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УМК Понимащенко.doc
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Text a. Beton

Beton ist im frischen Zustand ein Gemenge aus Bindemitteln (meist Zement), Zuschlagstoffen und Wasser. Die Bedeutung des Betons steigt wegen seiner guten Eigenschaften ständig. Ohne Beton ist kein großes Bauvorhaben denkbar.

Der überwiegende Teil unserer Bauten besteht heute nicht mehr aus Ziegeln, sondern aus Beton, der entweder auf der Baustelle als sogenannter „Ortbeton" oder in Betonwerken zu Betonfertigteile verarbeitet wird. Die Industrialisierung des Bauwesens erfordert immer mehr Betonfertigteile. Die Betonerzeugung soll daher weiter gesteigert werden. Dementsprechend werden neue Zement-, Zuschlagstoff- und Betonwerke errichtet, vorhandene vergrößert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Man kann den Beton nach verschiedenen Gesichtspunkten einordnen und bezeichnen:

nach Dichte: Leichtbeton, Schwerbeton, Schwerstbeton;

nach dem verwendeten Zuschlagstoff: Sandbeton, Kiessandbeton, Splittbeton, Ziegelsplittbeton, Hüttenbimsbeton, Porensinterbeton, Einkornbeton (der Zuschlag besteht aus gleich großen Körnungen);

nach der Konsistenz: steifer (erdfeuchter) Beton, steifer bis weicher (plastischer) Beton, weicher (flüssiger) Beton, gießbar;

nach der Förderung und Verdichtung: Pumpbeton (weich), pumpbar; Gußbeton (weich), gießbar; Stampfbeton (steif), wird durch Stampfen verdichtet; Rüttelbeton (steif bis weich), wird durch Rütteln verdichtet.

Leichtbeton wird in steigendem Maße als Baustoff für die Montagebauweise verwendet. Seine Rohdichte beträgt 0,4–0,8 kg/dm3 (bei den Arten für Dämmzwecke) und 0,8 – 1,4 kg/dm3 für tragenden Beton. Diese geringen Rohdichten sind auf eine entsprechende hohe Porigkeit zurückzuführen sowie darauf, dass man leichte Zuschlagstoffe verwendet. Je kleiner und je zahlreicher die Poren sind, um so besser ist der Wärmeschutz.

Schwerbeton hat eine Rohdichte von 1,9 ... 2,4 kg/dm3. Die Grundeigenschaften sind gute Dichtigkeit, hohe Druckfestigkeit, gute Wärmeleitfähigkeit und Wetterbeständigkeit; er wird daher vor allem für Ingenieurbauten (Brückenbau, Stahlbetonbau) verwendet. Für Wohnungsaußenwände ist Schwerbeton wegen seiner schlechten Wärmedämmung nicht geeignet; er muss dann eine Zwischenschicht aus Wärmedämmstoffen haben.

Der Schwerstbeton für Sonderzwecke (z. B. Maschinenfundamente, Belastungsmassen) hat durch besonders schwere Zuschläge (Schwerspat, Eisenschrott) eine Rohdichte von 2,4 ... 5,0 kg/dm3. Er ist wasserundurchlässig und hat eine gute Druckfestigkeit.

Das Betongemenge muß folgende wichtige Eigenschaften haben:

a) Gleichartigkeit der Masse;

b) porenfreies Ausfüllen der Form;

c) es darf keine Abschichtung zulassen.

Der Festigkeit (Härte) nach teilen die Fachleute die Betonarten ein: in schwere Betonarten - die Marken 100, 150, 200, 300, 400, 500, 600 und in leichte Betonarten - die Marken 50, 75, 100, 150, 200, 300. Unter einer Betonart (Betonmarke) versteht man die Druckfestigkeit in Würfeln von 20x20x20 cm nach 28 Tagen seit ihrer Herstellung. Man kann also die Betonmarke nicht bestimmen, ohne die Würfel genau zu prüfen.

Beton besitzt folgende Eigenschaften, die ihn zu einem unersetzlichen Material im Stahlbetonbau machen: hohe Druckfestigkeit, ausreichende Zugfestigkeit, gute Haftfähigkeit an Stahl. Er ist nicht nur witterungs- und raumbeständig, sondern auch feuersicher und widerstandsfähig gegen Explosionen.

Worin besteht die Hauptaufgabe des Bindemittels (Zement) im Beton? Sie besteht im Abbinden, d.h. in der festen Verbindung der groben und feinen Teilchen (Sand, Blähton, Kies, Steinschlag) zu einem einheitlichen Ganzen. Das geschieht unter Einfluß von physikalischen und chemischen Prozessen.

Die Zuschlagstoffe erfüllen eine andere Aufgabe: sie bilden das starre Skelett und treten weder mit Zement noch mit Wasser in eine chemische Verbindung. Die Zuschlagstoffe verringern auch die Schrumpfung, die beim Erhärten (Abbinden) des Zementsteines auftritt.