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Методичка_Arbeit und Beruf.Umweltschutz_ 2й сем...doc
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01.07.2025
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V. Umwelt und Gesundheit

1. Informieren Sie sich aus dem Text über die Gefahren, die der Menschheit drohen. Nehmen Sie die Stellung dazu. Auch Menschen droht der „Öko-Kollaps“ Chemische Gifte schädigen das Immunsystem

Würzburg (ID) – Jeder vierte Bundesbürger leidet an Allergien, weil das Immunsystem der Menschen immer anfälliger wird. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie bei einer Tagung in Würzburg hingewiesen. Wenn Giftstoffe in Nahrung und Umwelt nicht verringert würden, drohte den Menschen ein „Öko-Kollaps“. Wissenschaftler sprechen von einer Überempfindlichkeit für mehrere chemische Stoffe, nach dem englischen Fachbegriff MCS abgekürzt. Wenn schädliche Stoffe in Luft, Wasser und Nahrungsmitteln gemeinsam auf Nerven- und Immunsystem des Menschen einwirken, kann die Abwehr überfordert sein und zum Zusammenbruch führen.

Der Forscher Tino Merz gab vor allem dem steigenden Autoverkehr und Müllverbrennungsanlagen die Schuld. Kopfschmerz, Schwindelgefühl, Depressionen und Schlafstörungen wurden oft jahrelang von Ärzten erfolglos behandelt, ohne den Ursachen auf die Spur zu kommen. Der Sozialwissenschaftler Karl-Heinz Hillmann aus Würzburg warnte davor, Informationen über die Giftbelastungen der Umwelt zu wenig Beachtung zu schenken.

2. Ist Ihnen der Begriff „Allergie“ bekannt? Sind Sie selbst Allergiker? Worauf reagieren Sie allergisch? Wie sind die Symptome? Wie fühlen Sie sich dabei?

3. Lesen Sie den Text. Suchen Sie die Informationen über: 1) Allergiearten; 2) Ursachen der Allergie; 3) Behandlung der Allergie. Allergien

Manchen trifft es schon als Säugling. Andere in der Pubertät. Einige erst nach 30 Jahren. Plötzlich ist sie da, die Allergie: als Ausschlag, als Schnupfen, Asthma, als Gelenkschmerz oder Verdauungsstörung. Über 20 Millionen Deutsche haben eine Allergie. Spitzenreiter: die Inhallationsallergien. Rund acht Millionen leiden daran. Die Inhallationsallergien entstehen durch das Einatmen von Pollen, Hausstaub; Schimmelpilzen. Stoffe also, die sich gar nicht vermeiden lassen.

Unumstrittene Aufsteiger sind die Kontaktallergien. Bereits rund sieben Millionen reagieren mit Exemen auf Dingen wie Nickel, Gummi, Klebstoffe, Putzmittel.

Für vier Millionen Lebensmittelallergiker tickt die Zeitbombe im Essen. Bei Milch, Eiern, Mehl, aber auch bei Farb- und Zusatzstoffen bekommen sie Asthma oder Ausschlag.

Stark zugenommen haben auch die gefährlichsten Allergien: die auf Medikamente und Insektenstiche. Sie sind gefürchtet, weil sie zum lebensgefährlichen allergischen Schock führen können.

Jeder vierte Bundesbürger klagt bereits über eine Allergie. Und die Zahl steigt dramatisch. Besonders betroffen sind Kinder, die in verkehrsreichen Gegenden aufwachsen. Und junge Erwachsene, die in ihrem Beruf mit Reizstoffen wie Pollen (Floristin), Chemikalien (Friseurin, Krankenschwester) oder Mehl (Bäcker) zu tun haben.

Ein neuer Forschungszweig, die Allergotoxikologie, beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen, entdeckt immer neue Ursachen für den Allergie-Boom. Manches ist noch nicht mit letzter Sicherheit geklärt. Doch die folgenden vier Ursachen gelten als die wichtigsten:

  1. Der Mensch wird zunehmend empfindlicher, weil ihn immer mehr Umweltschadstoffe belasten. Schwefel- und Stickoxide in der Luft reizen und schädigen die Atemwege und machen sie anfälliger für allergische Reaktionen. Außerdem kommen wir täglich mit Tausend von Reizstoffen in Kontakt. Unser Abwehrsystem wird dadurch ständig in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Und eines Tages reicht dann ein einziger weiterer Kontakt mit einem Reizstoff, um falschen Alarm auszulösen und die Allergie in Gang zu setzen.

  2. Die Reizstoffe, die eine Allergie auslösen, die so genannten Allergene, werden ständig aggressiver. Am deutlichsten zeigt sich das an Pollen, der Heuschnupfen und Atemwegsallergien hervorruft. Z.B. Birken, die am Straßenrand einer Autobahn wachsen, produzieren Pollen mit einem speziellen Eiweißmolekül. Dieser veränderte Pollen ist ein starkes Allergen.

  3. Es gibt immer mehr Allergene. Zum Beispiel durch neue Kunststoffe, Baumaterialien oder Putzmittel, aber auch durch das immer exotischere Angebot an Nahrungsmitteln. Papayas, Kiwis, Mangos sind relativ neu auf unserem Tisch – und können das Abwehrsystem reizen.

  4. Es werden immer mehr Kinder mit der Veranlagung zu Allergien geboren. Denn allergische Eltern geben die Überempfindlichkeit an ihre Kinder weiter. Sind beide Eltern Allergiker, bekommt das Kind mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit ebenfalls irgendeine Allergie.

Wissenschaftler haben Allergien nach ihrer Wirkungsweise in verschiedene Typen eingeteilt. Für den Patienten sind in der Regel zwei Unterschiede wichtig: Bei der Sofortallergie treten die Beschwerden unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen auf, beim Spättyp kann das Stunden oder Tage dauern, was die Suche nach dem Allergen sehr erschwert.

Die lebensbedrohliche Form der Allergie ist der „anaphylaktische Schock“. Dabei kommt es als Reaktion auf Medikamente, Insektengift oder Nahrungsmittel zu Herzversagen oder Kreislaufzusammenbruch. Erste Anzeichen; Zungenbrennen; Schweißausbruch, danach Übelkeit, Atemnot; Bewusstlosigkeit. Muss sofort vom Arzt behandelt werden.

Auch bei jedem Verdacht auf eine allergische Reaktion sollte man zum Arzt gehen. Die wichtigste Aufgabe des Arztes ist es, das verantwortliche Allergen herauszufinden, ohne zu viele Tests durchzuführen. Dazu gehört auch eine Untersuchung der Umgebung des Patienten. Bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergie ist das Wichtigste die Suchdiät und – wenn das Allergen gefunden ist – die Zusammenarbeit des Arztes mit einer Ernährungsberaterin. Sie soll dem Allergiker beim Zusammenstellen seines täglichen Speiseplans behilflich sein.

Eine Kur bringt Erleichterung. Klimaveränderung und Bäder können den Patienten zwar nicht von seiner Allergie heilen, ihn aber zumindest teilweise beschwerdefrei machen. Asthmatiker atmen an der See und im Hochgebirge freier. Neurodermitikern tut eine Kombination von Salzwasser (Meer) und Sonne gut. Wer auf Hausstaubmilben allergisch reagiert, sollte Urlaub in Orten machen, die über 1500 Meter hoch liegen. Dort gibt es keine Milben.