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УМК Понимащенко.doc
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Text b. Das bauwerk

Die Architektur hängt aufs engste mit dem Bauwesen zusammen. Der Architekt wirkt in ständiger Zusammenarbeit mit dem Bauingenieur und den Bauarbeitern. Jede seiner Schöpfungen muss er sowohl funktioneil, als auch ästhetisch-dekorativ gestalten. Das bedeutet einerseits, dass jedes Bauwerk seiner praktischen Bestimmung einwandfrei entsprechen soll (daher architektonische Unterschiede, z.B. zwischen Schul-, Industrie- und Verwaltungsgebäuden), andererseits aber soll das Bauwerk günstigen künstlerischen Eindruck erzielen, sich durch eigene architektonische Schönheit auszeichnen und mit der Umgebung harmonieren.

Wir unterscheiden zwischen den historischen Bauten, die einen hohen kulturgeschichtlichen und künstlerischen Wert haben und gewöhnlich unter Denkmalschutz stehen, z. B. der Kreml, der Turm, die Burg, das Schloß, der Palast, der Dom, die Kirche, die Kapelle usw., den alten baufälligen Bauten, die bald abgetragen werden sollen, und den modernen Bauten. Ihrer Zielbestimmung nach werden sämtliche Bauwerke in Wohnhäuser, Industriebauten, landwirtschaftliche Bauten und gesellschaftliche Bauten eingeteilt. Zu den letzteren gehören u.a. Verkehrsanlagen, Sportanlagen, Kulturstätten, Handelseinrichtungen, Verwaltungsgebäude, Lehranstalten, Krankenhäuser.

Der Städtebau bezweckt eine vollständige Umgestaltung von alten und einen systematischen Aufbau von neuen Städten. Vor der Architektur steht die Aufgabe, Räumlichkeiten und Einrichtungen der verschiedensten Art in solcher Weise zu Gebäuden, Gebäudegruppen und städtebaulichen Anlagen zusammenzufügen, dass damit den vielfältigen praktischen und geistigen Zwecken der menschlichen Gesellschaft gleichermaßen gedient wird. Das heißt, einerseits denjenigen Zwecken, die auf Befriedigung elementarer materieller Bedürfnisse zur Sicherung der biologischen und gesellschaftlichen Existenz gerichtet sind, andererseits den Zwecken ideologischer Natur, und zwar der künstlerischen Widerspiegelung der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Die Architekten von heute wenden die neuesten Methoden der Stadtbebauung an. Dazu gehören Projektierung und Bau von getypten Wohnhäusern, Schulen usw., öffentliche Projektbesprechung, einheitliche Stadt- und Dorfplanung, industrielle Fertigung der Bauwerke durch Anwendung der industriell vorgefertigten Bauelemente u.a.

Die Errichtung eines Bauwerkes fängt am Reißbrett an und wird dann auf der Baustelle fortgesetzt. Sind die Mauern errichtet und das Gebäude unters Dach gebracht, so wird nach altem deutschem Brauch das Richtfest gefeiert. Danach folgen die Innenraumausstattung und die Verputzarbeiten. Die Fassade wird oft zum Teil mit Granit, Mosaik usw. verkleidet. Zur Zeit baut man in den Großstädten meist neun- bis sechzehngeschossige Häuser. Im Erdgeschoß und manchmal auch im 1. Obergeschoss werden oft Läden eingebaut. Schließlich wird der Neubau seiner Bestimmung übergehen.

Die Losung aller Architekten ist heute: schön, billig und schnell bauen!