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Lesen Sie den Text und berichten Sie über die Teile des Gebäudes. Text a. Das gebäude und seine elemente

Sowohl öffentliche Gebäude und Wohnhäuser als auch Industriegebäude bezeichnet man mit dem Begriff Bauwerk. Ein Bauwerk kann verschiedene Formen haben, und der Architekt hat beim Projektieren die Form und den Zweck, den das Gebäude zu erfüllen hat, zu berücksichtigen. Jedes Bauwerk besteht aus bestimmten Gebäudeteilen und ist nach bestimmten Gesetzen zu errichten.

Bauwerke braucht der Mensch für alle Bedürfnisse. Alle Gebäude bestehen aus einer bestimmten Anzahl von Bauelementen. Diese Elemente können in zwei Gruppen geteilt werden: tragende Konstruktionen und Schützkonstruktionen. Die ersten nehmen alle Belastungen, die in einem Gebäude entstehen, auf. Die zweiten schützen das Gebäude vor Witterungseinflüssen und dienen zur Aufteilung eines Gebäudes in einzelne Räume.

Betrachten wir die Gebäudeteile. Die wichtigsten davon sind das Fundament, die Außen- und Trennwände, einzelne Stützen, die Decken, das Dach, die Treppen, Türen, Fenster u.a.m.

Es gibt noch Ingenieurbauwerke. Dazu gehören Brücken, Verladebrücken, Funkmaste u.a. Bauwerke, in denen manchmal auch verschiedene Räume einzurichten sind.

Jedes Bauwerk muss standfest sein. Sein Standfestigkeit erhält das Gebäude vom Fundament. Das Fundament ist die Grundlage, die die Belastung aller tragenden Konstruktionen auf den Baugrund zu übertragen hat. Diejenige Fläche des Fundaments, welche auf dem Baugrund liegt, heißt Fundamentsohle. Der Abstand von der Erdoberfläche bis zur Fundamentsohle heißt Gründungstiefe.

Die Wände sind Schützkonstruktionen. Man unterscheidet tragende, selbsttragende und nichttragende Wände. Die tragende Wand steht auf dem Fundament und nimmt nicht nur ihr Eigen­gewicht, sondern auch die Belastung anderer Gebäudeteile auf. Die selbsttragende Wand steht auf dem Fundament unter dem Eigengewicht der vollen Wandhöhe. Die nichttragende Wand hat das Eigengewicht nur einer Etagenhöhe.

Die Trennwände teilen die Etage in einzelne Räume ein. Sie stützen sich auf die Decke und tragen außer dem Eigengewicht keine Belastung.

Ein Gebäude kann mehrere Stützen haben. Pfeiler und Säulen sind Stützkonstruktionen und können die Decke oder das Dach stützen. Sie dienen dem Zweck, die Belastung der Gebäudeteile auf das Fundament zu übertragen. Säulen zieren oft die Front.

Die Decken teilen das Innere des Gebäudes in Stockwerke (Etagen) ein. Außer dem Eigengewicht hat die Decke die Nutzlast zu tragen, d.h. die Last der Menschen, der Möbel und der Ausstattung, und verleiht dem Gebäude die räumliche Steifigkeit. Decken, die die Stockwerke trennen, heißen Geschossdecken. Über dem obersten Geschoss und unter dem Erdgeschoss liegen ebenfalls Decken.

Das Dach schützt das Gebäude vor atmosphärischen Niederschlägen, Sonnen und Wind. Die obere wasserundurchlässige Schale nennt man Dachhaut. Der Raum zwischen der obersten Decke und der Dachhaut heißt Dachboden.

Die Stockwerke sind durch Treppen miteinander verbunden, die im Treppenhaus gelegt werden. Bei Brandgefahr sind die Treppen also von den Wohnungen isoliert. In jedem Stockwerk ist ein Treppenpodest, von wo man die entsprechende Wohnung betreten kann.

Die Türen dienen zur Verbindung der benachbarten Räume, zum Ein- und Ausgang.

Die Fenster sind nötig, um die Räume zu beleuchten und zu lüften.

Ein Wohnhaus kann auch Erker, Balkons, ein Kellergeschoss u.a. Gebäudeteile haben. Die Industriegebäude haben natürlich viele Elemente aus Stahlbeton (Stützen, Dachbinder, Träger u.a.m.). Der Architekt hat stets dafür zu sorgen, dass die Gebäudeteile richtig und schön zueinander geordnet sind.