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Методичка_Arbeit und Beruf.Umweltschutz_ 2й сем...doc
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01.07.2025
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4. Sprechen Sie zu den Themen. Gebrauchen Sie dabei die angegebenen Wörter und Wendungen.

    1. Vorteile der Sonnenenergie

(Verteuerung der Energie; die Leistung; sauber; keine Gefahr; nutzen; mehr Energie liefern)

    1. Nachteile der Sonnenenergie

(teuer; Anlagekosten; kompliziert; keineswegs kostenlos; um Vielfaches höher; trübe; sonnenarm)

    1. Der Aufbau eines Sonnenkraftwerkes

(der Turm; der Kessel; der Spiegel; die Turbine; der Generator; gewölbt; fokussieren; sich erhitzen; verdampfen; antreiben; pumpen; steuern; treffen)

5. Deutschland ist schon wieder Weltmeister. Niemand entwickelt so eifrig Anlagen für erneuerbare Energien. Der weltweite Klimawandel kommt gerade recht. Wie deutsche Ökofirmen die Welt retten

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Zukunft entdeckt - zusammen mit George Bush und der chinesischen Regierung, mit Siemens-Chef Klaus Kleinfeld und Südkorea. Die Zukunft, verkünden sie, liege in Wind, Sonne, Wasser und der Biomasse. Solche Schwärmerei für die Ökoenergien war bis vor Kurzem aus diesen Lagern selten zu hören. Wer die Abkehr vom Öl propagierte, womöglich auch den Ausstieg aus der Atomenergie forderte, galt als Jobkiller oder als Fantast.

Weltweit belächelt wurden die Deutschen in den 80er- und 90er-Jahren, als die Grünen hierzulande ihre Träume von den erneuerbaren Energien mit staatlichen Geldern zu fördern begannen. Und jetzt?

Jetzt stehen die Deutschen plötzlich als Vorreiter zukunftsträchtiger Technologien im internationalen Rampenlicht.

Sie sind Weltmarktführer in einer explodierenden Branche. „Green power" ist angesagt, das Kyoto-Protokoll kein Fremdwort mehr. (…)

Selbst in Davos diskutierten die Vorstandsvorsitzenden der Global Player über Biosprit, Solarwafer und Wellenenergie. Und Firmen mit Sitz in Hamburg, Husum, Thalheim und Freiburg sind die Stars in der Fertigung von Solarzellen, Windkrafträdern und Biokraftstoffanlagen.

Den Vorsprung verdanken sie der staatlichen Päppelung durch die ehemalige rot-grüne Bundesregierung. Das Erneuerbare Energien-Gesetz hat der Branche Subventionen in Millionenhöhe gesichert.

Zum großen Durchbruch verhalfen der Branche nun die weltweite Diskussion um Klimawandel, Erderwärmung und Ölpreisexplosion, der Ärger mit Öl- und Gaslieferungen aus Russland sowie der Wirbelsturm „Katrina", der New Orleans verwüstete.

Als Rettung bleibt - die Ökoenergie-Industrie. Und Deutschland ist Weltmeister in der Entwicklung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Wissen und Technik „made in Germany" sind Exportschlager.

Ein Drittel der weltweit installierten Wasserkraft stammt vom Heidenheimer Maschinenbauunternehmen Voith. Fast jede zweite Windanlage und jede dritte Solarzelle werden hierzulande gefertigt. Bereits 34 Prozent der produzierten Solarzellen wurden ins Ausland geliefert. (…)

Dabei ist die Solarindustrie noch immer ein Winzling, der weniger als ein Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland deckt. Das Potenzial aber sei enorm, deshalb seien die Anschubhilfen gerechtfertigt, meint Solarworld Gründer Frank Asbeck. In einigen Jahren müsse sich die Branche schließlich selbst tragen. Heute fertigen seine Leute im sächsischen Freiberg im Drei-Schichten-Betrieb mehr als 3000 Solarmodule am Tag – jeweils anderthalb Quadratmeter saubere Zukunft.

Z wei Drittel der Module verschifft Asbeck, ein Gründungsmitglied der Grünen, inzwischen ins Ausland. Noch vor wenigen Jahren war ein solcher Weltmarkt unvorstellbar. Im Jahr 2000 haben deutsche Firmen Anlagen im Wert von einer halben Milliarde Euro exportiert. 2005 waren es bereits 4,6 Milliarden Euro. „2006 beläuft sich die Höhe der Exporte auf sechs Milliarden Euro“, teilte jetzt der Verband Erneuerbare Energien mit. „Mit der Steigerung von 30 Prozent haben wir unsere hochgesteckte Prognose für das vergangene Jahr erreicht."

Der weitaus größte Anteil des Exportvolumens entfiel dabei auf die Windindustrie. Deutsches Know-how besonders im Bereich Maschinenbau sei weltweit gefragt. „Selbst wo General Electric draufsteht, ist größtenteils ‚Made in Germany’ drin", sagt der Sprecher des Verbandes Erneuerbare Energien.

Insgesamt arbeiten in Deutschland mehr als 170 000 Menschen in der Branche. Zum Vergleich: In der Automobilbranche verdienen - inklusive aller Zulieferer - 700 000 Menschen ihren Lebensunterhalt.

Und die Energiebranche hat stramme ökonomische Ziele: Sie will jährlich um zehn Prozent wachsen, im Jahr 2020 etwa 120 Milliarden Euro umsetzen (derzeit sind es 16,4 Milliarden Euro) und eine halbe Million Mitarbeiter beschäftigen. Zudem sollen Anlagen für 80 Milliarden Euro exportiert werden.

Im vorigen Jahr haben mehrere Unternehmen bereits in Amerika, Indien und Asien Fuß gefasst. Der Windmühlenhersteller Repower setzt in Husum Windräder zusammen, die per Schiff nach Amerika exportiert werden. Ebenso hat Repower erste Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischen Konzernen gegründet.

Exporte lohnen sich für deutsche Unternehmen, seit auch andere Regierungen die Energieversorgung aus erneuerbaren Energien finanziell fördern. So will China bis zum Jahr 2020 etwa 17 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken und führt dazu ein Einspeisegesetz nach deutschem Vorbild ein. Schweden will 2020 ohne Ölimporte auskommen, Kalifornien ein Drittel des Strombedarfs mit regenerativen Energien decken.

Jetzt, wo Ökostrom weltweit hoffähig ist, erwärmt sich auch Angela Merkel für die CO2-Alternative. Die CDU übertrifft sogar die Grünen, die im Jahr 2020 etwa 25 Prozent der Stromversorgung durch erneuerbare Energien decken möchten.

Vorige Woche forderten die Energieexperten der Union überraschend 35 Prozent. Davon wagt selbst Solarworld-Chef Asbeck kaum zu träumen.

Betina Weiguny Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18.02.2007

Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll (benannt nach dem Ort der Konferenz Kyoto in Japan) ist ein 1997 beschlossenes Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) der Vereinten Nationen mit dem Ziel des Klimaschutzes. Das 2005 in Kraft getretene und 2012 auslaufende Abkommen schreibt erstmals verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen fest, welche die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung sind.

Davos

Konferenzort (Schweiz) und Synonym für das „ Weltwirtschaftsforum "

Päppelung (ugs.) Unterstützung

6. In der letzten Zeit häufen sich Berichte über die Gefahren der Atomwirtschaft, ist der Atomausstieg notwendig? Kann man diese Technologie noch verantworten? Gibt es alternative Energieformen? Können Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft den Wirtschaftsbedarf decken? (Abschied bis 2022_So soll der Atomausstieg aussehen_Video)

Wissenschaftler haben unterschiedliche Meinungen.