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Методичка_Arbeit und Beruf.Umweltschutz_ 2й сем...doc
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01.07.2025
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7. Informieren Sie sich aus dem Text über die Geschichte des Umweltschutzproblems in Deutschland.

Was halten sie von vier Prinzipien, unter welchen die Umweltpolitik Deutschlands steht?

Wie trägt der Staat zum Schutz der Natur in Ihrem Land? Wie ist e s im Grundgesetz widerspiegelt?

Ist die Naturschutzpolitik in Ihrem Land erfolgreich?

Umweltschutz in Deutschland

Der rasche Wiederaufbau und das enorme wirtschaftliche Wachstum der Fünfziger- und Sechzigerjahre führten in Deutschland zu dramatischen Umweltbelastungen in Form verseuchter Flüsse und Seen, schadstoffbelasteter Luft und einer stark zersiedelten Landschaft. In der Bundesrepublik führte vor allem der Unmut einer großen Zahl von Bürgern dazu, dass seit Anfang der Siebzigerjahre die Umweltbelastungen systematisch bekämpft werden.

Die staatliche Verantwortung für die Umwelt fand ihren Niederschlag im ersten Umweltprogramm der Bundesregierung von 1971, in dem Umweltpolitik definiert wird als die Gesamtheit aller Maßnahmen, die notwendig sind, um dem Menschen eine Umwelt zu sichern, wie er sie für seine Gesundheit und für ein menschenwürdiges Dasein braucht, um Boden, Luft und Wasser, Pflanzen und Tierwelt vor nachhaltigen Wirkungen menschlicher Eingriffe zu schützen und um Schäden oder Nachteile aus menschlichen Eingriffen zu beseitigen.“

In der DDR galt der Raubbau an den natürlichen Lebensgrundlagen gemäß der SED-Ideologie als Merkmal des westlichen Kapitalismus. Die dramatischen Umweltprobleme im eigenen Land wurden von der politischen Führung und den staatlich gesteuerten Medien weitgehend ignoriert. Die über den tatsächlichen Zustand der Umwelt vorliegenden Daten unterlagen der Geheimhaltung. Dabei waren manche Regionen – insbesondere die Braunkohlereviere und die Zentren der chemischen Industrie – derart belastet, dass sie nach den Grenzwertempfehlungen der UNO als unbewohnbar hätten eingestuft werden müssen.

Umweltschutz im Grundgesetz

I n der Bundesrepublik wurde seit Anfang der Siebzigerjahre eine Vielzahl von Umweltschutzgesetzen und -verordnungen erlassen. Die Maßnahmen reichen vom Abfallbeseitigungsgesetz (1972) über das Bundesimmissionsschutzgesetz (1974) und das Bundesnaturschutzgesetz (1976) bis zur vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung (1990).

1994 wurde der Umweltschutz als Staatsziel Umweltschutz in das Grundgesetz aufgenommen (Art. 20a): „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

In der Praxis freilich stoßen die verstärkten Forderungen nach einer gesunden und intakten Umwelt an Grenzen, vor allem weil (gut organisierte) wirtschaftliche Interessen ihm entgegenstehen. Erschwert wird eine effektive Umweltpolitik auch dadurch, dass sie als Querschnittsaufgabe, die beinahe sämtliche Politikfelder betrifft, nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie von den politischen und gesellschaftlichen Akteuren in allen Politikfeldern als Leitziel auch wirklich als im Zweifel anderen Interessen vorrangig verfolgt wird.

Die staatliche Umweltpolitik steht heute unter vier Prinzipien: Über das Verursacherprinzip sollen die Kosten der Umweltzerstörung den Schädigern zugerechnet und damit von vornherein vermieden werden. Das Vorsorgeprinzip geht in eine ähnliche Richtung und soll den Umweltschutzgedanken möglichst früh zum Tragen bringen. Das Kooperationsprinzip soll alle beteiligten Akteure in den umweltpolitischen Entscheidungsprozess einbinden und das Integrationsprinzip soll Umweltschutz in allen Politikbereichen zum Tragen bringen.

Gemeinsam fügen sich diese vier Prinzipien in das grundlegende Prinzip der Nachhaltigkeit, demgemäß durch die Nutzung natürlicher Ressourcen das System der natürlichen Umwelt insgesamt nicht aus seinem Gleichgewicht gebracht werden darf, so dass seine Regenerationsfähigkeit und damit sein Bestand auf Dauer gesichert bleibt.

Zahlreiche staatliche Umweltschutzmaßnahmen haben zusammen mit einem gestiegenen Umweltbewusstsein der Bevölkerung dazu beigetragen, dass der Zustand der Umwelt in Deutschland sich im Laufe der Jahrzehnte erheblich verbessert hat. Manche Verbesserung ist auch der deutsch-deutschen Wiedervereinigung geschuldet – beinahe die gesamte Chemie- und Schwerindustrie der ehemaligen DDR wurde durch umweltfreundliche Industrien ersetzt.

8. Übersetzen Sie und merken Sie sich folgende Vokabeln.

die Dürre

die Ausrottung

der Meeresspiegel

die Verseuchung

der Flüchtlingsstrom

die Vergiftung

die Hungersnot

die Überschwemmung

unabsehbare Folgen haben

stark zersiedelte Landschaft

die Querschnittsaufgabe

seinen Niederschlag in D. finden

die Emission

die Maßnahme

fossile Brennstoffe

ein Gesetz erlassen

die Verringerung

der Raubbau

Verantwortung tragen für Akk.

der Geheimhaltung unterliegen

dem gleichen Glitzer huldigen

menschenwürdiges Dasein

der Energieverbrauch

das Treibhaus

der unersättliche Hunger

das Verursacherprinzip

Vorrang haben vor D.

das Vorsorgeprinzip

betroffen sein

die Nachhaltigkeit

die Entschädigung

auf Dauer

ein lukratives Geschäft

die Umweltverträg-lichkeitsprüfung

gerecht

ersetzen durch Akk.