglicher Kollege erweist, entwickelt der Mensch möglicherweise
eine Antropophobie, das heißt Angst vor dem Umgang mit anderen
Menschen.
2) Gewiss, in Europa brauchte man Jahrhunderte, bis sich Nationen
herausbildeten und wirtschaftlich konsolidierte. Insofern sind 39 Jahre eine
außerordentlich kurze Zeit, zumal die Koloniale Ära ihre spezifische Erblast
hinterlassen hat. So viel Zeit bleibt Afrika aber nicht – und so viel muss es angesichts
des Entwicklungsstandes in der Welt auch nicht sein. Wohl hat man auch dort das
Recht auf Irrtum, selbst auf zeitweilige Fehlentwicklung und auf Umwege bei der
Suche nach seinem Kurs. Objektiv jedoch drängt die Zeit nirgendwo so sehr wie in
Afrika.
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b) Aus einem Interview
Die Ausbildung von Managern für Unternehmen in einigen Ländern ist das Ziel
der Ost-West-Akademie in Linz. Harvard hat bei ihrer Gründung jedoch nicht Pate
gestanden, vielmehr geht es um konkrete Management- und Marketingstrategien für
die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Ost und West.
Korrespondent: Sie haben eingangs betont, dass es Ihnen nicht darum geht,
lediglich westliches Know-how zu vermitteln. Dennoch bleibt die Frage, inwieweit
sich beispielsweise westliche Management- und Marketingstrategien auf ein anderes
Wirtschaftssystem übertragen lassen?
Präsident der Ost-West-Akademie Linz: In den Ländern, mit denen wir
zusammenarbeiten, ist es offensichtlich, dass eine sozialistische Marktwirtschaft
angestrebt wird und die Realisierungsphase begonnen hat. Natürlich ist es schwierig,
eine Planwirtschaft auf Elemente einer Marktwirtschaft umzustellen. In dieser Phase
muss man beide Mechanismen kennen. Nehmen Sie das Beispiel Marketing: Die
Verantwortlichen müssen lernen, dass der Markt der entscheidende Faktor ist, der zu
bestimmen hat, was produziert wird, in welchem Umfang und in welcher Qualität.
Das sind Basisphilosophien, die den Teilnehmern vermittelt werden müssen.
Konkreter: Wenn man ein Produkt hat – wie vermarktet man es? Exportfinanzierung,
Exportabwicklung. Ein besonderes Problem sind Zulieferungen, denn nicht mehr der
Plan stellt das Material zur Verfügung, sondern die Unternehmen werden sich selbst
am langsam entstehenden Beschaffungsmarkt mit Material eindecken müssen. In einer
Übergangszeit wird ein bestimmter Teil noch durch den Plan bereitgestellt, ein
anderer muss auf einem sich langsam entwickelnden, teilweise auch schwarzen Markt
besorgt werden. Für die Beschaffung im Westen brauche ich Devisen – wie beschaffe
ich mir diese? Letztlich ist auch eine strategische Planung erforderlich. Die Leiter der
neuen sozialistischen Unternehmen müssen selbst planen, um das Unternehmen
bestehen lassen zu können. Neben Produkt, Beschaffung und Finanzierung ist aber
auch das Personal zu planen. Motivation und Personalführung müssen aufgebaut
werden. Hier lassen sich Elemente, die im Westen angewendet werden, übernehmen...
c) Aus dem Interview
«So überflüssig wie ein Kropf»
Hans Magnus Enzensberger zur neuen Rechtschreibreform
SPIEGEL: Herr Enzensberger, die Landessprache, in der Sie schreiben, soll sich
ändern – statt «Gemse» soll künftig «Gämse», statt «rauh» «rau», statt «Stengel»
«Stängel» und statt «Haß» «Hass» geschrieben werden. Wie finden Sie das?
Enzensberger: Eine Clique von selbsternannten Experten will sich wichtig
machen, zwei Großverlage schnappen nach dem Monopolgewinn, und die Politik übt
sich wie gewöhnlich im Etikettenschwindel. Dabei geht es überhaupt nicht um die
Sprache, sondern um die Rechtschreibung, die von jeher das Steckenpferd aller
Besserwisser war.
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SPIEGEL: Sie halten die Rechtschreibreform für entbehrlich?
Enzensberger: Eine solche «Reform» ist natürlich so überflüssig wie ein Kropf.
Nur Zwangsneurotiker können wegen solcher Bagatellen jahrzehntelang Steuergelder
in Ausschüssen und Kommissionen verdauen. Ich zitiere Ihnen einen beliebigen Satz
aus Wielands «Gesprächen unter vier Augen»: «Von einer Republik, die auf die
Rechte der Menschheit gegründet sein will, und mit den großen Zauberworten,
Freiheit und Gleichheit, Vernunft, Philosophie und Filanthropie, so viel Geräusch und
Geklingel macht, sollte man doch wohl mit gutem Fug ein besseres Beispiel erwarten
dürfen». Wie viele «Schreib- und Kommafehler» würden die Anbeter des Dudens in
diesem Satz finden, je nachdem, welche Auflage ihrer heiligen Schrift sie gerade zu
Rate ziehen? Sechs? Sieben? Acht? Dabei muss man schon ein ganz besonderer
Trottel sein, um nicht zu begreifen, was Wieland meint und was niemand besser
ausdrücken konnte als er. Wer ist überhaupt dieser Herr Konrad Duden? Irgendein
Sesselfurzer? Ich halte mich lieber an Lessing, Lichtenberg, Kleist und Kafka.
SPIEGEL: Haben Sie die «Frankfurter Erklärung» als Lyriker unterschrieben
oder als politischer Zwischenrufer?
Enzensberger: Ein Engländer – ich glaube, es war Shelley – hat einmal gesagt,
die Schriftsteller seien die wahren Gesetzgeber der Sprache. So weit möchte ich nicht
gehen, aber im Zweifelsfall würde ich einem, der schreiben kann, eher trauen als
Ministerialdirigenten und Schulbuchverlegern, die oft ihrer eigenen Sprache nicht
mächtig sind.
SPIEGEL: Wie erklären Sie sich diesen neuen Regulierungswahn der Deutschen
- im vertraglich gesicherten Verbund mit Österreichern und Schweizern?
Kompensation für die Unfähigkeit, wichtigere Probleme der deutschen Gesellschaft zu
lösen?
Enzensberger: Die Orthographie war in Deutschland seit dem Wilhelminismus
ein reiner Amtsfetisch. Die Regierungen sollten die Finger von Dingen lassen, von
denen sie nichts verstehen und für die sie nicht kompetent sind. Die sogenannten
Regelwerke sind Ersatzhandlungen, mit denen die kulturpolitische Impotenz kaschiert
werden soll. Es ist für das Verständnis völlig unerheblich, ob es «Stengel» heißt oder
«Stängel», ob man «im Klaren» groß oder klein schreibt – es kommt vielmehr darauf
an, ob jemand in der Lage ist, sich klar auszudrücken. Darum sollten sich die
Pädagogen kümmern, statt eine alte Zwangsjacke durch eine neue zu ersetzen.
SPIEGEL: Wünschen Sie sich eine andere Art von Sprachreform?
Enzensberger: Ich wünsche, dass mich der Staat beim Schreiben in Ruhe lässt.
SPIEGEL: Warum sind die deutschen Schriftsteller so spät aufgewacht?
Enzensberger: Ich habe nicht geschlafen. Auf jedem Manuskript, das ich an
meinen Verlag sende, steht seit Jahrzehnten mit großen roten Buchstaben: „Nicht nach
Duden!“ Allen Lehrern der Republik würde ich raten, den Schwachsinn der neuen
„amtlichen Regelung“ stillschweigend zu ignorieren. Die Schulen haben Besseres zu
tun. Vorschriften, die niemand beachtet, machen sich lächerlich. Sie erledigen sich
von selbst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass maßgebende Verlage wie Rowohlt,
Hanser oder Suhrkamp so dumm sein werden, ihre Bücher einzustampfen. Auch die
großen Zeitungen täten gut daran, sich taub zu stellen. Gegen diese Form der zivilen
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Sabotage ist kein Kraut gewachsen. Ich hoffe, dass der SPIEGEL dabei mit gutem
Beispiel vorangeht.
Übung 2: Переведите следующие тексты, обращая внимание, на
передачу конструкций «haben + zu + Infinitiv» «sein + zu + Infinitiv»
a) Zeitungsmeldungen
Madrid: 500 Titel der antifaschistischen spanischen Presse, die während der fast
40jährigen Franco-Diktatur im Untergrund und im Exil erschienen, sind jetzt in einer
Ausstellung in Madrid zu sehen.
b) Aus internationalen Konventionen
Die Gesetze zum Schutz der Rechte der Frauen sind im Lichte wissenschaftlicher
und technischer Erkenntnisse periodisch zu überprüfen und gegebenenfalls zu
überarbeiten, zu widerrufen oder zu erweitern.
Die Massenmedien haben bei der Erziehung junger Menschen im Geiste von
Frieden, Gerechtigkeit, Freiheit, gegenseitiger Achtung und Verständigung eine
wichtige Rolle zu spielen, um die Menschenrechte, die Gleichberechtigung aller
Menschen und Nationen sowie ökonomischen und gesellschaftlichen Fortschritt zu
fördern. Gleichzeitig haben sie wesentlich dazu beizutragen, die Meinungen und
Bestrebungen der jungen Generation bekanntzumachen.
