Добавил:
Upload Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:
Методичка_Arbeit und Beruf.Umweltschutz_ 2й сем...doc
Скачиваний:
1
Добавлен:
01.07.2025
Размер:
8 Мб
Скачать
☆

Bericht über ein städtisches Abenteuer Sechs Textfamilien empfanden vier Wochen ohne Auto als Bereicherung

Der Umwelt zuliebe aufs eigene Auto verzichten und dieses Opfer sogar als Bereicherung empfinden – ist so etwas möglich? Es ist. Das hat jedenfalls eine Untersuchung des Instituts für Stadt- und Sozialforschung der Universität Bremen ergeben. Die Sozialwissenschaftler wollten herausfinden, ob sich auf freiwilliger Basis die Autobenutzung im Stadtverkehr verringern lässt. Durch einen Aufruf in einer Tageszeitung fanden die Forscher sechs Familien, die einen Monat lang – soweit irgendwie möglich – auf ihr Auto verzichteten. Als Ersatz bekamen sie eine Familienmonatskarte für die Bremer Straßenbahn AG. Ihre Erfahrungen notierten die Teilnehmer in einem Tagebuch.

Das Ergebnis der Untersuchung war selbst für die Wissenschaftler überraschend: Die Testteilnehmer vermissten ihren Pkw nur in wenigen Ausnahmefällen. Am meisten fehlte der Wagen bei Großeinkäufen, beim Transport sperriger Gegenstände und bei Verwandtenbesuchen im Umland, wo am Wochenende kaum Busse fahren. In solchen Fällen kam dann doch gelegentlich das Auto zum Einsatz.

Ebenfalls ein Händikap waren zunächst die unübersichtlichen Bus- und Straßenbahnfahrpläne. Wenige Probleme gab es dagegen mit dem Wetter: Selbst „Schönwetterradler“, so der Projektleiter, entdeckten allmählich, „wie schön es ist, im Regen zu fahren, wenn man sich entsprechend kleidet.“ Auch für das Problem der Großeinkäufe ließen sich Lösungen finden: Die einen gingen öfters zu kleinen Läden nebenan, die anderen fuhren mit einem Fahrradanhänger zum Supermarkt. Trotz der vereinzelten Probleme empfanden die Testfamilien den Verzicht aufs Auto insgesamt als Bereicherung. Der Projektleiter erklärt sich das so: „Das Auto schottet die Benutzer von der Umwelt ab. Sie wollen so schnell wie möglich ans Ziel kommen.“ Im Bus, auf dem Rad oder zu Fuß wird dagegen viel mehr von der Umgebung wahrgenommen. Man entdeckt plötzlich schöne Hausfassaden, kommt mit Fremden ins Gespräch oder kann während der Busfahrt Zeitung lesen.

Die Bremer Soziologen haben daraus die Erkenntnis gewonnen, dass sich ein weitgehender Autoverzicht nicht dadurch erreichen lässt, dass man den Besitzern ein schlechtes Gewissen bereitet, sondern am besten dadurch, dass sie selbst die Erfahrung machen, sich ohne Auto wohler zu fühlen.

Und genau das hat der Vierwöchige Versuch bewirkt. Fünf der sechs Familien haben zur großen Überraschung der Wissenschaftler inzwischen ihren Pkw abgeschafft und beteiligen sich stattdessen an privaten Auto-Genossenschaften (so genannten „car-pools“), wo sich mehrere Personen einen kleinen Fuhrpark teilen. Fraglich erscheint allerdings, wie weit sich der Test auf die breitere Bevölkerung übertragen lässt. Auf jeden Fall müssten zunächst die äußeren Rahmenbedingungen für einen weit gehenden Autoverzicht der Bremer Forscher sollten zum Beispiel Busse auch am Wochenende das Umland bedienen. Der Einzelhandel müsste verstärkt ins Haus liefern, es fehlen Verleihstationen für Fahrradanhänger, und es gibt noch nicht genügend „car-pools“.

Übrigens: Angeregt durch den Test hat inzwischen auch der Projektleiter sein Auto verkauft.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung)

Ihre Aufgabe ist es, die Antworten von Herrn Prof. Klobel zu rekonstruieren. Lesen Sie den Text ein zweites Mal und schreiben Sie die Informationen des Textes, die Sie dafür verwenden können, stichwortartig in die zweite Spalte neben die jeweilige Frage.

6. Hören Sie sich den Text "Grenzen und Probleme der automobilen Gesellschaft" an. Das ist ein kritischer Kommentar: Eine Verkehrsexpertin setzt sich mit der Zukunft des Autos auseinander. Machen Sie sich zu den Ausführungen der Autorin Notizen auf dem nachfolgenden Notizblatt. Dort finden Sie bereits einige Stichworte. Verwenden Sie möglichst Nominalisierungen.

Ausgangsthese: ____________________________________________________

Folge: Diskussion über Auto _______________________________________

Verkehrsexperten: Forderung nach neuer Einstellung 4 Gründe:_______

____________________________________________________________________

Kritik an Autofahrer: ______________________________________________

Kritik an Autohersteller: _________________________________________

Resümee: ____________________________________________________________

7. Übersetzen Sie und merken Sie sich folgende Vokabeln.

die Fließbandtechnik

der Stau

lieferbar sein

die Fahrradluftpumpe

sich(D) etw.leisten

das Lenkrad

die Eigenart

das Stickoxid

das alte (neue) Testament

das Kohlendioxid

stornieren

das Schwefeldioxid

das Ungeheuer

die Atemwege

verdammt sein

die Spitzenzeit

politischer Anführer

eingeschränkt

j-m etw.anvertrauen

in die Brüche gehen

sich beerdigen lassen

angewiesen sein auf Akk.

der Gefährte

verringern

die Hebamme

der Aufruf

anspornen

als Ersatz

besessen sein

Sperrige Gegenstände

die Höchstgeschwindigkeit

der Fahrradanhänger

die Vorzüge predigen

die Erkenntnis gewinnen

pendeln

schlechtes Gewissen

das Anbetungsobjekt

äußere Rahmenbedingungen

zugegebenermaßen

der Einzelhandel