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Тема 12: Перевод придаточных предложений и союзов

Übung 1: Переведите предложения, обращая внимание на перевод

придаточных предложений и союзов.

a) Aus Artikeln

1) ... Bisher ging man davon aus, dass ein Zusammenwirken zwischen Mensch

und Computer nützlich ist. Heute erweist sich, dass das nicht immer der Fall ist.

Ernsthafte sozialpsychologische Probleme treten auf. Wenn man den Computer

personifiziert, kann er, wie andere Menschen Antipathie, Hassgefühle hervorrufen.

Betrachtet man den Computer als lebendige Organismus, kann er dasselbe Unbehagen

auslösen wie bestimmte Tiere. Auch das Gegenteil kann eintreten: Wenn sich nämlich

der Computer als verträglicher Kollege erweist, entwickelt der Mensch möglicherweise

eine Antropophobie, das heißt Angst vor dem Umgang mit anderen

Menschen.

2) Gewiss, in Europa brauchte man Jahrhunderte, bis sich Nationen

herausbildeten und wirtschaftlich konsolidierte. Insofern sind 39 Jahre eine

außerordentlich kurze Zeit, zumal die Koloniale Ära ihre spezifische Erblast

hinterlassen hat. So viel Zeit bleibt Afrika aber nicht – und so viel muss es angesichts

des Entwicklungsstandes in der Welt auch nicht sein. Wohl hat man auch dort das

Recht auf Irrtum, selbst auf zeitweilige Fehlentwicklung und auf Umwege bei der

Suche nach seinem Kurs. Objektiv jedoch drängt die Zeit nirgendwo so sehr wie in

Afrika.

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b) Aus einem Interview

Die Ausbildung von Managern für Unternehmen in einigen Ländern ist das Ziel

der Ost-West-Akademie in Linz. Harvard hat bei ihrer Gründung jedoch nicht Pate

gestanden, vielmehr geht es um konkrete Management- und Marketingstrategien für

die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Ost und West.

Korrespondent: Sie haben eingangs betont, dass es Ihnen nicht darum geht,

lediglich westliches Know-how zu vermitteln. Dennoch bleibt die Frage, inwieweit

sich beispielsweise westliche Management- und Marketingstrategien auf ein anderes

Wirtschaftssystem übertragen lassen?

Präsident der Ost-West-Akademie Linz: In den Ländern, mit denen wir

zusammenarbeiten, ist es offensichtlich, dass eine sozialistische Marktwirtschaft

angestrebt wird und die Realisierungsphase begonnen hat. Natürlich ist es schwierig,

eine Planwirtschaft auf Elemente einer Marktwirtschaft umzustellen. In dieser Phase

muss man beide Mechanismen kennen. Nehmen Sie das Beispiel Marketing: Die

Verantwortlichen müssen lernen, dass der Markt der entscheidende Faktor ist, der zu

bestimmen hat, was produziert wird, in welchem Umfang und in welcher Qualität.

Das sind Basisphilosophien, die den Teilnehmern vermittelt werden müssen.

Konkreter: Wenn man ein Produkt hat – wie vermarktet man es? Exportfinanzierung,

Exportabwicklung. Ein besonderes Problem sind Zulieferungen, denn nicht mehr der

Plan stellt das Material zur Verfügung, sondern die Unternehmen werden sich selbst

am langsam entstehenden Beschaffungsmarkt mit Material eindecken müssen. In einer

Übergangszeit wird ein bestimmter Teil noch durch den Plan bereitgestellt, ein

anderer muss auf einem sich langsam entwickelnden, teilweise auch schwarzen Markt

besorgt werden. Für die Beschaffung im Westen brauche ich Devisen – wie beschaffe

ich mir diese? Letztlich ist auch eine strategische Planung erforderlich. Die Leiter der

neuen sozialistischen Unternehmen müssen selbst planen, um das Unternehmen

bestehen lassen zu können. Neben Produkt, Beschaffung und Finanzierung ist aber

auch das Personal zu planen. Motivation und Personalführung müssen aufgebaut

werden. Hier lassen sich Elemente, die im Westen angewendet werden, übernehmen...

c) Aus dem Interview

«So überflüssig wie ein Kropf»

Hans Magnus Enzensberger zur neuen Rechtschreibreform

SPIEGEL: Herr Enzensberger, die Landessprache, in der Sie schreiben, soll sich

ändern – statt «Gemse» soll künftig «Gämse», statt «rauh» «rau», statt «Stengel»

«Stängel» und statt «Haß» «Hass» geschrieben werden. Wie finden Sie das?

Enzensberger: Eine Clique von selbsternannten Experten will sich wichtig

machen, zwei Großverlage schnappen nach dem Monopolgewinn, und die Politik übt

sich wie gewöhnlich im Etikettenschwindel. Dabei geht es überhaupt nicht um die

Sprache, sondern um die Rechtschreibung, die von jeher das Steckenpferd aller

Besserwisser war.

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SPIEGEL: Sie halten die Rechtschreibreform für entbehrlich?

Enzensberger: Eine solche «Reform» ist natürlich so überflüssig wie ein Kropf.

Nur Zwangsneurotiker können wegen solcher Bagatellen jahrzehntelang Steuergelder

in Ausschüssen und Kommissionen verdauen. Ich zitiere Ihnen einen beliebigen Satz

aus Wielands «Gesprächen unter vier Augen»: «Von einer Republik, die auf die

Rechte der Menschheit gegründet sein will, und mit den großen Zauberworten,

Freiheit und Gleichheit, Vernunft, Philosophie und Filanthropie, so viel Geräusch und

Geklingel macht, sollte man doch wohl mit gutem Fug ein besseres Beispiel erwarten

dürfen». Wie viele «Schreib- und Kommafehler» würden die Anbeter des Dudens in

diesem Satz finden, je nachdem, welche Auflage ihrer heiligen Schrift sie gerade zu

Rate ziehen? Sechs? Sieben? Acht? Dabei muss man schon ein ganz besonderer

Trottel sein, um nicht zu begreifen, was Wieland meint und was niemand besser

ausdrücken konnte als er. Wer ist überhaupt dieser Herr Konrad Duden? Irgendein

Sesselfurzer? Ich halte mich lieber an Lessing, Lichtenberg, Kleist und Kafka.

SPIEGEL: Haben Sie die «Frankfurter Erklärung» als Lyriker unterschrieben

oder als politischer Zwischenrufer?

Enzensberger: Ein Engländer – ich glaube, es war Shelley – hat einmal gesagt,

die Schriftsteller seien die wahren Gesetzgeber der Sprache. So weit möchte ich nicht

gehen, aber im Zweifelsfall würde ich einem, der schreiben kann, eher trauen als

Ministerialdirigenten und Schulbuchverlegern, die oft ihrer eigenen Sprache nicht

mächtig sind.

SPIEGEL: Wie erklären Sie sich diesen neuen Regulierungswahn der Deutschen

- im vertraglich gesicherten Verbund mit Österreichern und Schweizern?

Kompensation für die Unfähigkeit, wichtigere Probleme der deutschen Gesellschaft zu

lösen?

Enzensberger: Die Orthographie war in Deutschland seit dem Wilhelminismus

ein reiner Amtsfetisch. Die Regierungen sollten die Finger von Dingen lassen, von

denen sie nichts verstehen und für die sie nicht kompetent sind. Die sogenannten

Regelwerke sind Ersatzhandlungen, mit denen die kulturpolitische Impotenz kaschiert

werden soll. Es ist für das Verständnis völlig unerheblich, ob es «Stengel» heißt oder

«Stängel», ob man «im Klaren» groß oder klein schreibt – es kommt vielmehr darauf

an, ob jemand in der Lage ist, sich klar auszudrücken. Darum sollten sich die

Pädagogen kümmern, statt eine alte Zwangsjacke durch eine neue zu ersetzen.

SPIEGEL: Wünschen Sie sich eine andere Art von Sprachreform?

Enzensberger: Ich wünsche, dass mich der Staat beim Schreiben in Ruhe lässt.

SPIEGEL: Warum sind die deutschen Schriftsteller so spät aufgewacht?

Enzensberger: Ich habe nicht geschlafen. Auf jedem Manuskript, das ich an

meinen Verlag sende, steht seit Jahrzehnten mit großen roten Buchstaben: „Nicht nach

Duden!“ Allen Lehrern der Republik würde ich raten, den Schwachsinn der neuen

„amtlichen Regelung“ stillschweigend zu ignorieren. Die Schulen haben Besseres zu

tun. Vorschriften, die niemand beachtet, machen sich lächerlich. Sie erledigen sich

von selbst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass maßgebende Verlage wie Rowohlt,

Hanser oder Suhrkamp so dumm sein werden, ihre Bücher einzustampfen. Auch die

großen Zeitungen täten gut daran, sich taub zu stellen. Gegen diese Form der zivilen

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Sabotage ist kein Kraut gewachsen. Ich hoffe, dass der SPIEGEL dabei mit gutem

Beispiel vorangeht.

Übung 2: Переведите следующие тексты, обращая внимание, на

передачу конструкций «haben + zu + Infinitiv» «sein + zu + Infinitiv»

a) Zeitungsmeldungen

Madrid: 500 Titel der antifaschistischen spanischen Presse, die während der fast

40jährigen Franco-Diktatur im Untergrund und im Exil erschienen, sind jetzt in einer

Ausstellung in Madrid zu sehen.

b) Aus internationalen Konventionen

Die Gesetze zum Schutz der Rechte der Frauen sind im Lichte wissenschaftlicher

und technischer Erkenntnisse periodisch zu überprüfen und gegebenenfalls zu

überarbeiten, zu widerrufen oder zu erweitern.

Die Massenmedien haben bei der Erziehung junger Menschen im Geiste von

Frieden, Gerechtigkeit, Freiheit, gegenseitiger Achtung und Verständigung eine

wichtige Rolle zu spielen, um die Menschenrechte, die Gleichberechtigung aller

Menschen und Nationen sowie ökonomischen und gesellschaftlichen Fortschritt zu

fördern. Gleichzeitig haben sie wesentlich dazu beizutragen, die Meinungen und

Bestrebungen der jungen Generation bekanntzumachen.