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Методичка_Arbeit und Beruf.Umweltschutz_ 2й сем...doc
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01.07.2025
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Veranstalten Sie eine Konferenz über die zukünftige Entwicklung des Verkehrs.

6.

Wasser für alle?

Wasser bedeutet Leben. Angesichts von Bevölkerungswachstum, Umweltverschmutzung, Klimawandel sowie Armut und Ungleichheit stehen die Staaten, aber auch Zivilgesellschaft vor der Herausforderung, den Zugang zu sauberem Wasser für alle Menschen zu gewährleisten und Nutzungskonflikte zu lösen.

Experten rechnen damit, dass es zukünftig nicht nur Kriege um Öl, sondern auch um Wasser geben könnte. Viele Staaten leiden bereits heute unter Wassermangel. Das heißt, ihnen steht laut Definition weniger als 1.000 m3 erneuerbares Wasser pro Einwohner während eines Jahres zur Verfügung. In Deutschland ist die Situation vergleichsweise gut, können wir dach auf ca. 1.870 m3 Trinkwasser zurückgreifen. Ganz anders geht es den Staaten in Nordafrika oder im Nahen Osten. In Ägypten z.B. stehen jedes Jahr pro Einwohner nur 790 m3 zur Verfügung und in Israel gar nur 250 m3. Länder, die über reichliche Trinkwasserreserven verfügen, sind u.a. Irland (13.000 m3), die USA (10.270 m3) oder Laos (57.640 m3). Die Gesamtzahl der Menschen, die in Regionen mit Wasserknappheit leben, könnte sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den kommenden Jahren auf 2,8 bis 3,3 Mrd. erhöhen.

Wassermangel ist ein Grund dafür, dass weltweit viele Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser haben. In Deutschland muss man nur den Wasserhahn aufdrehen und schon kommt sauberes Trinkwasser heraus. Tatsächlich leben aber derzeit insgesamt 884 Mio. Menschen weltweit ohne einen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Zugang zu sauberem Wasser ist dabei folgendermaßen definiert: Es muss möglich sein, sich im Umkreis von 1 km mit mindestens 20 l sauberem Trinkwasser pro Tag zu versorgen. Zum Vergleich: In Deutschland verbrauchen die Bürger nach Angaben des Statistischen Bundesamtes durchschnittlich 126 Liter am Tag. Im weltweiten Vergleich ist der Wasserverbrauch in Dubai mit täglich etwa 550 Litern einer der höchsten.

7. „Die Vertragsstaaten erkennen das Recht eines jeden auf einen angemessenen Lebensstandard für sich und seine Familie an (…)“ – So steht es im Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Artikel 11).

Ein Ausschuss der Vereinten Nationen hat daraus das Menschenrecht auf Wasser abgeleitet. Alle Staaten, die den Vertrag unterschrieben haben, das sind etwa 150 Länder, sind demzufolge verpflichtet, alles ihnen Mögliche zu unternehmen, damit jeder Mensch sich mit „ausreichendem, sicherem, annehmbarem, physisch zugänglichem und erschwinglichem Wasser für den persönlichen und den häuslichen Gebrauch“ versorgen kann.

Lesen Sie den oben stehenden Text. Was ist gemeint mit…?

-„ausreichend“ -„sicher“ -„annehmbar“ -„erschwinglich“

- „physisch zugänglich“ -„für den persönlichen Gebrauch“

8. Stellen Sie sich vor, Sie sind Richter und müssen in den folgenden „Fällen“ in einem Urteil beschließen, ob das Menschenrecht auf Wasser betroffen ist. Begründen Sie Ihr Urteil anhand der Definition des Rechts auf Wasser.

Wer ist der „Schuldige“ in jedem Fall? Diskutieren Sie in der Gruppe.

- Ist das Menschenrecht auf Wasser in diesen Fällen betroffen?

Ja

Nein

1. In einem Slum in Afrika gibt es keine Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Die Behörden machen nichts. Sie sagen, dass sie nicht verantwortlich sind, weil die Hütten dort illegal errichtet worden sind.

2. Der Wasserpreis in der deutschen Stadt F. wird um die Hälfte erhöht.

3. Die Wasserwerke verlangen in einer Stadt bis zu einer bestimmten Menge Wasser einen relativ niedrigen Preis. Verbraucht man mehr, muss ein höherer Preis pro Liter bezahlt werden. Einige Schwimmbadbesitzer fühlen sich daher benachteiligt und klagen gegen die Stadt.

4. In einem Armenviertel in Südafrika werden bei den Haushalten „Prepaid“-Wasserzähler installiert. Pro Person bekommen die Einwohner täglich 25 Liter Wasser kostenlos; falls sie mehr Wasser brauchen, müssen sie erst den Wasserzähler mit Geld aufladen.

9. Die weltweiten Süßwasserreserven müssen sich Staaten oftmals teilen, wenn zum Beispiel Flüsse durch mehrere Länder gleichzeitig fließen oder Seen auf der Grenze zwischen zwei Ländern liegen. Besonders in Gebieten, in denen die Wasserreserven knapp sind, kommt es dann zu Konflikten um die Nutzung des Wassers.